Augsburger Aktienbank Erfahrungen – Test & Bewertung Wertpapier-Broker

Augsburger Aktienbank Erfahrungsbericht

Meine Augsburger Aktienbank Erfahrungen – Test & Bewertung Wertpapier-Broker

Pro

  • Reguliert durch deutsche BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)
  • Deutsche Direktbank mit Sitz in Augsburg
  • Doppelte Einlagensicherung
  • Aktien, Fonds, Zertifikate, ETFs & Optionsscheine handelbar
  • Wertpapier- oder Sparplan-Depot wählbar
  • Übersichtliche Webseite
  • Zugang zu allen deutschen Börsen
  • Gebührenfreie Ein- und Auszahlungen über das Verrechnungskonto
  • Automatische Abführung der Abgeltungssteuer in Deutschland

Contra

  • Kein Demo-Konto vorhanden
  • Keine Online-Depoteröffnung möglich
  • Hohe Order- & Deport-Gebühren (Depot 39,90 bzw. 49,90 EUR p.a.)
  • Schulungsmöglichkeiten & Marktnachrichten nicht vorhanden
  • Keine mobilen Apps
  • Durchschnittliches Kundenservice-Angebot

Augsburger Aktienbank – Direktbank und Handelsplattform für Wertpapier-Handel

Das Unternehmen

Die Augsburger Aktienbank ist eine der ältesten Direktbanken ohne Filialsystem in Deutschland und bietet neben dem Online Banking für Privatkunden sowie klassischen Bankdienstleistungen auch ein umfangreiches Fonds- & Wertpapier-Angebot.

Das in 1963 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Augsburg und firmierte zunächst unter dem Namen Absatz-Kreditbank. Zwischen 1997 und 2002 war die Bank Teil des Allianz-Konzerns und führte den Namen Allianz-Vermögensbank bis zum Verkauf in 2002 an die LVM Versicherung. In 2016 übernahm die Augsburger Aktienbank die deutsche Netbank AG, die erste reine Internet-basierte Direktbank in Europa.

Die mittelständische Direktbank verwaltet nach eigenen Angaben ein Depotvolumen von ca. 12,5 Mrd. EUR (Stand 03/2017) mit über 300 angebundenen Vertriebsorganisationen. Sie gehört damit zu den größten Wertpapierbanken in Bayern und betreut über 400.000 Kunden.

Seriosität der Augsburger Aktienbank

Deutsche BaFin-Regulierung & Einlagensicherung

Die Augsburger Aktienbank AG wird durch die deutsche BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) reguliert und ist dort unter der ID-Nr. 104093 als CRR-Kreditinstitut registriert.

Auszug aus dem Unternehmensregister der deutschen BaFin – Augsburger Aktienbank Aktiengesellschaft

Im Rahmen der gesetzlichen Regularien im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der Bank sind Kundengelder-über den deutschen Einlagensicherungsfonds in Höhe von bis zu maximal 100.000 EUR je Kunde gesichert. Darüber hinaus eine weitere Einlagensicherungsgrenze von aktuell bis zu 30,64 Mio. EUR je Kunde über den Bundesverband deutscher Banken e.V. Die Kundeneinlagen sind somit durch zwei voneinander unabhängige Sicherungssysteme doppelt abgesichert.

Wertpapiere gelten als Sondervermögen und unterliegen nicht der Einlagensicherung, sie werden von der Depotbank lediglich verwahrt und ein Zugriff auf die Depotwerte besteht nur durch den Inhaber (Kunden).

Kundengelder werden gemäß den gesetzlichen Regulierungsbestimmungen grundsätzlich getrennt vom Unternehmenskapital auf Bankkonten verwahrt und sind bei einer Unternehmensinsolvenz vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt.

Insofern ist die Augsburger Aktienbank als seriöser Anbieter einzustufen. Ein allgemeiner Risikohinweis zum Wertpapier-Handel befindet sich auf der Webseite.

Die Webseite der Augsburger Aktienbank

Die Webseite der Augsburger Aktienbank präsentiert sich gut strukturiert ohne besondere Highlights in der Gestaltung. Selbstverständlich stehen alle Inhalte in deutscher Sprache zur Verfügung und Produkte und Services werden in verständlicher Form für den Kunden vorgestellt. Allerdings fehlen einige Übersichten, z.B. die Gebührenstruktur außerhalb des Preis- & Leistungsverzeichnisses für ale Bankdienstleistungen und Eigenschaften der Wertpapier-Depots. Auch eine Online-Kontoeröffnung ist nicht möglich und kann nur schriftlich über ein Formular eingereicht werden. Für eine Direktbank sind die Online-Leistungen alles andere als optimal.

Die Webseite der Augsburger Aktienbank

Kein Demo-Depot vorhanden

Ein Demo-Depot für den unverbindlichen und risikofreien Test der Wertpapier-Handelsplattform ist leider nicht vorhanden.

Bürokratische Depoteröffnung bei der Augsburger Aktienbank

Während nahezu sämtliche Broker, insbesondere natürlich die Internet-basierten Direktbanken, eine Online-Kontoeröffnung ermöglichen, ist dies bei der Augsburger Aktienbank nicht der Fall. Unter Formulare können die entsprechenden PDF-Dokumente heruntergeladen werden, die für eine Depoteröffnung notwendig sind. Diese druckt der Kunde dann aus, macht die erforderlichen Angaben und sendet diese schriftlich per Post an die Bank.

Einzahlungen bei der Augsburger Aktienbank

Einzahlungen auf das Verrechnungskonto per Banküberweisung

Einzahlungen auf das mit einem Depot zeitgleich bei der Augsburger Aktienbank eröffnete Verrechnungskonto sind nur mittels Banküberweisung möglich.

Keine Mindesteinlage

Die Augsburger Aktienbank setzt keine Mindesteinlage für ein Wertpapier-Depot an. Investoren können frei entscheiden, wie viel Kapital sie investieren möchten. Das Verrechnungskonto, worüber Ein- und Auszahlungen vorgenommen werden, wird in EUR geführt.

Bei Einzahlung auf das Konto gleich mit welcher Zahlungsmethode muss der Trader wie bei allen Online-Brokern gemäß den geltenden Anti-Geldwäsche-Richtlinien auch der Kontoinhaber bei Augsburger Aktienbank sein. Ein- und Auszahlungen von bzw. an Dritte sind nicht möglich.

Die Handelsfreigabe erfolgt nach Eingang der Einzahlung auf das Verrechnungskonto, die auf das Depot gebucht wird.

Auszahlungen bei Augsburger Aktienbank

Gebührenfreie Auszahlungen über das Verrechnungskonto

Auszahlungen werden nach Anforderung über das Depot ausgeführt und erfolgen ebenfalls über das Verrechnungskonto, von wo aus sie auf das eigene Girokonto (Referenzkonto) gezahlt werden können.

Automatisch wird bei Augsburger Aktienbank die Abgeltungssteuer abgeführt.

Keine Fortbildungsmöglichkeiten für Investoren & Marktnachrichten

Fortbildungsmöglichkeiten sucht man bei diesem Anbieter ebenso wie Marktnachrichten leider vergeblich. Die Bank bietet seinen Wertpapier-Kunden keinerlei Extras.

Durchschnittliches Handelsangebot

Handelbar sind grundsätzlich Aktien, Fonds, ETFs, Optionsscheine und Zertifikate. Die Anzahl beschränkt sich jedoch zum größten Teil auf die deutschen Handelsplätze.

Hauseigene Handelssoftware ohne mobile Apps

Die hauseigene Handelssoftware bietet keine besondere Funktionen, ist jedoch leicht bedienbar und funktioniert praktisch wie ein Online Banking-Konto.

Nutzer von mobilen Endgeräten wie iPhone, iPad und Android können keine mobilen Apps herunterladen, die bei den Wettbewerbern zum Standard gehören.

Überdurchschnittlich hohe Konditionen im Wertpapier-Handel & Depotgebühren

Bei den Konditionen im Aktienhandel liegt die Augsburger Aktienbank ganz klar im hochpreisigen Bereich der deutschen Anbieter. Allein die Depotgebühr beträgt je nach Depot Basis oder Komfort 39,90 bzw. 49,90 EUR pro Jahr. Darüber hinaus gibt es auch im Handel kaum etwas kostenlos. Nachfolgend die Gebührenstruktur für Wertpapierdepots:

Kundenservice telefonisch, per Fax oder per E-Mail

Kunden können die Direktbank telefonisch, per Fax oder E-Mail während der üblichen Bürozeiten kontaktieren. Auch hier zeigt sich der Anbieter nicht sonderlich innovativ. Ein Live Chat oder eine 24-Stunden Hotline ist nicht vorhanden.

Augsburger Aktienbank im Vergleich zu anderen Wertpapier-Brokern

  • BaFin-regulierte Direktbank mit Sitz in Augsburg, der neben dem Wertpapier-Angebot auch die üblichen klassischen Bankprodukte wie Girokonto, Immobilien-Finanzierungen, Anlagen & Sparpläne anbietet.
  • Doppelte Einlagensicherung von einerseits der gesetzlichen bis zu 100.000 EUR je Kunde und andererseits freiwilligen Einlagensicherung in Höhe von bis zu 30,64 Mio. EUR je Kunde über den Bundesverband deutscher Banken e.V.
  • Ein Demo-Depot ist nicht erhältlich.
  • Handelbar sind Wertpapiere wie Aktien, Fonds, Zertifikate, Optionsscheine und einige ETFs, jedoch in erster Linie an deutschen Handelsplätzen. Forex und CFDs gehören nicht zum Angebot.
  • Eine Mindest-Investition ist nicht erforderlich. Ein- und Auszahlungen erfolgen über ein zusammen mit dem Depot eröffnetes Verrechnungskonto. Wer auch Derivate wie CFDs handeln möchte, findet diese u.a. bei XM Broker, FXFlat, Admiral Markets und den Branchenführern CMC Markets und IG mit deutscher Niederlassung und bei Brokern mit ECN-/STP-Handelsmodell wie z.B. Varengold Bank FX, Direktbroker-FX oder JFD Brokers.
  • Ein erheblicher Nachteil ist die umständliche, schriftliche Depoteröffnung, eine Online-Anmeldung für Neukunden ist nicht möglich, ebenso wenig ein elektronisches Legitimations-Verfahren wie z.B. bei OnVista.
  • Schulungsmöglichkeiten oder detaillierte Produktinformationen und Marktnachrichten sind ebenfalls nicht im Serviceangebot des Anbieters enthalten.
  • Einfache Handelssoftware, die sich auch für Einsteiger eignet. Auf mobile Apps müssen Kunden bei der Augsburger Aktienbank vollständig verzichten.
  • Der Kundenservice ist nur während der üblichen Bürozeiten von Montag-Freitag telefonisch, per Fax oder E-Mail erreichbar.

Fazit zur Augsburger Aktienbank

Die älteste deutsche Direktbank Augsburger Aktienbank zählt mit einem verwalteten Wertpapier-Vermögen von über 12,9 Mrd. EUR zu den größten Depotverwaltern in Bayern. Die Augsburger Aktienbank AG wird durch die deutsche Finanzmarktaufsicht BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) reguliert und verfügt über ein doppeltes Sicherheitssystem bezüglich der Einlagensicherung von Kundengeldern. Hier besteht nicht nur die gesetzliche Einlagensicherung über den Betrag von maximal 100.000 EUR je Kunde, sondern darüber hinaus eine weitere Sicherungsgrenze von bis zu derzeit 30,64 Mio. EUR je Kunde über den Bundesverband deutscher Banken e.V.

Gemäß den gültigen Regularien werden Kundengelder auf Bankkonten grundsätzlich getrennt vom Unternehmenskapital verwahrt, so dass im Insolvenzfall eines Brokers kein Zugriff auf Kundengelder durch Gläubiger erfolgen kann. Die deutsche BaFin und die britische FCA (Financial Conduct Authority) gelten als die zuverlässigsten und strengsten Aufsichtsinstitutionen der jeweiligen Finanzmärkte, die durch Kontrollen und Prüfungen die Einhaltung der Bestimmungen überwachen.

Wertpapiere gelten jedoch als Sondervermögen und unterliegen nicht der Einlagensicherung wie Sparkonten. Ein Zugriff auf die Depotwerte ist nur dem Depot-Inhaber möglich, von der Bank werden diese nur verwahrt. Die Augsburger Aktienbank versichert, dass die Depotwerte auch nicht beliehen werden.

Die Internetpräsenz ist für eine Direktbank mit den nötigsten Informationen versehen, enthält allgemeine Produktinformationen zu den Bankdienstleistungen, jedoch keine Details. Insbesondere die Informationen zu den Wertpapierdepots auf Wertpapier- oder Sparplan-Basis sind wenig ausführlich.

Ein Demo-Depot ist nicht vorhanden. Auch Schulungsmöglichkeiten, Marktnachrichten, ein Newsletter oder Analysen sind wie beispielsweise bei der Consorsbank mit umfangreichem Service-Paket nicht im Angebot enthalten.

Teuer wird es bei den Depot-Gebühren, auf die die meisten Direktbanken inzwischen ganz verzichten. Bei der Augsburger Aktienbank wird für ein Basis-Depot eine Depotgebühr von jährlich 39,90 EUR und für ein Komfort-Depot 49,90 EUR berechnet. Doch auch die Ordergebühren sind im Vergleich mit den Wettbewerbern außerordentlich hoch. So wird beispielsweise für eine Wertpapier-Order eine Mindestgebühr von 15 EUR, maximal 79 EUR fällig.  Weit günstiger zeigt sich hier die Konkurrenz wie Degiro oder OnVista, die nicht nur auf Depotgebühren verzichten, sondern auch günstige Ordergebühren berechnen.

Handelbar sind Aktien, Fonds, Zertifikate, ETFs und Optionsscheine, allerdings vorwiegend an deutschen Handelsplätzen. Eine enorme Auswahl internationaler Assets an weltweiten Handelsplätzen können beispielsweise bei Degiro gehandelt werden.

Ein- & Auszahlungen auf das Depot erfolgen gebührenfrei auf das gleichzeitig mit dem Depot eröffnete Verrechnungskonto. Eine Mindestinvestition ist nicht erforderlich, Investoren können über die Höhe frei entscheiden. Wahlweise kann ein Wertpapier- oder Sparplan-Depot eröffnet werden.

Gegenüber den insbesondere deutschen Wettbewerbern im Direktbanken-Markt mit Brokerage-Angebot hat die Augsburger Aktienbank augenscheinlich einige Nachteile, was Kosten und Serviceangebot betrifft. Dies beginnt leider bereits mit der fehlenden Option, ein Depot online über die Webseite zu eröffnen und stattdessen nur den Ausdruck der Zusammenfassung der Anmeldedaten per Post an den Anbieter zu übersenden. Auch ein Online-Identifikationsverfahren durch Video-Legitimierung mit Reisepass- oder Personalausweiskopie ist nicht möglich, die Legitimation muss per PostIdent-Verfahren in einer Postfiliale erfolgen. Dies alles zusammen erweist sich als sehr umständlich und nicht mehr zeitgemäß.

Darüber hinaus bietet die Augsburger Aktienbank trotz hoher Kosten leider kaum Service für Privatkunden. Aus der Unternehmenshistorie heraus ist dies möglicherweise aber auch zumindest zum Teil dadurch zu erklären, dass die Direktbank vorwiegend Wertpapier-Depots für Vermögensverwalter und institutionelle Kunden verwaltet. Für Privatkunden im Wertpapier-Geschäft besteht diesbezüglich noch erheblicher Verbesserungsbedarf in Sachen Kundenservice.

Hierzu gehören z.B. auch mobile Apps für den komfortablen Zugriff auf das Handelsdepot von unterwegs für Nutzer mobiler Endgeräte und ein erweitertes Kontaktangebot des Supports.

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Augsburger Aktienbank Erfahrungen – Test & Bewertung Wertpapier-Broker was last modified: April 21st, 2017 by AngelaZ