CFD Handel – Online Trading mit Contract for Differences

CFD Contract for Difference

CFD Handel

Was sind CFDs und wo können sie gehandelt werden?

CFDs (Contracts for Difference bzw. Differenzkontrakte) sind hochspekulative Anlagen und bergen ein hohes Handelsrisiko. Während der Investor beim Kauf- oder Verkauf von realen Vermögenswerten wie Aktien, Rohstoffen, Indizes etc. ohne Hebel handelt und das Risiko auf einen Totalverlust des Einsatzes beschränkt ist, geht er bei dem Handel mit CFDs nicht nur ein Totalverlustrisiko ein, sondern unterliegt auch einer sogenannten Nachschusspflicht, wenn der Verlust kursbedingt über seinen Einsatz hinausgeht. Beim CFD-Handel erwirbt der Trader keine Beteiligung am Unternehmenswert wie beispielsweise beim Kauf von Aktien, sondern lediglich eine Forderung aus der Kursentwicklung.

CFDs sind sogenannte OTC (Over the counter)-Geschäfte und werden nicht an der Börse gehandelt, der Handel erfolgt direkt mit der ausführenden Bank bzw. dem Liquiditätspartner oder bei Market Makern mit dem Broker. Bestenfalls sollte der gewählte CFD-Broker kein Market Maker sein, der den Kurs selbst festlegt und die gehandelte Position gleichzeitig auch abwickelt, sondern STP- oder ECN-Broker.

STP- bzw. ECN- Broker reichen die Order des Traders an den Liquiditäts- bzw. Bankenpool weiter bzw. stellen ein virtuelles Netzwerk von Banken und Tradern zur Verfügung, wo die Position in Form von Hedging am Markt abgesichert und der Handel ausgeführt wird. Diese Broker-Modelle sind auch für sehr kurz gehaltene Positionen geeignet, da sie direkt weitergereicht werden. Voraussetzung für sehr schnelle Trading-Optionen ist für den Trader grundsätzlich eine stabile und schnelle Internetverbindung, sonst ist das Halten von Positionen für beispielsweise nur wenige Sekunden nicht möglich.

Mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz können bei CFDs weitaus höhere Volumina bewegt werden als beim Kauf oder Verkauf von Aktien- oder sonstigen realen Vermögenswerten und der Trader kann im CFD-Handel nicht nur von steigenden, sondern auch von fallenden Kursen profitieren, während er im klassischen Aktienhandel beim Verkauf des Wertes nach gefallenem Kurs einen Verlust erzielt wird. Gewinne und Verluste ergeben sich bei CFDs aus der Differenz zwischen dem Einstands- und Ausstiegskurs des gehandelten Wertes.

CFDs sind handelbar auf Devisen, Aktien, Indizes, Rohstoffe, Zinsen und Futures. Sie gehören wie auch Optionen, Optionsscheine, Zertifikate und Futures zu den sogenannten Derivaten (finanzielle Differenzgeschäfte).

Stock Index

Während der Trader bei Binären Optionen lediglich eine Wette auf einen steigenden oder fallenden Kursverlauf abschliesst, handelt es sich beim CFD-Handel also um „reales“ Trading von Derivaten, der u.U. den Verlust des Einsatzes übersteigen und eine finanzielle Nachschusspflicht erfordern kann. Bei Binären Optionen ist nur der Totalverlust des Einsatzes möglich, nicht darüber hinaus. Nachschusspflichten sind unbegrenzt, hier kann der unerfahrene Trader in der Tat sein gesamtes Vermögen verlieren, wenn er sich derart verspekuliert hat, nicht nur den Betrag auf seinem CFD-Konto. Der CFD-Handel ist also mit erheblichen höheren Risiken verbunden. Auch wenn es sich um einen Online-Broker handelt, wird er nicht erfüllte Nachschusspflichten notfalls juristisch bzw. gerichtlich einfordern bzw. eintreiben.

 
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Wenn der CFD Broker mit hohen Hebeln wirbt

Viele Broker werben mit hohen Hebeln, was bedeutet, dass Kursänderungen, gleich ob steigend oder fallend, sich beim Handel auf Margin stärker auswirken. Für fortgeschrittene Trader sind hohe Hebel sehr attraktiv, allerdings bezieht sich die Hebelwirkung sowohl auf Gewinne als auch Verluste. Einsteiger sollten deshalb zunächst mit niedrigen Hebeln traden.

Der Hebel lässt sich aus dem prozentualen Marginsatz (Sicherheitsleistung des Traders) errechnen, d.h. 100/Marginsatz in % = Hebel. Bei einem Marginsatz von 1% beträgt der Hebel also 100, bei 2% 50 usw.

Focus Money Jan. 2017

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Wie finde ich den passenden CFD Broker?

Auch ein CFD-Broker sollte vor allem eine Regulierung durch eine staatliche Finanzaufsichtsbehörde vorweisen können. Die Regulierung stellt u.a. sicher, dass Kundengelder getrennt vom Unternehmenskapital verwaltet werden. Vor allem auch unter dem Gesichtspunkt oft erhöhter Mindesteinzahlungen ein wichtiger Punkt zur Absicherung des eigenen Trading-Kapitals.

Im Gegensatz zu Binäre Optionen-Brokern sind die Mindesteinzahlungen bei CFD-Brokern meist höher und der Broker muss sich gemäss gesetzlicher Richtlinien u.a. absichern, dass der Trader in der Lage ist, diese Anlagegeschäfte zu verstehen und er sich des hohen Handelsrisikos bewusst ist. Deshalb sind eine Reihe von persönlichen Angaben, Formularen, Einverständniserklärungen und Unterschriften erforderlich. Vorzugsweise sollten diese Dokumente auf Deutsch verfügbar sein und darin nicht darauf verwiesen werden, dass eine andere, englischsprachige Fassung der Vereinbarung rechtlich bindend sei.

Seriöse CFD-Broker weisen in den vorgenannten Dokumenten auch ausdrücklich auf die verschiedenen Risiken beim CFD-Handel hin. Die Risikohinweise sind nicht nur allgemeiner Natur, sondern beziehen sich ausdrücklich auf die jeweiligen Handelsoptionen und -werte, z.B. auf das Währungsrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko usw. Sie sollten deshalb unbedingt gelesen werden.

Da bei Nachschusspflichten aus Verlust-Trades ein finanzieller Ausgleich durch den Trader erfolgen muss, werden z.B. auch Angaben zu Einkommen und Trading-Erfahrung abgefragt. Institutionelle Kunden zahlen in der Regel eine vielfach höhere Mindesteinzahlung als Privatanleger.

CFD-Broker unterscheiden sich auch durch die jeweils genutzte Trading-Plattform und das gewählte Modell, Market Maker, STP- oder ECN-Broker.

Support bei CFD Brokern

Gerade im Live CFD-Trading ist ein unterstützender Support außerordentlich wichtig für den Trader. Positiv sind auf jeden Fall deutschsprachige telefonische Hotlines, die einen auch zeitlich gut erreichbaren Support bieten sollten. Idealerweise ergänzt durch einen qualifizierten Live Chat und natürlich eine erreichbare Emailadresse.

Da es sich beim CFD-Trading um OTC-Finanzprodukte handelt, sind diese Handelsmöglichkeiten nicht an die Börse und deren Handelszeiten gebunden, so dass ein Support mit zeitlich stark eingeschränkter Erreichbarkeit oft nicht ausreichend ist. Achten Sie also auf ein umfangreiches, gutes Support-Angebot.

Viele CFD-Broker haben einen deutschen Hintergrund und bieten auch deutschsprachigen Support, häufig über inländische Niederlassungen. Die Qualifikation des Supports ist meist weitaus besser als bei CFD-Brokern, die auf Call Center mit Sitz im Ausland zurückgreifen und den Support auch nur in englischer Sprache anbieten.

Kontoeröffnung bei CFD Brokern

Die Anmeldung erfolgt bei den meisten CFD-Brokern zunächst über die übliche Registrierung per Email und selbstgewähltem oder automatisch generiertem Passwort. Einige CFD-Broker bieten nach der Registrierung bereits ein kostenloses und meist zeitlich nicht begrenztes, mit virtuellem Guthaben ausgestattetes Demo-Konto an, so dass der Trader die Handelsplattform unverbindlich testen kann. Die Basiswerte sind im CFD-Handel weitaus zahlreicher als z.B. bei Binäre Optionen-Brokern, oft stehen weit über 1.000 Aktienwerte zur Verfügung und eine Vielzahl von Indizes sowie sämtliche Rohstoffe und Währungspaare. Der Trader verfügt also über weitaus mehr Handelsoptionen als dies bei klassischen Binäre Optionen-Brokern der Fall ist.

Für die Nutzung des Live Accounts sind die bereits erwähnten, vollständigen Angaben wie Name, Geburtsdatum, Anschrift, Nationalität sowie Trading-Erfahrung, Einkommen (monatliches Nettoeinkommen) und der Status der Beschäftigung (Selbständig, Angestellter etc.) notwendig. Durch einen Identitätsnachweis gemäss den gesetzlichen Anti-Geldwäsche-Richtlinien legitimiert sich der Kontoinhaber gegenüber dem CFD-Broker mit Kopien von Reisepass- oder Personalausweis, Versorgerrechnungen wie Strom- oder Wasserrechnung und einem Einkommensnachweis wie z.B. einer Gehaltsabrechnung.

Es liegt im Ermessen des CFD-Brokers, ob der Trader aufgrund der persönlichen Angaben und Nachweise für das Trading auf seiner Handelsplattform zugelassen wird. Eine Ablehnung kann z.B. bei nicht ausreichenden finanziellen Mitteln erfolgen. Auch muss häufig eine Angabe über die Herkunft des Kapitals gemacht werden, welches der Trader für den Handel einsetzen will, dies im Zusammenhang mit den geltenden gesetzlichen Anti-Geldwäsche-Geldwäsche-Richtlinien und der damit verbundenen Vorbeugung von Terrorismusfinanzierung.

Kosten und Gebühren der CFD-Broker

Auch CFD-Broker bieten eine Vielzahl von unterschiedlichen Leistungen und Konditionen an. In erster Linie generiert der Broker sein Einkommen über die Spreads. Für das Trading der Handelswerte können Kommissionen anfallen, ausserdem Ordergebühren bei Aktien oder Provisionen für beispielsweise das längerfristige Halten von Positionen. Insbesondere für Overnight-Trades sind Finanzierungskosten fällig.

Diese Kosten und Gebühren sind von Broker zu Broker unterschiedlich und der Trader sollte sich unbedingt über die möglichen anfallenden Kosten informieren. Die meisten Broker sind aber daran interessiert, Kunden vor allem durch attraktive, niedrige Spreads zu gewinnen. Kommissionen werden zu den jeweiligen Handelswerten angegeben und sind oft in Tabellenform auf der Webseite des Brokers in den erläuternden Dokumenten dargestellt, in denen auch die Spreads, Mindesteinsätze, Ordergebühren, maximalen Hebel und Margins aufgeführt sind.

Gute CFD-Broker verlangen keine Gebühren für die Nutzung der Trading-Plattform, die die Kurse in Echtzeit zur Verfügung stellen sollte, oder die Kontoführung. Ein- und Auszahlungen sollten ebenfalls gebührenfrei sein.

Die Mindesteinzahlung auf CFD-Konten

Zwar verlangen viele CFD-Broker höhere Mindestzahlungen als beispielsweise Binäre Optionen-Broker, es gibt aber auch Anbieter mit Mindesteinzahlungen von 100 oder 200 EUR. eToro bietet beispielsweise ein Einstiegskonto mit 200 EUR an, verlangt jedoch nach Betragshöhe gestaffelte Gebühren bei den Auszahlungen. Andere CFD-Broker starten bei den Mindesteinzahlungen mit Beträgen von 1.500 oder 2.000 EUR.

Die Handelsplattform MetaTrader 4 bei CFD-Brokern

Technisch gesehen gibt die Standardversion MetaTrader 4-Handelsplattform für den CFD-Handel nicht viel her. Viele Tools, die z.B. für die Anwendung einiger Handelsstrategien und Orderarten notwendig sind, können mit der MetaTrader 4-Version nicht umgesetzt werden. Möchte der Trader also mit einer bestimmten Strategie handeln, sollte er zunächst auch über das Demo-Konto sicherstellen, dass diese auch tatsächlich eingesetzt werden kann oder eine andere Handelsplattform genutzt wird. Stehen die erforderlichen Tools für die bevorzugte Handelsstrategie und die hiermit verbundene Chartanalyse nicht zur Verfügung, wird der Trader an dem CFD-Handel bei diesem Broker wenig Freude haben.

Die verschiedenen Orderarten bei CFD-Brokern

CFD-Broker können theoretisch verschiedene Orderarten entgegennehmen, dies ist jedoch auch abhängig von der Trading-Plattform, die der Broker bietet. Die häufig genutzt MetaTrader 4-Version hat diesbezüglich nur eingeschränkte Funktionen, besser sind von bzw. für den CFD-Broker eigens entwickelte Handelsplattformen, die mit einer Vielzahl von Tools und Handelsmöglichkeiten ein professionelles Trading ermöglichen.

Die möglichen Orderarten der CFD-Broker sind wie folgt:

Markt-Order

Bei Abgabe einer Markt-Order erfolgt der Kauf oder Verkauf einer Position zu dem nächsten verfügbaren Marktpreis, abhängig von der zum Zeitpunkt der Ausführung verfügbaren Marktliquidität und den -bedingungen kann der Kurs höher oder niedriger ausfallen als der bei Abgabe der Order angegebene.

Limit-Order

Eine Limit-Order ist eine Kauf- oder Verkaufsorder zu einem vom Trader festgelegten oder günstigeren Kurs einer Position. Bei einem Kauf wird die Order zu dem festgelegten oder einem niedrigeren, also für den Trader günstigeren Kurs gekauft. Bei einem Verkauf zu dem festgelegten oder einem darüber liegenden Kurs.

Stop-Order

Eine Stop-Order sieht einen vom Trader festgelegten Kurs vor, zu dem die Handelsposition ge- oder verkauft werden soll.

Trailing Stop-Order

Eine Trailing Stop-Order ist eine Stop-Order einer offenen Handelsposition, in der der Trader die Entfernung zwischen Stop und dem aktuellen Marktkurs eingibt. Entwickelt sich der Marktkurs positiv nach oben, rückt die Stop Order automatisch nach, entwickelt er sich negativ nach unten und damit zum Nachteil für den Trader, bildet der Stop die Marke, die während des weiteren Kursverlaufs nicht unterschritten werden soll.

Margin Call

Bei einer Kursentwicklung einer Handelsposition, die ungünstig, d.h. zum finanziellen Nachteil für den Trader ausfällt, wird der entstehende Verlust aus der Marge seines Kontos gedeckt. Wird die Mindestmarge unterschritten, muss der Trader einen Nachschuss leisten, um den Verlust auszugleichen.

Ordergebühren fallen nur beim CFD-Handel mit Aktien und Futures an.

Gewinn- und Verlustquoten im CFD-Handel

Im Durchschnitt liegen die Trefferquoten auf einen Gewinn-Trade im CFD-Handel bei vielen Tradern zwischen 30-40%. Aussagekräftig ist diese Quote aber nicht, weil für eine tatsächliche Gewinn- und Verlustermittlung eine Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen muss.

Hat der Trader z.B. eine höhere Trefferquote von z.B. 70% in 10 Trades, ist dies zunächst zwar mental durchaus wertvoll und ein Erfolgserlebnis für ihn, hier kommt es jedoch auf die Höhe der erzielten Gewinne und Verluste an. Bei 7 Trades mit einem Gewinn von insgesamt 200 EUR und 2 Trades mit 370 EUR Verlust hat er trotz der hohen Trefferquote insgesamt einen Verlust von 170 EUR erlitten. Eine hohe Trefferquote sagt also nichts über die tatsächliche Gewinn- oder Verlustsituation in Geld aus. Umgekehrt gilt dies natürlich auch für eine relativ niedrige Trefferquote von 40%, in der die Gewinne höher als die Verluste sein können.

Risikomanagement im CFD-Handel

Ein sinnvolles Risikomanagement ist auch und vor allem im CFD-Handel wichtig. Wer einen Großteil seines Kapitals auf einen vermeintlich sicheren Trade setzt und ihn verliert, hat leichtsinnig und verantwortungslos sich selbst gegenüber gehandelt. Risikomanagement soll Kapital erhalten und nicht vernichten.

Risk

Eine gängige Größe bei Einsätzen je Trade ist die 1%-Regel. Hier setzt der Trader einen Betrag in Höhe von 1% seines Kapitals von seinem Trading-Konto ein. Das eigene Risikomanagement sollte in regelmässigen Abständen unter Berücksichtigung aller in dem vorangegangenen Zeitraum erzielten Gewinne und Verluste durch den Trader überprüft werden und immer unter risikominimierenden Gesichtspunkten erfolgen.

 
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Test und Bewertungen der TOP Broker

In unseren Erfahrungsberichten zu den TOP Brokern 2015 haben wir unsere vorangegangen, unabhängigen Tests und Bewertungen zusammengefasst. Hier finden Sie neben den reinen Binäre Optionen-Brokern auch CFD-Broker wie z.B. Ayondo, Sensus Capital oder auch eToro.

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CFD Handel – Online Trading mit Contract for Differences was last modified: Januar 17th, 2017 by AngelaZ