CFD Hebel – Was ist der richtige Hebel beim Trading?

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Vor- und Nachteile im gehebelten CFD-Handel

  • Vergleichsweise niedriger Kapitaleinsatz
  • Geringe Kapitalbindung, kein Erwerb von Vermögenswerten
  • Hohes Handelsvolumen durch Hebelwirkung
  • Solides Basis- und Marktwissen erforderlich
  • Sehr hohe Renditechancen
  • Ebenso hohes Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust des gesamten Vermögens und darüber hinaus
  • Zahlreiche CFD-Broker mit unterschiedlichen Hebeln für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis

CFDs richtig handeln

CFDs (Contracts for Difference bzw. Differenzkontrakte) sind sogenannte gehebelte Finanzprodukte und ermöglichen hohe Renditechancen bei vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz. Durch eine vom Trader hinterlegte Sicherheitsleistung (Margin), die nur einen Bruchteil des gesamten CFD-Kontraktwertes beträgt, können hohe Gewinne eingefahren werden, wenn der Kursverlauf der Vorhersage des Traders entspricht. Ist dies nicht der Fall, können CFDs zu einer teuren Angelegenheit und einem Fass ohne Boden vor allem für unerfahrene Einsteiger werden. Wir haben deshalb alle Informationen zum CFD-Trading wie z.B. Nachschusspflicht, Handelszeiten und Handelsrisiko für Sie in ausführlichen, leicht verständlichen Artikeln zusammengestellt.

Profitieren können Trader im CFD-Handel nicht nur von steigenden, sondern auch von fallenden Kursen, sie geben lediglich eine Vorhersage ab, in welche Richtung der Kursverlauf geht und erwerben den jeweiligen Basiswert nicht wie es z.B. bei einer Aktie der Fall ist. Gewinne und Verluste ergeben aus der Differenz zwischen dem Einstands- und Ausstiegskurs des gehandelten Basiswertes.

Kursgrafik

Was sind Hebel?

Besonders attraktiv ist der CFD-Handel aufgrund der Hebelwirkung, denn um von der Vorhersage des Kursverlaufs eines CFDs zu profitieren ist nur ein vergleichsweise geringer Kapitaleinsatz in Form einer Margin erforderlich. Die Margin (Sicherheitsleistung) beträgt lediglich einen geringen Prozentsatz des Einstandswertes des CFD-Kontraktes, der aber in vollem Umfang zu seinem tatsächlichen Wert gehandelt wird. Diese Hebelwirkung ermöglicht das Bewegen von hohen Handelsvolumina.

Im Gegensatz zu direkten Investments wie z.B. dem Aktienhandel, ist im CFD-Handel wesentlich weniger Kapital gebunden und es wird kein Vermögenswert erworben. Die erzielbaren Renditen sind weitaus höher als bei vielen anderen Handelsmöglichkeiten im Online-Trading.

Der Hebel, auch als Leverage bezeichnet, errechnet sich aus dem prozentualen Marginsatz (die vom Trader zu hinterlegende Sicherheitsleistung bei Öffnen einer Position), d.h. 100/Marginsatz in % = Hebel. Je geringer die Margin, desto höher der Hebel und damit auch das Handelsrisiko.

Da CFDs in Kontrakten gehandelt werden, ist es nicht möglich z.B. nur 1 Aktien-CFD zu traden. Kontrakte beinhalten eine feste Anzahl von CFDs der gleichen Art, z.B. 100 Stück Aktien CFDs, abhängig von der Größeneinheit (Lot), die der Broker anbietet. So kommt verbunden mit der Höhe des Hebels schnell ein hohes Handelsvolumen zustande.

Je geringer die zu hinterlegende Margin (Sicherheitsleistung), desto höher der Hebel

Je geringer die zu hinterlegende Margin (Sicherheitsleistung), desto höher der Hebel

Hat der Trader z.B. eine Position Aktien-CFDs in Kontrakten von insgesamt 10.000 EUR zum Einstandswert geöffnet und beträgt die Margin 10%, investiert er lediglich 1.000 EUR, um die gesamten 10.000 EUR des Kontrakte-Wertes zu bewegen. Gewinnt der Aktienwert gemäß seiner Vorhersage bei entsprechendem Kursverlauf 5%, beträgt der Gesamt-Positionswert 10.500 EUR, d.h. der Trader hat eine Rendite von 50% in Höhe von 500 EUR auf seine Margin von 1.000 EUR erzielt. Verliert sie 5% entgegen der Vorhersage des Traders, hat er die Hälfte seines Einsatzes aus seiner Margin verloren und geht aus dem Trade mit nur noch 500 EUR der ursprünglich 1.000 EUR Kapitaleinsatz. Bei einem höheren Verlust kann die Margin natürlich auch vollständig aufgezehrt sein und darüber hinaus eine Forderung seitens des Brokers bestehen, die der Trader ausgleichen muss.

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Mehr Geld verdienen durch niedrige Margin und hohe Hebel?

Gerade Trader mit niedrigem Budget erhoffen sich durch geringen Kapitaleinsatz im CFD-Handel die hohen Gewinne durch einen entsprechend hohen Hebel. Hohe Hebel bewegen im Verhältnis enorme Summen der Basiswert-Kontrakte und Trader investieren nur einen Bruchteil hiervon in die Margin. Besonders verlockend erscheinen deshalb geringe Margins von nur 0,25 oder 0,5% des Basiswertes und den damit sehr hohen Hebeln von 1:400 und darüber. Je höher der Hebel, desto stärker wirken sich auch Kursänderungen aus.

Mit nur einer einzigen verlorenen Handelsposition können Trader abhängig von der Transaktionsgröße aber auch ihr gesamtes Vermögen verlieren, wenn die Kursvorhersage nicht eingetroffen und es zu einem hohen Verlust gekommen ist. Dann ist gegebenenfalls eine Nachschusspflicht notwendig, die den Trader im schlimmsten Fall in den persönlichen finanziellen Bankrott treiben kann.

CFD-Broker weisen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf ihre Handelsbedingungen im Detail hin. Trader sollten sich deshalb genau informieren, wie der Broker das Thema Nachschusspflichten handhabt, wie hoch die maximalen Hebel sind und ob er Sicherheitsmechanismen eingebaut hat, die z.B. eine Nachschusspflicht begrenzen.

Die Höhe der Hebel ist je nach Anbieter recht unterschiedlich. Einige Broker bieten auch verschiedene Kontoarten mit variierenden Hebeln und Margins an, oft je nach Art der Trading-Plattform auch verbunden mit höheren oder niedrigeren, fixen und variablen Spreads.

Margin Call und Nachschusspflicht

Während die Handelsposition geöffnet ist, schwankt durch den Kursverlauf auch der Marginsatz und somit auch der Hebel. Wird die vom Broker festgelegte Initial Margin (Mindest-Margin) unterschritten, erfolgt ein sogenannter Margin Call. Hiermit fordert der Broker den Trader auf, seiner Nachschusspflicht nachzukommen und den Differenzbetrag zum erforderlichen Margin-Betrag aus anderen Mitteln zu zahlen, sofern kein Guthaben mehr auf dem Trading-Konto vorhanden, damit die Position weiterhin geöffnet bleiben kann. Erfolgt die Zahlung nicht, wird die Position je nach Handelsbedingungen des Brokers automatisch geschlossen oder es werden im Ermessen des Brokers andere Positionen geschlossen, um das darin gebundene Kapital für die benötigte Sicherheitsleistung freizumachen.

Bulle und Bär

Niedrige Hebel sind deshalb vor allem für Einsteiger das Maß aller Dinge. Idealerweise sollte der Hebel zunächst so niedrig wie nur möglich gewählt werden, Hebel von 1:5 mit einer Margin von 20% des Handelswertes sind für Neulinge im CFD-Handel weitaus besser geeignet, auch wenn der vergleichsweise hohe Kapitaleinsatz zunächst viel erscheint. Viel mehr Geld kann jedoch bei niedriger Magin eine Nachschusspflicht bei einem Verlust bedeuten. Alle Hintergrundinformationen hierzu haben wir Ihnen in unserem Artikel zum Thema Nachschusspflicht zusammengefasst.

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Wirkung der Hebel über ein Demo-Konto testen

Um einen realistischen Eindruck über die Hebelwirkung zu bekommen, eignen sich natürlich risikofreie Demo-Konten sehr gut. Vor allem, wenn der Hebel individuell für das Demo-Konto ausgewählt werden kann, wie beispielsweise bei XM Broker, denn Demo-Konten sollten 1:1 mit allen Funktionen und Tools des Live-Kontos auf der Trading-Plattform ausgestattet sein.

Keinesfalls sollten Einsteiger einfach über ein Live-Konto drauf los traden, sondern sich ein solides Basiswissen aneignen, welches sie über eine Demo-Version unter realen Bedingungen testen können, ohne ein finanzielles Risiko einzugehen.

 
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Professionelle Schulungen erleichtern den Einstieg in den CFD-Handel

Gerade weil der Handel mit Derivaten ein Finanzinstrument mit sehr hohem Handelsrisiko aufgrund der Hebelwirkung ist, sind professionelle Schulungen eine zu bevorzugende Lernmöglichkeit. Learning by doing ist im Online-Trading nicht angebracht und mit einem enormen finanziellen Verlustrisiko verbunden. Fortbildungsmaterialien der Online-Broker sind in aller Regel nicht auf den jeweiligen Inhalten aufbauend und stellen häufig eher ein Sammelsurium von Weiterbildungsmöglichkeiten dar, die der Trader nicht in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen vermag.

Wir empfehlen u.a. den Online-Schulungsanbieter Shaw Academy, der in 6 Lektionen über mehrere Wochen qualitativ hochwertige Trading-Fortbildung zu einer vergleichsweise günstigen Kursgebühr im Programm hat. Am Ende des Online-Kurses erhält jeder Teilnehmer ein Teilnahmezertifikat.

 
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Einen 3-tägigen Praxisworkshop bietet heavy-trader.com. Der ebenfalls gebührenpflichtige Workshop wird regelmäßig als Präsenzseminar vor Ort in Hamburg abgehalten und ist besonders für Trader geeignet, die mit virtuellem Lernen nicht so gut zurechtkommen oder ein kompaktes Lernpaket innerhalb eines komprimiertem Zeitinvestments absolvieren möchten.

Neben einem fundierten Trading-Wissen sind eine Handelsstrategie wie z.B. die Trend-Strategie, die sich auch für CFD-Neueinsteiger eignet, und umfangreiche Marktkenntnisse unerlässlich.

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Fazit zu Hebeln und ihrer Wirkung im CFD-Handel

Mit Hebeln kann ein enormes Handelsvolumen bewegt werden. Einerseits ermöglichen gehebelte Finanzprodukte hohe Renditechancen mit im Verhältnis zum gehandelten CFD-Kontrakt geringem Kapitaleinsatz. Andererseits besteht ein extrem hohes Verlustrisiko, wenn die Vorhersage des Kursverlaufs nicht eintritt.

Trader sollten sich dieses Handelsrisikos bewusst sein und verantwortungsvoll mit ihrem Kapital umgehen. Eine feste Investitionsgrenze und effektives Risikomanagement helfen dabei, dieses Risiko auf ein individuell vertretbares Maß einzuschränken. Eine wichtige Voraussetzung ist ein solides Basiswissen, um Chancen, Risiken und adäquates Trading von CFDs zu verstehen.

Generell ist der Derivate-Handel ein Finanzinstrument für erfahrene Trader. Auch sie kommen ohne Strategie und aktuelles Marktwissen nicht aus. Da jeder aber einmal beginnt und zu den Anfängern zählt, bieten viele Broker auch für Neulinge auf diesem Gebiet geeignete Bedingungen.

Welchen Broker sollten Einsteiger wählen?

Für Einsteiger eignen sich grundsätzlich ausschließlich Broker mit niedrigen Hebeln, die zusätzliche Sicherheitsmechanismen installiert haben und auf eine Nachschusspflicht verzichten oder diese zumindest begrenzen. Detaillierte Informationen dazu befinden sich immer in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter.

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Ein wichtiges Kriterium sollte auch eine Regulierung des CFD-Brokers sein, um weitere mögliche Risiken ausschließen bzw. weitestgehend einschränken zu können. Im gehebelten CFD-Handel ist sind finanzielles Risiko und Handelsvolumen sehr hoch, umso wichtiger ist es, einen seriösen und vertrauenswürdigen Broker-Partner an seiner Seite zu haben. Worauf Sie bei der Wahl von CFD-Brokern achten sollten, lesen Sie in unserem Artikel CFD-Handel.

 
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Test und Bewertungen der TOP-Broker 2015

In unseren Erfahrungsberichten zu den TOP Brokern 2015 finden Sie alle ausführlichen Ergebnisse unserer unabhängigen Tests und Bewertungen. Neben Binäre Optionen-Brokern haben wir auch FX- und CFD-Broker mit unterschiedlichen Hebeln getestet. Niedrigere Hebel von 1:50 lassen sich z.B. bei Plus500 realisieren, hohe Hebel bis zu 1:400 oder 1:500 u.a. FXFlat oder CMC Markets, bis zu 1:888 bietet XM Broker an.

Lesen Sie hierzu unsere Bewertungen und alle Hintergrundinformationen zu dem jeweiligen Broker, um den passenden Anbieter für Ihre individuellen Trading-Anforderungen als Einsteiger oder Fortgeschrittener zu finden.

 
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CFD Hebel – Was ist der richtige Hebel beim Trading? was last modified: Februar 9th, 2016 by AngelaZ