Classified Profits Erfahrungen – Binäre Optionen Broker

Classified Profits Erfahrungsbericht

Meine Classified Profits Erfahrungen – Test & Bewertung Roboter-Software für den Handel mit Binären Optionen

Bei Classified Profits soll es sich nun aber um eine wirklich funktionierende Roboter-Software für Binäre Optionen handeln, das verspricht Classified Profits schon in der Einleitung. Kostenlos, hochprofitabel und garantiert kein Betrug. Die ultimative Lösung für ein stressfreies Leben mit automatischem Einkommen dank endlich seriöser Software, die schon vielen Tradern aus finanzieller und persönlicher Misere geholfen hat. Guter Hinweis von Classified Profits, dass man die Software nicht verstehen muss, man soll sie ja nur für sich arbeiten lassen.

Wir haben auch diesen Anbieter getestet und mussten feststellen, dass Classified Profits sich erwartungsgemäß nicht von unseren anderen Testkandidaten für automatische Signalgeber- und Roboter-Software unterscheidet. Deshalb erübrigen sich auch die sonst an dieser Stelle üblichen Pro & Contra-Punkte in unseren Erfahrungsberichten.

Seriosität von Classified Profits

Classified Profits ist einer der zahlreichen anonymen Software-Vertriebe, die weder Standort, Kontaktdaten noch Verantwortliche bekanntgeben. Wer hinter der jeweiligen Methode steckt, lässt sich bei kaum einem Anbieter herausfinden. Die Webseite liegt in aller Regel auf einem Server im Nirgendwo, registriert auf eine private Person mit einem Allerweltsnamen und nicht existenter Anschrift. Da es rechtlich in zahlreichen Ländern nicht erforderlich ist wie in Deutschland, ein vollständiges Impressum anzugeben, werden keine Angaben auf den Webseiten gemacht. Auch die Nutzungsbestimmungen sind musterartig und ohne jede Personalisierung.

Die Webseite von Classified Profits

Die-Webseite von Classified Profits im typischen Roboter-Software US-Design und in schlechter Grafik unterscheidet sich nicht von den zahlreichen anderen Software Scams, bemerkenswert ist allenfalls das Logo im Top Gun-Style. Im Vordergrund steht wie immer ein Promotion-Video, die Webseite ist gespickt mit einigen Zählern, die einen kontinuierlichen Profit suggerieren sollen, gefaketen angeblichen Videoabrufen, zahlen und/oder eine abnehmende Zahl von freien „Lizenzen“ für die betreffende Software, weshalb Eile bei der Registrierung geboten ist.

Des Weiteren enthält die Eingangswebseite ein Eingabefeld für die Emailadresse sowie die obligatorischen Nutzungsbestimmungen und Private Policies, in denen sich die Anbieter aus jeder Produktverantwortung ziehen. Das Video ist glücklicherweise kurz, trotzdem ermüdend die Ausschweifungen, wie viel kontinuierlicher Verdienst ohne eigenes Zutun möglich sei, schlechte Schauspieler in den „Interviews“ und hanebüchene Geschichten von Arbeitslosigkeit, Trennung und dem Segen Classified Profits‘.

Die Webseite von Classified Profits

Die Webseite von Classified Profits

Die Registrierung für die Classified Profits-Software

Auch bei der Registrierung das gleiche Procedere wie bei den zahlreichen Roboter-Anbietern üblich: Emailadresse eingeben, Weiterleitung in einen sogenannten „Mitgliederbereich“, Name, nochmals Emailadresse, selbstgewähltes Passwort und Telefonnummer eintragen, Weiterleitung zum Broker. Bei diesem hat man sich durch die Registrierung im vorherigen Schritt bereits mit seinen Daten angemeldet, die Daten werden durch die Weiterleitung direkt in das Broker-System übertragen.

Das Registrierungsformular im Mitgliederbereich nach Eingabe der Emailadresse auf der Webseite

Das Registrierungsformular im Mitgliederbereich nach Eingabe der Emailadresse auf der Webseite

Test über einen vorgegebenen Online-Broker

Der Online-Broker verlangt eine Mindesteinzahlung von 250 EUR. Diese dürften dann schnell „verbrannt“ sein, denn Algorithmen dieser Art und von zweifelhafter Herkunft funktionieren nun einmal nicht. Sie können Marktschwankungen nicht erkennen, geschweige denn analysieren, welche Handelsentscheidung die logische für einen Profit zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt wäre.

Gängige Praxis sind ausgewählte Broker, die meistens bei etwa 250 EUR Mindesteinzahlung liegen, aber nur höhere Beträge zu hohen Gebühren überhaupt auszahlen. D.h., das Geld ist ohnehin weg. Zu Gewinnen kommt es nicht, sofern die Einzahlung nicht ohnehin schon aufgebraucht wurde, und die Bedingungen sehen keine Auszahlung unter beispielsweise 500 EUR vor. Da der Trader direkt in der Kontoeröffnung befindet, werden AGB in den seltensten Fällen vor Einzahlung noch gelesen.

Die Vermarktung dient lediglich dem Zweck, dem Trader das Geld aus der Tasche zu ziehen. Leider ist hieran nichts illegal, denn er hat sich bei dem betreffenden Broker freiwillig angemeldet und die Mindesteinzahlung getätigt. Der Broker ist (hoffentlich) nicht identisch mit dem Software-Anbieter, was jedoch auch nicht immer auszuschließen ist. Es gibt keine vertraglich geregelten Ansprüche, dass ein zugesicherter Gewinn auch erfolgen muss, denn ein Kaufvertrag wurde nicht geschlossen. „Garantieversprechen“ hin oder her. Es wurde nichts erworben, die „Software“ ist kostenlos. Classified Profits & Co. befinden sich hier in einer rechtlichen Grauzone, sind aber juristisch nicht verfolgbar. Erschwerend kommt hinzu, dass ausländisches Verbraucherrecht entweder gar nicht existiert oder völlig anders ausgelegt wird. Keiner dieser unseriösen Anbieter hat seinen Sitz in Deutschland.

In aller Regel handelt es sich um nicht regulierte Online-Broker, die sich den Betrag mit dem Roboter-Softwareanbieter teilen. Es ist zu bezweifeln, dass tatsächlich eine Art von Software verwendet wird, ein Automatismus wird beim Trading gar nicht benötigt, um Verluste zu erzielen. Diese kommen schon allein rechnerisch zu mindestens 50% ohnehin vor, wenn kein Trader selbst überlegte Handelsentscheidungen trifft und die Trades automatisiert und sich selbst überlassen ablaufen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann das verfügbare Guthaben auf dem Trading-Konto auf diese Art verbraucht ist. Dem Broker kann in diesem Fall nichts Besseres als ein passiver Trader passieren. Keine Gefahr, dass ein Trade durch sinnvolle und schlüssige Prognose durch eine handelnde Person ausgeführt wird.

Wer der „vertraunswürdigste“ Broker ist, bei dem sich der Trader über die Software-Webseite anmeldet, wird grundsätzlich von den Anbietern nicht angegeben

Wer der „vertraunswürdigste“ Broker ist, bei dem sich der Trader über die Software-Webseite anmeldet, wird grundsätzlich von den Anbietern nicht angegeben

Verluste des Traders bedeuten für den Broker immer einen Gewinn. Broker, die mit Roboter-Software-Anbietern als Vertriebskanal zusammenarbeiten sind bei näherer Betrachtung als unseriös anzusehen. Sie wissen sehr genau, dass die Software keinerlei Nutzen für den Trader hat, nur für den Broker selbst.

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Was geschieht nach dem „Software-Test“?

Auch Classified Profits gibt auf der Webseite an, die Software könne von ausgewählten Testern nun kostenlos über einen Broker getestet werden. Es stellt sich wie bei allen anderen Anbietern allerdings die Frage, was geschieht eigentlich danach? Würde man doch erwarten, nach einem erfolgreichen Test, könne man dieses Produkt zumindest käuflich erwerben oder als Tester eine
kostenlose Download-Version erhalten. Auch hierzu leider keine Angaben. Mit dem sogenannten Test endet dieser Vertriebsweg in einer Sackgasse.

Wir wollten es genauer wissen und haben nach einer Download-Möglichkeit im Internet gesucht. Schließlich wird Classified Profits auch von den „erfolgreichen Tradern“ hochgelobt. Der Download entpuppte sich als eine Art Multi Level-Marketing-Effekt. Statt einer Download-Version von Classified Profits öffnet sich eine Webseite nach gleichem Schema, die sich nun nicht mehr Classified, sondern Certified Profits nennt. Hier werden gleich 3.000 USD pro Tag versprochen und die Yacht sowie den Rolls Royce gibt es auch. Das gleiche Spiel von vorne, Emailadresse, Registrierung, Weiterleitung zu einem Online-Broker. Einen weiteren Test haben wir uns hier gespart.

Fazit zu meinen Classified Profits Erfahrungen

Auch Scammer lesen offenbar Tests & Bewertungen. Classified Profits versucht es deshalb einmal mit etwas niedrigeren Profitangaben als andere Anbieter und verzichtet auf Angaben, mit der Software in Kürze bereits garantiert zum Millionär zu werden. Im Vergleich bescheidene 5.000 USD pro Monat sind es deshalb nur bei Classified Profits. Leider kann eine der leicht desorientiert wirkenden Nachwuchs-Schauspielerinnen im Video nicht rechnen und verdient bei 1.000 USD pro Woche 20.000 USD in drei Monaten, da bei ihr jeder Monat durchschnittlich 6,5 Wochen hat.

Eines haben alle unseriösen Anbieter von Roboter-Software offenbar gemeinsam. Sie gehen mit keinem Wort auf die Software an sich ein. Weder, wer, wo, wie und warum sie entwickelt hat, noch technische Basisdaten oder eine ansatzweise Erklärung in einfachen Worten, wie diese funktionieren soll, ist zu finden. Das verwundert umso weniger, wenn man sich vergegenwärtigt, dass diese Produkte eines vom anderen kopiert werden bzw. sicherlich auch teilweise gar nicht vorhanden sind. Niemand prüft, ob tatsächlich eine gegenständliche Software welchen Inhalts auch immer hinter diesem dubiosen Vertriebsweg steckt.

Ansonsten unterscheidet sich das Classified Profits-Angebot in keiner Weise von anderen Produkten dieser Art. Vermarktung und Vorgehensweise sind immer gleich. Am Ende hat der Trader wieder einen Account bei einem Broker eröffnet, bei dem er sich direkt wahrscheinlich nicht angemeldet hätte, bestenfalls hat er vor Einzahlung noch die Notbremse gezogen. Die Emailadresse befindet sich bereits direkt nach der ersten Eingabe in sämtlichen Adressdatenbanken, die der Roboter Software-Anbieter interessierten Käufern von Emailadressen anbietet. Emailschwemme also garantiert.

Wer sich selbst zu Testzwecken bei Trading Software-Anbietern anmelden möchte, sollte grundsätzlich eine eigene Emailadresse hierfür einrichten, die er nur für diesen Zweck benutzt und die später einfach gelöscht werden kann. Die folgende Flut von Werbe-Emails nach Anmeldung und Registrierung ist wirklich bemerkenswert.

In unseren Tests & Bewertungen der Online-Broker haben wir übrigens festgestellt, dass die als seriös und zuverlässig bewerteten Anbieter nur hin und wieder Nachrichten senden, in sehr gemäßigtem Turnus. Hier handelt es sich um Informationen, die wir auch wirklich haben wollten, wie z.B. neue Webinar-Angebote, Funktions- oder Trading-bezogene Neuerungen oder marktrelevante Nachrichten.

Bei den verschiedenen Roboter Software-Anbietern haben wir uns unter unterschiedlichen Namen und Emailadressen registriert, so dass sich auch bei späteren, völlig unbekannten Absendern die Scam-Emails zu dem jeweiligen „Verursacher“ zurückverfolgen lassen. An der Spitze dieser Adressenverteiler und den endlos nachfolgenden, unseriösen Werbeangeboten mit zweifelhaften Links, die Malware oder sonstige Schadsoftware enthalten, stehen German Binary Robot, Binary Bank Breaker, Profit Hacker System und Mad Max.

Classified Profits ist ein weiterentwickeltes Schneeball-System. Fehlende Regulierung von Verbraucherschutz und weltweite Möglichkeiten über das Internet, aber auch eine gewisse Naivität und Unwissen der Zielgruppe haben den unseriösen Anbietern  Tür und Tor für ihre unseriösen Aktivitäten geöffnet. Trotz Warnungen wird es immer wieder Internet-User geben, die darauf hereinfallen. Gibt der Markt nicht mehr genug her, wird es weitere „Produkte“ geben, die schnelles Geld versprechen. Mit finanziellen Profitversprechen lässt sich dies noch am leichtesten bewerkstelligen.

Unser Fazit: Finger weg von Classified Profits! Profit machen hier nur der Online-Broker und Classified Profits selbst.

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Classified Profits Erfahrungen – Binäre Optionen Broker was last modified: August 12th, 2015 by AngelaZ