Devisenhandel für Anfänger – Wie funktioniert es?

Devisenhandel

 

Binäre Optionen-Broker:  Devisenhandel für Anfänger

Grundlagen des Devisenhandels

Der Devisenhandel (Währungshandel) bezeichnet den Handel, also den An- und Verkauf, von ausländischen Währungen. Der Devisenhändler erwirbt bei einem Kauf nur das Recht auf die Währung, er kauft also nicht das Geld an sich als Vermögenswert.

Der Kauf- oder Verkauf der Devisen erfolgt immer zu dem sogenannten Kurs einer Währung, d.h. die Währung steht grundsätzlich in einem Preisverhältnis zu einer anderen Währung, beispielsweise EUR/USD. Deshalb werden Devisen als Paare gehandelt, es ist nicht möglich nur eine dieser beiden Währungen zu handeln, man tauscht eine Währung gegen die andere, kauft also die eine und verkauft die andere. Durch diesen gleichzeitigen Kauf und Verkauf entsteht das Preisverhältnis der beiden Währungen zueinander, der nominale Wechselkurs. Der Wechselkurs (Quotierung) erfolgt bis zur 4. Stelle hinter dem Komma. Die letzte dieser vier Stellen ist der sogenannte „Pip“. Beträgt der Wechselkurs z.B. 1,0911 für EURO im Verhältnis zun US-Dollar, bedeutet dies, dass bei einem Kauf für 1 EURO 1,0911 US-Dollar bezahlt werden müssen.

Der Devisenhandel wird in heutigen Zeiten nur noch über elektronische Systeme abgewickelt, in der Vergangenheit geschah dies noch telefonisch unter den Brokern und Devisenhandel betreibenden Banken. Das bekannteste Handelssystem ist der FOREX-Handel (Foreign Exchange-Handel), der internationale Devisenhandel. Prinzipiell ist der elektronische Devisenhandel ein Erfassungssystem von Angebot und Nachfrage einer Währung, die in Geld- und Briefkursen notiert werden und laufenden Änderungen unterliegen. Der Devisenhandel ist ein von der Aktienbörse unabhängiger Markt.

Die wichtigsten Währungen im Devisenhandel

Die wichtigsten Währungen der Devisenmärkte sind US-Dollar, EURO und Japanischer Yen, die eigenständigen Währungen der größten, weltweiten Wirtschaftsräume. Hinzu kommen der Schweizer Franken und das Britische Pfund Sterling, beides Währungen einflussreicher und starker Finanzplätze.

Exotische Währungen unterliegen weitaus weniger Faktoren, wie sie z.B. den EURO-Kurs beeinflussen, und sind an führende Währungen, wie z.B. den US-Dollar gekoppelt.

Devisenhandel – eine Vielzahl von Faktoren macht den Kurs

Durch die elektronischen Handelssysteme sind extrem kurze Reaktionszeiten bei Kursschwankungen möglich, was wiederum die Kursänderungen beschleunigt, auch wenn die Schwankungen nur minimal sind, aber fortlaufend erfolgen. Außerdem hat der Devisenmarkt eine Vielzahl von Marktteilnehmern und ist nicht von den Aktienbörsen abhängig, deshalb kann es auch an einem Tag zu vielerlei dieser Kursschwankungen kommen.

Weitere wichtige Faktoren, wie sich die Devisenkurse binnen kürzester Zeit voraussichtlich entwickeln, sind vor allem Änderungen der Leitzinsen durch die jeweiligen Notenbanken sowie politische und wirtschaftliche Veränderungen in den jeweiligen Ländern. Durch Bekanntgabe von positiven Kennzahlen, wie z.B. einer Verbesserung des US-Arbeitsmarktes und weniger Arbeitslosen, kommt es meist zu kurzfristigen Kurssteigerungen der jeweiligen Währung, während z.B. Veröffentlichungen über höhere Inflationswerte den Kurs negativ beeinflussen. Ein aktuelles Beispiel ist die Politik der Europäischen Zentralbank, um den vorangegangenen, massiven Kursverlust des EURO gegenüber dem US-Dollar zu bremsen, nachdem der EURO auch im Ausland extrem an Wert verloren hatte, was auch den Preis von Waren im Im- und Export beeinflusst und somit massive Auswirkungen auf die Wirtschaft hat.

Wie funktioniert Devisenhandel?

Im Vergleich zum Aktienhandel, in dem Aktienwerte zu einem bestimmten Kurswert ge- oder verkauft werden und man diese in Stücken handelt, hat der Devisenhandel vor allem den Vorteil, einen geringeren finanziellen Einsatz zu erfordern. Im Gegensatz zum Aktienhandel, in dem reale Vermögenswerte in Form von Wertpapieren gehandelt werden, ist beim Devisenhandel stattdessen ein Mindesteinsatz erforderlich, der zwischen 0,5 und 2% liegen kann, d.h. dieser Mindesteinsatz wird als Sicherheitsleistung eingesetzt und mit beispielsweise einem Betrag von 10.000 EUR, entsprechend einem Mindesteinsatz von 1%, können an den Devisenmärkten 1 Mio. EUR bewegt werden.

Durch den sogenannten Hebel, der sich aus diesem Mindesteinsatz und den tatsächlich bewegten, weitaus höheren Beträgen ergibt, können auch bei geringen Kursänderungen hohe Gewinne, aber natürlich auch ebenso hohe Verluste generiert werden. Die Verluste können nur den eingesetzten Betrag verringern oder eben vollständig vernichten, es ist aber nicht möglich, einen Devisenhandel bzw. das Devisenkonto in einen Minusbereich zu bringen, so dass keine weiteren Nachschüsse in Form von weiteren Einsätzen erforderlich werden.

Wahl des Brokers für den Devisenhandel

Bei der Wahl des Brokers spielt zunächst einmal die Seriosität eine große Rolle. Ist der Online-Broker EU- oder anderweitig durch eine staatliche Aufsichtsbehörde reguliert oder nicht? Sind Erfahrungsberichte über den Broker positiv? Oder wirken die positiven Erfahrungsberichte zu schön, um wahr zu sein, sind sie initiiert und subjektiv? Ist der Broker auch für Einsteiger geeignet und verlangt geringe Mindesteinzahlungen? Wie schneidet er im Vergleich zu anderen Online-Brokern ab und wie gut ist sein Angebot und Service wirklich?

Lesen Sie in unseren unabhängigen und objektiven Erfahrungsberichten, wie gut der jeweilige Broker im Test wirklich abschneidet und was seine Vor- und Nachteile sind.

Empfehlenswerte Broker für Forex-Trader sind z.B. die beiden Marktführer im Forex- & CFD-Handel CMC Markets und IG – beide zuverlässig durch die britische Finanzmarktaufsicht FCA (Financial Conduct Authority) reguliert –, aber auch FXPro, GKFX, ETX Capital, flatex sowie die Direktbanken ING-DiBa, NIBC Direct oder Consorsbank mit günstigen Handelskonditionen und einem guten Service- & Leistungsangebot.

 
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Wer verdient am Devisenhandel?

In erster Linie möchte natürlich der Investor, in diesem Fall der Trader, am Devisenhandel verdienen, aber auch der Broker. Der Broker verdient am sogenannten Spread, das ist ein Prozentsatz des Einsatzes des Traders, der auch in Pips (der 4. Stelle hinter dem Komma des Wechselkurses) angegeben wird. Der Spread wird automatisch bei einem Handel abgezogen und fließt direkt an den Broker, hiervon merkt der Trader also nichts, der Betrag wird nicht nachträglich seinem Trading-Konto belastet o.ä. Anders verläuft dies bei Kommissionen, die nach Abschluss des Trades vom Trading-Konto abgezogen werden werden.

Verschiedene Brokertypen – Market Maker, STP und ECN

Sogenannte Market Maker unter den Brokern legen die Preise, im Devisenhandel also den Wechselkurs nach dem gehandelt wird, nach eigenem Ermessen fest, er entspricht nicht dem tatsächlichen Währungskurs der Devisenmärkte. Käufe oder Verkäufe des Traders werden nicht an ausführende Banken weitergeleitet, sondern vom Broker selbst abgewickelt. Market Maker bestimmen also den Markt außerhalb des Marktes.

Fortgeschrittene Trader sind vor allem an ECN und STP-Brokern interessiert.

STP (Straight Through Processing)-Broker, leiten die Kauf- und Verkausorders der Trader sofort an einen Banken- bzw. Liquiditätspool weiter. Der Liquiditätspool ist vergleichbar mit der Wertpapierbörse beim Aktienhandel, die Orders werden direkt dort ausgeführt. Je größer dieser Pool ist, d.h. je mehr Mitglieder sich in diesem Pool befinden, desto besser der Preis, denn die Banken konkurrieren um das Devisengeschäft. Der beste Preis erhält die Ausführung der Kundenorder. Ist der Liquiditätspool sehr klein, besteht also im schlechtesten Fall nur aus einer Bank, ist der Unterschied zu den Market Makern nur gering.

ECN (Electronic Communication Network)-Broker sind genaugenommen ein virtuelles Tradingnetzwerk. Die Mitglieder dieses Netzwerks sind u.a. Banken und Trader. Die Orders werden bei ECN-Brokern in ein Orderbuch eingestellt und die Kurse allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Die Einnahmen von ECN-Brokern werden häufig nicht durch Spreads, sondern durch Kommissionen auf die jeweiligen Trades erzielt. ECN-Broker informieren über die Höhe der Kommissionen meistens je Handelswert in Kommissionstabellen, so dass der Trader von vorherein weiß, wie hoch die Kommission des jeweiligen Wertes ist.

Währungspaare der Online-Broker

Online-Broker bieten vor allem eine Vielzahl von Währungspaaren an. Hier reicht das Angebot von den bekannten sogenannten Majors wie EUR/USD oder USD/YEN über kanadische und australische Dollar oder den südafrikanischen Rand. Einige Online-Broker führen in ihrem Asset Index aber auch exotische Währungspaare, die für Anfänger weitaus ungeeigneter sind, da für den Handel mit diesen Werten auch die entsprechenden Kenntnisse erforderlich sind, um den jeweiligen Markt richtig einschätzen zu können.

Anfänger sollten sich auf die gängigen und wichtigsten Währungspaare konzentrieren, wie z.B. zunächst EUR/USD.

 
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Bildungssektion der Broker

Viele Broker vernachlässigen ihre Bildungssektion, vereinzelt gibt es auch gar keine. Besonders wichtig sind diese Fortbildungsmöglichkeiten aber für den noch unerfahrenen Trader. Vor allem Anfänger sollten sich für einen Broker entscheiden, der mit umfangreichen und gut verständlichen Bildungsmaterialien eine sinnvolle Unterstützung bietet, optimalerweise mit Webinaren, e-book und weiterführenden Kursen. Ein solides Basis- und Marktwissen ist für den Devisenhandel wie auch für alle anderen Handelsoptionen ein Muss.

Andere Fortbildungs- und Wissensquellen zum Devisenhandel

Neben dem angeeigneten Marktwissen und die Fähigkeit, technische Analysen wie z. B. Chartanalysen aufgrund historischer Charts vorzunehmen sind die wichtigsten Faktoren Devisenhandel vor allem Ereignisse aus dem Wirtschaftskalender des betreffenden Landes und Kennzahlen und Veränderungen von Drittmärkten, die in mittelbarem Zusammenhang mit der Währung stehen, hier z.B. Rohstoffe.

Viele Broker bieten sowohl einen globalen Wirtschaftskalender als auch detaillierte Market News zu den jeweiligen Währungspaaren an. Ansonsten sind zahlreiche Informationsquellen im Internet verfügbar wie beispielsweise einschlägige Finanz- und Wirtschaftsnachrichten bei Bloomberg oder Reuters, einschliesslich aktueller Presseberichte und natürlich auch die Empfehlungen und Berichte der Analysten von Banken, Wertpapierhändlern und Beratern.

Devisenhandel lernen mit dem Demo-Konto

Das Demo-Konto hat den großen Vorteil, dass der Anfänger risikolos mit virtuellem Einsatz den Devisenhandel erlernen kann. Bevor also der erste reale Trade erfolgt, sollte der Trader sich einige Wochen mit dem Demo-Konto beschäftigt haben. Natürlich ist es verlockend, in einem „richtigen“ Trade „richtiges“ Geld einzusetzen, nach einigen Verlusten ist dann aber die Ernüchterung groß, wenn kein Guthaben mehr auf dem Live Account ist und man seine neu erlernten Strategien in der Anwendung nicht getestet hat.

Einige Online-Broker bieten zwar Demo-Konten an, diese sind aber nicht identisch in den Funktionen mit der Live-Plattform und eignen sich im Grunde nicht als Tool, um den Handel zu erlernen. Vorzugsweise sollte ein Broker ein identisches Demo-Konto mit einem virtuellen Guthaben zur Verfügung stellen, mit dem der Einsteiger unter gleichen Bedingungen wie mit der Live-Plattform risikolos üben kann.

Wie Sie den Devisenhandel Schritt für Schritt lernen, stellen wir Ihnen in unserem Artikel Devisenhandel lernen – Tipps für Einsteiger vor.

Strategien für den Devisenhandel

Auch für den Devisenhandel gibt es eine Vielzahl entwickelter Strategien. Keiner der Online-Broker, die wir in unseren Tests bewertet haben, hat auch nur annähernd diese vorwiegend für den FOREX-Handel entwickelten Strategien in seiner Bildungssektion, dort finden sich zumeist nur 4-5 bekannte Standard-Strategien, wenn überhaupt. Für den Anfänger ist es aber unerlässlich, sich dieses Wissen anzueignen, ansonsten handelt er lediglich nach dem Zufallsprinzip und eine frustrierende Vielzahl von Verlusten ist vorprogrammiert. Für den Anfänger sind viele kleine Gewinne weitaus positiver und motivierender als das Risiko mit wenigen Trades seinen Einsatz durch Verluste auf Null zu stellen.

Keinesfalls sollten Einsteiger nach einigen Gewinnen die Fortbildung einstellen und nach Gefühlslage traden. Dann gerät auch jegliches Risikomanagement außer Kontrolle und es werden alle guten Vorsätze, die Investitionen nur wohlüberlegt und im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten einzusetzen über Bord geworfen.

Auch im Devisenhandel gibt es Strategien, die zunächst eine Reihe von Verlusten beinhalten, um dann zu außergewöhnlich hohen Gewinnen zu führen oder die nur bei bestimmten Marktentwicklungen greifen. Entwickelt der Markt sich dann in die andere Richtung, ist diese Art von Strategie dann möglicherweise nicht mehr die richtige. Strategien mit langen Verlustphasen und anschließenden hohen Gewinnmöglichkeiten eignen sich nicht für Anfänger und sind ausschließlich Profis vorbehalten. Eine für den Anfänger gut geeignete Strategie ist z.B. die Trendfolgestrategie.

In unserem ausführlichen Beitrag finden Sie weitere Strategien, die auch im Forex-Handel anwendbar sind.

Emotionales Trading – Der Feind der Gewinn-Trades

In vielen Bildungssektionen der Online-Broker gibt es ein Kapitel über emotionales Trading, was besonders von Anfängern gerne übergangen wird. Aber woher soll der Anfänger wissen, ob er ein emotionaler Trader ist, wenn er noch gar keinen Trade durchgeführt hat? Dieses Kapitel ist vor allem deshalb so wichtig, weil gerade unerfahrene Trader glauben, mit einer emotionalen Einstellung zu der ganzen Angelegenheit würden auch Erfolge sprich Gewinne kommen. Dem ist nicht so, der Finanzmarkt reagiert nicht emotional, er ist ein Geschäft, also sollte auch der Trader dies ganz nüchtern als ein Geschäft und kein emotionales Konstrukt sehen, wenn er sein Investment nicht aus diesem Grund verlieren will.

Den größten Einfluss auf emotionale Handelsentscheidungen des Traders haben in der Regel zwei Faktoren: Angst und Verlangen. Angst, die falsche Entscheidung zu treffen und sich stattdessen für das Gegenteil zu entscheiden, und das Verlangen nach Gewinn, bis hin zu übertriebenem Verlangen, der Gier. Beide Faktoren beeinflussen die Handelsentscheidungen negativ und haben mit einem professionellen Trading nicht das Geringste zu tun, denn die Basis für professionelles Trading ist ein überlegtes und strukturiertes Vorgehen mit gesichertem Hintergrundwissen, einer passenden Handelsstrategie und einem verantwortungsvollen Risikomanagement.

Gepaart mit Ungeduld ergeben sich dann für den Anfänger hohe Risiken, wenn z.B. auf das Erlernen des Tradings mit dem Demo-Konto verzichtet wird oder der Einführung in die Trading-Plattform zu wenig oder gar keine Bedeutung beigemessen wurde.

 
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In unseren Erfahrungsberichten haben wir unsere unabhängigen Test- und Bewertungsergebnisse der Wertpapier-, Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Broker zusammengefasst. Dort finden Sie zahlreiche EU- und FCA-regulierte Broker, die neben ihrer Seriosität mit einem guten Service- und Leistungsangebot und günstigen Handelskosten überzeugen.

In den jeweiligen Bewertungen erfahren Sie unsere ausführlichen Testergebnisse, ob der Anbieter die Voraussetzungen für eine seriöse Einschätzung der Arbeitsweise erfüllt und wir ihn aufgrund seines Gesamtangebotes empfehlen. Sie können sich direkt über unsere Webseite beim Broker Ihrer Wahl anmelden und profitieren von objektiven Bewertungen im Anbieter-Vergleich.

Darüber hinaus erhalten Sie ausführliche Informationen zum Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Handel in unseren Beiträgen und viele andere interessante Themen rund um’s Online-Trading.

 

Devisenhandel für Anfänger – Wie funktioniert es? was last modified: Juli 2nd, 2017 by AngelaZ