Erfolgreiche Forex Strategie – Tipps für Einsteiger

Forex-Handel ist ein beliebtes Finanzinstrument bei Privatanlegern. Doch auch hier kommt der Trader nicht ohne eine Strategie aus. Die erfolgreiche Forex Strategie kann helfen, Gewinne zu optimieren und Verluste zu dezimieren. Doch welche Strategie ist auch für Einsteiger leicht verständlich und erlernbar, um gut vorbereitet in den Handel einzusteigen? Dies und mehr lesen Sie in unserem nachfolgenden Beitrag.

Was ist überhaupt eine Strategie im Forex-Handel?

Der Kapitalmarkt ist grundsätzlich kein sicher einschätzbarer Markt, gleichgültig ob kurz-, mittel- oder langfristig. Vorhersagen über die Entwicklung der Märkte sind deshalb nur eine mögliche Variante, wie sich die Kurse in Zukunft darstellen, mal mehr, mal weniger nachvollziehbar und realistisch. Trotzdem lassen sich aber Trends und Wahrscheinlichkeiten erkennen, so dass eine Strategie, die auf diesen Analysen beruht, eine wichtige Orientierungsgrundlage für den Anleger darstellt, wo er sein Vermögen investiert und in welcher Höhe, um kein unnötig hohes Risiko einzugehen.

Eine erfolgreiche Forex Strategie wird als Richtweise für das Trading von Devisen genutzt. Wer blind drauflos handelt, mal hier, mal dort Devisen kauft, ohne die Währungspaare zu kennen und einschätzen zu können, betreibt Glücksspiel, kein Trading. Mit einer Strategie wird der Handel sicherer und die Renditechancen können sich sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene erhöhen. Abhängig ist dies davon, ob die Strategie passt und der Trader sich konsequent daran hält, nur zu handeln, wenn die Voraussetzungen der gewählten Handelsstrategie erfüllt sind.

Hierfür ist es notwendig, die richtige Strategie auszuwählen, sie aber auch auf ihre Anwendbarkeit in der Zukunft von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Die Art und Funktion der Strategie, die immer auf einer Analyse durch Indikatoren beruht, muss natürlich inhaltlich voll verstanden worden sein. Für Einsteiger in den Handel eignen sich deshalb zunächst einfache Strategien.

Die Trend-Strategie als erfolgreiche Forex Strategie

Die bekannteste und auch für Einsteiger leicht zu erlernende Strategie ist die sogenannte Trend-Strategie oder Trendfolge-Strategie. Sie eignet sich als Basisstrategie für Märkte mit deutlich steigendem oder fallenden Kursverlauf wie dem Forex-Handel auch sehr gut für Einsteiger und ist vergleichsweise einfach anzuwenden.

Die Trend-Strategie basiert auf der Annahme der größere Wahrscheinlichkeit, dass der bereits bestehende Kurstrend sich noch weiter fortsetzen wird, ohne ins Gegenteil umzuschlagen (Trendumkehr oder Trendbruch). Trotzdem handelt es sich hier nur um eine Theorie, auch wenn die Wahrscheinlichkeit höher sein mag. Unberücksichtigt in der Anwendung der Trend-Strategie bleiben z.B. entscheidende Marktereignisse, die den bisherigen Trend stoppen oder umkehren. Hier helfen Trendlinien aus der Kurshistorie dann auch nicht weiter. Deshalb ist aktuelles Marktwissen auch im Forex-Handel bei Strategieanwendung eine wichtige Basis für erfolgreichen Handel.

Die Trend-Strategie bezieht sich ausschließlich auf die technische Chartanalyse, d.h. alle anderen Faktoren, die eine Kursentwicklung beeinflussen können, bleiben hiervon unberücksichtigt. Dazu gehören z.B. bei Aktien und Indizes Unternehmensnachrichten der betreffenden Basiswerte, wirtschaftliche, finanzwirtschaftliche oder politische Ereignisse, die sich z.B. im Forex-Handel auf die Kurse auswirken können usw. All diese Einflüsse und deren mögliche Auswirkungen auf einen Kurs zu einem gegenwärtig zukünftigen Zeitpunkt kann keine technische Analyse berücksichtigen.

Für die Identifizierung eines Trends spielt es keine Rolle, ob dieser eine Tendenz zu einem steigenden oder fallenden Kurs aufweist, denn der Trend gibt lediglich die Richtung an und bewertet einen Kurs nicht nach positiv oder negativ für den Anleger. Trend heißt als nicht automatisch steigender Kurs, denn im Forex-Handel können Anleger auch mit fallenden Kursen Gewinne erzielen. Ein Trend kann sowohl manuell als auch automatisch durch eine technische Chartanalyse identifiziert werden. Die notwendigen Tools stellen Broker auf ihren Handelsplattformen zur Verfügung, z.B. IQOptionCMC Markets, IG, flatex oder FXPro.

Einfache Trend-Bestimmung eines Kurses

Eine Trendlinie lässt sich auch bei einem unregelmäßig erscheinenden Kursverlauf, der keinen eindeutigen Trend nach oben oder unten mit bloßem Auge erkennen lässt, einfach einzeichnen und verbinden. Bei einem Aufwärtstrend des Kurses bestehen beispielsweise mehrere Hochs nach oben und auch höhere Tiefs hintereinander. Diese Peaks (Kursausschläge) werden durch eine Linie jeweils oben und unten miteinander verbunden, so dass zwei parallel verlaufende, horizontale Linien entstehen.

Genauso anwendbar ist diese Trendlinie für einen Abwärtstrend. Hier sind tiefere Hochs und auch tiefere Tiefs hintereinander erkennbar. Je länger ein Trend besteht und je gerader und eindeutiger er verläuft, desto einfacher ist er für geübte Trader auch ohne Linienverbindungen zu erkennen.

Indikatoren der technischen Chartanalyse für die Trend-Strategie

Die technische Chartanalyse über die Handelsplattform im Kurschart ermittelt einen Trend automatisch mittels Indikatoren, die den vorherigen Kursverlauf anhand der vorhandenen Daten analysieren. Einen in der Zukunft liegenden Trend kann aber auch die technische Analyse nicht voraussehen, deshalb beruht die Trend-Strategie darauf, einen bereits bestehenden Trend über einen vergangenen Kurs-Zeitraum auszumachen.

Auch wenn der Trend möglicherweise bereits seit längerer Zeit besteht, können Trader in einen profitablen Handel einsteigen. Es steht nicht im Vordergrund, zum absoluten Tiefstand ein- und zum absoluten Höchststand wieder auszusteigen, denn auch während eines Trends lassen sich Gewinne erzielen. Wichtig ist eher, eine sich möglicherweise abzeichnende Trendwende rechtzeitig zu erkennen, um vorteilhafte Ein- oder Ausstiegszeitpunkte nicht verstreichen zu lassen. Bei der automatischen technischen Chartanalyse erhalten Trader Kauf- und Verkaufssignale, wenn bestimmte Kurswerte erreicht werden. Dies macht den Handel äußerst komfortabel und erspart dem Anleger viel eigene Recherche, Analyse und Zeit.

Kursverläufe für die Anwendung der Trend-Strategie

Auf- und Abwärtstrends der Märkte

Da ein Kurs nie statisch in gerade Linie verläuft und sich immer in einer mehr oder weniger ausgeprägten Auf- und Abbewegung befindet, muss zunächst die tatsächliche Trendbewegung bezogen auf einen steigenden oder fallenden Kurs bestimmt werden.

Indikatoren der Chartanalyse erkennen eine Trendfolge sowohl bei steigenden als auch fallenden Märkten und die Analyse erfolgt über einen längeren Zeitraum der Kurshistorie. Wird ein Trend erkannt, besteht dieser also bereits, der Kurs befindet sich nicht erst in der Entwicklung oder Tendenz einen Trend erkennen zu lassen, sondern der Trend ist bereits vorhanden. Auf- und Abwährtstrends sind deshalb recht zuverlässig zu bestimmen.

Seitwärtsbewegungen der Märkte

Problematisch sind Signale der Chart-Indikatoren zur Trend-Bestimmung bei einer überwiegenden Seitwärtsbewegung des Kurses. Dann generiert praktisch jeder Ausbruch nach oben oder unten ein Fehlsignal und markiert falsche Ein- oder Ausstiegszeitpunkte. Das System der technischen Chartanalyse reagiert in diesem Fall sozusagen hypersensibel und erkennt keine normalen Schwankungen, da diese von der generellen Seitwärtsbewegung rein technisch zu sehr abweichen und keine flexiblen Toleranzen eingebaut werden können.

Im Forex- & CFD-Handel bedient man sich der sogenannten Stop Loss-Marken, die einen Ausstieg des Anlegers markieren, wenn er nicht unter diese Marken fallen und Verluste riskieren möchte. D.h. durch Setzen der Marken ober- oder unterhalb des Kursverlaufs, werden Verluste minimiert, wenn ein Trendbruch erfolgt und der Kurs sich stattdessen entgegen der Prognose des Traders fortsetzt. Gewinne werden durch Nachziehen von sogenannten Trailing-Stops über oder unter der Einstiegs-Kursmarke abgesichert.

Die Trend-Strategie eignet sich deshalb grundsätzlich am besten für Märkte, die sich nicht seitwärts, sondern deutlich ausgeprägt steigend oder fallend entwickeln.

Wie sehen die Trends aus?

Visuell sind bei einem Trend zwei horizontale, mehr oder weniger parallel zueinander verlaufende Linien mit dazwischen liegendem Abstand zueinander zu erkennen, die eine Tendenz aufweisen, also nach oben oder unten verlaufen. Solange dies der Fall ist, setzt sich der Trend zum gegenwärtigen Zeitpunkt fort. Bei sehr volatilen Märkten mit starken Kursschwankungen verlaufen die beiden Linien im weiteren Abstand zueinander.

Berühren sich allerdings diese Linien bzw. läuft eine auf die andere zu, kommt es zu einer Trendumkehr. Fällt der Kurs nach einer Aufwärtstendenz, berührt die obere Linie die untere und der Trend setzt sich statt nach oben nach unten fort. Steigt der Kurs nach einer Abwärtstendenz, bewegt sich die untere Linie auf die obere zu.

Bei Seitwärtsbewegungen des Kurses können Indikatoren normale Kursschwankungen nach oben oder unten nicht mehr adäquat von tatsächlichen Auf- oder Abwärtstrends unterscheiden und es erfolgen häufig Fehlsignale für den Ein- oder Ausstiegszeitpunkt. Für seitwärts verlaufende Kursentwicklungen eignet sich die Trendfolge-Strategie deshalb nicht. Auch für sehr kurze Laufzeiten lässt sich keine klare Trendbewegung identifizieren, so dass die Analyse einen ausreichenden Zeitraum berücksichtigen muss, im Aktienhandel sind dies z.B. meistens 200 Tage.

Trend-Strategie & aktuelle Marktkenntnisse als erfolgreiche Forex Strategie

Neben aktuellen Marktkenntnissen gehört der Einsatz von Strategien zu den wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich zu handeln. Je intensiver die Grundlagen des Handels erlernt werden, desto besser die Erfolgschancen und die Fähigkeit, Marktlage und Trends bzw. Trendbruch oder Trendumkehr zu erkennen. Die Trend-Strategie gehört zu den leicht verständlichen Einsteiger-Strategien, wird aber auch von erfahrenen Tradern genutzt. Sie findet nicht nur Anwendung im Forex-Handel, sondern im gesamten Börsengeschehen.

Bei Handelsarten, wo Trader auf steigende und fallende Kurse spekulieren können, wie auch im CFD-oder Binäre Optionen-Handel, gehört die Trend-Strategie zu den wichtigsten Handelsstrategien.

Eine Kombination von guter Marktrecherche und einer sicheren Strategieanwendung, gepaart mit sorgfältigem Risikomanagement, sind die besten Voraussetzungen für eine positive Gewinnbilanz auf dem Handelskonto. Von Zeit zu Zeit kann es aber trotzdem nötig sein, seine Handelsstrategie zu überprüfen, sie gegebenenfalls zu ändern und ihre Plausibilität beispielsweise bei geänderter Marktlage oder in der näheren Vergangenheit weniger erfolgreicher Trades mit überproportional vielen Verlusten gegenüberzustellen.

Wann sollte man die Trend-Strategie ändern?

Spätestens, wenn sich eine Trendumkehr, ein Trendbruch abzeichnet, ist die Trend-Strategie natürlich hinfällig. Doch so lange sollte man nicht warten und die Anzeichen dafür bestenfalls schon vorher erkennen. Markt und Markteinflüsse können sich nach und nach oder auch abrupt ändern. Auch wenn die bisherige Handelsstrategie in der Vergangenheit erfolgreich war, kann sie bei Veränderungen der Marktlage möglicherweise gar nicht mehr passen und die Anwendung einer anderen Strategie nötig sein. Dieser Zeitpunkt ist schwierig zu erkennen, generell gilt deshalb, je eher, desto besser.

Eine regelmäßige Überprüfung der Handelsstrategie ist darum ein wichtiger Punkt für erfolgsorientierte Trader. Dies funktioniert sinnvollerweise auch über ein risikofreies Demo-Konto, über das auch neue Strategien erlernt oder auf ihre Anwendungsfähigkeit für den jeweiligen Markt überprüft werden können, ohne ein finanzielles Risiko wie im Live-Handel mit echtem Geld einzugehen.

Fazit zur Trend-Strategie als erfolgreiche Forex Strategie

Die Trend-Strategie gehört zu den am leichtesten erlernbaren Handelsstrategien und ist auch für Einsteiger sehr gut geeignet, um gut vorbereitet mit dem Forex-Handel zu beginnen, der zu Beginn immer erst über ein risikofreies Demo-Konto erfolgen sollte.

Die Identifizierung eines Trends kann sowohl manuell als auch mit Hilfe von Indikatoren in der technischen Chartanalyse automatisch über die Handelsplattform unter Nutzung der vorhandenen Analysetools erfolgen. Bei der manuellen Methode werden im Chart sowohl die Kursausschläge nach oben mit einer horizontal verlaufenden Linie miteinander verbunden als auch die Kursausschläge nach unten. Aus dem Verlauf der beiden Linien lässt sich eine Auf- oder Abwärtsbewegung des Kursverlaufs erkennen, vorausgesetzt, es handelt sich nicht um einen Seitwärts-Trend und der analysierte Zeitraum ist ausreichend lang genug. Bei der technischen Chartanalyse ermitteln technische Indikatoren das gleiche Ergebnis.

Ob die Anwendung der Trend-Strategie z.B. bei Aktien sinnvoll ist, ist strittig, denn im Aktienhandel spekuliert der Anleger nur auf einen Anstieg in der Kursentwicklung und nicht auf fallende Kurse, wenn er im Besitz der Aktien ist und sie mit Gewinn verkaufen will. Natürlich gibt es aber auch Investoren, die auf einen Tiefstkurs warten, um günstig Aktien zu kaufen und auf einen späteren Kursanstieg hoffen, um die Wertpapiere dann mit Gewinn zu verkaufen.

Es gibt zahlreiche Negativ-Beispiele für die Anwendung der Trend-Strategie im Wertpapierhandel, weshalb die Anwendung dort nicht so ganz einfach ist wie z.B. im Forex-Handel. Z.B. wenn das Wertpapier trotz schwacher Fundamentalanalyse einen unangemessenen Aufwärtstrend aufweist, der lediglich die momentane Anlegerstimmung widerspiegelt, die in der technischen Analyse nicht erkannt werden kann. Das war beispielsweise der Fall während des New Economy-Booms. Da Wertpapieranleger oft rein psychologisch vor allem auf Kaufsignale reagieren, weil ein Wertpapier-Schnäppchen eine spätere Wertsteigerung suggeriert, und sie damit im Grunde dem Trend nur passiv folgen, ohne das betreffende Unternehmen und dessen Kennzahlen und das Marktumfeld zu berücksichtigen, kann dies unter Umständen zu einem Depot-Friedhof führen.

Wie alle Börsenstrategien ist auch die Trend-Strategie bei Insidern umstritten, denn eine 100%ige Erfolgsgarantie kann keine der heutigen Handelsstrategien bieten. Unerheblich, ob diese auf technischen Chartanalysen oder bei Aktien zusätzlich auf einer Fundamentalanalyse der Unternehmensdaten beruhen, weshalb Aktien z.B. über- oder unterbewertet sind. Alle Strategien haben Vor- und Nachteile und sind nicht sind auf alle Märkte anwendbar. Deshalb gilt es, sich die Bewährteren genauer zu betrachten und ihre Definition zu verstehen.

Indikatoren der technischen Chartanalyse berücksichtigen ausschließlich Kursdaten aus der Vergangenheit, die Kurshistorie. Börsenspezialisten halten das für keine zuverlässige Ausgangssituation, um einen Trend für die Zukunft zu erkennen. Für sie sehen Trends immer erst im Nachhinein wie Trends aus. Vergangene Kursverläufe und Marktdaten sagen ihrer Meinung nach nichts über die Kursentwicklung in der Zukunft aus und hängen vor allem vom Anlegerverhalten ab. Trotzdem ist die Trend-Strategie eine der erfolgreichsten Handelsstrategien mit überproportional hohen Gewinnchancen, sofern der Trend rechtzeitig erkannt wird und der Trader einen zeitlich optimalen Ein- bzw. Ausstiegszeitpunkt nutzt.

 
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Erfolgreiche Forex Strategie – Tipps für Einsteiger was last modified: Juni 23rd, 2017 by AngelaZ