Forex & Binäre Optionen – EUR/CHF handeln

EUR CHF Kurschart

EUR/CFH Zwei starke europäische Währungen online traden

Der Schweizer Franken (kurz CHF) gehörte bis Anfang 2015 zu den sicheren Adressen im Währungshandel. Bis zu diesem Zeitpunkt galt ein festgelegter Mindestkurs von 1,200 für die eidgenössische, als stabil geltende Währung. Seit Aufhebung des Mindestkurses unterliegt zwar auch der CHF den marktüblichen Schwankungen und Einflüsse auf die Schweizer Wirtschaft wirken sich stärker auf den Kurs aus, trotzdem bleibt er vergleichsweise stabil.

Auch wenn die Schweiz im Gegensatz zu den größten Marktwirtschaften wie die USA, der Euroraum, Großbritannien und Japan vergleichsweise klein ist, ist das Währungspaar Euro/Schweizer Franken, auch EUR/CHF genannt, ein wichtiges und sehr liquides Devisenpaar.

EUR und CHF korrelieren miteinander, d.h. sie stehen zueinander in einem positiven Verhältnis. Wird z.B. der EUR gegenüber dem USD schwächer, ist davon auszugehen, dass auch der CHF nachzieht.

Wie Sie als Trader am erfolgreichsten in den Handel mit diesem starken europäischen Währungspaar einsteigen, gleich ob Sie Forex oder Binäre Optionen traden wollen, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Wie funktioniert der Online-Devisenhandel?

Währungen (Devisen) stehen immer in einem Preisverhältnis zueinander, d.h. das Preisverhältnis (Wechselkurs) sagt aus, wie viel man für eine Einheit der erstgenannten Währung (EUR) von der zweitgenannten Währung (CHF) erhält. Bei einem Kurs von z.B. 1,0920 erhält man also für 1 EUR 1,0920 Schweizer Franken. Diese Angabe nennt sich Mengennotierung; sie gibt die Menge an, die man für eine Einheit einer Währung bekommt. Durch den gleichzeitigen Kauf und Verkauf entsteht das Preisverhältnis (nominaler Wechselkurs) der beiden Währungen zueinander.

Beim Devisenhandel handelt es sich um ein Tauschgeschäft, eine Währung wird ge- und die andere gleichzeitig verkauft. Es existieren im Online-Handel praktisch zwei virtuelle Konten bei einem Devisen-Trade, beispielsweise ein EUR- und ein CHF-Konto. Bei einem Ankauf von Schweizer Franken, verkauft man im Gegenzug den aktuellen Wert in EUR vom EUR-Konto und erhält Schweizer Franken auf dem CHF-Konto.

Was ist beim Handel EUR CHF zu beachten?

Der CHF hat sich den seinerzeitigen Prognosen nach Wegfall des Mindestkurses zum Trotz nach kurzfristigem Abfall als weiterhin stabil erwiesen. Zwar wird auch diese Währung wie alle Devisenmärkte von den Konjunkturdaten des jeweiligen Währungsraums und den Entscheidungen der zuständigen Zentralbank in der Kursentwicklung beeinflusst, jedoch sind die Schwankungen im Vergleich so gering, dass der Schweizer Franken weiterhin als wenig anfällig und starke Währung gilt.

Vorbereitung auf den Handel von EUR CHF

Marktspezifische Informationen zu Einflüssen auf das Währungspaar EUR CHF

Die meisten Trader beginnen den Handel mit Währungspaaren auf Basis der sogenannten Majors, der weltweiten Hauptwährungen. Allen voran der USD und der EUR, Währungen mit der weltweit höchsten Liquidität und extrem hohem Handelsvolumen. Kein Wunder also, dass das allgegenwärtige Devisenpaar EUR/USD unter Forex- und Binäre Optionen-Tradern am häufigsten gehandelt wird. Wer mit diesem Währungspaar beginnt und eine Weile gehandelt hat, konnte auch schon einige Erfahrungen mit die wirtschaftlichen Verflechtungen der internationalen Währungsräume und Einflüsse auf die Kursentwicklung des EUR sammeln.

Sind die Marktkenntnisse zur EUR-Währung und einschlägige Handelserfahrung bereits vorhanden, wird es Zeit, sich die speziellen, marktspezifischen Informationen zum CHF-Kurs anzuschauen und sich das Basis- und Hintergrundwissen zum Währungspaar EUR CHF anzueignen.

Harter Franken – geringer Export

Der Franken erweist sich als harte Schweizer Nuss. Einerseits sind die Schweizer froh über eine so starke Währung, die weltweit so viel wert ist, andererseits müssen sie im eigenen Land für ihre Waren teuer bezahlen.

Viele Schweizer Unternehmen tragen sich deshalb inzwischen mit Abwanderungsgedanken aus dem Inland und Produktionsverlagerung ins Ausland, da der Export in der Schweiz wegen des hohen Franken-Werts zu einer recht teuren Angelegenheit zählt und die inländische Produktion mit hohen Kosten verbunden ist, d.h. Schweizer Waren sind teure Waren. Wenn Investitionen in der Schweiz aus betriebswirtschaftlicher Sicht unattraktiv werden, wird stattdessen im günstigeren Ausland investiert werden müssen.

Auch für den EUR gilt, fällt der Kurs, ist dies von Vorteil für den deutschen Export, denn ausländische Unternehmen kaufen gerne, wenn sie weniger zahlen müssen, in dem Fall also, wenn der EUR schwächer ist und Waren günstig. Allgemein gilt also am Beispiel EUR, je weniger der EUR wert ist, desto höher die Exportzahlen und damit die diesbezügliche wirtschaftliche Leistung.

Schweizer Flagge

Der harte Franken wiederum bremst die Schweizer Exportwirtschaft weit stärker aus, da die Schweiz zu den teuersten Ländern in Europa zählt und eine preisgünstige inländische Produktion gar nicht möglich ist. Die Wirtschaft in der Schweiz ist in erster Linie auf den Export und den Tourismus ausgerichtet und beide Säulen sind für ihre weit überdurchschnittlich hohen Preise bekannt.

Deutsche Unternehmen reagieren weitaus flexibler und lagern Produktion und Fertigung seit langem ins Ausland aus, um wettbewerbsfähige Preise bei weitestgehend gleicher Qualität wie bei inländischer Fertigung anbieten zu können. Hier betritt die Schweiz derzeit gerade mehr oder weniger Neuland.

Gute Wachstumsdaten trotz starker Währung

Die Schweiz liefert immer wieder stabile Wirtschaftsdaten, wie z.B. das robuste Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit kompensiert das Land teilweise auch zurückgehende, zu teure Exporte, denn die Schweizer erhöhen ihren Konsum und kurbeln damit ihre eigene Konjunktur an.

Kleine“ Währung – hohe Profitabilität

Der CHF ist zwar eine vergleichsweise „kleine“ Währung im Devisenmarkt, die nur in einem Land weltweit als offizielles Zahlungsmittel gilt. Wer sich aber für die Schweizer Währungspolitik und Wirtschaft interessiert, kann beim Handel von EUR CHF sehr profitabel abschneiden. Die Schweiz scheint immer etwas mehr „immun“ gegen äußere Einflüsse als andere Länder und Währungsräume und bleibt bis auf Weiteres „die sichere Bank“. Der Kurs des CHF hat sich seit Aufgabe der Mindestkurs-Politik im Januar 2015 verlässlich zwischen einem Kurs von 1,07 und 1,10 eingependelt.

Relevante Marktinformationen zum Schweizer Franken sind stetig verfügbar und werden von der Finanzpresse gerne aufgegriffen, so dass Trader laufend auf dem aktuellen Stand sind. Bekannte Wirtschaftsnachrichtenportale wie Finanzen.net oder OnVista bieten gleich zwei Vorteile. Zum einen liefern sie über Nachrichtenportal das Knwo-How zu Markt- und Börsengeschehen, zum anderen kann man sich hier auch gleich über das Broker-Portal für ein seriöses und günstiges Forex- & CFD-Handelkonto anmelden.

Welche Handelsstrategien eignen sich für EUR CHF?

Currency Carry Trade – Zinsstrategie für fortgeschrittene Devisen-Trader

Eine einfache, aber nur für fortgeschrittene Trader geeignete Handelsstrategie für das Währungspaar EUR CHF ist die sogenannte Currency Carry Trade-Strategie. Der Händler nimmt einen Kredit in einer niedrig verzinsten Währung auf, in diesem Fall EUR, und legt diesen in eine höher verzinste Währung an, den CHF. Das heißt, er kauft im Forex-Handel auf Margin EUR, um damit CHF zu kaufen. Den Profit erzielt er aus der Zinsdifferenz, solange der Kurs sich im Kurskorridor hält und stabil bleibt.

Das Handelsrisiko bei der Currency Carry Trade-Strategie besteht wie überall aus den möglichen Wechselkursschwankungen. Bei geringer werdender Zinsdifferenz können die Kosten für das Devisengeschäft den Profit aus dem Zinsgewinn auch übersteigen, so dass am Ende nichts übrig bleibt. Diese Art von Handelsstrategie eignet sich deshalb nur für erfahrene Händler, die sowohl Zinsrisiko als auch Kursschwankungen gut einschätzen können.

Trendfolge-Strategie für EUR CHF?

Eine besonders bei Einsteigern beliebte und leicht verständliche Handelsstrategie ist die Trendfolge-Strategie. Bei einem vergleichsweise unaufgeregten Kursverlauf in Seitwärtsbewegung wie beim Währungspaar EUR/CHF eignen sich einige Strategien, die vor allem bei volatilen Kursen eingesetzt werden, nicht sehr gut. Es ist schwer, einen Trend bei wenig ausgeprägten Kursschwankungen zu definieren, denn dies geschieht auf rein technischer Basis über die Chartanalyse.

Trend

Dann generiert praktisch jeder Ausbruch nach oben oder unten ein Fehlsignal und markiert falsche Ein- oder Ausstiegszeitpunkte. Das System der technischen Chartanalyse reagiert auf jeden Kursausschlag und erkennt keine normalen Schwankungen, weil diese von der generellen Seitwärtsbewegung rein technisch zu sehr abweichen und keine flexiblen Toleranzen eingebaut werden können. So erkennt das System kleine Kursausschläge im Verhältnis als zu stark und verursacht falsche Handelsentscheidungen des Traders.

Fazit zum Handel mit EUR CHF

Auch das Währungspaar EUR CHF gehört zu den Majors, den wichtigsten Währungen weltweit. Beide Währungen korrellieren positiv miteinander, d.h. sie stehen in einem positiven Verhältnis zueinander.

Der Schweizer Franken gehört zu gefragtesten Devisen und bietet immer noch eine stabile und weltweit anerkannte Währung. Trotz Aufgabe der Mindestkurs-Politik der Schweizer Nationalbank im Januar 2015 pendelte sich der Kurswert im Laufe des folgenden Jahres allen gegenteiligen Prophezeiungen zum Trotz stabil zwischen 1,07 und 1,10 ein. Der Franken bleibt also eine „Sichere Hafen“-Währung.

Um die Einflüsse auf den Kurs des CHF zu verstehen, sind entsprechende Marktkenntnisse über die Schweizer Wirtschaft und Finanzpolitik nötig. Die vergleichsweise „kleine“ Währung ist nicht so stark abhängig von äußeren Einflüssen wie Währungen in großen Währungsräumen und die Schweizer Nationalbank weiß den Franken in positiver Weise durch konsequente Geldmarktpolitik zu handhaben, auch wenn sie nicht allein darauf Einfluss nimmt und (nicht immer nachvollziehbare) Entscheidungen der Zentralbanken wie der EZB (Europäische Zentralbank) die Kursentwicklung des EUR z.B. mit dem USD beeinflussen. Zwar ist auch die Schweiz wirtschaftlich mit dem Euroraum und Großbritannien stark verflochten, der Franken steht jedoch mit den betreffenden Währungen in einer positiven Kolleration.

Der starke CHF macht vor allem der eidgenössischen Exportwirtschaft zu schaffen und verteuert Waren und Produktion, die in der Folge für Auslandskunden zu teuer sind. Wirtschaftlich setzt die Schweiz in erster Linie auf Export und Tourismus, welche beide die Assoziation hoher Preise wecken. Doch die Schweizer wirken selbst dagegen und konsumieren mehr, was sich positiv auf die Konjunktur und das Wachstum auswirkt.

Der Handel mit dem Währungspaar EUR CHF wird vor allem von erfahrenen Trader mit der Currency Carry Trade-Strategie gehandelt. Bei dieser Strategie nimmt der Trader einen Kredit in einer niedrig verzinsten Währung (EUR) auf und legt diesen in einer höher verzinste Währung (CHF) an. Im Forex-Handel auf Margin bedeutet das, er leiht sich EUR, um damit CHF zu kaufen. Den Profit erzielt er aus der Zinsdifferenz der beiden Währungen. Diese Handelsstrategie ist nicht für Anfänger geeignet, denn ein Zinsverlust kann die Handelskosten übersteigen und damit einen Profit vollkommen zunichte machen. Zudem sind sehr gute Markt- und Trading-Kenntnisse nötig.

Gute Broker bieten ihren Kunden umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, z.B. die Forex- und CFD-Broker CMC Markets, ETX Capital, Smart Markets oder GKFX. Auch Binäre Optionen-Anbieter haben ein sehr gutes Schulungsprogramm im Angebot, beispielsweise 365trading, 24option oder BDSwiss.

Devisen werden außerbörslich und rund um die Uhr gehandelt, so dass Trader jederzeit Zugang zu diesem Markt haben. Viele Forex- und CFD-Broker legen ihren Schwerpunkt auf den Forex-Handel und auch bei Binäre Optionen-Brokern werden zum überwiegenden Teil Währungspaare gehandelt. Binäre Optionen-Broker bieten immer auch den Handel mit Währungspaaren an, sowohl als klassische Put & Call-Optionen als auch andere Handelsarten, wie z.B. Touch-, Range- oder Leiter-Optionen. Alle Majors sind in jedem Basiswerte-Katalog der Forex- und Binäre Optionen-Broker vorhanden, hier sind also auch grundsätzlich der Euro sowie der Schweizer Franken dabei.

Der Handel mit Majors wie EUR CHF im Devisenhandel und mit Binären Optionen kann äußerst profitabel sein. Durch die Hebelwirkung und eine geringe Margin lassen sich im Forex-Handel hohe Handelsvolumina bewegen. Aber auch im Binäre Optionen-Handel sind hohe Renditen möglich, im Durchschnitt 70-80% Rendite für klassische Put & Call-Optionen, maximal auch vereinzelt bis zu 85-90%.

Durch die Korrelation zueinander und die relativ geringen Kursschwankungen ist das Währungspaar EUR CHF trotzdem kein Einsteiger-geeignetes Währungspaar. Weniger volatile (weniger Kurschwankungen unterlegenen) Devisenpaare erfordern ein umfangreiches Marktwissen und einige Handelserfahrung. Auch die einfachen Handelsstrategien, die vorwiegend auf volatile Assets ausgerichtet und auch für Handelseinsteiger geeignet sind, sind nicht profitabel anwendbar. Dies gilt sowohl im Forex- als auch im Binäre Optionen-Handel.

Im Forex-Handel ist eine laufende Kursbeobachtung und die Anwendung von diffizileren Handelsstrategien anhand der technischen Chartanalyse bei der Kombination EUR CHF ein Muss. Wer im Forex-Handel sowohl ein umfangreiches und bekannten Nachrichtenportal als auch einen direkten Broker-Zugang nutzen möchte, findet bei Finanzen.net und OnVista diese sinnvolle Kombination aus Informations- und Broker-Portal.

EUR CHF-Handel mit Binären Optionen eignet sich im Grunde nur für die kurzfristigen Laufzeiten und damit ebenfalls ausschließlich für fortgeschrittene Trader.

Insgesamt kann man sagen, dass die Kombination EUR CHF kein Anfänger-geeignetes Währungspaar ist. Bei der Anwendung der Currency Carry Trade-Strategie, die vorwiegend hier angewendet wird, ist adäquates Marktwissen und umfangreiche Handelserfahrung nötig, auch wenn die Strategie und ihre theoretischen Mechanismen selbst leicht verständlich sind. Der Schweizer Franken ist eine nach wie vor starke Währung und kann im Forex- und Binäre Optionen-Handel für erfahrene Händler eine sehr profitable Handelsoption sein.

Für Anfänger eignet sich vor allem das Währungspaar EUR USD. Lesen Sie hierzu auch unseren ausführlichen Beitrag zum Handel mit den beiden weltweit wichtigsten Währungen.

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Bei allen Anbietern ist auch das Währungspaar EUR/CHF handelbar, entweder als Hebelprodukt bei Forex- und CFD-Brokern oder als Binäre Optionen in verschiedenen Handelsarten wie z.B. den klassischen Put & Call-Optionen, One Touch- oder Leiter-Optionen, wobei die beiden letzteren zu den Handelsarten für erfahrene Binäre Optionen-Trader gehören.

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Forex & Binäre Optionen – EUR/CHF handeln was last modified: März 31st, 2016 by AngelaZ