Forex Rates – Währungskurse im Devisenhandel

Kurze Einführung in den Devisenhandel

Devisen werden immer als Devisenpaare gehandelt. Der Kauf- oder Verkauf erfolgt zu dem aktuellen Währungskurs, d.h. die Währung steht grundsätzlich in einem Preisverhältnis zu einer anderen Währung, z.B. EUR/USD oder GBP/USD.

Der Devisenhandel ein außerbörsliches Tauschgeschäft, denn es ist nicht möglich nur eine dieser beiden Währungen zu handeln. Eine Währung wird gegen die andere getauscht, d.h. in der Praxis, der Trader kauft die eine und verkauft gleichzeitig die andere Währung. Durch diesen gleichzeitigen Kauf und Verkauf entsteht das Preisverhältnis (nominaler Wechselkurs) der beiden Währungen zueinander.

Der internationale Devisenmarkt ist der liquideste Markt überhaupt und es lassen sich hohe Gewinne bei niedrigem Einsatz mit unterschiedlichen Hebeln erzielen, denn wer eine Position von 1 Lot (100.000 EUR) handelt, hinterlegt nur einen Bruchteil der Summe als Sicherheitsleistung (Margin).

Private Anleger können Währungen über einen Broker außerbörslich im Interbankenmarkt traden. Diese Kontrakte können individuell festgelegt werden und beginnen bereits mit kleinen Handelsgrößen (Lots), so dass die Investition weitaus geringer ist als an den Devisenbörsen für institutionelle Kunden.

Was sind Forex Rates?

Währungskurse im Devisenhandel bezeichnet man auch als Forex Rates. Sie finden diese bei jedem Forex-Broker und können die unterschiedlichen Währungspaare dort handeln. Die dort angegebenen Währungskurse entstehen durch Angebot und Nachfrage im Markt. Bei stark gehandelten Währungspaaren wie z.B. EUR/USD können sie beobachten, wie der Kurs sich laufend verändert. Kurse, die Ihnen der Broker in Echtzeit zur Verfügung stellt, nennt man auch Realtime-Kurse.

Kurse der Währungspaare werden in der sogenannten Mengennotierung angegeben, d.h. der Kurs gibt die Einheiten der zweitgenannten Währung an, die man für 1 Einheit der erstgenannten erhält. Liegt der Kurs bei z.B. 1,0946 für das Währungspaar EUR/USD, erhält man für 1 EUR 1,0946 USD.

Wie kommen die Forex Rates zustande?

Kurse hängen grundsätzlich wie alle Preise von Angebot und Nachfrage in den jeweiligen Märkten ab. Hinzu kommen viele weitere Faktoren, die hinter diesen beiden Bedingungen stehen und Schlüsse auf die zukünftige Entwicklung von Angebot und Nachfrage zulassen. Dies sind z.B. Zinsentscheidungen der Notenbanken, Inflationsrate (Kaufkraft), Geschäftsklima, Arbeitslosenzahlen, politische und wirtschaftliche Entscheidungen usw. Handelt es sich um Produktion von Handelsgütern sind auch Rohstoffpreise, Absatzmärkte etc. entscheidend.

Währungen werden im Gegensatz zu Aktien oder anderen Wertpapieren außerbörslich oder an Devisenbörsen gehandelt. Der volumenseitig größte Anteil am Devisenhandel erfolgt im sogenannten Interbankenhandel. Dieser bezeichnet den Handel von Devisen zwischen den Banken, wobei hiervon die Zentralbank ausgeschlossen ist. Im Interbankenhandel erfolgt jede Transaktion zu einem individuellen Währungskurs, d.h. der Kurs für An- und Verkauf wird direkt zwischen dem beteiligten Käufer und Verkäufer vereinbart.

Trader im Forex-Handel können bei einem ECN-Broker ebenfalls unmittelbar mit den teilnehmenden Banken handeln und sich für den besten An- bzw. Verkaufskurs entscheiden.

Unterschiedliche Broker – unterschiedliche Forex Rates

Für Forex-Broker relevant sind die Mittelkurse von 17 verschiedenen Banken und Investmentbanken, welche aus dem Geld- und Briefkurs beim An- und Verkauf von Währungen ermittelt werden. Diese verwendet der Nachrichtendienst Reuters als Realtime-Kurse und viele Broker nutzen wiederum die Reuters-Kurse, die automatisch auf der Handelsplattform laufend aktualisiert werden.

Zwar orientieren sich die Market Maker, der seine Kurse selbst stellt, auch an den Realtime-Kursen, stellen aber letztendlich ihre eigene Geld-/Briefspanne (Spread), so dass diesbezüglich Differenzen zwischen Reuters und dem Kurs bestehen. Da Market Maker am Spread verdienen und keine zusätzlichen Transaktionskosten im Forex-Handel anfallen wie z.B. Kommissionen und Provisionen, wären Broker bei sehr niedrigem, realistischem Spread im Nachteil, weshalb dieser entweder fix (Fixer Spread) ist oder ein Mindest-Spread (Spread ab x Pips) je Währungspaar angegeben wird.

Bei den STP-/ECN-Brokern finden Sie auch Spreads ab 0,0 Pips auf die Majors vor, denn sie orientieren sich wiederum an den Realtime-Kursen und nehmen keine eigene Kursstellung vor, d.h. ihren Umsatz generieren Sie in dem Fall durch Kommissionen & Provisionen.

Doch auch die Interbanken-Kurse aus dem Pool der Handelspartner eines ECN-Brokers geben eigene Kurse bei An- und Verkauf der Währung, der sogenannten Geld-/Briefspanne an. Die Zusammensetzung der Anzahl der Handelspartner und um welche es sich handelt, ist immer unterschiedlich. Gehen Sie deshalb nie von einem Kurs aus, den Sie bei einem anderen Broker oder auf einem Finanzportal erhalten und bei ihrem Broker für den Handel nutzen wollen, da die Bezugsquellen voneinander abweichen können oder die vorgenannten Unterschiede bei der Kursstellung bestehen.

Informieren Sie hierzu auch in unseren ausführlichen Artikel zur Kursstellung der Broker mit unterschiedlichen Handelsmodellen.

Starke Forex Rates der Hauptwährungspaare

Die sogenannten „starken“ Forex Rates finden Sie bei den Hauptwährungspaaren, wie den USD als weltweit bedeutendste „Leitwährung“, EUR, Britisches Pfund, Japanischer Yen und Schweizer Franken. Besteht das Währungspaar aus Zweien dieser Hauptwährungen, z.B. EUR/USD, spricht man von einer starken Forex Rate (Strong Rate). Besteht das Währungspaar nur aus einem der vorgenannten Hauptwährungen und die zweite Währung ist ein Neben- oder exotischer Wert, wie z.B. USD/RUB stellen diese die zweite Gruppe der Währungspaare dar und gehören somit nicht zu den starken Forex Rates.

Einsteiger sollten sich auf die gängigen und wichtigsten Währungspaare konzentrieren, wie z.B. EUR/USD. Exotische Währungen (Minors und Nebenwerte) sind für Devisen-Anfänger tabu. Der Markt für exotische Währungen ist nicht nur schwer nachzuvollziehen, er verfügt auch über wesentlich geringere Liquidität, d.h. Angebot & Nachfrage können sehr gering vorhanden sein, was sich auf den Kurs auswirkt und hohe Spreads (Handelskosten) verursacht.

EUR/USD als stärkste Forex Rate weltweit

Das Währungspaar EUR/USD ist das stärkste Währungspaar weltweit und garantiert mit seinem hohen Handelsvolumen praktisch unendliche Liquidität im Markt. Das bedeutet auch, dass für EUR/ USD, welches zu den sogenannten Majors (Hauptwährungen) gehört, immer und jederzeit Kursangebote im Interbankenmarkt vorliegen. Handeln Trader über einen STP-/ECN Broker, werden sie deshalb immer ein Kursangebot für den An- und Verkauf dieser Währungspaare von den Liquiditätspartnern erhalten.

Der Handel von EUR/USD gehört zu den lukrativsten Möglichkeiten im Devisenhandel. Stärke oder Schwäche von US- und europäischer Wirtschaft wirkt sich auch für Einsteiger gut nachvollziehbar auf den Währungskurs aus und ist in den Tagesnachrichten immer präsent.

Cross Rates – Währungspaare aus Nebenwerten

Als Cross Rates werden nicht nur die tabellarische Übersicht der aktuellen Umrechnungskurse der Währungspaare bezeichnet, sondern auch eine dritte Gruppe der Forex Rates bzw. Währungspaare. Hierbei handelt es sich um die Währungspaare, die zu beiden Teilen aus Neben- bzw. exotischen Währungen bestehen. In der Vergangenheit handelte es sich bei den Cross Rates um all die Währungspaare, die nicht zu einem Teil aus dem USD bestanden, dies ist inzwischen überholt.

Erfahrene Trader orientieren sich oft an den sogenannten Cross Rates als Übersicht und erkennen mit einem Blick, ob und wie sich der Währungskurs eines von ihnen gehandelten Währungspaares verändert hat. Die tabellarische Übersicht lässt sich schnell ablesen und beinhaltet in jedem Fall die internationalen Hauptwährungspaare, die auch als Majors bezeichnet werden, hin und wieder auch zusätzliche exotische Währungspaare, die Minors. Auch diese Kurse werden natürlich laufend aktualisiert.

Forex Rates mit dem Currency Converter einfach umrechnen

Um zu erfahren, was die eigene oder die Fremdwährung wert ist, erfolgt die Umrechnung des Währungskurses in der jeweils anderen Währung. Dies lässt sich einfach über den Currency Converter vornehmen, den viele Forex-Broker in ihre Handelsplattform integriert haben, so dass die Nutzung des Taschenrechners und die eigene Ermittlung des Währungskurses entfallen, denn dieser ist bereits im Converter mit dem aktuellen Wert vorgegeben. Durch einfache Eingabe der Umrechnungssumme in eine bestimmte Währung, z.B. EUR in USD oder umgekehrt, ergibt sich mit nur einem weiteren Mausklick auf „Berechnen“ der Wert der Summe in der gewünschten Währung.

Der FX Currency Converter des Forex-Brokers Oanda

Forex-Handel mit empfehlenswerten Brokern

Forex-Trader finden inzwischen eine beachtliche Anzahl seriöser und professioneller Broker vor. Hierzu gehören sowohl die europäischen Marktführer CMC Markets und IG als auch eine Reihe anderer empfehlenswerter Anbieter wie Oanda, JFD Brokers, ETX Capital oder flatex.

Achten Sie bei der Broker-Wahl nicht nur auf eine zuverlässige Regulierung, die bei allen diesen Brokern durch eine EU-Finanzmarktaufsicht durchgeführt wird, sondern auch auf die für Sie persönlich wichtigen Leistungen. Für Einsteiger sind beispielsweise ein gutes Fortbildungsangebot mit z.B. Webinaren oder Online-Schulungen sowie ein Demo-Konto von großem Vorteil, während Fortgeschrittene sich häufig eine umfangreiche Auswahl an Handelsmöglichkeiten und ein breites Asset-Angebot wünschen. Nicht zuletzt sollte auch die Handelsplattform sowohl über alle nötigen und zusätzlichen Funktionen sowie mobile Apps verfügen, um komfortables Trading von unterwegs zu ermöglichen.

 
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Forex Rates – Währungskurse im Devisenhandel was last modified: Juli 2nd, 2017 by AngelaZ