FOREX Scalping – Scalping mit Binären Optionen

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FOREX Scalping

Wer sich intensiv mit dem Devisenhandel beschäftigen möchte, vielleicht schon erste Erfahrungen mit Binären Optionen bei einem Online-Broker gemacht hat, sucht zunächst einen Broker, der vor allem für das FOREX-Trading geeignet ist, dessen Angebot und Leistung passt und der bestenfalls auch Scalping und andere Strategien, die auch für Nicht-Profis geeignet sind, erlaubt. Hierfür kommen die Binäre Optionen-Broker aus verschiedenen Gründen nicht in Frage.

Lesen Sie auch unseren Beitrag Devisenhandel für Anfänger – wie funktioniert es? hierzu.

In unserem Beitrag über Scalping geben wir Ihnen alle Informationen und Hintergründe an die Hand, die sie für ein erfolgreiches Trading bei dem passenden Broker unter Anwendung der Scalping Strategie im Devisenhandel benötigen.

Scalping – eine bekannte Trading Strategie

Unter Scalping versteht man eine recht einfach strukturierte Strategie, die durch sehr eng gesetzte Stop Loss gekennzeichnet ist, also einen bei einem sinkenden Kurs eingegebenen Wert, bei dessen Erreichen der Trader die Position schliesst, und somit in einem sehr kurzen Zeitraum möglichst eine Reihe von kleinen Gewinnen erzielt. Der eng gesetzte Stop Loss von unter 10 Pips erzielt nur kleine Beträge, hier macht es also die Vielzahl der laufenden Trades aus, wieviel Gewinn der Trader generiert. Das Ziel dieser Strategie ist aber, das Risiko-/Gewinnverhältnis möglichst gering, Gewinn und Verlust in kleinen Beträgen zu halten und dafür eine Vielzahl von Trades zu positionieren.

Beim Trading unter Anwendung der Scalping-Strategie spielt vor allem der Faktor Zeit eine Rolle, die Stop Loss werden nur für sehr kurze Zeit gesetzt und bei Market Makern ist diese Trading-Strategie ausgesprochen unbeliebt, da sie bei Trading-Gewinnen des Traders selbst Verluste erleiden. Dies deshalb, weil sie die Position nicht mehr mit einem anderen Kunden verrechnen können und die folgende Absicherung einer gleichlautenden Position mit einem externen Liquiditätspartner am Interbank-Markt zeitlich nicht ausreicht. Market Maker handeln ohne diese Absicherung auf eigene Rechnung und gewinnt der Trader, schliesst der Trade mit einem Verlust für den Broker. Einige größere Market Maker ignorieren die im Verhältnis wenigen Trader, die auf ihrer Plattform die Scalping Strategie anwenden, die möglichen Verlustbeträge für den Broker fallen aufgrund der Kundendichte nicht ins Gewicht. Dies ist beispielsweise der Fall bei eToro.

Was sind also die Alternativen zu den zahlreichen Market Makern, die ihre Kurse selbst festlegen, aber kein eigenes Risiko tragen wollen, wie dies zum Beispiel bei Scalping-Trades der Fall wäre?

Wahl des passenden Brokers für FOREX und Scalping

Wie bei allen Online-Brokern spielt zunächst einmal die Seriosität eine große Rolle. Eine EU- oder FCA-Regulierung ist insoweit also schon einmal eine Voraussetzung, um eine Vertrauensbasis zu schaffen, dies trifft aber wie gesagt auf alle Broker zu. Schließlich investestiert der Trader seinen Kapitalbetrag, mit dem er vorzugsweise Gewinne beim Traden erzielen und sein Kapital korrekt und unangetastet durch Dritte verwaltet haben möchte.

Was sind nun aber Market Maker, die Scalping eher unattraktiv finden, und welche anderen Arten von Brokern gibt es? Und welchen Broker sollte der Trader hiervon auswählen und warum?

Market Maker, STP und ECN-Broker

Market Maker sind bei fortgeschrittenen Tradern eher unbeliebt, sie verkörpern für sie nicht den echten Broker, sondern legen die Preise, im Devisenhandel also den Wechselkurs, nach dem gehandelt wird, nach eigenem Ermessen fest. Er entspricht also nicht dem tatsächlichen Währungskurs der Devisenmärkte. Käufe oder Verkäufe des Traders werden nicht an ausführende Banken bzw. Liquiditätspools weitergeleitet oder wie bei ECN-Brokern sofort gemäss Orderbuch ausgeführt, sondern vom Broker selbst abgewickelt. Market Maker bestimmen also den Markt ausserhalb des Marktes. Fortgeschrittene sehen diese Art von Broker als nicht professionell, was sie natürlich in gewisser Weise auch nicht sind, denn sie bauen ja praktisch ein für den Trader abgeschottetes Paralleluniversum zum tatsächlichen Marktgeschehen auf, weshalb sie eher kritisch gesehen werden.

Fortgeschrittene Trader sind deshalb vor allem an STP- und ECN-Brokern interessiert, da diese die Ordner direkt durchreichen an Banken oder Liquiditätspools und ein Trading mit sofortiger Öffnung und schneller Schließung von Positionen ermöglichen, u.a. erlaubt dies eben auch die Anwendung von Strategien wie Scalping, bei der es vor allem auf eine schnelle Reaktionen ankommt. Die Argumente der Market Maker gegen die Scalping-Methode bzw. die Generierung von Verlusten des Brokers, die er selbst ausgleichen muss, betreffen STP- und ECN-Broker nicht, beide reichen die Kundenorder nur durch, haben also die klassische Funktion eines Brokers.

STP (Straight Through Processing)-Broker, leiten die Kauf- und Verkausorders der Trader sofort an einen Banken- bzw. Liquiditätspool weiter. Der Liquiditätspool ist vergleichbar mit der Wertpapierbörse beim Aktienhandel, die Orders werden direkt dort ausgeführt. Je größer dieser Pool ist, d.h. je mehr Mitglieder sich in diesem Pool befinden, desto besser der Preis, denn die Banken konkurrieren um das Devisengeschäft. Der beste Preis erhält die Ausführung der Kundenorder. Ist der Liquiditätspool sehr klein, besteht also im schlechtesten Fall nur aus einer Bank, ist der Unterschied zu den Market Makern nur gering. Bestenfalls sollte in einem Bankenpool über ein Dutzend Banken vertreten sein, um die besseren Marktkonditionen zu erhalten.

ECN (Electronic Communication Network)-Broker sind genaugenommen ein virtuelles Tradingnetzwerk, welches ebenfalls ohne jede Verzögerung arbeitet. Die Mitglieder dieses Netzwerks sind u.a. Banken und Trader. Die Orders werden bei ECN-Brokern in ein Orderbuch eingestellt und die Kurse allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Die Einnahmen von ECN-Brokern werden häufig nicht durch Spreads, sondern durch Kommissionen auf die jeweiligen Trades erzielt. ECN-Broker informieren über die Höhe der Kommissionen meistens je Handelswert in Kommissionstabellen, so dass der Trader von vorherein weiß, wie hoch die Kommission des jeweiligen Wertes ist.

Idealerweise sind für den Devisenhandel also die STP und ECN-Broker die erste Wahl, weil sie Order zügig ausführen und es zu keinen großen Zeitverzögerungen kommt. Vor allem bei Anwendung der Scalping Strategie ein entscheidender Vorteil, weil es auch hier auf schnell geöffnete und geschlossene Positionen ankommt.

FOREX-ECN- und STP-Broker sprechen in der Regel konkret vor allem fortgeschrittene Trader an, weil sich die Handelsoptionen von den meisten Binäre Optionen-Market Makern unterscheiden. Vor allem macht sich dies durch höhere Mindesteinzahlungen bemerkbar, aber auch durch häufig sehr professionelle Webseiteninhalte. Selbstverständlich können aber auch Anfänger von dem Angebot der FOREX-Broker profitieren, da insbesondere die-Einsätze im Verhältnis recht niedrig sind, was den Devisenhandel auch für Einsteiger attraktiv macht. Bei FOREX-Brokern ist meistens keine Bildungssektion oder keine in der Qualität wie ein Anfänger sie benötigen würde, vorhanden. Eine Suche nach einem ECN-Broker mit einer Bildungssektion für Anfänger macht also wenig Sinn, da vorausgesetzt wird, der Trader ist bereits fortgeschritten genug oder der Anfänger bezieht seine Informationen zum Lernen aus anderen Quellen.

Renommierte ECN-Broker wie beispielsweise Ayondo oder Sensus Capital finden Sie auch in unseren Tests und Bewertungen. Lesen Sie für die Wahl des passenden Brokers im Devisenhandel und für die Anwendung von Scalping und anderen Strategien unsere Erfahrungsberichte über die TOP Broker 2015.

Vor- und Nachteile der Scalping Strategie

Trader, die Scalping intensiv erlernt haben und gut beherrschen, erzielen mit dieser Strategie häufig schnelle, zwar kleine, aber eine Vielzahl von Gewinnen. Selbstverständlich sind auch genauso Verluste möglich, das Trading-Risiko lässt sich auch mit einer passenden Strategie nicht eleminieren. Für die Anwendung des Scalping sind keine Analysen notwendig, z.B. in Form von technischen oder fundamentalen Analysen. Unbedingt erforderlich ist aber eine genaue Marktbeobachtung.

Wie schon erwähnt ist Scalping bei vielen Brokern nicht möglich, es muss also gegebenenfalls zunächst erst ein passender Broker gewählt werden.

Ein weiterer Nachteil der Scalping Strategie im Zusammenhang mit dem Broker ist, dass die kleinen Gewinne durch die Spreads, an denen der Broker verdient, wieder relativert werden, es muss also immer auch der Spread von dem erzielten Gewinn abgezogen werden, um den Reingewinn zu ermitteln. So werden die kleinen Gewinne also noch etwas kleiner. In der Regel wird deshalb der Stop Loss beim 1,5-fachen des Spreads gesetzt, um nicht durch den Gewinn zu 100% nur den Spread zu finanzieren. Die niedrigen Gewinnmargen machen den sehr eng gesetzten Stopp Loss nötig, um das das Risiko-/Gewinnverhältnis in einem akzeptablen Bereich zu halten. Sind die Stopp Loss weiter gesetzt, erhöht sich das Risiko unverhältnismässig zum möglichen Gewinn, gleichzeitig erhöhen sich aber die Spreads.

Im Devisenhandel werden von den Brokern recht niedrige Spreads für volantile Währungspaare angeboten, dies sind z.B. EUR/USD oder USD/YEN, den Währungen der global größten Wirtschaftsräume. Exotische Währungen werden in der Regel nur zu höheren Spreads angeboten und sind für die Anwendung der Scalping Strategies deshalb nicht geeignet.

Durch die Vielzahl von Trades ist die Anwendung von Scalping sehr zeitaufwändig. Hinzu kommt die schon genannte intensive Marktbeobachtung und Informationsverarbeitung. Hierfür sind gute Kenntnisse der Chartanalyse und eine schnelle Reaktionsfähigkeit erforderlich. Scalping-Trader halten die Positionen nur für einige Sekunden oder maximal einige Minuten, sind also extrem kurzfristig orientiert. Durch die Vielzahl der Trades und die detaillierten Marktbeobachtungen ergibt sich für den Trader aber ein erheblicher Zeitaufwand für das Trading nach dieser Strategie.

Auf welche Werte passt Scalping?

Die Anwendung der Scalping Strategie passt im Prinzip auf alle Werte, deren Kurse nicht stagnieren, also volatil, d.h. beweglich, veränderlich sind. Dies können neben dem Devisenmarkt selbstverständlich auch Aktien und Indizes sein, volatil sind vor allem Märkte, in denen hohe Volumina gehandelt werden. Ganz überwiegend wird Scalping aber im Devisenhandel angewendet. Volantile Werte im Handel von Währungen sind z.B. EUR/USD, USD/YEN etc, also den Währungspaaren aus den größten globalen Wirtschaftsräumen.

Gibt es auch Trader, für die Scalping nicht geeignet ist?

Scalping ist hauptsächlich für zwei Arten von Tradern ungeeignet. Zum einen für Anfänger, die mit Chartanalysen und deren Interpretation keine Erfahrung haben, zum anderen alle Trader, die beim Handeln emotionalen Höhen- und Tiefflügen ausgeliefert sind.

Anfänger, die zwar noch unerfahren mit den Tools der Chartindikatoren und –analysen sind und deshalb Scalping nicht ohne dieses Wissen anwenden sollten, haben per Demo-Konto jedoch eine völlig risikofreie Möglichkeit, sich diese Kenntnisse anzueignen und im Demo-Trading zu erlernen.

Auch beim Scalping können die kleinen Gewinne auch genauso gut kleine Verluste sein, durch die Verwendung der Stop Loss sind größere Beträge bei Einheiten von Pips im einstelligen Bereich nicht möglich. Psychologisch ist die Wahrnehmung einer Reihe kleiner Gewinne aber natürlich weitaus positiver behaftet als auch nur die Hälfte kleiner Verluste. Verluste, sind sie auch noch so minimal, können Stress und negative Gefühle auslösen, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Manche Trader sehen es nicht mehr rational, wenn sie an einem Tag doch weitaus mehr Gewinne als Verluste gemacht haben und das Ergebnis durchaus noch im positiven Bereich liegt. Die erzielten Verluste überlagern dies, vor allem, wenn sie in Serie auftreten, was bei Scalping durchaus der Fall sein kann. Nur einzelne Ausreißer sind selten. Für hoch emotionale Trader ist diese Strategie eher nicht geeignet, wobei sich auch immer die Frage stellt, ob sehr emotionale Menschen das Trading, verbunden mit dem hohen Risiko, überhaupt betreiben sollten.

Scalping und andere Trading-Strategien erlernen

Viele Bildungsmaterialien der Online-Broker eignen sich nicht, um das Trading tatsächlich von Grund auf und in ausreichender Tiefe anhand von guten Lernmaterialien zu erlernen. Dies gilt vor allem für über das allgemeine Maß hinausgehende Themen wie Strategien und Analysen. In einschlägiger Fachliteratur, die auch für Anfänger geeignet und nicht dem Profi-Level entspricht, dem der Anfänger inhaltlich nicht mehr folgen kann, lassen sich die Grundbegriffe und Basiswissen erlernen. Ist der Anfänger bei speziellen Praktiken wie eben beispielsweise den Strategien wie Scalping u.a. angekommen, lassen sich diese Kenntnisse wie schon erwähnt vor allem an Demo-Konten risikolos umsetzten und in der Praxis testen.

Strategien wie Scalping, aber auch viele weitere, deren verschiedenen Varianten und Indikatoren werden ausführlich im Internet auf praxisorientierten Trading-Seiten vorgestellt und anhand von Chartanalysen und Rechenbeispielen erläutert.

Viele Handelsplattformen bieten Tools in Form von Chartdarstellungsarten und auch weiteren Analysetools, jedoch wird eine Vielzahl davon gar nicht angezeigt. Zwar sind diese Tools vorhanden, im Normalfall handelt es sich aber für eine Trading-Plattform um etwa 200 Funktionen dieser Art, wovon der Online-Broker also nur einen Teil ausgewählt und für den Trader verfügbar gemacht hat. Bei Brokern mit Schwerpunkt FOREX sind normalerweise aber weitaus mehr Chartanalysemöglichkeiten vorhanden als bei normalen Binäre Optionen-Brokern aus dem Market Maker-Bereich.

Test und Bewertungen der TOP Broker 2015

In unseren Erfahrungsberichten zu den TOP Brokern 2015 haben wir unsere unabhängigen Tests und Bewertungen zusammengefasst. Hierin weisen wir auch immer darauf hin, ob der jeweilige Broker auch für Anfänger oder eher nur für Fortgeschrittene geeignet ist, dies ist u.a. auch abhängig von den Mindesteinsätzen und weiteren vor allem für den Anfänger wichtigen Faktoren wie Demo-Konto, Bildungssektion etc.

Ein Demo-Konto, Bildungssektion oder gar Bonusangebote mit teilweise zweifelhaften Bedingungen u.a. sind bei FOREX-Brokern häufig nicht zu finden, weil die Anbieter höchst professionelles Trading für Privatanleger als auch institutionelle Kunden anbieten und davon ausgehen, dass der Trader bereits erfahren ist.

 

 

FOREX Scalping – Scalping mit Binären Optionen was last modified: Februar 9th, 2016 by AngelaZ