Forex Handelskosten – Kosten beim Devisenhandel & Online Trading

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Forex Handelskosten – Günstige Handelskosten, hohe Gewinne

Der Forex-Handel ist für private Anleger mit weitaus geringeren Handelskosten als der Aktienhandel verbunden. Beide Finanzinstrumente gehören zu den beliebtesten finanziellen Investitionen und ermöglichen hohe Gewinne, beinhalten aber auch ein hohes Handelsrisiko. Mit geringeren Kosten ist der Handel mit Währungen aber klar im Vorteil. Wir informieren Sie, welche Handelskosten sie beim Devisenhandel berücksichtigen müssen, wo Sie gegebenenfalls sparen können und wie Sie den passenden Broker finden.

Devisenhandel für private Anleger

Forex-Handel oder FX-Handel (Foreign Exchange) bezeichnet den Devisenhandel, d.h. den An- und Verkauf von ausländischen Währungen. Der Trader erwirbt bei einem Kauf oder Verkauf das Recht auf die jeweilige Währung in der entsprechenden Handelsgröße, er kauft oder verkauft also nicht das physische Geld an sich als Vermögenswert wie bei einem Wertpapier. Damit sind Depotleichen wie möglicher Aktien-Friedhof schon einmal ausgeschlossen.

Der Kauf- oder Verkauf der Währung erfolgt immer zum Währungskurs, d.h. die Währung steht grundsätzlich in einem Preisverhältnis zu einer anderen Währung, beispielsweise EUR/USD. Deshalb werden Devisen als Paare gehandelt. Es ist nicht möglich nur eine dieser beiden Währungen zu handeln, weil sonst keine Relation und somit keine Referenzgröße für den Wechselkurs bestünde. Der Händler tauscht eine Währung des Paares gegen die andere durch Kauf und gleichzeitigem Verkauf. Hieraus entsteht das Preisverhältnis (nominaler Wechselkurs) der beiden Währungen zueinander.

Der Forex-Handel wird über elektronische Systeme abgewickelt. Alles, was ein privater Anleger dazu braucht, ist ein Broker, der ihm als ECN Broker den direkten Marktzugang ermöglicht, oder als Market Maker die Kurse selbst stellt. Der Devisenhandel ist ein von Wertpapierbörsen unabhängiger (außerbörslicher) Markt. der größte weltweit, und unterliegt je nach Währungsart starken Schwankungen.

Alle wichtigen Informationen zum Devisenhandel finden Sie auch in unserem Beitrag „Devisenhandel für Anfänger“.

Welche Kosten gibt es im Forex-Handel?

Grundsätzlich werden bei Brokern zwei Arten von Kosten unterschieden. Zum einen die obligatorischen Kosten, die für jeden Handelskonto-Inhaber anfallen, und optionale Kosten, die für Extras gezahlt werden.

Obligatorische und optionale Handelskosten

Zu den obligatorischen Kosten gehören neben der eigentlichen Kapitaleinlage auf das Handelskonto Transaktionskosten wie Spreads und Swap-Gebühren (Overnight- bzw. Rollover), Kommissionen, Provisionen und Margin sowie Nachschusspflichten. Je nach Broker kommen noch Gebühren für Ein- oder Auszahlungen oder bei bestimmten Zahlungsmethoden hinzu.

Bei den optionalen Kosten handelt es sich um Extras, die der Trader bezieht. Dies sind bei einigen Brokern das zur Verfügung stellen von auf den Trader zugeschnittenen technischen Analysen, ausführliche Marktnachrichten in Echtzeit, kostenpflichtige Newsletter oder zusätzliche technische Analyse-Tools für die Nutzung über die Trading-Plattform.

Marktanalyse

Versteckte Kosten können durchaus teuer werden

Nicht außer Acht lassen sollte man die versteckten Kosten, die sich zum Teil erst dann offenbaren, wenn sie anfallen oder die durch eine Bedingung entstehen. Hierunter fällt z.B. ein Mindest-Handelsvolumen, welches monatlich oder quartalsweise umgesetzt muss, aber auch der Mindest-Umsatz für die Gutschrift oder Auszahlungsfähigkeit eines Bonus.

Weiterhin können Gebühren für inaktive Trading-Konten berechnet werden, wenn über das Konto über einen vom Broker festgelegten Zeitraum nicht gehandelt wurde. Auch Telefonanrufe beim Broker, der keinen umfangreichen Support wie Live Chat oder lokale, gebührenfreie Rufnummern anbietet, können vor allem zum Mobiltarif recht teuer werden. Eine ganze Reihe von Brokern ist telefonisch nur über ausländische Festnetznummern zu erreichen.

Nebenkosten außerhalb des Brokers beachten

Eine gute Vorbereitung und Informationsbasis ist das A und O beim Trading. Da kann es auf keinen Fall schaden, einige gute Nachrichtenquellen zu nutzen, Newsletter der Finanznachrichten-Anbieter zu abonnieren oder Schulungen wie Webinare oder Seminare zu buchen. Auch hier können aber Nutzungsgebühren oder Gebühren entstehen, die bei den Gesamtkosten für das Trading berücksichtigt werden müssen.

Halten Sie deshalb zunächst Ausschau nach qualitativ guten Informationen, Newsletter gibt es häufig auch im kostenlosen 30 Tage-Probeabo. Ob Sie dafür in Zukunft Geld bezahlen wollen, können Sie dann immer noch entscheiden. Viele Broker bieten ihren Kunden regelmäßige, kostenfreie Webinare und eine Vielzahl von weiteren Fortbildungsmöglichkeiten, die z.B. jederzeit über die Mediathek des Brokers abgerufen werden können. Bei CMC Markets finden Sie z.B. sogar tägliche, deutschsprachige Webinare.

 

Traden zu günstigen Handelskosten – Market Maker vs. ECN Broker

Die vorgenannten Handelskosten sind als maximal mögliche Kosten zu sehen. Sie fallen nicht bei allen Brokern an und auch die Unterschiede sind zum Teil erheblich. Zunächst ist dabei das Handelsmodell des Brokers zu berücksichtigen, ob er als Market Maker oder ECN-Broker auftritt.

Market Maker berechnen außer Spreads im Normalfall keine zusätzlichen Transaktionskosten. Zwar fallen die Spreads höher aus als bei ECN-Brokern, sind allerdings dann neben der Margin auch die einzige Kostenkomponente, da auf Nachschusspflichten verzichtet wird. Somit kann der Forex-Handel bei einem Market Maker zu durchaus überschaubaren Handelskosten erfolgen.

ECN Broker berechnen zu den zumeist sehr günstigen Spreads Kommissionen und Gebühren. Sind diese nicht angegeben, sind sie Teil des Spread und als Aufschlag auf den eigentlichen Spread hinzugerechnet worden. Da ECN-Broker den Spread an den Liquiditätspartner, der die Order ausgeführt hat, weiterleiten, behalten sie den Aufschlag dann ein oder der Trader zahlt einen prozentualen Anteil der gehandelten Handelsgröße als Kommission, gegebenenfalls zuzüglich einer Pauschale pro Trade. Hier lohnt sich auf jeden Fall der Vergleich zwischen mehreren ECN Brokern und alternativ auch mit den höheren Spreads der Market Maker, je nach vom Trader gewünschten Handelsmodell.

Fixe und variable Spreads

Market Maker bieten ihren Kunden fixe Spreads, d.h. dem jeweiligen Währungspaar ist ein bestimmter Spread zugeordnet, der sich auch bei starken Kursschwankungen nicht ändert. Der Trader kann sich also auf diese feste Gebühr für den Trade verlassen.

Forex-Spreads bei dem englischen Broker IG

Forex-Spreads bei dem englischen Broker IG

Variable Spreads sind für ECN-Konten als durchschnittlicher Wert zu sehen. Die Angaben beinhalten meist den Durchschnitt des Spreads für den betreffenden Basiswert vom gesamten Vorjahr. Deshalb kann man diese Angaben nur als Richtwert aus der Ermittlung von historischen Daten angeben. Variable Spreads sind häufig sehr günstig und liegen für Majors unter 1 Pip (EUR/USD), während fixe Spreads meistens erst ab 1 Pip handelbar sind.

Kalkulation der Handelskosten über das Demo-Konto

Unterschiedliche Spreads und Gebühren lassen sich zwar auch manuell ausrechnen, einfacher geht dies aber mit einem Demo-Konto, zumal auch der gewünschte Hebel bequem eingestellt und ein Trade vollständig simuliert werden kann.

Demo-Versionen der Handelsplattform werden von vielen Brokern in unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Sinnvoll ist aber ein Demo-Konto, welches mit den realen Bedingungen der Live-Handelsplattform identisch ist.

Über das Demo-Konto können Trades ohne Handelsrisiko und ohne Kapitaleinsatz simuliert werden. Für Einsteiger in den Handel bietet sich vor dem ersten Live-Trade unbedingt eine ausgiebige Testphase über das Demo-Konto an. In unseren Broker-Tests & Bewertungen bevorzugen wir kostenlose, zeitlich unbegrenzte Demo-Konten, die unabhängig von einem Live-Konto und ohne vorherige Einzahlung hierauf eröffnet werden können. Leider ist die Nutzung vieler Demo-Versionen nur auf wenige Wochen wie 14 oder 30 Tage begrenzt.

Kostenlose, zeitlich unbegrenzte Demo-Konten gehören z.B. bei FxPro, Direktbroker-FX, XM Broker, CMC Markets, IG oder JFD Brokers zum kundenorientierten Service- und Leistungsangebot.

 
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Fazit zu Handelskosten im Forex-Handel

Der Forex-Handel ist im Vergleich zum Wertpapier-Handel ein weitaus kostengünstigeres Finanzinstrument, was die Handelskosten betrifft. Private Anleger profitieren vom harten Wettbewerb der Forex-Broker und finden zahlreiche Angebote zu günstigen Kosten.

Durch die Hebelwirkung lassen sich große Volumina bewegen, die mit der Margin (Sicherheitsleistung) als minimalen Prozentsatz des Gesamt-Handelsvolumens einen nur geringen Kapitaleinsatz des Traders erfordern. Damit sind hohe Gewinne möglich, allerdings werden bei entgegengesetzter Kursentwicklung auch die Verluste gehebelt, so dass hier ein hohes Handelsrisiko besteht.

Neben den reinen Transaktionskosten wie Spreads und bei ECN Brokern auch Kommissionen und Transaktionsgebühren können weitere Handelskosten entstehen, die bei der Broker-Wahl berücksichtigt werden sollten. Hierzu gehören auch Gebühren für Ein- und Auszahlungen und bestimmte Zahlungsmethoden. In vielen Fällen sind z.B. Banküberweisungen bei Brokern nicht gerne gesehen, obwohl sie zwingend aufgrund der Anti-Geldwäsche-Richtlinien erforderlich sind, wenn die Auszahlung den ursprünglichen Einzahlungsbetrag von einer Kreditkarte übersteigt. Größere, etablierte Broker verzichten jedoch oft auf Gebühren für Ein- und Auszahlungen.

Optionale Kosten können wir Extras anfallen, die der Trader nutzen möchte. So beispielsweise kostenpflichtige Newsletter des Brokers, technische Analysetools oder Analysen, die auf den Trader zugeschnitten sind.

Je nach Anbieter gibt es auch einige versteckte Kosten. Dies sind u.a. Mindest-Handelsvolumina, die vom Trader in einem bestimmten Zeitraum umgesetzt werden müssen, meist monats- oder quartalsweise. Auch für den Erhalt eines Bonus sind Mindest-Umsätze in vorgegebener Zeit vorgegeben. Werden der Mindestumsatz nicht erreicht, wird der Bonusbetrag vielfach wieder storniert.

Auch Gebühren für inaktive Trading-Konten gehören zu den versteckten Kosten. Eine monatliche Gebühr dafür wird dann erhoben, wenn über das Konto im festgelegten Zeitraum von beispielsweise einem oder drei Monaten nicht gehandelt wurde. Nicht zuletzt verursachen auch Telefonate mit dem Broker Kosten, der keinen umfangreichen Support wie Live Chat oder lokale, gebührenfreie Rufnummern anbietet. Nämlich vor allem dann, wenn nur ausländische Festnetznummern für den telefonischen Support zur Verfügung stehen und man schlimmstenfalls zum Mobilfunktarif auch noch in einer Warteschleife hängen bleibt.

Gegebenenfalls sind beim Trading eventuelle Nebenkosten zu berücksichtigen. Von Zeitungs- oder Zeitschriftenabos über kostenpflichtige Newsletter, Webinare und Seminare gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich auch außerhalb der Handelsplattform mit Informationen und Trading-Wissen zu versorgen. Jedoch ist das je nach Qualität nicht immer gratis. Wägen Sie deshalb ab, ob Sie gleich mehrere Newsletter auch wirklich lesen und ob sie inhaltlich ihr Geld wert sind.

Transaktionskosten lassen sich sehr gut über Demo-Konten kalkulieren, sofern die Demo-Version den Live-Bedingungen der Handelsplattform entspricht. Mit der Simulation eines Trades werden auch die Handelskosten im Demo-Konto abgebildet. Die Einstellung verschiedener Hebel verdeutlicht, wie sich ein größeres Handelsvolumen auch auf die Kosten auswirken kann.

Einsteiger beginnen sinnvollerweise mit einer geringen Kapitaleinlage auf das Handelskonto. Die Mindesteinlage ist von Broker zu Broker verschieden, einige verzichten auch ganz darauf und der Trader hat die freie Wahl, wie hoch seine Investition sein soll. Für adäquates Trading auf Margin sind jedoch sehr geringe Beträge keine Option. Der Mindesteinsatz sollte deshalb nach Möglichkeit ab 500 EUR betragen, um einen reibungslosen Handel zu gewährleisten. Erfolgt z.B. je nach Kursentwicklung von offenen Positionen ein Margin Call und ist das entsprechende Guthaben auf dem Handelskonto nicht mehr vorhanden, um die Mindest-Marginanforderungen zu erfüllen, kann der Broker die Position schließen. In zahlreichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird auf diese Handlungsoption seitens des Brokers hingewiesen. Ansonsten müsste der Trader unverzüglich eine weitere Einzahlung auf das Handelskonto leisten, die die Mindest-Margin wieder abdeckt.

Für Anfänger im Forex-Handel eignen sich zunächst Majors wie EUR/USD. Diese sind zudem immer mit den günstigsten Spreads handelbar. Nebenwerte oder exotische Währungen erfordern nicht nur spezifische Marktkenntnisse bezüglich der betreffenden Währung, sondern werden auch zu sehr hohen Spreads gehandelt. In Kombination mit der Hebelwirkung wird ein solcher Trade also unabhängig von Gewinn oder Verlust Handelskosten-seitig sehr teuer.

Wer die Handelskosten der Broker vergleicht, wird feststellen, dass sowohl bei Market Makern als auch bei ECN Brokern teilweise beachtliche kostenseitige Unterschiede bestehen. Während bei Market Makern meist nur fixe Spreads und keine weiteren Transaktionskosten berechnet werden, sind diese höher als bei ECN-Brokern mit direktem Marktzugang. Im ECN Handel werden jedoch dafür in aller Regel Kommissionen und Handelsgebühren berechnet. Ein Vergleich kann erhebliche Kosten sparen.

Details zu den Handelskosten finden sich normalerweise in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Broker oder in einem separaten Dokument hierzu. Die rechtlichen Dokumente sollten deshalb aufmerksam gelesen werden, um spätere Überraschungen zu vermeiden. Transparente Angaben zu Handelskosten, Bedingungen und Orderausführung zeichnen einen guten Broker aus.

Teure Broker bürgen nicht zwangsläufig für Qualität oder herausragenden Kundenservice. Auch günstige Anbieter bieten infolge des hohen Wettbewerbsdrucks oft gute Gesamt-Pakete. Dazu gehören neben einer professionellen Handelssoftware z.B. auch ein kostenloses Demo-Konto, Schulungsangebote, die Bereitstellung von aktuellen Marktnachrichten, Analysen und ein kundenfreundlicher, kompetenter Support. Vor allem sollte es sich aber um einen EU- oder FCA-regulierten Broker handeln, der die erforderliche Sicherheit von Kundengeldern und eine Einlagensicherung gewährleisten kann.

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Forex Handelskosten – Kosten beim Devisenhandel & Online Trading was last modified: Februar 9th, 2016 by AngelaZ