Investieren in Mikrokredite

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Mikrokredite zählen zu den sogenannten formellen Finanzdienstleistungen. Sie ermöglichen armen Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern bedarfsgerechte Kredite, Versicherungen, die Bildung von Spareinlagen und Zugang zum Zahlungsverkehr. Neben den immer wieder zu lesenden Erfolgsgeschichten erfolgreicher Kleinunternehmer und Existenzgründer sowie der Verbesserung von Bildung, Gesundheitsvorsorge und Wohnraum gibt es jedoch auch Kritik an Mikrofinanz-Unternehmen, deren Methoden bei der Kreditvergabe und profitsüchtigen Wucherzinsen.

Wie arbeiten Mikrofinanz-Unternehmen und welche Renditen sind erzielbar? Wie hoch ist das Risiko für Privatanleger, die in nachhaltige Mikrofinanzierung investieren möchten? Was ist dran, an den kritischen Äußerungen der Finanzexperten über Mikrokredite und die schwarzen Schafe der Branche?

Die und mehr erfahren Sie in unserem nachfolgenden Beitrag.

Geschichte der Mikrofinanzierung

Die Geschichte der Mikrofinanzierung im heute verstandenen Sinne der Vergabe von Mikrokrediten ohne Sicherheiten an Menschen, die als Kleinunternehmer eine Existenz gründen möchten, beginnt mit dem Nobelpreisträger Muhammad Yunus. Er gründete im Jahr 1983 die Grameen Bank in Bangladesch.

Über 100 Jahre früher, nämlich bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, rief der deutsche Sozialreformer und Bürgermeister Friedrich Wilhelm Raiffeisen die landwirtschaftliche Genossenschaftsbewegung ins Leben. Die seinerzeitigen Genossenschaftsvereine dienten, im Gegensatz zu den heutigen kommerziell arbeitenden Genossenschaften, ausschließlich karitativen Zwecken, sollten aber nicht als Almosen-Geber verstanden werden.

Die Raiffeisen-Vereine kamen ohne Satzung aus und leisteten durch die Vergabe von Kleinkrediten nach der Maßgabe von Treu und Glauben Hilfe zur Selbsthilfe in der Landwirtschaft. Aus der wohltätigen Organisation ging auch der als erste Genossenschaftsbank geltende Heddesdorfer Darlehenskassenverein als Kreditverein hervor. Auch die Genossenschaftsbewegung von Raiffeisen kann heute als eine frühe Form der Mikrofinanzierung verstanden werden.

Ende der 1990er Jahre führte die kenianische Equity Bank als erste Mikrofinanz-Organisation die nach heutigem, betriebswirtschaftlichem Verständnis erste Mikrofinanzierung ein.

Inzwischen gibt es über 10.000 Mikrofinanz-Institute weltweit, doch noch immer haben über 2 Mrd. arme Menschen keinen Zugang zu formellen Finanzdienstleistungen. Der Bedarf ist vor allem in den afrikanischen Ländern und in Südostasien sehr hoch.

Was sind Mikrokredite?

Zwar gibt es auch in Deutschland und anderen hochentwickelten Industrieländern Mikrokredite für Unternehmen und Existenzgründer, die z.B. über Online-Plattformen vermittelt werden, für Privatanleger sind jedoch in erster Linie Investitionen in unterschiedliche Anlageformen im Bereich Mikrofinanzierung in Schwellen- und Entwicklungsländern interessant.

Als Mikrokredite werden Kleinstkredite von 1 EUR bis zu mehreren Tausend Euro bezeichnet, die an Kleinunternehmer und -gewerbetreibende in Schwellen- und Entwicklungsländern vergeben werden. Kreditgeber sind auf Mikrofinanzierung spezialisierte Finanzdienstleister und nichtstaatliche Organisationen. Die Gelder für Mikrokredite stammen in der Regel von internationalen Banken, aus der staatlichen Entwicklungshilfe, privaten Spenden, Privatanlegern und aus Spareinlagen der lokalen Bevölkerung (Microlender) in den betreffenden Ländern.

Die Verzinsung von Mikrokrediten liegt über dem klassischen Zinsniveau. Begründet wird dies mit dem erhöhten Zeitaufwand für die Beratung der bedürftigen Kreditnehmer in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Der effektive Zinssatz für Unternehmensgründer und Kleinunternehmer liegt meist über 20%, 30-70% sind nicht unüblich. Die Zinsen für Bau- und Bildungsdarlehen bewegen sich normalerweise im einstelligen Bereich zwischen 5-8%, können jedoch natürlich abhängig vom Kreditgeber und der Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers auch höher sein. Je höher das Risiko, desto höher die Zinsen.

Die Rückzahlungsquote wird in vielen Fällen als vergleichsweise hoch angegeben, sie liegt je nach Land zwischen 70-100%. Bei der Ermittlung der Rückzahlungsquote wird allerdings zumeist nur die Rückzahlung von Erstkrediten berücksichtigt und keine Umschuldungen auf Folgekredite. Deshalb dürfte die tatsächliche Rückzahlungsquote bei etwa 60% liegen.

Die meisten Mikrokredite haben eine Tilgungs-Laufzeit von 6-12 Monaten, sie kann aber auch z.B. 3 oder 18 Monate betragen.

Die Armuts-Problematik in Schwellen- und Entwicklungsländern

Weltbank-Definition von Armut

Nach Definition der Weltbank gelten Menschen, die pro Tag über weniger als den Gegenwert von 1 USD verfügen, als extrem arm. Diese am und dem Existenzminimum lebenden Menschen können die Grundbedürfnisse wie Essen, sauberes Trinkwasser und medizinische Versorgung nicht befriedigen. Von gemäßigter Armut spricht die Weltbank, wenn ein Mensch über den Gegenwert von 1-2 USD täglich verfügt. Unter dieser Armutsgrenze leben vor allem Frauen und Kinder, insgesamt betrifft Armut 40% der Weltbevölkerung.

Armut und kein Zugang zu Finanzdienstleistungen

Arme Menschen stehen vor der Schwierigkeit, dass sie, sofern sie gesund sind, nur ihre Arbeitskraft zur Verfügung haben. Ohne Geld und unternehmerische Kenntnisse können sie sich aus der Armut kaum selbst befreien. Bei Banken gelten sie deshalb als kreditunwürdig, können keine Sicherheiten mangels Eigentum vorweisen, besitzen keine Ausweispapiere und sind deshalb auf private Kredite angewiesen. Ein Sammelbecken für Kredithaie, die Geld gegen Wucherzinsen verleihen.

Da arme Menschen keinen Zugang zu jeder Art von Finanzdienstleistungen haben, verfügen sie auch nicht über ein Bankkonto. Das bedeutet wiederum, dass sie keine Rücklagen ansparen können. Da viele Arme von Ernteausfällen und/oder Naturkatastrophen wie z.B. Taifune betroffen sind, aber keine Versicherungen abschließen können, gibt es kaum Auswege aus der Armutsfalle und immer wieder Rückschläge.

Weitere Gründe für den Ausschluss der Armen bei der Kreditvergabe und der Führung von Bankkonten sind die häufig auch nicht vorhandene Kenntnisse über Bankdienstleistungen wie Sparkonten, Kredite und Versicherungen. Viele Arme fragen darum auch gar nicht erst danach oder verstehen sie aufgrund mangelnder Bildung nicht.

Hinzu kommen die geographischen Gegebenheiten in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern, die verhindern, überhaupt eine Bank aufsuchen zu können. Beispielhaft sind die weit auseinanderliegenden Provinzen und Dörfer in ländlichen Gebieten oder Inselstaaten wie den Philippinen in Südostasien.

Eine Lösung für diese Probleme stellt beispielsweise eine mobile Bankfiliale der Mikrofinanz-Unternehmen dar, die regelmäßig die Provinzen mit Bussen abfahren und den abgelegen wohnenden Menschen den Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglichen, indem sie beispielsweise Geld auf bzw. von ihrem Sparkonto ein- oder auszahlen und sich beraten lassen können.

Was bewirken Mikrokredite?

Die Vergabe von Mikrokrediten an Arme dient der Hilfe zur Selbsthilfe. Da zuvor eine Rückzahlung des Kredites nebst Zinsen innerhalb einer festgelegten Laufzeit vereinbart wird, erhält der Kreditnehmer einen Kreditvertrag, der bindend ist.

Die Partnerorganisationen in den Schwellen- und Entwicklungsländern, die von Mikrofinanz-Unternehmen finanziell unterstützt werden, fördern die Entwicklung, schaffen Arbeitsplätze und unterstützen durch Armut benachteiligte Menschen durch Mikrokredite für Existenzgründung, Wohnungsbau und Bildung sowie weiteren Finanzdienstleistungen wie den Zugang zu Bank- bzw. Sparkonten und Versicherungen.

Arme Menschen wird so nicht nur ein Darlehen für den Aufbau einer eigenen Existenz gewährt, sondern durch den Zugang zu einem Bankkonto auch die Möglichkeit eröffnet, Rücklagen und Sparguthaben zu bilden. Diese können wiederum als Sicherheit für spätere, gegebenenfalls höhere Kredite für die die Expansion des Kleinunternehmens dienen. Versicherungsangebote beinhalten beispielsweise Krankenversicherungen und Versicherungen gegen Ernteausfälle oder durch Naturkatastrophen zerstörtes oder verlorenes Eigentum.

Darüber hinaus fördert die Vergabe von Mikrokrediten auch das Wirtschaftswachstum und hat damit einen volkswirtschaftlichen Nutzen. Mit Hilfe der Mikrofinanzierung können Arbeitsplätze entstehen, Bildungsinstitutionen geschaffen, die landwirtschaftliche Produktion z.B. durch den Einsatz von Düngemitteln gesteigert oder auch in die Entwicklung von Medikamenten investiert werden.

Warum investieren Privatanleger in Mikrofinanz-Unternehmen & Mikrokredite?

Investitionen in Mikrofinanz-Unternehmen und damit in Mikrokredite sind ein Investment in die Entwicklung und gegen die Armut in Schwellen- und Entwicklungsländern. Privatanlegern ist die soziale Wirkung ihrer finanziellen Investition meist wichtiger als hohe Renditen und hochspekulative Anlagen in die Finanzmärkte, Wirtschaft oder Industrie.

Investitionen von Privatanlegern in Mikrokredite gelten als nachhaltiges, alternatives Investment mit sozialer und, wenn auch geringer, finanzieller Rendite.

Wie investiert man als Privatanleger in Mikrokredite?

Für Privatanleger gibt es verschiedene Optionen mit unterschiedlich hohem Anlagerisiko, um in Mikrokredite zu investieren.

Mikrofinanz-Fonds

Investitionen von Anlegern in Mikrofinanzfonds werden an Partnerorganisationen und Mikrofinanz-Unternehmen weitergeleitet, die im betreffenden Land bedarfsgerechte Kleinkredite mit kurzen und mittleren Laufzeiten an Arme vergeben, die von den traditionellen Banken mangels Sicherheiten keine bekommen.

Mikrokredite seriöser Mikrofinanz-Institute verhindern, dass Arme auf Kredithaie angewiesen sind, die ihnen Wucherzinsen abverlangen. Durch die geringe, einzelne Kredithöhe ist es möglich, eine große Anzahl von Mikrokrediten zu finanzieren und eine breite Risikostreuung vorzunehmen.

Mikrofinanz-Fonds entwickeln sich weitestgehend unabhängig von den übrigen Märkten und stellen deshalb eine sinnvolle Diversifikation zu bestehenden Anlage-Portfolios dar. Die meisten Fonds haben sich in den vergangenen Jahren relativ stabil entwickelt und die relativ wenigen Mikrofinanz-Fonds haben sich in vor allem auf Investments auf fest verzinsliche Anleihen von Mikrofinanz-Instituten festgelegt.

Durch die kurzen Darlehenslaufzeiten sind Mikrofinanz-Fonds mit direkten Investitionen einem eher geringen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, befinden sich derzeit jedoch während der aktuellen und langfristig ausgerichteten EZB-Niedrigzinspolitik auf sehr niedrigem Zinsniveau. Je nach Fonds-Produkt ist eine Rendite von unter Umständen bis zu 3% p.a. möglich, im Normalfall liegt sie jedoch auf dem Niveau von Festgeld-Anlagen und damit bei zur Zeit nur unter 1%.

Die Fondsgesellschaften gewähren Anlegern in der Regel keine jederzeitige Rückgabe von Anteilen wie bei Anleger-Fonds sonst üblich. Es besteht eine sogenannte Ankündigungsfrist und die Anteilsrückgabe ist nur zu bestimmten Terminen, z.B. mit Ablauf eines Quartals möglich.

Ein Nachteil von Mikrofinanz-Fonds sind die relativ hohen Fondsgebühren. Fondsgesellschaften begründen die höheren Kosten mit dem Personalaufwand für Kontrollen der Mikrofinanz-Institute vor Ort in den Entwicklungsländern.

Die Fondsgesellschaften gewähren Anlegern in der Regel keine jederzeitige Rückgabe von Anteilen wie bei Anleger-Fonds sonst üblich. Es besteht eine sogenannte Ankündigungsfrist und die Anteilsrückgabe ist nur zu bestimmten Terminen, z.B. mit Ablauf eines Quartals möglich.

Alternativ können Anleger auch in Mischfonds investieren, in denen weitere Anlageprodukte enthalten sind und der Anteil Mikrofinanz beispielsweise 10% oder bis zu 30% beträgt.

Mikrofinanz-Sparbuch der GLS Bank für Privatanleger

Ein innovatives Finanzprodukt im Bereich Mikrofinanz hat die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) in Zusammenarbeit mit der GLS Bank bereits in 2011 aufgelegt. Es handelt sich um ein Sparbuch, aus dessen Einlagen Darlehen an die internationale Mikrofinanz-Kreditgenossenschaft Oikocredit vergeben werden. Oikocredit wiederum vergibt Mikrokredite an die Mikrofinanz-Institute, -unternehmen oder -genossenschaften in den Entwicklungsländern.

Wie bei Sparbüchern üblich, beträgt die Kündigungsfrist 3 Monate. 2.000 EUR sind ohne Kündigungsfrist und Vorschusszinsen erhältlich. Das Sparbuch unterliegt einer variablen Verzinsung und die Sicherung der Kundengelder erfolgt über die gesetzliche deutsche Einlagensicherung von bis zu maximal 100.000 EUR je Kunde.

Abgesichert werden die Mikrokredite der Oikocredit über die Kfw, so dass es sich um eine weitestgehend sichere Sparanlage für private Anleger handelt.

Äußerst gering bzw. nahe Null sind allerdings die Zinsen auf Sparkonten infolge der aktuellen Niedrigzins-Politik.

Direkte Investitionen in Oikocredit

Privatanleger können auch direkt in Oikocredit investieren. Hierzu ist zunächst der Beitritt zum sogenannten Förderkreis notwendig. Nach erfolgtem Beitritt besteht die Möglichkeit, ab einer Mindestinvestition von 200 EUR Genossenschaftsanteile an Oikocredit zu erwerben.

Risiken von Investitionen in Mikrokredite

Gleich welche Anlageform in Mikrokredite Privatanleger wählen, bestehen spezifische Risiken bei Investitionen in die Mikrofinanzierung.

Während Kreditausfälle in den übrigen Ländern von der Konjunktur beeinflusst werden, liegen die Gründe hierfür bei Mikrokrediten in Schwellen- und Entwicklungsländern in erster Linie beispielsweise bei den Kleinbauern in Ernteausfällen und Naturkatastrophen und weit weniger in der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.

Das höchste Risiko besteht jedoch bei schlecht gemanagten oder unseriösen Mikrofinanz-Instituten vor Ort. In Schwellen- und Entwicklungsländern ist auch Korruption ein allgegenwärtiges Thema. Die Institute müssen deshalb weit aufwändiger von den Mikrofinanz-Organisationen, die die Anlagergelder weiterleiten, geprüft werden. Um das Risiko zu verringern erfolgt darum in vielen Fällen die Verteilung der Investitionen auf möglichst viele Mikrofinanz-Institute.

Doch auch die Kreditnehmer von Mikrokrediten können ein Risiko darstellen. Dieses besteht nicht nur in der Rückzahlungsquote und einer möglicherweise falsch verstandenen Zahlungsmoral bei der Tilgung, sondern auch darin, ob der Mikrokredit auch tatsächlich für den Zweck verwendet wird, für den er an Einzelpersonen oder Kleinunternehmen vergeben wurde.

Durch die vergleichsweise hohen Zinsen und kleinen Kreditbeträge, gestreut über viele Kreditnehmer, lassen sich Kreditausfälle auffangen, so dass viele Mikrofinanz-Unternehmen seriös arbeiten und ihre eigenen Kosten vor Rendite für den Anleger ausreichend decken können.

Gute und schlechte Mikrofinanz-Unternehmen

Gute Mikrofinanz-Unternehmen bieten Mikrokredite zu angemessenen Zinssätzen und Laufzeiten an. Im Gegenzug prüfen sie die Kreditwürdigkeit der Einzelperson oder des Unternehmens, um das Ausfallrisiko so gering wie möglich zu halten und auch gegenüber Anlegern verantwortungsvoll zu handeln.

Zweckgebundene Kredite verringern zwar gegebenenfalls das Risiko, garantieren aber nicht, dass das Geld vom Kreditnehmer nicht doch für andere Zwecke wie z.B. Alkohol oder Drogen ausgegeben wird. Besonders in den Armutsschichten gehört leider häufig die Zuverlässigkeit nicht zu den weit verbreiteten Charaktereigenschaften, wenn es um Geld geht. Oft fehlt auch einfach das Bewußtsein für einen sinn- und verantwortungsvollen Umgang mit Geld, weil sie zuvor nur äußerst wenig davon besessen und am Existenzminimum gelebt haben.

Das Geschäft mit Mikrokrediten hat aber unbestritten auch seine Schattenseiten. Nicht alle Mikrofinanz-Unternehmen arbeiten sozial verantwortungsbewusst. Die Profitgier hat auch bei ihnen auf Kosten der Armen Einzug gehalten.

Mit völlig überhöhten Zinsen und viel zu kurzen Laufzeiten locken sie die unerfahrenen Kreditnehmer in die Schuldenfalle. Kritisiert werden auch die Methoden einiger Unternehmen, mit denen sie offene Tilgungsraten bei den Kreditnehmern eintreiben. Abgesehen von diversen Rechten für Alleinabnahme von Produkten der Existenzgründer, die sie dann für weit höhere Preise gewinnbringend selbst weiterverkaufen.

Für wen eignen sich Investitionen in Mikrokredite?

Wer in Mikrokredite investiert, darf bei keiner der unterschiedlichen Anlageformen, unabhängig davon, ob direkt oder indirekt, eine hohe Rendite erwarten. Der Profit ist vergleichsweise gering und reich durch Mikrofinanz-Finanzierung dürfte noch kein Privatanleger geworden sein. Deshalb macht es keinen Sinn, sein gesamtes Vermögen in Mikrofinanzierungen anzulegen. Für einen begrenzten Betrag ist es aber eine überlegenswerte Ergänzung des Portfolios.

Im Vordergrund stehen mehr die soziale Komponente und das Bewusstsein, einen Beitrag gegen die Armut in der Welt zu leisten. Deshalb eignen sich Investitionen in Mikrokredite für Anleger, die mit ihrem Vermögen eher Gutes tun wollen, eine Alternative zu Spenden suchen und bereit sind, auf profitable Renditen zu verzichten.

 

 

Investieren in Mikrokredite was last modified: September 12th, 2016 by AngelaZ