Postbank Erfahrungen – Test & Bewertung Wertpapier-Broker

Postbank Erfahrungsbericht

Meine Postbank Erfahrungen – Test & Bewertung Wertpapier-Broker

Pro

  • Deutsche Regulierung durch BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) & Einlagensicherung
  • Online-Brokerage der Deutsche Postbank AG mit Hauptsitz in Bonn
  • 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Bank
  • Gut strukturierte Webseit
  • Handel von Aktien, Fonds, ETFs & Optionsscheinen ab 7,95 EUR je Order (Inland), Ausland 33 EUR
  • Benutzerfreundliche Webtrader-Handelssoftware & mobile Webseite
  • Analysen, Marktnachrichten & Produktinformationen
  • Kundensupport telefonisch, per E-Mail oder Online-Kontaktformular
  • Automatische Abführung der Abgeltungssteuer in Deutschland

Contra

  • Keine CFDs & Forex handelbar
  • Depot- & Kontoverwaltungsgebühren, abhängig vom Depotwert
  • Zahlreiche Leistungen gebührenpflichtig
  • Postversand der Original-Kontoeröffnungsunterlagen an Postbank notwendig
  • Legitimation nur durch PostIdent-Verfahren
  • Kein Demo- oder Musterdepot erhältlich
  • Keine Fortbildungsmöglichkeiten
  • Keine mobilen Apps verfügbar

Postbank – Bank & Handelsplattform-Angebot für Wertpapier-Handel

Das Unternehmen

Die Postbank ist eine Marke der Deutsche Postbank AG mit Hauptsitz in Bonn, welche wiederum seit 2015 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Bank ist. Die Postbank zählt nach Bilanzsumme zu den Top 10-Banken in Deutschland. Sie unterhält sowohl ein Filialsystem als auch ein inzwischen recht umfangreiches Internet-Geschäft für Privat- und Firmenkunden.

Neben den klassischen Bankdienstleistungen wie Girokonten, Sparanlagen, Kreditkarten, Finanzierungen, Versicherungen und Produkten zur Altersvorsorge gehört auch der Wertpapier-Bereich zum Angebot des Unternehmens.

Seriosität der Postbank

Deutsche BaFin-Regulierung & Einlagensicherung

Die Deutsche Postbank AG wird durch die deutsche Finanzmarktaufsicht BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) reguliert und ist dort unter der ID-Nr. 104277 als CRR-Kreditinstitut registriert.

Auszug aus der Unternehmensdatenbank der deutschen BaFin – Deutsche Postbank AG

Im Rahmen der gesetzlichen Regularien im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der Bank sind Kundengelder-über den deutschen Einlagensicherungsfonds in Höhe von bis zu 100.000 EUR je Kunde gesichert.

Die Einlagensicherung gilt jedoch nur für Spar- und Festgeldanlagen. Wertpapiere gelten als Sondervermögen und sind von der Einlagensicherung ausgeschlossen. Sie werden lediglich verwahrt und es besteht kein Zugriff auf die Vermögenswerte durch die verwahrende Bank, über die nur der Inhaber (Kunde) verfügen kann.

Insoweit ist die Postbank als seriöser Anbieter einzustufen.

Ein allgemeiner Risikohinweis zum Handel befindet sich auf der Webseite.

 

Jetzt zur Postbank

und online handeln!

Die Webseite der Postbank

Auf der Webseite der Postbank finden Interessenten und Kunden zahlreiche Informationen zum Produkt- und Dienstleistungsangebot. Die Seite ist gut navigierbar und strukturiert.

Die Webseite der Postbank

Videoübersicht zur Depoteröffnung bei der Postbank von Forexbroker.de

Eine kompakte Übersicht über die Depoteröffnung bei der Postbank finden Sie im folgenden Video von Forexbroker.de:

Kein Demo- oder Musterdepot erhältlich

Ein Demo- oder Musterdepot ist nicht vorhanden. Depotkunden können somit weder die Handelsplattform und deren Funktionen testen noch ein Musterdepot für die risikofreie Beobachtung der Kursverläufe ausgewählter Assets anlegen.

Online Depot-Eröffnung & Legitimierung

Die Depoteröffnung erfolgt über das Online-Formular. Nach Auswahl des Produkts Einzel- oder Gemeinschaftsdepot folgen die persönlichen Angaben sowie eine Zusammenfassung der gemachten, vollständigen Angaben. Diese kann anschließend ausgedruckt und im Original unterschrieben werden. Für die Legitimation ist das PostIdent-Verfahren in einer Postfiliale notwendig. Hier gibt sich die Postbank noch nicht sehr fortschrittlich und verfügt über kein Online-Identifikationsverfahren über WebID.

Online-Formular für die Depoteröffnung bei der Postbank

Für die Depot-Freigabe ist es notwendig, die ausgefüllten und ausgedruckten Dokumente im Original unterschrieben per Post an die Postbank zu senden. Sie können aber selbstverständlich auch in einer der Filialen abgeben werden, wo ohnehin das PostIdent-Verfahren zur Legitimierung sowie eine Unterschriftsprobe vorgenommen werden muss.

Einzahlungen bei der Postbank

Einzahlungen auf das Depot einfach über das interne Verrechnungskonto

Einzahlungen erfolgen auf das interne Verrechnungskonto bei der Postbank.

Keine Mindesteinlage erforderlich

Eine Mindesteinlage ist nicht erforderlich. Das Depot wird in EUR geführt. Die Kosten für die Depotführung sind abhängig vom Depotwert, d.h. ab 50.000 EUR fallen keine Depotführungs-Gebühren an, darunter 2,46 EUR im Quartal.

Verwaltungskosten für das Depot bei der Postbank

Darüber hinaus gelten die folgenden Kontoverwaltungs-Kosten für das Verrechnungskonto:

Bei Einzahlung auf das Konto muss der Trader wie bei allen Online-Brokern gemäß den geltenden Anti-Geldwäsche-Richtlinien auch der Depotinhaber bei der Postbank sein. Ein- und Auszahlungen von bzw. an Dritte sind nicht möglich.

Die Handelsfreigabe erfolgt nach Zahlungseingang und Gutschrift der Einlage.

Auszahlungen bei der Postbank

Gebührenfreie Auszahlungen über das Verrechnungskonto

Auszahlungen können elektronisch vom Verrechnungskonto auf das eigene Girokonto (Referenzkonto) transferiert werden.

Automatisch wird auch bei der Postbank die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge an die deutsche Steuerbehörde abgeführt.

Keine Fortbildungsmöglichkeiten für Einsteiger & Fortgeschrittene

Ein Schulungsangebot für Depotkunden bietet die Postbank nicht. Sie sind gegebenenfalls auf Informationen und Fortbildungsangebote Dritter angewiesen.

Handel an deutschen und internationalen Börsenplätzen

Handelbar sind deutsche und internationale Aktien, Fonds, ETFs und Optionsscheine sowie Wertpapier-Sparpläne ab einer monatlichen Einzahlung von 50 EUR.

Nicht im Handelsangebot enthalten sind weitere Derivate wie CFDs und Forex. Insgesamt ist das Angebot relativ überschaubar, da auch keine Anleihen oder Zertifikate handelbar sind.

Ordergebühr ab 7,95 EUR für inländische Wertpapiere

Die Transaktionskosten belaufen sich auf mindestens 7,95 EUR für im Inland gehandelte Wertpapiere, ausländische Wertpapiere werden mit mindestens 33,00 EUR berechnet. Es wird keine zusätzliche Gebühr prozentual vom Ordervolumen fällig.

Transaktionskosten & Leistungsentgelte für Wertpapier-Order im In- und Ausland

Mobiler Handel aus dem Browser über den Webtrader

Der Handel erfolgt über die webbasierte Handelsplattform direkt aus dem Browser. Mobile Apps iOS und Android sind zwar nicht verfügbar, von unterwegs kann aber auf eine mobile Webseite über mobile Endgeräte wie Smartphone & Co. zugegriffen werden, über welche auch Transaktionen platziert werden können.

Kundenservice telefonisch & per E-Mail, Fax, Brief oder persönlich in einer Filiale

Der Kundenservice der Postbank ist über die Service-Hotline, per E-Mail, Fax, Brief oder persönlich in einer Postbank-Filiale innerhalb der Geschäftszeiten zu erreichen. Interessenten können auch das Online-Kontaktformular nutzen. Ein Live Chat ist leider nicht vorhanden.

Postbank im Vergleich zu anderen Wertpapier-Brokern

  • Die Muttergesellschaft Deutsche Postbank AG wird zuverlässig durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) reguliert; die Deutsche Postbank AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Bank.
  • Umfangreiche, deutsche Einlagensicherung
  • Das Wertpapier-Angebot beinhaltet Aktien, Fonds, ETFs und Optionsscheine, nicht angeboten werden CFDs und Forex sowie Anleihen, Zertifikate etc.
  • Der Versand der Kontoeröffnungsunterlagen erfolgt nach Ausdruck & Unterschrift der online gemachten Angaben zur Depotöffnung per Post, die Legitimation kann nur in einer Postfiliale als PostIdent-Verfahren vorgenommen werden, zusätzlich ist eine Unterschriftsprobe für Neukunden notwendig. Für Bestandskunden entfällt eine nochmalige Legitimation, sie können neben ihrem vorhandenen Konto ein zusätzliches Wertpapier-Depot vollständig online eröffnen.
  • Abhängig vom Depotwert (unter 50.000 EUR) fällt eine Depotgebühr von 2,46 EUR pro Quartal an, zusätzlich werden Kontoverwaltungsgebühren von 2,25 EUR fällig. Ab 50.000 EUR Depotwert ist die Depotführung kostenlos.
  • Handel über den Webtrader aus dem Browser. Mobile Apps für Smartphone & Tablet sind nicht verfügbar, jedoch eine vergleichsweise komfortable mobile Webseite, trotzdem mobile Apps einen bequemeren Handel von unterwegs ermöglichen würden.
  • Ein- & Auszahlungen auf das Verrechnungskonto sind gebührenfrei, es ist keine Mindesteinlage erforderlich.
  • Ein Demo- oder Musterdepot wird leider nicht angeboten, auch Fortbildungsmöglichkeiten oder Webinare sucht man vergeblich. Recht umfangreich sind die Marktinformationen und Analysen zu den jeweiligen Märkten.
  • Der Kundenservice ist über die telefonische Service-Hotline, per E-Mail oder Online-Kontaktformular für Interessenten, Fax, Brief oder persönlich durch einen Berater in einer Postbank-Filiale.

 

 

Jetzt zur Postbank

und online handeln!

Fazit zur Postbank

Die zuverlässige Regulierung der Deutsche Postbank AG durch die deutsche BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) und ein doppeltes Sicherungssystem bei der Einlagensicherung von Kundengeldern gewährleistet höchste Sicherheit. Gemäß den Regulierungsbestimmungen werden Kundengelder auf Bankkonten grundsätzlich getrennt vom Unternehmenskapital verwahrt, so dass im Insolvenzfall eines Brokers oder einer Bank kein Zugriff auf Kundengelder durch Gläubiger erfolgen kann. Bei Wertpapieren handelt es sich um Sondervermögen, welches nicht der Einlagensicherung unterliegt wie z.B. Spar- oder Festgeldkonten, und es ist ausgeschlossen, dass das verwahrende Institut auf die Vermögenswerte im Depot der Kunden zugreifen kann.

Nach den Vorschriften des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) ist es auch bei der Postbank erforderlich, die original unterzeichneten Dokumente für die Kontoeröffnung per Post an den in Deutschland ansässigen Broker zu senden. Da ohnehin nur eine Legitimation durch das PostIdent-Verfahren und nicht online für Neukunden möglich ist, können die Dokumente dort selbstverständlich gleich überlassen werden.

Die Abführung der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge erfolgt automatisch vom Verrechnungskonto des in Deutschland steuerpflichtigen Traders. Informieren Sie sich hierüber auch in unseren ausführlichen Artikel zum Thema Steuern auf Kapitalerträge.

Handelbar sind Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs und Optionsscheine an allen deutschen Handelsplätzen und einigen internationalen Auslandsbörsen. Darunter befinden sich auch sparplanfähige Produkte ab einem Mindestsparbetrag von 50 EUR monatlich. Nicht handelbar sind weitere Derivate wie CFDs und Forex sowie Anleihen oder Zertifikate. Insofern ist das Handelsangebot durchaus eingeschränkt.

Auf ein Demo- und auch ein Musterdepot müssen Kunden bei diesem Anbieter leider verzichten. Auch Fortbildungsmöglichkeiten sind nicht vorhanden. Marktinformationen, Analysen und Nachrichten sind für Kunden kostenlos.

Im Gegensatz zu den meisten deutschen Direktbanken verlangt der Anbieter sowohl eine Depotgebühr von 2,46 EUR im Quartal und auch eine Kontoverwaltungsgebühr für das Verrechnungskonto. Auch Leistungen im Handel wie die Stornierung oder Änderung von Orders sind gebührenpflichtig. Für den Kauf inländischer Wertpapiere ist eine Ordergebühr ab 7,95 EUR fällig, zusätzliche volumenabhängige Gebühren fallen nicht an, jedoch staffelt sich die Mindestgebühr je nach Volumen. Für den Kauf ausländischer Wertpapiere fällt eine Gebühr von 33 EUR an.

Zwar bietet die Postbank hin und wieder Aktionen wie z.B. aktuell (Stand April 2017) einen Gutscheinwert von 150 EUR für Depot-Neukunden an, dieser ist allerdings nur bei Amazon einzulösen. Sicher wäre eine Gutschrift von 150 EUR auf das Depot eine weit attraktivere Variante, um Neukunden zu gewinnen.

Die Postbank verfügt über ein bundesweites Filialnetz und rechtfertig damit auch die vergleichsweise hohen Kosten wie die Depotgebühr für Depots unter einem Wert von 50.000 EUR und zusätzliche Kontoverwaltungs-Gebühren. Wer auf die persönlichen Beratungsleistungen verzichten kann und weniger Investitions-Budget zur Verfügung hat, sollte sich deshalb lieber für einen preisgünstigeren Anbieter entscheiden, wie z.B. DEGIRO oder die OnVista Bank.  Beide Anbieter punkten mit günstigen Transaktionskosten, kostenlosem Depot und OnVista mit zusätzlich umfangreichem Service, wozu auch ein angeschlossenes Finanzportal gehört.

Insgesamt hinterlässt die Postbank einen professionellen Eindruck und verfügt über ein großes Angebot der klassischen Bankdienstleistungen wie sie auch die Direktbanken anbieten. Brokerage zählt allerdings offensichtlich nicht zum Kerngeschäft der Deutsche Bank-Tochter. Hier ist das Deutsche Bank Brokerage-Unternehmen Maxblue die deutlich bessere Wahl.

Jetzt den richtigen Broker finden, anmelden & traden

In unseren Erfahrungsberichten haben wir unsere unabhängigen Test- und Bewertungsergebnisse der Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Broker zusammengefasst. Dort finden Sie zahlreiche EU- und FCA-regulierte Broker, die neben ihrer Seriosität mit einem guten Service- und Leistungsangebot und günstigen Handelskosten überzeugen.

In den jeweiligen Bewertungen erfahren Sie unsere ausführlichen Testergebnisse, ob der Anbieter die Voraussetzungen für eine seriöse Einschätzung der Arbeitsweise erfüllt und wir ihn aufgrund seines Gesamtangebotes empfehlen. Sie können sich direkt über unsere Webseite beim Broker Ihrer Wahl anmelden und profitieren von objektiven Bewertungen im Anbieter-Vergleich.

Darüber hinaus erhalten Sie ausführliche Informationen zum Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Handel in unseren Beiträgen und viele andere interessante Themen rund um’s Online-Trading.

Postbank Erfahrungen – Test & Bewertung Wertpapier-Broker was last modified: April 25th, 2017 by AngelaZ