Binäre Optionen – Wie handelt man Range Optionen?

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Binäre Optionen-Broker bieten immer mehr Handelsarten, die auch für Fortgeschrittene interessant sind und den Handel nicht langweilig werden lassen. Stiegen viele fortgeschrittene Trader in der Vergangenheit später auf den risikoreicheren Forex- oder CFD-Handel um, weil die meisten Broker nur eine Handelsart, nämlich Put & Call, anboten, hat sich das mittlerweile geändert. Range, One Touch oder Leiter eignen sich für erfahrene Binäre Optionen-Händler, erzielen hohe Renditen und sind zu unterschiedlichen Laufzeiten handelbar.

Was sind Range Optionen und wie hoch ist das Risiko? Wie handelt man sie und welche Strategien eignen sich dafür?

Alle wichtigen Informationen zu Range Optionen lesen Sie in unserem nachfolgenden Beitrag.

 
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Was sind Range Optionen?

Range Optionen werden auch als Grenze oder Boundary bezeichnet. Range bedeutet Bandbreite und am besten charakterisiert auch der Begriff Bandbreiten-Option die tatsächlichen Eigenschaften dieser exotischen Optionsart, denn innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite verläuft der Kurs des Basiswertes, der durch eine tendenzielle Seitwärtsbewegung gekennzeichnet ist. Unterschieden wird zwischen Inside Range Optionen (In-Optionen) und Outside Range Optionen (Out-Optionen).

Inside Range Optionen (In-Optionen)

Bei einer sogenannten Inside Rage Option, die auch In-Option genannt wird, spekuliert der Trader darauf, dass sich der Kursverlauf innerhalb dieser Bandbreite der mit Linien gekennzeichneten Preisspanne zwischen Ober- und Untergrenze am Ende der Laufzeit der Option bewegt.

Während der Laufzeit kann die Range verlassen werden, bei Ablauf muss sich der Kurs jedoch innerhalb des Preiskanals befinden. Ist dies der Fall, hat der Trader die Option gewonnen. Liegt der Kurs bei Laufzeitende außerhalb der Bandbreite, ist die Option „aus dem Geld“ gelaufen und damit verloren.

Outside Range Optionen (Out-Optionen)

Bei den Outside Range Optionen, die auch kurz als Out-Optionen bezeichnet werden, ist das Gegenteil der Fall. Der Trader spekuliert darauf, dass der Kurs die vorgegebene Bankbreite verlässt. Auch hier ist es unerheblich, ob die Ober- oder Untergrenze übertreten wird, der Kurs muss nur aus der Preisspanne austreten. Überschreitet der Kurs die vorgegebene Grenze nach oben oder unten und befindet sich bei Ablauf außerhalb der Range, ist die Option gewonnen. Liegt der Kurs innerhalb der Preisspanne am Laufzeitende, ist sie verloren.

Wann werden In- und Out-Optionen gehandelt?

In-Optionen werden gehandelt, wenn ein Basiswerte eine geringe Volatilität aufweist bzw. damit zu rechnen ist. So wird der Kursverlauf bei geringen Kursschwankungen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit innerhalb der Preisgrenzen bleiben.

Out-Optionen werden bei höherer Volatilität (stärkere Kursschwankungen) gehandelt, also dann, wenn es wahrscheinlich erscheint, dass der Kurs die vorgegebenen Preisober- und -grenzen über- oder unterschreitet und nicht in der Preisspanne bleibt.

Was ist die Schwierigkeit beim Handel mit Range Optionen?

Zwar wird die Preisspanne vom Broker vorgegeben und ist mehr oder weniger breit, für den Trader ist es jedoch nicht leicht zu bestimmen, ob der Kursverlauf innerhalb oder außerhalb der Bandbreite während eines bestimmten Zeitraums erfolgt oder nicht, je nachdem, ob er eine In- oder Out-Option wählt. Hinzu kommt, dass natürlich bei einer Out-Option der Kurs auch in die Bandbreite zurückkehren kann, denn entscheidend ist, dass der Kurs sich am Laufzeitende außerhalb der Preisspanne befindet. Verbleibt er dort, ist die Out-Option verloren.  Umgekehrt gilt dies auch für die In-Option.

Für den Trader gilt es zunächst zu entscheiden, ob die vorgegebene Preisspanne überhaupt realistisch ist. Dann ist die Einschätzung der Volatilität des Kurses erforderlich, d.h. ob die Preisgrenzen über- oder unterschritten werden und ob der Kurswert wieder zurückkehrt in die Preisspanne oder nicht. Letztendlich erfolgt die Spekulation, wo der Kurs am Ende der Laufzeit stehen wird.

Was während der Laufzeit passiert, spielt bei dieser Optionsart keine Rolle. Damit erhöht sich dementsprechend auch das Handelsrisiko, da nur der Kurs bei Ablauf entscheidend ist. Im Gegensatz zu beispielsweise den One Touch-Optionen, bei denen das Ereignis während der Laufzeit eintritt und der Stand bei Laufzeitende nicht relevant ist.

Bull & Bear

Hohe High Yield-Renditen für Range Optionen möglich

Je nach Handelsrisiko und deshalb abhängig von der Preisspanne, die der Broker für die Range Option vorgibt, sind für Range Optionen hohe Renditen im High Yield-Bereich von bis zu 400% oder gar 600% möglich. Ist die Preisspanne relativ breit, gelten die üblichen Renditen, wie sie der Broker auch für Put & Call-Optionen bietet, in der Regel zwischen 70-85%. Für alle Optionen, deren Ausgestaltung auf Basis von Preisgrenzen wie Range oder Touch-Optionen, lassen sich sehr hohe Profite erzielen. Sie sind hochspekulativ und der Trader muss gleich mehrere Entscheidungen treffen.

Auch Range Optionen eignen sich nur für erfahrene Trader

Wie alle High Yield-Optionen mit hohem Handelsrisiko, eignen sich auch Range Optionen nur für erfahrene Trader. Man sollte bei Range Optionen wie auch bei anderen Handelsarten, die sich an Preisgrenzen orientieren, wie z.B. One Touch oder No Touch, bedenken, dass der Schritt zum Glücksspiel bei diesen Varianten im Gegensatz zu anderen Binären Optionen wie Put & Call nicht mehr weit ist. Darum ist es empfehlenswert, eher geringere Beträge zu investieren und nicht alles auf eine Karte zu setzen, so verlockend die hohe Rendite auch sein mag.

Das Handelsrisiko ist abhängig von den gezogenen Preisgrenzen des Brokers. Je enger die Bandbreite, desto höher das Risiko bei den In-Optionen bzw. je breiter die Preisspanne bei Out-Optionen, desto unwahrscheinlicher die Möglichkeit, dass der Kurs diese verlässt und ein Gewinn erzielt wird. Trader werden feststellen, dass Broker die Grenze nicht unbedingt zum Vorteil des Traders ziehen und die richtige Entscheidung erschwert wird.

Um das Verlustrisiko zu reduzieren, ist auch die Inanspruchnahme einer Verlustabsicherung oder eine automatische Rückerstattung (Return) des Einsatzes von meist 10% im Verlustfall sinnvoll. Gerade bei High Yield-Optionen beträgt der Mindesteinsatz häufig mehr als für die klassischen Put & Call-Optionen, in aller Regel das Doppelte.

Welche Strategien eignen sich für den Range-Handel?

Da bei den Out-Optionen volatile Kursverläufe Voraussetzung sind, um die Preisspanne zu verlassen, eignet sich natürlich insbesondere die Volatilitätsstrategie für diese Handelsart. Sie berücksichtigt stark schwankende Kursbewegungen und gehört zu den mit am häufigsten angewendeten Strategien, da sie leicht verständlich ist.

Im unruhigen Kursverlauf der BB Biotech-Aktie zeigt sich die starke Volatilität (Quelle: www.finanztreff.de)

Im unruhigen Kursverlauf der BB Biotech-Aktie zeigt sich die starke Volatilität (Quelle: www.finanztreff.de)

Umgekehrt ist es bei den In-Optionen, die mit wenigen Kursschwankungen eine Seitwärtsbewegung zeigen und nur wenig volatil sind. Hier können Strategien genutzt werden, die an ruhigen Börsentagen vorteilhaft sind. Bei intensiver Marktbeobachtung und technischer Chartanalyse eignen sich vor allem eher kurze Laufzeiten. Risikoreicher sind längere Laufzeiten, weil sich die Wahrscheinlichkeit von Marktveränderungen innerhalb längere Zeiträume umso weniger vorhersehbar ist.

Weil es sich bei Range Optionen ganz klar um keine Kursverläufe handelt, die einem Trend folgen, wäre die Trendfolge-Strategie kontraproduktiv und endet naturgemäß in einem Verlust. Kurse können jederzeit ausbrechen oder einen Trendbruch oder eine Trendumkehr zeigen.

Fazit zu Range Optionen

Während zu Beginn des Binäre Optionen-Handels ausschließlich Put & Call Optionen handelbar waren, entwickelten sich schon bald weitere Handelsarten mit binärem Charakter, um den Handel abwechslungsreicher zu gestalten. Eine davon sind die sogenannten Range Optionen, auch Grenze oder Boundary genannt. Hier liegt die Spekulation darauf, ob der Kursverlauf innerhalb einer vom Broker vorgegebenen Kurs-Bandbreite bleibt oder nicht. Entscheidend ist dabei nicht, ob der Kurs innerhalb der Laufzeit aus der Preisspanne heraus- oder wieder hineinläuft, sondern wo sie bei Ablauf der Laufzeit steht. Die Kursentwicklung zuvor spielt keine Rolle.

Man unterscheidet zwischen den sogenannten Inside Range- und Outside-Range-Optionen, auch In- und Out-Optionen genannt. Bei der In-Option muss der Kurs innerhalb der Bandbreite stehen, bei der Out-Option außerhalb der Bandbreite. Out-Optionen gelten als schwieriger, weil sie auf stärkerer Volatilität basieren. Der Kurs muss, um die Preisspanne zu verlassen, stärkeren Schwankungen unterliegen. Voraussetzung für In-Optionen hingegen ist, dass der Kurs eine stärkere Seitwärtsbewegung zeigt, um in der Preisspanne zu bleiben. Während der Laufzeit können bei beiden Optionen Aus- bzw. Eintritt in bzw. aus der Bandbreite beliebig oft erfolgen, es zählt nur der Kursstand am Laufzeitende.

Für Trader ist die Einschätzung eine Herausforderung, da die Bandbreite für In-Optionen meist sehr schmal ist, für Out-Optionen hingegen eher breiter. Je geringer die Wahrscheinlichkeit, desto höher das Handelsrisiko. Unterschiedlich ist deshalb auch die erzielbare Rendite. Ist das Handelsrisiko niedriger und damit in etwa gleich wie bei den beliebten Put & Call Optionen, wird die gleiche Rendite angesetzt, durchschnittlich zwischen 70-85%, je nach Broker gegebenenfalls auch bis zu maximal 90%.

Weit höhere Renditen erhält man, wenn die Wahrscheinlichkeit sinkt und das Handelsrisiko steigt. Ist die Bandbreite bei In-Optionen also sehr schmal und der Kurs wird wahrscheinlich nicht in dieser Range bleiben, sind auch Renditen von bis zu 600% möglich. Dann sind Range Optionen als High Yield-Optionen zu betrachten.

Ein weiteres entscheidendes Merkmal bezüglich des Handelsrisikos neben der Preisspanne ist die Länge der Laufzeit. Während sich bei kurzen Laufzeiten die Kursprognose noch recht gut vorhersagen lassen kann, ist dies bei längeren Laufzeiten wie z.B. eine Woche oder einen Monat kaum möglich und fällt eher in den Bereich der Wahrsagerei. Je länger die Laufzeit, desto mehr Marktveränderungen können den Kurs beeinflussen und das Kursverhalten völlig umdrehen. Wer Range Optionen handelt, sollte deshalb keine Option auf Aktien platzieren, wenn während der Laufzeit z.B. Unternehmensnachrichten erwartet werden.

Auch Range-Optionen sind nur für erfahrene Trader geeignet. Die dafür nötige Erfahrung und umfangreiche Marktkenntnisse sind bei Einsteigern und Gelegenheits-Tradern mit durchschnittlicher Handels- und Markterfahrung nicht gegeben, so dass sich die klassischen Put & Call-Optionen weit besser eignen.

Gewinne mit High Yield-Optionen sind nicht allzu häufig. Im Fall von Range Optionen mit hoher Rendite wird dann die Preisspanne bei In-Optionen sehr schmal sein und bei Out-Optionen sehr breit. Broker setzen die Preisgrenzen so an, dass die Wahrscheinlichkeit zwar gegeben und nicht völlig unmöglich, aber auch nicht so hoch ist, dass dabei ein eher sicherer Gewinn vom Trader erzielt wird. Es gilt deshalb zunächst abzuwägen, ob ein Gewinn aufgrund der vorgegebenen Bandbreite des Kurses wahrscheinlich ist.

Range Optionen eignen sich in Börsenzeiten, in denen keine klaren Trends, sondern eher lethargische Kursentwicklungen erkennbar sind. Wichtig ist die durch den Broker definierte Range und ob diese im Bereich des Realistischen liegt. Wenn ja, kann man Range Optionen mit geringem Einsatz ausprobieren. Wer an der Preisspanne seines Brokers zweifelt und sie für wenig angemessen hält, sollte diese Optionen nicht handeln.

Die meisten Broker bieten Inside Range Optionen an. Outside Range ist hingegen seltener im Handelsangebot enthalten. Zudem gelten Outside Range Optionen als schwieriger, denn der Trader spekuliert auf einen Austritt aus der Preisspanne und die Preisgrenzen liegen meist relativ weit auseinander, so dass eine starke Volatilität des Kurses nötig ist, um dieses Ziel zu erreichen.

Das Basiswerte-Angebot für Range Optionen variiert, je nachdem, ob es sich um Inside oder Outside Range Optionen handelt. Broker mit umfangreichem Asset Index stellen natürlich auch mehr Basiswerte für diese Handelsart zur Verfügung. Durchschnittlich können Trader bei den meisten Brokern aus rund 80 Basiswerten, z.B. bei 24option, unterschiedlicher Asset-Klassen wie Währungen, Aktien, Indizes und Rohstoffe auswählen. Einige Broker verfügen auch über einen noch umfangreicheren Basiswerte-Katalog, beispielsweise TopOption und OptionTime mit je über 180 Assets.

Wer noch wenig Erfahrung mit dem Handel von Range Optionen hat, sollte zunächst das Demo-Konto des Brokers nutzen, bevor er in den Echtgeld-Handel einsteigt. Über das Demo-Konto kann risikofrei und ohne finanziellen Einsatz gehandelt werden. Zudem lassen sich Strategien ausgiebig über die Demo-Version erlernen und testen. Gute Broker bieten ihren Kunden ein kostenloses Demo-Konto, welches die realen Handelsbedingungen abbildet und mit der Live-Handelsplattform insoweit identisch ist. Mit einem virtuellen Startguthaben können Trader auch unabhängig von der Eröffnung eines Live-Kontos traden.

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Zu den empfehlenswerten, seriös arbeitenden und EU-regulierten Binäre Optionen-Brokern mit einem abwechslungsreichen Angebot bezüglich der Handelsarten zählen u.a. BDSwiss, OptionTrade, TopOption, OptionFair, 24option, 365trading und Stockpair. Wichtigstes Merkmal dieser Anbieter ist zunächst die zuverlässige Regulierung und eine Einlagensicherung. Darüber hinaus verfügen sie über ein gutes Leistungs- und Serviceangebot.

Für Einsteiger in den Binäre Optionen-Handel eignet sich auch insbesondere IQ Option mit sehr geringer Mindesteinzahlung von nur 10 EUR und einem Mindesteinsatz ab 1 EUR je Trade. Der Anfänger-freundliche, auf Zypern regulierte Broker bietet ein professionelles Handelsumfeld und einen sehr guten Kundenservice.

 
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Wie Sie den Handel mit Binären Optionen lernen, welche Tipps Sie bei der Broker-Wahl beachten sollten und was einen guten Anbieter ausmacht, erfahren Sie in unseren zahlreichen Beiträgen.

 

Binäre Optionen – Wie handelt man Range Optionen? was last modified: September 2nd, 2016 by AngelaZ