Binäre Optionen Risiko

Risk

Binäre Optionen – Wie hoch ist das Risiko?

Seit der Einführung des Online-Handels mit Binären Optionen in 2008 können Trader mit vergleichsweise geringem Einsatz auf steigende oder fallende Kurse spekulieren, ohne einen Vermögenswert wie beispielsweise ein Wertpapier zu erwerben oder sich dem hohen Handelsrisiko von Hebelprodukten auszusetzen. Gewinn, Verlust und Rendite sind vor Platzierung der Option bekannt. Das ist ein erheblicher Vorteil von Binären Optionen und verhindert unbekannte Verlustgrößen, wie z.B. im Aktienhandel. Dennoch beinhalten Binäre Optionen einige Risiken, die jeder Trader kennen und beachten sollte.

Bei Binären Optionen handelt es sich nicht um ein klassisches Investment, sondern um eine reine, kurzfristige Spekulation auf den Kursverlauf eines Basiswertes. Sowohl Investments als auch Spekulationen bergen Risiken. Welche das sind und wie Sie das Binäre Optionen-Risiko zumindest zu einem Teil verringern können, lesen Sie in unserem nachfolgenden Beitrag.

Welche Risiken gibt es?

Das Marktrisiko – Wie geht man damit um?

Ein Marktrisiko besteht für jedes Investment und jede Spekulation, denn die Marktentwicklung ist auch für die erfahrensten Trader nicht präzise vorhersehbar. Kurse können unerwartet auch in die entgegengesetzte Richtung verlaufen, hierauf hat der Händler keinen Einfluss. Eine Garantie gibt es nicht, auch professionelle Analysten haben unterschiedliche Meinungen und Prognosen sind häufig nicht einheitlich. Für den Binäre Optionen-Trader bedeutet das, sich dessen bewusst zu sein, dass das Marktrisiko ein nicht beeinflussbarer Faktor ist, der über Gewinn oder Verlust entscheidet.

 
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Beschränkte Eingriffsmöglichkeiten während der Laufzeit einer Option – Gibt es eine Lösung?

Nach Beginn der Laufzeit einer Binären Option hat der Trader keine oder je nach Broker nur beschränkte Möglichkeiten, während des Verlaufs einzugreifen. D.h., entweder muss er das Ende der Laufzeit abwarten und kann bei ungünstigem Kursverlauf nur zusehen oder der er nutzt die Funktion, die Option vorzeitig an den Broker wieder zu verkaufen (Sell-back). Dann erhält er zwar nicht den vollen Gewinn, erleidet aber auch keinen Totalverlust, wie dies am Ende der Option der Fall wäre, wenn er mit der Prognose falsch gelegen hat.

Eine weitere Funktion ist, bei günstigem Kursverlauf, den Einsatz der Option kurz vor Ende der Laufzeit zu verdoppeln und den Gewinn entsprechend zu erhöhen (Double-up).

Forex– und CFD-Trader arbeiten in der Regel mit Stop Loss-Marken und Take Profit-Funktion, die im Ansatz den o.g. Möglichkeiten bei Binären Optionen entsprechen und einen vorzeitigen Ausstieg bzw. die Gewinnmitnahme ermöglichen. Das setzt selbstverständlich voraus, den Kursverlauf durchgehend zu verfolgen, um rechtzeitig eingreifen zu können.

Stop Loss

Einerseits handelt es sich durchaus um einen Vorteil Binärer Optionen, dass man sich während der Laufzeit nicht mehr um die Option kümmern muss, andererseits kann ein sinnvoller Eingriff während des Verlaufs helfen, Verluste zu verringern oder Gewinne zu erhöhen.

Präzise Kursermittlung – Knapp daneben ist auch vorbei

Die Kursermittlung bei Binären Optionen wird in der Regel auf 0,0001 Punkte ermittelt. Das bedeutet, dass die Differenz von 0,0001 Punkten zwischen einem Totalverlust des Einsatzes oder dem Erhalt einer Rendite von 85% entscheidet. Liegt der Trader mit seiner Prognose falsch, weil der Kurs sich bei Ablauf unter dem Wert von z.B. 1,4355 vorhergesagt wurde und der tatsächliche Wert ist nur 0,0001 Punkte höher, bedeutet das einen Totalverlust seines Einsatzes.

In diesem Zusammenhang sollte man ebenfalls beachten, dass die Rendite sich nicht erhöht, wenn die Kursprognose übertroffen wird und der Kurs noch weiter als vorhergesagt in diese Richtung bei Laufzeitende verläuft. Die Rendite steht von vornherein fest und ist nicht veränderbar.

Wie lässt sich das Risiko verringern?

Verlustabsicherung nutzen

Broker mit wählbarer Verlustabsicherung wie z.B. IQ Option bis zu 60% ermöglichen eine effektive Risikobegrenzung, um den Totalverlust des Einsatzes im Verlustfall zu vermeiden. Je nach prozentualer Höhe der Verlustabsicherung erfolgt nach Ablauf der aus dem Geld gelaufenen Option die prozentuale Erstattung des Einsatzes. Bei Abschluss der Option verringert sich im Gegenzug die Rendite bei Gewinn entsprechend. Alternativ bieten Broker häufiger auch einen garantierten, automatischen 10%igen Return des Einsatzes bei Verlust an.

Das eigene Gewinn- und Verlustverhältnis beobachten

Um langfristig profitabel zu handeln, ist eine Trefferquote von mindestens 55%, besser 60% nötig. Da es nicht nur gilt, die erlittenen Verluste wieder auszugleichen, sondern darüber hinaus auch Gewinne zu erzielen, sollten Trader eine eigene Gewinn- und Verlustrechnung aufstellen. Die Gewinnbilanz lässt sich durch kontinuierliche Fortbildung, gute Marktkenntnisse und die Anwendung der passenden Strategie durchaus verbessern und das Risiko verringern.

Strategie

Funktionen während der Laufzeit anwenden

Stellt der Broker Funktionen auf seiner Handelsplattform zur Verfügung, die während der Laufzeit ausgewählt werden können, wie z.B. Sell back (Rückkauf der Option), Double-up (Verdoppeln des Einsatzes) oder Roll-forward (Verlängerung der Laufzeit), sollten diese nach Möglichkeit auch angewendet werden.

OptionBuilder – Optionen im Baukastensystem für erfahrene Trader

Erfahrene Trader können sich ihre Binäre Option auch über den sogenannten OptionBuilder selbst zusammenstellen, z.B. bei BD Swiss. Die Parameter werden individuell ausgewählt, d.h. Basiswert, Laufzeit und Zielkurs können selbst festgelegt werden. Natürlich kann auch hier eine Verlustabsicherung vor dem Totalverlust des Einsatzes schützen.

 
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Tipps für Anfänger zur Risikominimierung

Niedrigen Mindesteinsatz wählen

Wählen Sie geringe Mindesteinsätze, wie z.B. 1 oder 5 bis maximal 10 EUR. Möglich sind niedrige Mindesthandelssummen z.B. bei IQ Option mit nur 1 EUR sowie einer sehr geringen Mindesteinzahlung auf das Handelskonto von nur 10 EUR. Viele weitere Informationen erhalten Sie auch in unseren Beiträgen Binäre Optionen – Broker für Anfänger und Binäre Optionen ab 1 EUR handeln.

5%Regel beim Einsatz beachten

Risikomanagement ist auch für Einsteiger äußert wichtig. Investieren Sie deshalb nicht mehr als maximal 5% ihres zur Verfügung stehenden Gesamtkapitals je Trade und nicht gleichzeitig in mehrere Trades. So vermeiden Sie, dass Ihr Kapital durch anfangs mehr Verlust-lastige Trades vernichtet wird.

Die 5%-Regel gilt übrigens nicht nur für den Handel mit Binären Optionen-Händler, sondern für alle Trader.

Focus auf bestimmte Märkte legen

Spezialisieren Sie sich auf bestimmte Märkte und konzentrieren Sie sich anfangs auf 1-2, die sie später um weitere 1-2 immer noch ergänzen können. Der jeweilige Markt ist in seiner Entwicklung abhängig von vielen Einflussfaktoren, d.h. Sie werden eine Fülle von Informationen verarbeiten, um einen Markt einschätzen zu können. Für Anfänger geeignet sind vor allem Indizes.

Handel an schlechten Börsentagen aussetzen

Es gibt sowohl gute als auch schlechte Börsentage. An schlechten Tagen zeigen die Märkte oft ein sehr eigenwilliges Kursverhalten, nicht nur für Anfänger schwer einschätzbar. Es lassen sich trotz Chartanalyse keine Muster erkennen und Prognosen sind unmöglich. Setzen Sie den Handel in solchen Zeiten aus und investieren Sie die Zeit sinnvoller als einen turbulenten Markt zu beobachten. Sie setzen sonst auf hohes Risiko und werden voraussichtlich zu viele Verluste verbuchen.

Keine Overnight-Trades eingehen

Positionen über Nacht zu halten ist ein hohes Risiko, denn kein Trader kann kontinuierlich den Markt 24 Stunden beobachten und gegebenenfalls reagieren. Halten Sie deshalb keine Overnight-Trades, insbesondere der Währungs– und Rohstoffmarkt ist rund um die Uhr aktiv, so dass Sie Entwicklungen im wahrsten Sinne des Wortes „verschlafen“ können.

Kein Overtrading betreiben

Wenn Sie gerade einige Gewinne erzielt haben, sollten Sie nicht übermütig werden und planlos Positionen eröffnen, möglicherweise auch noch mit überhöhten Einsätzen. Emotionales Traden ist schädlich für Ihr Kapital. Sobald Sie merken, dass sie aus dem Bauch heraus und mehr als vernünftig wäre handeln, sollten Sie den Handel konsequent für den Tag beenden.

Die wichtigsten Risiken im Binäre Optionen-Handel

  • Hohes Handelsrisiko durch möglichen Totalverlust des Einsatzes

  • Permanentes Marktrisiko

  • Präzise Kursermittlung von 0,0001 Punkten

  • Begrenzte Rendite

  • Hohe Trefferquote für profitables Trading erforderlich

 
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Fazit zum Risiko von Binären Optionen

Beim Handel mit Binären Optionen setzen Trader auf steigende oder fallende Kurse eines Basiswertes. Möglicher Verlust und Rendite sind vor Eröffnung der Position bekannt, ein großer Vorteil gegenüber anderen derivaten Finanzinstrumenten, wie z.B. Hebelprodukten im Forex- und CFD-Handel. Nichtsdestotrotz handelt es sich genaugenommen nicht um ein Investment, sondern um eine reine Spekulation auf den Kursverlauf am Ende einer zuvor festgelegten Laufzeit. Es wird kein Vermögenswert wie beispielsweise im Wertpapierhandel erworben, der im Wert an sich steigen oder fallen kann.

Auch der Binäre Optionen-Handel beinhaltet ein Risiko. In erster Linie besteht ein hohes Handelsrisiko durch den möglichen Totalverlust des Einsatzes.

Zudem ist die Marktentwicklung nie sicher zu prognostizieren, so dass Trendwenden jederzeit eintreten und die Option aus dem Geld laufen kann. Hierfür muss aber nicht einmal eine völlige Trendumkehr erfolgen, denn Broker ermitteln den Kurswert auf 0,0001 Punkte, d.h. bereits eine Differenz von 0,0001 Punkten kann zwischen Totalverlust und Gewinn mit einer Rendite von beispielsweise 85% entscheiden. Die Rendite ist begrenzt und ändert sich während der Laufzeit nicht, das bedeutet, selbst wenn der Kurs weiterhin in die prognostizierte Richtung verläuft, erhöht sich die erzielbare Rendite nicht.

In diesem Zusammenhang besteht auch ein Risiko bezogen auf das erzielte Gewinn- und Verlustverhältnis. Um langfristig profitabel zu handeln, sind Gewinne von mindestens 55%, idealerweise mindestens 60% gegenüber den Verlusten erforderlich. Da eine Rendite unter 100% vorangegangene Totalverluste des Einsatzes nicht ausgleichen kann, multiplizieren sich die nötigen Gewinne, um keinen Kapitalverlust zu erleiden.

Ist eine Verlustabsicherung möglich, sollte diese auch genutzt werden. Sie kann prozentual gewählt werden und im Verlustfall wird der prozentuale Anteil am Einsatz vom Broker wieder zurückerstattet. Zwar verringert sich gleichzeitig auch die erzielbare Rendite, die Verlustabsicherung schützt aber vor dem möglichen Totalverlust. Einige Broker bieten einen garantierten 10%igen Return, d.h. im Verlustfall werden 10% des Einsatzes automatisch wieder dem Handelskonto gutgeschrieben.

Sinnvoll ist eine eigene Gewinn- und Verlustrechnung, um die tatsächliche Trefferquote zu ermitteln und gegebenenfalls gegenzusteuern, wenn die Verluste womöglich seit geraumer Zeit höher sind als die Gewinne, so dass das Kapital auf dem Handelskonto bereits erheblich geschrumpft ist. Ziel ist es, mehr Gewinne als Verluste zu erzielen, nicht nur ein Ausgleich von Gewinn und Verlust. Eine kontinuierliche Fortbildung, die stetige Verbesserung und Erweiterung der Marktkenntnisse sowie die Anwendung passender Handelsstrategien verringern das Verlustrisiko.

Eine Möglichkeit der Risikobegrenzung stellen ebenfalls die Funktionen auf einigen Handelsplattformen dar. Während im Normalfall während der Laufzeit einer Option keine Eingriffsmöglichkeit besteht, kann mit Sell back (Rückkauf der Option durch den Broker), Double-up (Verdoppeln des Einsatzes) oder Roll-forward (Verlängerung der Laufzeit) gegebenenfalls Einfluss auf den Ausgang der Option bei Ablauf genommen werden.

Für erfahrene Händler eignet sich auch der OptionBuilder. Die Paramater wie Basiswert, Laufzeit und Zielkurs bei Ablauf können individuell zusammengestellt werden. Auch auf diese Optionen ist eine Verlustabsicherung anwendbar, sofern sie generell vom betreffenden Broker angeboten wird.

Besonders für Anfänger gilt es, das Risiko weitestgehend zu verringern, dies immer im Hinblick auf das Kapital. So sollte z.B. ein geringer Mindesteinsatz gewählt werden, der im übrigen grundsätzlich nicht mehr als maximal 5% des vorhandenen Gesamtkapitals betragen sollte.

Auch eine Spezialisierung auf bestimmte Märkte macht Sinn, denn die zahlreichen Informationen, die täglich zu einem Markt veröffentlicht werden, sind ein wesentlicher Bestandteil der Markt- und Kurseinschätzung, die durch die technische Chartanalyse für den einzelnen Basiswert ergänzt wird. Eine Fokussierung auf 1-2 Märkte ist anfangs völlig ausreichend. Mehr als 4 Märkte sollten Trader, die zumeist den Handel ja nicht beruflich betreiben, ohnehin nicht auswählen. Für Anfänger ist zunächst der Binäre Optionen-Handel mit Indizes empfehlenswert.

Die wichtigsten internationalen Indizes

Die wichtigsten internationalen Indizes

Für alle Trader gilt, an sogenannten schlechten Börsentagen den Handel auszusetzen. Ist der Markt nicht einschätzbar und eher turbulent wird, der Handel zum Glücksspiel und Gewinne sind reine Zufallsprodukte. Dann ist es besser, sich zurückzuziehen und erst wieder in den Handel einzusteigen, wenn bessere Einschätzungen möglich sind.

Das Halten von Positionen über Nacht (Overnight-Positionen) ist mit einem hohen Risiko verbunden und wird insbesondere Anfängern nicht empfohlen. Besonders bei Währungen und Rohstoffen, die rund um die Uhr gehandelt werden, kann sich den Kursverlauf kurzfristig ändern. Eine 24-stündige Marktbeobachtung ist dem Trader nicht möglich, so dass die Gefahr besteht, dass sich der Kurs entgegen der Prognose am nächsten Morgen bereits nachteilig verändert hat und in die entgegengesetzte Richtung verlaufen kann.

Eine psychologische Komponente kann das Risiko ebenfalls erhöhen, nämlich dann, wenn Trader übermütig nach einigen Gewinnen in ihrer Euphorie unüberlegt Positionen eröffnen, deren Kursprognose sie aus dem Bauch heraus entscheiden. Grundlage sollte immer eine sorgfältige Analyse, sowohl bestehend aus technischer Chartanalyse als auch Marktanalyse, und die Anwendung einer passenden Strategie sein.

Insgesamt lassen sich die Risiken im Binäre Optionen-Handel unter Berücksichtigung aller Empfehlungen recht gut eingrenzen. Gegenüber den risikoreicheren Hebel-Derivaten haben Binäre Optionen durchaus ihre Vorteile und sind auch für Trader mit vergleichsweise geringer Kapitalausstattung attraktiv.

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Alle Informationen , die für die Auswahl des richtigen Brokers wichtig sind, finden Sie auch in unserem ausführlichen Artikel „Die 10 besten Binäre Optionen-Broker“.

Wie Sie den Handel mit Binären Optionen erlernen, was Sie bei der Broker-Wahl beachten sollten und was einen guten Anbieter ausmacht, erfahren Sie in unseren Beiträgen.

 
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Binäre Optionen Risiko was last modified: Juni 10th, 2016 by AngelaZ