Binäre Optionen – Risikomanagement

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Binäre Optionen – Risikomanagement

Warum ist der Handel mit Binären Optionen so risikoreich?

Binäre Optionen sind vor allem durch einen vergleichsweise niedrigen Kapitaleinsatz und nur wenigen Anforderungen für die Eröffnung eines Handelskontos attraktiv. Risikomanagement scheint da zunächst überflüssig. Im Gegensatz zu beispielsweise Forex- und CFD-Trading, bestehen keine Nachschusspflichten, weil nicht auf Marge (Sicherheitsleistung) und mit Hebeln gehandelt wird, wodurch zwar höhere Gewinne aber zugleich auch höhere Verluste über den Kapitaleinsatz hinaus erreicht werden können.

Trotzdem bestehen auch bei Binären Optionen hohe Renditemöglichkeiten, aber auch ein hohes Handelsrisiko, denn verlorene Trades bedeuten immer einen Totalverlust des Einsatzes, wenn keine Verlustabsicherung für einen Teil der Investition oder ein durch den Broker erstatteter Return von in der Regel 10% auf Optionen, die aus dem Geld gelaufen, d.h. verloren sind, erfolgt.

Gewinne, ohne ein finanzielles Risiko einzugehen, sind auch beim Handel mit Binären Optionen nicht möglich, denn hier gilt die Devise „Alles oder nichts“. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, das Verlustrisiko durch ein sinnvolles Risikomanagement, verbunden mit einer klar definierten Handelsstrategie und ergänzender Trading-Tools, einzugrenzen.

Verluste lassen sich nicht vermeiden

Trader leben mit finanziellen Verlusten, das ist nicht nur bei Binären Optionen der Fall, sondern auch bei allen anderen Handelsprodukten. Damit sollte man leben können und sich der Tatsache bewusst sein, dass auch der Handel mit Binären Optionen keine Gelddruckmaschine ist, mit der irgendwann nur noch Gewinne erzielt werden, wenn man nur dranbleibt. Es gibt keinen Mengenrabatt auf eine höhere Anzahl von Trades, die mit häufigeren Gewinnen statt Verlusten belohnt werden. Binäre Optionen sind kein Punktespiel. Eine Verbesserung der Handelsperformance ist nur mit Erfahrung und sorgfältigem Risiko- und Kapitalmanagement möglich. Niemals werden sich jedoch Verluste gänzlich vermeiden lassen.

Wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Risikomanagement – verantwortungsvoller Kapitaleinsatz

Generell sollten Trader nur so viel Kapital in den Handel mit Binären Optionen investieren, wie sie auch wirklich dafür vollständig entbehren können. Wer für andere Zwecke Erspartes oder sonstige Summen, die z.B. für Lebenshaltungskosten, Ratenzahlungen, Versicherungsbeiträge o.ä. vorgesehen sind, einsetzt, ist definitiv auf dem falschen Weg und riskiert, sein Vermögen zu verlieren.

Es gilt bei allen Arten von Trading, nur Beträge zu verwenden, die auch als Totalverlust problemlos zu verkraften wären. Trading sollte niemals einen Teil- oder Total-Verlust des Vermögens des Anlegers verursachen können. Gehandelt werden sollte immer nur mit Beträgen, die weder mittel- noch langfristig für andere Zwecke benötigt werden oder werden könnten. Auch die Verwendung von „Notgroschen“ hat in Handelsdepots grundsätzlich nichts verloren.

Im nächsten Schritt geht es um den überlegten und risikobegrenzenden Einsatz des zur Verfügung stehenden Betrages, um kapitalschonend vorzugehen. Als Richtwert sollte für Anleger immer die 5%-Regel gelten, d.h. je Investition maximal 5% des vorhandenen Kapitals einzusetzen. Das ist z.B. bei Brokern, die ab einer Mindesteinlage von 100 EUR einen Mindesteinsatz je Trade von 25 EUR verlangen rechnerisch nicht möglich, hier würde der Kapitaleinsatz je Trade schon 25% betragen. Natürlich ist die Vorgehensweise bei mit höheren Einlagen ausgestatteten Depots einfacher umzusetzen, doch auch für kleinere Handelskonten mit vergleichsweise geringem Guthaben, lässt sich ein Einsatz von maximal 5% erreichen.

Werden also 100 EUR eingezahlt, sollte der Mindesteinsatz je Option nicht höher als 5 EUR sein. Meistens ist das aber nur bei 60 Sekunden-Optionen der Fall, die aufgrund Ihrer kurzen Laufzeit sowohl ein höheres Handelsrisiko bedeuten als auch für Anfänger deshalb ungeeignet sind.

Entsprechend sind also in aller Regel höhere Mindesteinlagen als vom Broker verlangt auf das Trading-Konto nötig, um die 5%-Regel umzusetzen. Bei IQ Option handeln Trader z.B. bereits ab 1 EUR mit einer Mindesteinlage nur 10 EUR, so dass bei einem Gesamt-Kapitaleinsatz von 100 EUR der Handel schon ab einer Investition von 1 EUR je Trade und somit 1% des des vorhandenen Kapitals möglich ist. Auch bei Binary.com kann bereits ab 1 EUR gehandelt werden, sogar schon ab einer Mindesteinzahlung von nur 5 EUR.

business day

Trotz der o.g. möglichen Begrenzung des Kapitaleinsatzes sind aber bei kleinen, d.h. mit niedrigen Beträgen ausgestatteten Handelskonten keine längeren Verlustserien verkraftbar. Je höher die Einlage und desto niedriger der Mindesteinsatz, umso geringer im Verhältnis der Verlust. Gerade Einsteiger sollten aber zunächst nur mit geringem Kapitaleinsatz handeln und ein für Anfänger geeignetes Broker-Angebot auswählen. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel „Die 10 besten Binäre Optionen-Broker“ mit allen Informationen rund um die richtige Broker-Auswahl.

Handeln wie die Profis – Risikostreuung auch bei Binären Optionen

Vor allem aus dem Aktienhandel ist der Begriff Risikostreuung bekannt. Risikostreuung heißt, das eingesetzte Kapital auf verschiedene Märkte, Branchen oder Industrien zu verteilen, um das Risiko innerhalb möglichst vieler unterschiedlicher und voneinander unabhängiger Werte zu streuen.

Bei Binären Optionen erfolgt die Risikostreuung auf die verschiedenen Handelswerte. Handelbar sind bei den meisten Brokern Aktien, Rohstoffe, Indizes und Währungspaare. Wer jedoch alle Arten von dieser Assets traden will, würde enorm viele, jeweils aktuelle Informationen zu den jeweiligen Handelswerten benötigen. Realistisch ist deshalb nur von maximal zwei Asset-Klassen auszugehen, über die Trader ausreichend aktuelle Informationen in Marktnachrichten und Analysen sammeln können, um einen „Overload“ an Informationsbedarf zu vermeiden.

Selbstverständlich ist auch die Risikostreuung innerhalb einer Asset-Klasse möglich, hier muss aber darauf geachtet werden, dass die gewählten Assets auch tatsächlich nicht den gleichen Märkten, Branchen etc. angehören und deshalb auch nicht den gleichen Kursfaktoren und Marktschwankungen unterliegen, z.B. wäre dies der Fall, wenn nur Technologie-Aktien wie Apple und Google oder ausschließlich Automobilwerte wie VW und BMW oder deren Zulieferer gehandelt werden. Deshalb sind Marktkenntnisse auch im Binäre Optionen-Handel unverzichtbar.

Beim Handel mit Währungspaaren muss beispielsweise bei der Risikostreuung sichergestellt sein, dass sich die gehandelten Währungen nicht untereinander gegenseitig beeinflussen.

Wie viele gleichzeitig geöffnete Handelspositionen sind sinnvoll?

Put & Call-Optionen verleiten durch nur zwei Möglichkeiten der Vorhersage, ob der Kurs zum Ende der Laufzeit steigen oder sinken wird, häufig dazu, gleich mehrere Positionen parallel zu eröffnen. Dabei verlieren Trader allerdings schnell den Überblick und weitere Risikomanagement-Tools wie Roll-over oder Double up können mangels genauer Beobachtung des Kursverlaufs der einzelnen Trades nicht adäquat eingesetzt werden. Disziplinierte Trader öffnen deshalb je nach Laufzeit nur 2 Positionen gleichzeitig und beobachten den Kursverlauf genau.

Die richtige Handelsstrategie

Ein wichtiger Faktor der Risikominimierung ist der Einsatz von der richtigen Handelsstrategie. Ohne Strategie geraten Trader direkt in die „Zockerfalle“, Handelsentscheidungen werden nicht aufgrund strategischer Überlegungen getroffen, sondern von Emotionen, Stress, Zeitdruck, Gefühlen und anderen nicht rationalen Faktoren bestimmt. Die Folge sind Handelsergebnisse nach dem Zufallsprinzip, in den meisten Fällen Verluste.

Intensives Erlernen von Strategien ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Risikomanagement. Hierzu eignet sich neben den theoretischen Grundlagen auch vor allem die praktische und vor allem risikofreie Umsetzung über ein Demo-Konto. Einige Broker bieten sowohl umfangreiche Lernmaterialien, in denen auch den Handelsstrategien umfangreiche Kapitel gewidmet sind, als auch ein kostenloses Demo-Konto an. Besonders empfehlenswert ist der Binäre Optionen-Broker 365trading, dessen Demo-Konto nicht nur kostenlos und mit einem virtuellen Guthaben von 100.000 EUR ausgestattet, sondern auch zeitlich unbegrenzt nutzbar ist. Eine Kombination von sorgfältig ausgewählten und qualitativ guten Fortbildungsinhalten und kostenlosen, zeitlich unbegrenzten Demo-Konten finden wir in unseren Tests und Bewertungen sonst nur bei FX- und CFD-Brokern.

Verlustabsicherung = niedrigerer Verlust, aber auch weniger Gewinn

Nur wenige Binäre Optionen-Broker bieten die Möglichkeit einer prozentualen Verlustabsicherung an, bei den meisten ist entweder gar keine Risikominimierung vorgesehen oder es wird allenfalls ein 10% Return auf Verlust-Trades zurückerstattet. Die Verlustabsicherung wird ebenfalls im Rahmen des Risikomanagements eingesetzt und hilft, Totalverluste des Kapitaleinsatzes zu verhindern. Bei Eröffnen der Option kann die Verlustabsicherung ausgewählt werden, in einige Fällen wie, z.B. bei IQ Option, beträgt diese sogar bis zu 60% und ist variabel zwischen 10-60% einstellbar.

Zum einen sind geringere Verluste immer noch eher zu verschmerzen als ein Totalverlust des Einsatzes, zum anderen verringert sich im Gegenzug aber auch die Rendite. Bei z.B. einer Verlustabsicherung von 60% und einem Einsatz von 10 EUR werden bei verlorener Option 6 EUR zurückerstattet, im Gewinnfall reduziert sich prozentual aber auch die mögliche Rendite. Bei einer gewonnenen Option bedeutet dies, die Rendite beträgt 40% des maximal für den Trade erzielbaren Wertes. Beträgt die Rendite ohne die Verlustabsicherung also z.B. 80%, verringert sie sich bei Gewinn um 40% mit der Verlustabsicherung auf 32%. Vor allem für Anfänger und Einsteiger ist diese Form der Risikominimierung eine sichere Möglichkeit der Reduzierung von Verlusten und sollte auch bei der Brokerauswahl eine Rolle spielen.

Stock Exchange

Risikomanagement-Tools während der Laufzeit der Option einsetzen

Je nach verwendeter Trading-Plattform und deren Ausstattung, gibt es auch technische Risikomanagement-Instrumente, die während der Laufzeit einer Option eingesetzt werden können, wenn der Kursverlauf (voraussichtlich) in eine bestimmte Richtung verläuft/verlaufen wird. Hierzu zählen vor allem die Funktionen Roll-over und Double Up.

Mit der Funktion Roll-over kann die Laufzeit der Option verlängert werden, wenn Trader den in der Verlustzone befindlichen Handel während der Verlängerung als noch in die Gewinnzone laufend vorhersagen.

Bei mit großer Wahrscheinlichkeit im Gewinn endenden Optionen, lässt sich der Gewinn mit dem Tool Double up verdoppeln.

Technische Risikomanagement-Tools werden nicht von allen Brokern auf deren Trading-Plattform angeboten; beispielsweise bei OptionTime sind die Instrumente Roll-over und Double Up in die Funktionen der hauseigenen, sehr benutzerfreundlichen Handelsplattform integriert.

In unseren unabhängigen Erfahrungsberichten haben wir alle Ergebnisse unserer Tests & Bewertungen der Binäre Optionen-Broker zusammengefasst. Auch Risikomanagement und -minimierung sind eines der zahlreichen Kriterien in unseren Broker-Tests, vergleichen Sie deshalb unsere jeweiligen Erfahrungsberichte zu den TOP-Brokern 2015 und melden sich direkt über den jeweiligen Anmeldebutton beim Binäre Optionen-Broker Ihrer Wahl an.

 

Binäre Optionen – Risikomanagement was last modified: Februar 9th, 2016 by AngelaZ