Sicher beim Online-Broker handeln

Sicherheitsschloss

Was sind die wichtigsten Sicherheitskriterien?

Sicherheit spielt gerade bei Online-Brokern eine große Rolle, denn Transaktionen und Kontoverwaltung erfolgen vollständig über das Internet. Zum einen gilt es, die technische Seite, wie z.B. eine sichere SSL-Verschlüsselung, als sicher einzustufen, zum anderen soll der Broker natürlich seriös und zuverlässig arbeiten. Regulierung und Einlagensicherung sind deshalb die wichtigsten Kriterien zum Schutz ihrer Investitionen.

Informieren Sie sich in unserem nachfolgenden Beitrag, wie Sie sicher über Ihren Online-Broker handeln und wie Sie sich selbst durch verantwortungsvollen Umgang mit Sicherheitsstandards vor Betrug schützen können.

Auf sichere SSL-Verschlüsselung bei Zahlungen achten

Das wichtigste Kriterium ist zunächst die Sicherheit Ihrer Investition, egal in welcher Höhe. Das beginnt bereits mit der Einzahlung auf das Handelskonto. Steht eine Online-Zahlungsmöglichkeit zur Verfügung wie Kreditkartenzahlung oder Sofortüberweisung, sollten Eingabe von Kontodaten und Transaktion nur über eine als sicher geltende SSL-Verschlüsselung erfolgen. Broker weisen vielfach gesondert darauf hin, dass sie eine sichere SSL-Verschlüsselung verwenden.

Sicher über regulierte Broker handeln

EU-regulierte Broker unterliegen regelmäßigen Überprüfungen nach den EU-weit einheitlich geltenden MiFiD-Richtlinien durch die zuständige Finanzmarktaufsicht, in Deutschland der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Die Regulierung gilt als das wichtigste Merkmal eines seriös arbeitenden Brokers.

Regelmäßige Überprüfungen regulierter Broker durch die zuständige Finanzmarktaufsicht sollen sicherstellen, dass alle Richtlinien und Vorschriften eingehalten werden. Dies bedeutet insbesondere für Online-Trader ein höchstmögliches Maß an Sicherheit, was Handel und Kundengelder angeht, sagt aber auch etwas über die Motivation des Brokers aus, denn die Zulassung und Regulierung über die Aufsichtsbehörde zumindest innerhalb der EU mit hohem bürokratischen Aufwand verbunden. Zudem ist eine Regulierung freiwillig.

Kundengelder müssen von regulierten Brokern getrennt vom Unternehmenskapital auf segregierten Bankkonten verwahrt werden. Damit wird ausgeschlossen, dass im möglichen Insolvenzfall des Brokers Kundengelder mit dem Unternehmenskapital vermischt werden können und gegebenenfalls dann den Gläubigern aus der Insolvenzmasse zur Begleichung ihrer Forderungen zugeführt werden.

BaFin Logo

Sichere Banken verfügen über eine Einlagensicherung

Kundengelder verwahrende Banken sollten einem Einlagensicherungsfonds angehören. So wird eine Entschädigungsleistung bis zu einem Höchstbetrag je Kunde im Fall einer Zahlungsunfähigkeit der Bank garantiert.

In Deutschland gibt es eine gesetzliche Einlagensicherung von bis zu maximal 100.000 EUR je Kunde, auf Zypern, wo beispielsweise viele CFD– und Binäre Optionen-Broker ihren steuergünstigen Unternehmenssitz haben, sind es jedoch nur 20.000 EUR. Achten Sie deshalb darauf, ob die Einlagensicherung der Bank ihre Investition auch wirklich voll abdeckt.

Zum einen gibt es in Deutschland die gesetzliche Einlagensicherung gemäß dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz, zum anderen ist den Kreditinstituten auch eine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung durch Mitgliedschaft in einem Einlagensicherungsfonds wie z.B. dem Bundesverband deutscher Banken e.V. möglich.

Die maximale Entschädigung durch einen solchen Einlagensicherungsfonds beträgt aktuell 20% des maßgeblich haftenden Eigenkapitals des Kreditinstituts je Kunde, vorausgesetzt, der freiwillige Einlagensicherungsfonds verfügt über diese Mittel bei Eintritt des Entschädigungsfalls bei einer Insolvenz.

Informieren Sie sich bei Ihrem Broker, bei welcher Bank die Kundengelder verwahrt werden und erkundigen Sie sich nach der Einlagensicherung. Einige Anbieter mit Sitz innerhalb der EU schieben Kundengelder auch auf Bankkonten im außereuropäischen Ausland für die Dauer der Verwahrung, weil sie dort mehr Zinsen erhalten. Aufgrund der Niedrigzins-Politik der EZB zwar kein Wunder, aber im Ernstfall schlecht für den Kunden.

Eigene Zugangsdaten- und Passwortsicherheit nicht vergessen

Wie bei allen passwortgesicherten Bereichen im Internet, sollten Kunden vor allem darauf achten, wie beim Online-Banking nur SSL-verschlüsselte Seiten zu nutzen. Der Zugang zum geschützten Kundenbereich des Brokers ist verschlüsselt, erkennbar an den Buchstaben „https“ zu Beginn der Webadresse und dem Schloss-Symbol.

Wenn Sie sich in ihr Handelkonto einloggen wollen, geben Sie die Webadresse immer direkt in die Adresszeile in Ihrem Browser ein oder rufen Sie sie über ihre eigenen gespeicherten Favoriten (Lesezeichen) auf.

Speichern Sie niemals Zugangsdaten und Passwörter auf Ihrem PC. Alle Daten, die sich auf Ihrem PC befinden, können von Schadprogrammen wie Trojanern ausgelesen werden. Vorsicht ist auch bei gespeicherten Zugangsdaten im Browser geboten, die automatisch bei Aufrufen der Webseite eingefügt werden. Zwar ist es bequem, nicht erst die Zugangsdaten heraussuchen zu müssen, beinhaltet aber ein hohes Sicherheitsrisiko.

Online Banking

Passwörter sollten den allgemeinen Sicherheitsstandards entsprechen und Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen beinhalten. Das ist bei den automatisch generierten Passwortern, die Online-Broker bei Erstellung des Handelskontos erzeugen, nicht immer der Fall. Außerdem kann man sich diese Kombinationen häufig nur sehr schlecht merken. Ändern Sie nach Möglichkeit das Passwort in regelmässigen Abständen.

Vorsicht vor unseriösen Brokern

Unseriöse Broker greifen zu jedem Mittel, um Kunden um ihr Geld zu bringen. Häufig handelt es sich um unerwünschte Telefonanrufe oder E-Mails, weil Ihre Rufnummer und E-Mailadresse durch eine von Ihnen vorgenommene Registrierung auf der betreffenden Webseite bekannt ist oder Sie ein Handelskonto eröffnet haben, ohne eine Einzahlung vorzunehmen. Auch mit „zu“ niedrigen Einzahlungen, weil sie den Handel bei dem Broker zunächst einmal testen wollen, landen Sie schnell auf der Anrufliste.

Bevor Sie Ihre persönlichen Kontaktdaten auf einer Broker-Webseite angeben, sollten Sie sich über den Anbieter zunächst ausreichend informieren und vor allem auf seine Seriosität überprüfen. Ausführliche Informationen finden Sie zu den jeweiligen Anbietern in unserem großen Broker-Test.

Unerwünschte Anrufe konsequent abbrechen

Sind Sie bereits Kunde bei einem der wirklich Schwarzen Schafe unter den Online-Brokern und haben eine Einzahlung vorgenommen oder das zumindest vor oder bereits Verluste erlitten, kann Ihnen ein als telefonisches Handelscoaching getarnter Anruf ernsthaft finanziell schaden, wenn Sie darauf eingehen. Die Strategie dieser „Akquisition“ ist, Kunden zu überreden, möglichst viel auf das Handelskonto nachzuschiessen und den Handel dann dem vermeintlichen Profi zu überlassen. Sie erlauben ihm damit den vollen Zugriff auf ihr Handelskonto. In wenigen Tagen dürfte Ihr Konto jedoch auf Null stehen, denn der hilfsbereite Trader hat die Summe durch im Handel erzeugte Verluste seinem Arbeitgeber zugespielt.

Mobile Trading

Lassen Sie sich auf solche Telefongespräche nicht ein und brechen Sie sie konsequent ab. Sie werden sich sonst im Verlauf nur über den Anrufer ärgern, wie provozierend und fordernd er wird. Wenn Sie Kontakt zu Ihrem Broker aufnehmen wollen, um mit einem Konto-Manager oder Coach zu sprechen, sollten Sie selbst die Person sein, die entscheidet, wann das Gespräch stattfindet und was der Inhalt sein wird.

Fazit zur Sicherheit beim Online Broker

Handelskonten bei Online-Brokern sind im Prinzip nichts Anderes als ein Bankkonto, auf dem Sie ihre Investition einzahlen. Nur haben die meisten Kunden weit mehr Vertrauen in ihre Bank als in die Sicherheit bei Online-Brokern. Bevor Sie sich bei einem Broker anmelden, sollten Sie deshalb die Kriterien überprüfen, die für sicheres Handeln und ihr Depot wichtig sind.

EU-regulierte Broker gewährleisten eine hohe Sicherheit für den Kunden. Sie werden regelmäßig von der zuständigen Finanzmarktaufsicht überprüft und müssen sich an die MiFiD-Richtlinien halten. In Deutschland ist die zuständige Aufsichtsbehörde die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Wie vielen deutschen Aufsichts-Organen wird auch ihr ein hohes Maß an Vertrauen entgegenbracht und sie gilt als besonders zuverlässig.

Regelmäßige Überprüfungen regulierter Broker stellen die Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften sicher. Hält ein Broker diese nicht ein, greifen Maßnahmen seitens der Aufsichtsbehörde, die gegebenenfalls auch einen Lizenzentzug nach sich ziehen können.

Kundengelder müssen von regulierten Brokern getrennt vom Unternehmenskapital auf separaten Bankkonten verwahrt werden. Die Kundengelder verwahrenden Banken sollten in jedem Fall einem Einlagensicherungsfonds angehören. In Deutschland gilt eine gesetzliche Einlagensicherung von bis zu maximal 100.000 EUR je Kunde, in anderen EU-Ländern wie beispielsweise Zypern sind die Entschädigungsleistungen wesentlich niedriger. Dort erhalten Sie im Entschädigungsfall nur bis zu 20.000 EUR. Ihre Investition sollte diesen Betrag also keinesfalls überschreiten.

Ausgenommen davon sind beispielsweise Aktien, die sich in Ihrem Depot befinden. Die Bank bzw. der Online-Broker wie z.B. die Direktbanken sind nur die Verwahrstelle für Wertpapiere, an die Papiere selbst kommen sie nicht heran. Sollte das Wertpapier-verwahrende Institut allerdings trotzdem einmal zahlungsunfähig und insolvent werden, sollten sie den Insolvenzverwalter kontaktieren, um die Herausgabe ihrer Wertpapiere zu veranlassen. In einem Chaos wie einer Bankinsolvenz kann man sich auf eine geregelte Abarbeitung nicht wirklich verlassen.

Auch Sie selbst können aktiv dazu beitragen, sicher bei Ihrem Online-Broker zu handeln. Nutzen Sie nur verschlüsselte Webseiten. Geschützte Kundenbereiche wie das Handelskonto sind bei Ihrem Broker verschlüsselt, achten Sie auf die Buchstaben „https“ zu Beginn der Webadresse in der Adresszeile und auf das kleine Schloss-Symbol.

Zugangsdaten und Passwörter sollten Sie nie auf Ihrem PC speichern, zu groß ist die Gefahr, dass die Dateien von Trojanern oder anderer Schadsoftware ausgelesen werden können. Gespeicherte Zugangsdaten gehören auch nicht in den Browser, wo sie automatisch beim Aufrufen der Webseite eingefügt werden. Passwörter sollten im übrigen der empfohlenen Kombination allgemeiner Sicherheitsstandards entsprechen, nicht dem eigenen Namen oder dem Geburtsdatum. Das macht es Betrügern sonst umso leichter.

Was Sie auf dem PC nicht tun, sollten Sie allerdings auch nicht auf dem Smartphone umso eher speichern. Viele Nutzer von mobile Apps, die über Smartphone oder Tablet handeln, haben die Zugangsdaten nicht nur automatisch gespeichert, sondern auch in ihrem Telefonverzeichnis vermerkt.

Bevor Sie mit dem Handel überhaupt beginnen können ist zunächst eine Investition auf Ihr Handelskonto als Kapitaleinzahlung nötig. Bei Einzahlungen, die nicht über Ihre Bank als Überweisung erfolgen, ist eine sichere SSL-Verschlüsselung erforderlich, damit die Durchführung der Transaktion geschützt ist und ihre Kontodaten nicht in falsche Hände geraten. Kreditkartenangaben, PayPal-Zahlungen und Sofortüberweisungen o.a. direkte Transaktionen sollten grundsätzlich nie über ungeschützte Webseiten erfolgen.

Vorsicht ist auch bei der Nutzung fremder Rechner geboten. Wenn Sie diese wirklich für den Handel oder Zugriff auf Ihr Handelskonto nutzen wollen, sollten Sie nicht nur die Sicherheit der Webseite und der Zugangsdaten beachten, sondern sich beim Beenden ordnungsgemäß über die Log out-Funktion von Ihrem Handelskonto abmelden und anschließend sowohl den Browserverlauf als auch den Cache löschen.

Installieren Sie auf Ihrem Rechner ein qualitativ gutes Anti-Viren- und Schadsoftware-Programm, auch wenn Sie gegebenenfalls eines kaufen müssen und es nicht kostenlos downloaden können. Die Durchführung regelmässiger Updates stellt sicher, dass auch neue Trojaner & Spähsoftware keine Chance haben. Trotzdem besteht natürlich ein Restrisiko, da immer zuerst die Viren- und Schadsoftware exisiert und nicht zuerst das Anti-Virenprogramm.

Wenn Sie dubiose Positionen auf ihrem Handelskonto entdecken, die sie selbst nicht gehandelt haben, kontaktieren Sie sofort den Broker. Gibt es dafür keine umgehende Erklärung, sollten Sie auf eine Sperrung des Kontos bestehen bis die Angelegenheit abschließend geklärt ist.

Es versteht sich von selbst, dass Sie Zugangsdaten und Passwörter niemals, auch nicht auf telefonische Nachfrage oder per E-Mail, herausgeben sollten. Weder Banken noch Online-Broker werden Sie danach fragen. Das wäre schon allein aufgrund der Systemsicherheit gar nicht nötig, jedes System kann Passwörter problemlos zurücksetzen und benötigt keine persönlichen Zugangsdaten dazu.

Wie beim Online-Banking ist auch bei Online-Brokern eine hohe Sicherheit erforderlich. Schließlich geht es bei beiden um ihr eigenes Geld und ihre Bank- und Brokerage-Geschäfte. Überprüfen Sie deshalb Ihren Broker, ob er die Sicherheitsstandards einhält und Sie sicher handeln können.

Im Gegensatz zum Online-Banking hat das Online-Trading aber einen entscheidenden Vorteil. Es werden keine Transaktionsnummern genutzt und es können normalerweise keine Auszahlungen erfolgen, weil Online-Broker überwiegend mit Netz und doppeltem Boden arbeiten und bei Transaktionen durch Legitimierung und Einhaltung der Vorschriften, Beträge nur auf eigene Konten des Handelskonto-Inhabers zu transferieren auf Nummer sicher gehen.

Das Interesse von Betrügern, ein Handelskonto bei einem Online-Broker abzuräumen dürfte deshalb sehr gering sein und Wertpapier-Depots plündern zu wollen, sind eine eher äußerst dumme Idee. Sie sind eher auf Phishing von Bankkonten-Zugangsdaten spezialisiert, die Möglichkeiten an Guthaben zu kommen und Beträge unbemerkt abzubuchen, sind wesentlich einfacher und vielfältiger.

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Sicher beim Online-Broker handeln was last modified: Juni 20th, 2016 by AngelaZ