Trading 2016 – Ausblick, Chancen & Risiken

Trading 2016 – Ausblick, Chancen und Risiken

Politische Auswirkungen auf Wirtschaft und Finanzsektor in 2016

Während Europa derzeit einen innenpolitisch turbulenten Eindruck macht, für zahlreiche ältere und neuere Probleme Lösungen für Konflikte braucht und sich zur Zeit immer wieder neuen Herausforderungen stellen muss, wirken die USA geradezu unauffällig. Trotz hitziger Debatten über die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im November 2016 und Reformen wie das Gesundheitssystem, wirken die USA vergleichsweise unaufgeregt und risikoarm, was den Ausblick auf die US-Wirtschaft in 2016 betrifft.

Inwieweit die innereuropäische Lage wie z.B. in Bezug auf die hohe Terrorgefahr, den Kampf gegen den Terror, der politische Umgang mit Flüchtlingen und zahlreiche Konfliktlösungen in 2016 voranschreitet und sich dies auf die Wirtschaft in der Eurozone auswirkt, ist derzeit allerdings noch gar nicht abzusehen, da auch jegliche Erfahrungswerte bezüglich effektiver Lösungen fehlen.

Insgesamt rechnet man mit einem leichten Anstieg des Weltwirtschaftswachstums in 2016, welches in den vergangenen 5 Jahren nahezu konstant blieb.

Weltwirtschaftswachsum

Voraussichtlich weiterhin starker US-Dollar

Forex-Trader konnten bereits in 2015 beobachten, dass der US-Dollarkurs sich im Vergleich zum Euro und anderen Majors überproportional stark verhalten hat. Von einer Fortsetzung dieses Trends ist vermutlich auch in 2016 auszugehen.

Währungsanalysten prognostizieren abhängig von den fälligen Zinsentscheidungen sowohl der US-amerikanischen Notenbank Fed (Leitzinserhöhung in den USA) als auch der Europäischen Zentralbank EZB (Senkung des Einlagenzinssatzes) eine weitere Abwertung des Euros. Dies wirkt sich zwar positiv auf den Export aus, da Waren günstig in der Eurozone eingekauft werden können, schwächt aber wiederum den Import, der sich mit einem schwachen Euro erheblich verteuert.

USD Performance - Trend 2016

Aktien auch in 2016 vergleichsweise hoch bewertet

Aktienunternehmen wird zwar ein vergleichsweise geringes Gewinnwachstum im einstelligen Bereich vorhergesagt, so dass sich in 2016 die Aktienkurse zögerlicher verhalten dürften, zeichnen sich aber durch Stabilität bzw. möglichem, leichten Aufwärtstrend aus. Japanische Unternehmenswerte können laut Prognosen sogar ein zweistelliges Gewinnwachstum von knapp über 10% erreichen.

Im Fokus stehen aber vor allem Technologie-, Finanz- und die sogenannten Nicht-Basiskonsum-Werte der Eurozone und den USA, deren Nachfrage durch Investoren besonders bei niedrigen Zinsen für die konservativen Geldanlagen steigen kann. Daraus resultiert ein höheres Handelsvolumen bei den stärker nachgefragten Papieren, was sich zumindest zeitweise positiv auf die jeweilige Aktienkursentwicklung auswirken dürfte.

Als weniger stabil oder leicht steigend werden die Aktienmärkte der Schwellenländer eingeschätzt, da sich auch die internationale Geldpolitik hierauf schwächer auswirkt. Nach rasantem Abstieg in 2015, rechnen Experten zwar mit einem Wirtschaftswachstum von bis zu 6,5%, sofern weitere Reformen verabschiedet und umgesetzt werden, das Land gilt jedoch als Unsicherheitsfaktor und hat auch zahlreiche eigene Probleme zu lösen. Zum Beispiel werden auf Kosten der weltweit stärksten Umwelt- und Luftverschmutzung Verbesserungen der Industrieproduktionsstätten zugunsten des Wirtschaftswachstums nicht vorgenommen.

Da die Wirtschaftsmacht China allerdings ebenfalls auf Konfliktkurs mit einigen  pazifischen Anrainerstaaten wegen der Besitzansprüche um die Spratly-Inseln ist, besteht auch hier die Gefahr, sich durch mögliche Konfliktausübung gegebenenfalls wirtschaftlich zu isolieren und weitere Außenhandelsbeziehungen z.B. durch Sanktionen zu gefährden.

Rohstoffe – Übliche unsichere Prognosen und wenig Bewegung

Prognosen über die Entwicklung der weitestgehend unabhängigen Rohstoffmärkte werden von allen seriösen Analysten nur sehr zögerlich abgegeben, da diese Märkte einer hohen Anzahl von Faktoren unterliegen, so dass sie extrem schwer zu analysieren sind, was wiederum lediglich unsichere Vorhersagen erlaubt. Zudem zählen Rohstoffmärkte auch als Tummelplatz für hochrisikofreudige Spekulanten, die ebenso schnell wieder aus dem Markt aussteigen. Hierzu zählen insbesondere z.B. Getreidemärkte, deren Preisentwicklung sich nicht nur nach Angebot (ertragreiche oder Missernten etc.) und Nachfrage regelt.

Rohstoffe 1

Beim Ölpreis lässt man sich zumindest auf vorsichtige Prognosen ein, da er in US-Dollar gehandelt wird. Bezogen auf diesen einen von zahlreichen Einflussfaktoren, geht man aufgrund der starken US-Währung auch für 2016 von niedrigen Ölpreisen aus. Hinzu kommt, dass das Angebot infolge der hohen Fördermengen über der Nachfrage liegt und der Rohstoff somit vergleichsweise günstigen Preisen unterliegt.

Rohstoffe 2016

Auch für den Rohstoff Gold sind nur sehr vage Vorhersagen möglich und es dürfte sich demnach nicht allzu viel bewegen. Allgemein wird auch hier davon ausgegangen, dass das Aufstocken von Goldreserven der Notenbanken in Schwellenländern zumindest keine steigende Kursentwicklung bewirkt, denn durch den starken US-Dollar werden für einen Ankauf hohe Preise fällig.

Fazit zum Ausblick 2016

Zwei wesentliche Faktoren der Gesamt-Prognose 2016 sind zum einen der starke US-Dollar und zum anderen die innerpolitischen, europäischen Herausforderungen, die sich wirtschaftlich auswirken können und deren Lösung derzeit nicht überschaubar ist. Inwieweit vor allem neuer Handlungsbedarf, die Bewältigung von länderspezifischen Problemen und Konfliktlösungen in Wirtschaft und Handel in welchem Umfang eingreifen, ist kaum zu prognostizieren.

Niedrige Zinsen innerhalb der Eurozone verringern weiterhin die erzielbaren Renditen für Geldanlagen und sind nach wie vor wenig attraktiv. Wer die aktuellen Entwicklungen im Auge behält und seine Marktkenntnisse immer wieder vertieft, kann auch in 2016 im Trading gute Gewinne erzielen, die weit über den konservativen Anlagemöglichkeiten mit Renditen von maximal bis zu 3,5% liegen.

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Trading 2016 – Ausblick, Chancen & Risiken was last modified: Januar 21st, 2016 by AngelaZ