Binäre Optionen – Broker in Deutschland im Vergleich

Made in Germany

 

Binäre Optionen – Broker in Deutschland

In den diversen Bewertungsportalen für Binäre Optionen findet man letztendlich immer wieder die gleichen Binäre Optionen-Broker, jedoch hat keiner der bekannten Anbieter in den Rankings einen tatsächlichen Hauptsitz in Deutschland. Hierfür gibt es verschiedene Gründe.

Binäre Optionen-Broker mit Sitz in Deutschland gibt es in der Tat nur sehr wenige. Dies liegt zum einen an den strengen Regularien und Auflagen für Finanzdienstleister in Deutschland, zum anderen an diversen möglichen Ausweichstandorten innerhalb der EU, die vor allem wegen geringer Steuern, aber auch vereinfachter Regulierungsvoraussetzungen für den Binäre Optionen-Broker attraktiv sind. Bevorzugte Standorte sind z.B. vor allem Zypern, aber auch Malta oder Gibraltar.

Die Voraussetzungen für eine Unternehmensgründung und Zulassung in den vorgenannten Ländern sind gegenüber Deutschland wesentlich vereinfacht. Nicht zuletzt hat der Standort natürlich auch eine günstige Steuerkomponente für das Unternehmen.

Strenge Auflagen für EU-regulierte Unternehmen

Die staatliche Aufsichtsbehörde BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) in Deutschland prüft genauestens die Voraussetzungen für Regulierung und Lizenz nach zahlreichen Kriterien z.B. bezüglich Anlegerschutz und marktbezogenen Themen (wie z.B. die Handelstransparenz). Natürlich haben auch die staatlichen Aufsichtsbehörden anderer EU-Länder diese Kriterien, jedoch in teilweise reduziertem Umfang und unter weniger strengen Voraussetzungen als in Deutschland oder einer Regulierung ausserhalb der EU in Grossbritannien.

Gleich ist aber in allen EU-Ländern  immer die Einhaltung der EU-weiten MiFiD-Richtlinien bezüglich des Anlegerschutzes, dieser muss zwingend von allen EU-Regulierungsbehörden umgesetzt werden und unterliegt einer regelmäßigen Prüfung der regulierten Unternehmen durch die Aufsichtsbehörde.

Für den Anlegerschutz ist beispielsweise die Verwahrung von Kundengeldern separat vom Unternehmenskapital des Binäre Optionen-Brokers aufgrund der Richtlinien EU-weit verpflichtend, er muss nachweisen, dass die Kundengelder auf einem nur hierfür bestehenden Konto eingezahlt sind. Hier handelt es sich um Treuhandkonten, auf die der Broker keinen Zugriff hat, um z.B. mit den Kundengeldern seine Betriebsausgaben zu bestreiten. Im Falle einer Insolvenz des Brokers sind die Kundengelder somit geschützt und werden von der Insolvenzmasse getrennt behandelt. Bei einer Insolvenz des Brokers verliert der Trader also nicht sein Guthaben.

Weitere Sicherung von Kundengeldern

Andere Bestimmungen unterscheiden sich in den verschiedenen EU-Ländern. So sichert z.B. Einlagensicherungsfonds ICF (Investors Compensation Fund) auf Zypern Kundengelder auf dortigen Bankkonten nur bis zu 20.000 EUR pro Anleger (=Kunde) und Bank, während es in Deutschland über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken 100.000 EUR pro Anleger und Bank sind. Der Einlagensicherungsfonds bezieht sich jedoch grundsätzlich nicht auf die Entschädigung bei Insolvenz des Brokers, sondern greift bei Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz der kontoverwaltenden Bank. In Kombination mit der o.g. Erläuterung zu der vom Unternehmenskapital getrennten Verwahrung von Kundengeldern ist also ein Schutz vor Verlust sowohl in einem als auch im anderen Fall gewährleistet.

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In den Ländern der Wirtschafts- und Bankenkrisen innerhalb der EU wie z.B. Griechenland oder Zypern (bitte hierbei beachten, dass Zypern aus einem griechischen und einem türkischen Teil besteht) ist es aufgrund der mangelnden Kapitalausstattung der Einlagensicherungsfonds in der Vergangenheit zu finanziellen Engpässen bei Bankenschließungen und daraus folgender Entschädigungszahlungen an die Anleger gekommen. Die staatlichen Einlagensicherungsfonds konnten ihrer Zahlungpflicht nur mit Hilfe der EU nachkommen. Eine Garantie, dass die EU die Entschädigungszahlungen bei erneuten Engpässen auffängt, gibt es nicht. Zahlungen auf griechische Bankkonten bleiben also ein Risiko. Natürlich können auch Grossbanken von einer Zahlungsunfähigkeit betroffen sein.

Auch aus diesem Grund sollte bei Binären Optionen-Brokern darauf geachtet werden, wohin z.B. Einzahlungen über Banküberweisungen fließen. In unseren Tests und Erfahrungsberichten geben wir dies normalerweise immer mit an und machen darauf aufmerksam, wenn es sich um eine Bank außerhalb der EU, wie z.B. Kuwait, oder um Banken in Ländern während Banken- und Wirtschaftskrisen handelt.

Warum sind viele Broker nicht EU- oder FCA-reguliert?

Grundsätzlich muss sich der Binäre Optionen-Broker für einen Markt, in dem er auftreten will, entscheiden. Eine EU-Regulierung verbietet gleichzeitige Marktaktivitäten in den USA und auch die Regulierungsvoraussetzungen der staatlichen US-Aufsichtsbehörde lassen gleichzeitige, weltweite Marktaktivitäten nicht zu. Der US-Markt ist für Online-Broker allerdings sehr attraktiv und häufig will man sich mit einer EU-Regulierung nicht den parallelen Marktzugang in Europa und den USA verbauen. Dies kann, muss aber nicht, in Einzelfällen auch ein Grund sein, warum ein Binärer Optionen Broker nicht reguliert ist. Auf jeden Fall ist ein regulierter Binäre Optionen-Broker aber eine sicherere Alternative als ein nicht-regulierter.

Deutsche Niederlassungen Binärer Optionen-Broker

Einige Binäre Optionen-Broker haben zwar eine deutsche Niederlassung, unterhalten ihren Hauptsitz aber im Ausland. Eine deutsche Niederlassung erweckt bei dem deutschen Kunden einen gewissen Vertrauensvorschuss, dient aber auch der serviceorientierten Unterstützung durch deutschen Support und Ansprechpartner. Man sollte also dies nicht rein unter dem Deckmantel sehen, es soll ein deutsches Unternehmen suggeriert werden, was Vertrauen erwecken soll. Ein zu qualifizierter Support zu MEZ-Uhrzeiten und in deutscher Sprache hat durchaus seine Vorteile.

Rein rechtlich haben diese Niederlassungen keinerlei Verantwortung für die Geschäfte mit der ausländischen Muttergesellschaft, der Nutzervertrag mit den dazugehörigen AGB wird grundsätzlich mit der Hauptgesellschaft im Ausland formlos und mit einem Klick auf das Akzeptieren der Nutzungsbestimmungen und AGB unterschriftslos abgeschlossen, nicht mit der Niederlassung. Das macht es umso wichtiger, sich vor Kontoeröffnung die Bestimmungen und AGB genau durchzulesen und zu wissen, mit wem tatsächlich man eine Vereinbarung eingeht.

Bei einigen Binäre Optionen-Brokern befindet sich z.B. der Sitz in Übersee, z.B. Anguilla, den British Virgin Islands etc. Das bedeutet, dass im Fall einer Auseinandersetzung der Sitz der Gesellschaft auch der Gerichtsstand ist. Forderungen (z.B. aufgrund nicht erfolgter Auszahlungen, Verdacht auf Marktmanipulation o.ä.) einzuklagen, wird dann eine langwierige und vor allem teure Angelegenheit.

Für eine BaFin-Registrierung ist lediglich der Anschriftennachweis der Niederlassung erforderlich, eine Prüfung wie bei regulierten Finanzdienstleistern mit Hauptsitz in Deutschland wird nicht durchgeführt. Die Angabe „BaFin-reguliert“ im Zusammenhang mit einer deutschen Niederlassung ist also wertlos und auch nicht richtig, die Niederlassung ist lediglich bei der BaFin registriert und nicht reguliert.

Andere Binäre Optionen-Broker mit Sitz im EU-Ausland geben ebenfalls die BaFin gerne als Regulierungsbhörde an. Hier handelt es sich aber genaugenommen nicht um eine Regulierung, sondern um eine Zulassung als grenzüberschreitender Dienstleister. Die Regulierung erfolgt am Sitz des Unternehmens, also beispielsweise auf Zypern. Mit einer eigentlichen BaFin-Regulierung hat diese Zulassung also nichts zu tun.

Neben der Vertrauenswürdigkeit tatsächlich in Deutschland ansässiger und regulierter Binäre Optionen-Broker wäre auch ein für den Trader ein weiterer nicht unerheblicher Vorteil verbunden. Während bei allen nicht in Deutschland ansässigen Binäre Optionen-Brokern keine Versteuerung von Gewinnen aus Kapitalerträgen erfolgt, würde die Abgeltungssteuer von einem deutschen Broker automatisch abgeführt. Für den Trader würde also damit jeder Aufwand entfallen, die Versteuerung im Rahmen seiner Steuererklärung selbst vornehmen zu müssen.

Binäre Optionen-Broker mit Hauptsitz in Deutschland

Die Binäre Optionen-Branche boomt, aber von tatsächlichen deutschen Binäre Optionen-Brokern ist bislang so gut wie nirgends die Rede. Warum gibt es in den Tests und Erfahrungsberichten vieler Bewertungsportale keine wirklich deutschen Online-Broker?

Die Antwort ist einfach. Es gibt nur sehr wenige Anbieter in Deutschland, die auch tatsächlich in Deutschland ansässig und reguliert sind. Hierbei handelt es sich z.B. um die Varengold Bank FX, einer Marke und Handelsplattform für Binäre Optionen der Varengold Bank AG mit Sitz in Hamburg.

Die vier größten deutschen Anbieter sind IG Markets, Markets, Saxo und die Royal Bank of Scotland (ehemalige CFD-Plattform Marketindex der ABN Amro Bank nach Übernahme durch die Royal Bank of Scotland).

Diese deutschen Broker wenden sich allerdings an professionelle Trader und haben mit der Vielzahl der sonstigen Binäre Optionen-Broker nicht viel zu tun. Auch die Mindesteinzahlungen sind weitaus höher und nicht vergleichbar mit anderen Binäre Optionen-Brokern. Es gibt bei diesen Online-Brokern auch keine Bonussysteme oder sonstige Marketing-Promotions, so dass ein Vergleich eine andere Testsparte sein müsste.

Dass es auch in Deutschland „schwarze Schafe“ geben kann, zeigt das Beispiel von FXdirect. Aufgrund der hohen Verluste wurde der Broker seinerzeit durch die BaFin geschlossen. Zuvor gab es jedoch bereits eine brodelnde Gerüchteküche in der Branche, der Handel würde von FXdirect manipuliert, den Tradern mit falschen Demo-Konten eine völlig überzogene Rendite vorgegaukelt, die sich real gar nicht erzielen ließ usw. Letztendlich war dies nicht der Grund für die Schließung des Brokers durch die BaFin, macht aber deutlich, dass so etwas auch in Deutschland passieren kann, wenn auch nur im Einzelfall. Insbesondere Market Maker haben durch diese schlechte Presse ein negatives Image erhalten.

In einigen Bewertungsportalen wird auch FXFlat als „echter“ deutscher Binäre Optionen-Broker bezeichnet. Dies ist dahingehend falsch, dass es sich bei derTrading-Plattform nicht um die FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH mit Sitz in Ratingen bei Düsseldorf , sondern um GFT Markets handelt. GFT Markets ist ein Unternehmen der Gain Capital Limited mit Sitz in London/Grossbritannien. Gain Capital ist durch die britische FCA (Financial Conduct Auhority) reguliert. Ein deutscher Binäre Optionen-Broker ist die Trading-Plattform FXFlat also auch nicht, auch wenn die Regulierung über die FCA erfolgt und dies für Seriosiät spricht.

Binäre Optionen Broker „Made in Germany“

Einige deutsche Kapitalanlagegesellschaften bzw. Vermögensverwaltungen führen ihre Binäre Optionen-Unternehmen unter EU-Regulierung zwar im Ausland, bieten aber einige Vorteile eines deutschen Unternehmens im Hintergrund wie z.B. deutschsprachige Webseiten, vollständige und transparente Informationen und Inhalte, deutschsprachigen Support usw. Gibt es negative Kritik an den Binäre Optionen-Brokern, haben auch die deutschen Unternehmen einen Ruf zu verlieren. Deshalb liegt es durchaus im Interesse dieser Broker, vertrauenswürdig zu sein, einen korrekten Handel zu bieten und eine beanstandungsfreie Abwicklung zu gewährleisten.

Die folgenden Binäre Optionen-Broker bieten als im Ausland ansässige Trading-Plattformen mit deutscher Muttergesellschaft die „Made in Germany“-Variante. Mit einem Klick auf das jeweilige Logo kommen sie zu unserem jeweiligen Erfahrungsbericht und können sich dort direkt beim Broker anmelden:

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Binäre Optionen – Broker in Deutschland im Vergleich was last modified: Februar 9th, 2016 by AngelaZ