CFD Margin – CFD Broker Test & Vergleich

Dax

CFD – Margin

Wie funktioniert CFD-Handel?

Mit vergleichsweise niedrigem Kapitaleinsatz lassen sich beim Handel mit CFDs (Contracts for Difference bzw. Differenzkontrakte) hohe Gewinne erzielen. Das Investment besteht bei gehebelten Finanzprodukten wie CFDs aus einer geringen Sicherheitsleistung, der Margin, die nur einen Bruchteil in Prozent des Gegenwertes der gehandelten Position beträgt. Dadurch ist bei dieser Art von Trading vergleichsweise wenig Kapital gebunden, trotzdem bestehen aber weitaus höhere Renditechancen als bei vielen anderen Trading-Varianten.

Bull & Bear

Im CFD-Handel können Trader nicht nur von steigenden, sondern auch von fallenden Kursen profitieren. Ein realer Vermögenswert wird nicht erworben, sondern lediglich eine Vorhersage auf den Kursverlauf eines Basiswertes getroffen. Tritt die Vorhersage ein, werden beachtliche Gewinne erzielt, je nach Hebel, es können aber bei einem Kursverlauf in die entgegengesetzte Richtung auch hohe Verluste erfolgen, die das Guthaben auf dem Trading-Konto übersteigen und auch das sonstige Vermögen des Traders betreffen können. Die Differenz zwischen dem Einstands- und Ausstiegskurs des gehandelten Basiswertes ergibt den Gewinn bzw. Verlust.

Ausführliche Hintergrund-Informationen über das unter Tradern sehr beliebten CFD-Trading mit Derivaten finden Sie in unserem Artikel „CFD-Handel“, der Ihnen auch die Wahl des richtigen CFD-Brokers erleichtert.

Was ist eine Margin und wie berechnet sie sich?

Wie beispielsweise auch im Kreditwesen, sind auch für andere Finanzprodukte und insbesondere Trading-Geschäfte Sicherheiten erforderlich. Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die für eine Position praktisch als Pfand für die betreffende Position hinterlegt wird. Da Market Maker z.B. voll im Bonitätsrisiko stehen, verlangen Sie eine Margin als Risikoausgleich hierfür, denn sie übernehmen dieses Risiko für den Trader. Dem Broker entstehen bei der Glattstellung einer Position Kosten, die am nächsten Handelstag anfallen, wenn die Position über Nacht gehalten wurde. Auch hierfür benötigt er eine Sicherheit, die in die Berechnung der Margin mit einfließt.

Die Höhe der Margin fällt je nach Broker unterschiedlich aus. Auch innerhalb der Risikoklasse eines Marktes wie z.B. Aktien oder Indizes gibt es unterschiedlich hohe Margins, die im Asset Index des Brokers dem jeweiligen Basiswert zugeordnet sind. Weitere Faktoren sind die Volatilität eines Basiswertes, d.h. wie anfällig dieser für starke Kursschwankungen ist, und das Anlagemodell des Brokers.

Je geringer der Hebel ausfallen soll, desto höher ist die Margin, die hinterlegt werden muss. D.h. Trader, die mit niedrigem Hebel von 1:5 handeln und damit ein geringeres Risiko bezüglich der Höhe von Gewinn oder Verlust eingehen möchten, müssen eine höhere Margin von z.B. 20% hinterlegen. Anfänger und Einsteiger sollten von dieser Möglichkeit unbedingt Gebrauch machen und keine niedrigen Margins wegen des geringen Kapitaleinsatzes wählen, sondern ihren Focus stattdessen auf ein kalkulierbareres Handelsrisiko richten.

Ein praktisches Beispiel für eine CFD-Margin auf Aktien:

Der Hebel beträgt 1:5, die Margin 20%. Die Position enthält 10 Kontrakte mit jeweils 100 Aktien zu einem Wert von je 50 EUR, der Einstandswert insgesamt also 5.000 EUR für 1.000 Aktien in Kontrakten. Die Margin beträgt auf der Basis von 20% des Gegenwertes von 5.000 EUR dementsprechend 1.000 EUR, obwohl mit dem vollen Gegenwert aufgrund der Hebelwirkung gehandelt wird. Hier wird erkennbar, wie sich weitaus höhere Hebel und niedrigere Margins auswirken, wenn der Hebel beispielsweise 1:400 und die Margin 0,25% beträgt. Zwar wird weniger Kapital benötigt, durch die hohe Hebelwirkung aber ein weitaus größeres Transaktionsvolumen bewegt.

Trade

Der sogenannte Hebel errechnet sich aus dem prozentualen Marginsatz, d.h. 100/Marginsatz in % = Hebel. Je geringer die Margin, desto höher der Hebel und damit auch das Handelsrisiko.

Je höher die Margin, desto geringer der Hebel

Je höher die Margin, desto geringer der Hebel

Läuft die Position in einen Verlust, kann je nach Brokermodell und den Bedingungen, nachzulesen in den jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Brokers, eine Nachschusspflicht fällig werden zu der über den sogenannten Margin Call seitens des Brokers aufgefordert wird.

Was sind Margin Calls?

Während die Handelsposition geöffnet ist, schwankt durch den Kursverlauf auch der Marginsatz und somit auch der Hebel. Wird die vom Broker festgelegte Initial Margin (Mindest-Margin) unterschritten, erfolgt ein sogenannter Margin Call. Hiermit fordert der Broker den Trader auf, seiner Nachschusspflicht nachzukommen und den Differenzbetrag zum erforderlichen Margin-Betrag aus anderen Mitteln zu zahlen, sofern kein Guthaben mehr auf dem Trading-Konto vorhanden, damit die Position weiterhin geöffnet bleiben kann. Erfolgt die Zahlung nicht, wird die Position je nach Handelsbedingungen des Brokers automatisch geschlossen oder es werden im Ermessen des Brokers ältere, offene Positionen geschlossen, um das darin gebundene Kapital für die benötigte Sicherheitsleistung freizumachen. Der Trader hat darauf keinen Einfluss und kann im Grunde nur hilflos zusehen.

Margin Calls erfordern also eine umgehende Reaktion des Brokers, um die entsprechenden Positionen offen zu halten und Kapital nachzuschiessen. Kein Wunder, dass Margin Calls eigentlich unerwünscht sind, denn in diesem Fall ist wirklich Eile geboten, wenn Kapital von externen Konten oder der Kreditkarte dem Trading-Konto zugeführt werden muss.

Wie man Margin Calls vermeiden kann – der Punkteplan für effektives Trading

Ausreichende Kapitalausstattung auf dem Trading-Konto

Eine wirksame Maßnahme zur Vermeidung von Margin Calls ist zunächst einmal ausreichend Kapital auf dem Trading-Konto. Auch wenn viele CFD-Broker mit sehr geringen Mindesteinlagen wie z.B. 50 EUR oder 100 EUR oder auch gar keiner Mindesteinlage einen so sympathisch bescheidenen Eindruck machen, adäquates CFD-Trading ist mit diesen Beträgen nicht möglich, auch nicht „nur zum Üben und Ausprobieren“. Für Lerneinheiten ist ein Demo-Konto die richtige Plattform, die risikofreies Trading ganz ohne finanzielles Risiko ermöglicht.

Sicheres Trading-Wissen aneignen und überlegtes Vorgehen

Eine Voraussetzung für alle Trader ist das nötige Wissen, sorgfältige Planung und überlegtes Handeln. Eine Position zu öffnen und auf das Glück zu hoffen, die Vorhersage und Rechnung geht auf, geht leider allzu häufig schief. Problematisch sind auch übertrieben optimistisch geöffnete Trades und nicht beachteter, zu knapper Spielraum des noch verfügbaren Kapitals.

CFD-Trading lernen mit dem E-Learning-Spezialisten Shaw Academy

Ein solides Basiswissen ist eine wichtige Grundlage für alle CFD-Trader. Wir empfehlen u.a. den Online-Schulungsspezialisten Shaw Academy, der speziell für Online-Trader einen Kurs in 6 aufeinander aufbauenden Lektionen über mehrere Wochen anbietet und ein fundiertes, leicht verständliches Trading-Wissen vermittelt. In freiwilligen, wöchentlichen Tests kann der eigene Lernstatus überprüft werden. Teilnehmer erhalten nach absolviertem Kurs ein Teilnahmezertifikat. Kursabsolventen stellt die Shaw Academy eine kostenlose Trading-Software zur Verfügung, mit der auch nach Abschluss des Kurses das neu Erlernte in die risikofreie Praxis umgesetzt werden kann. Für Anfänger und Einsteiger ist somit eine gleichzeitige Anmeldung bei einem Online-Broker, um ein Demo-Konto nutzen zu können, also nicht unbedingt erforderlich.

Shaw Academy Logo

Ambitionierte Trader können sich bei dem E-Learning-Anbieter auch für das sogenannte Ultimate Trader Programme anmelden. Es ermöglicht eine lebenslange Mitgliedschaft gegen Einmalgebühr, unabhängig von einem Trading-Lernkurs. Enthalten sind zahlreiche Möglichkeiten, um sein Wissen kontinuierlich zu erweitern und Profi-Techniken zu erlernen. Hierzu gehört auch eine vierteljährliche Analyse und Bewertung des eigenen Handelsverhaltens durch einen professionellen Trader während des 1. Mitgliedsjahres.

Keine zu hohen Hebel wählen

Hohe Hebel erhöhen signifikant das ohnehin schon hohe CFD-Handelsrisiko. Vor allem Anfänger und Einsteiger unterschätzen die Hebelwirkung häufig und die Risiken fallen dabei völlig aus dem Blickwinkel. Umso größer dann die Überraschung, wie hoch eine Nachschusspflicht ausfallen kann. Unser Artikel über CFD-Hebel informiert über die Handelsrisiken, Auswirkungen der unterschiedlichen Hebel und welcher für Sie der Richtige ist.

Stop Loss-Marken setzen und das Risiko minimieren

CFD-Broker bieten unterschiedliche Möglichkeiten der Ordererteilung an. Das Setzen von Stop Loss-Marken ist z.B. ein wichtiges Risikomanagement-Tool, welches vor exorbitanten Verlusten wirksam schützen kann. Trader sollten die Funktionsweise der verschiedenen Tools kennen und können auch hier das Demo-Konto nutzen, um die Wirkungsweise in der Trading-Simulation zu erkennen.

Wer keine Stop Loss-Marken setzt, spielt mit seinem Kapital. Besonders ärgerlich wird es, wenn keine Stop Loss-Marken gesetzt und Positionen zwangsläufig seitens des Brokers geschlossen werden, die nur vorübergehend unterhalb der Anforderungen der Mindest-Margin gelegen haben und am nächsten Tag wieder in die Gewinnzone gelaufen wären bzw. bei Stop Loss die Position problemlos hätte gehalten werden können.

Stop Loss-Marken fallen unter das Stichwort Risikomanagement und -minimierung, sie schützen nicht generell vor Verlusten oder verhindern Margin Calls von vornherein. Umso besser, weitere Maßnahmen mit einzubeziehen und sein gesamtes Portfolio immer im Blick zu haben.

Portfolio beobachten und den Marginrechner einsetzen

Bei den meisten CFD-Brokern ist ein sehr sinnvolles Funktionswerkzeug verfügbar, der Marginrechner. Vor allem bei mehreren offenen Positionen sollten den Trader den Marginrechner des Brokers nutzen, mit dem verschiedene Situationen des eigenen Portfolios abhängig von Kursverlauf und Mindestmargin etc. durchgespielt werden können.

Taschenrechner

Das Ergebnis zeigt Tradern auf, ob auch im schlimmsten Fall noch ausreichend Guthaben vorhanden wäre und die Marginanforderungen des Brokers erfüllt werden können, wenn der Kursverlauf in die falsche Richtung ginge und welche Nachschusspflichten auf den Trader situationsbedingt zukommen könnten.

 
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Kann man Margin Calls auch ganz ausschließen?

Einige Broker verzichten auf Margin Calls. Dies muss in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen jedoch ausdrücklich so auch erwähnt sein, d.h. es besteht keine Nachschusspflicht und demnach erfolgen auch keine Margin Calls, wie z.B. bei den Market Makern iFOREX oder Forexyard. Trotzdem ist bei Verlusten aber natürlich auch hier die hinterlegte Margin betroffen. Einen risikolosen CFD-Handel gibt es nur über das Demo-Konto ohne finanziellen Kapitaleinsatz.

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Test und Bewertungen der TOP-Broker 2015

In unseren Erfahrungsberichten zu den TOP Brokern 2015 finden Sie alle ausführlichen Ergebnisse unserer unabhängigen Tests und Bewertungen. Neben Binäre Optionen-Brokern haben wir auch FX- und CFD-Broker mit unterschiedlichen Marginanforderungen und Hebeln getestet.

Lesen Sie hierzu unsere unabhängigen Bewertungen und alle Hintergrundinformationen zu dem jeweiligen Broker, um den passenden Anbieter für Ihre individuellen Trading-Anforderungen als Einsteiger oder Fortgeschrittener zu finden.

 

CFD Margin – CFD Broker Test & Vergleich was last modified: Februar 9th, 2016 by AngelaZ