Strategien

Foto Strategy Chess

 

Binäre Optionen – Strategien für erfolgreichen Handel

Neben den eigentlichen Handelsstrategien, die sich von Chartanalysen und Indikatoren ableiten, also der technischen Seite entsprechen, gibt es für den Binäre Optionen-Trader zunächst auch einige weitere Punkte zu beachten, die seinen Erfolg und das Handelsrisiko beeinflussen. Handelsstrategien gibt es viele und auch ein großer Teil passt auf die Anwendung im Binäre Optionen-Handel. Wir stellen Ihnen die bekanntesten Strategien vor und geben Ihnen Tipps, wie Sie diese am besten umsetzen können.

Emotionen weitestgehend ausschalten

Wer ernsthaft und erfolgreich Traden will, braucht einen klaren Kopf, denn die schlechtesten Handelsentscheidungen sind die emotional ausgelösten. Ungeduld, Leichtsinn, Zockermentalität, Gier, aber auch die Angst vor der falschen Entscheidung und Unsicherheit können neben Unerfahrenheit oder der Einstellung, man wisse ohnehin schon alles und könne sich jede Fortbildung sparen, ein Vermögen und viele Probleme kosten. Wer kein Ende finden kann, weil es „gerade wirklich super läuft“, wird möglicherweise in eine Verlustzone geraten, weil er eine kurzfristige Gewinnphase als langfristige Glückssträhne eingeschätzt hat. Er wird auch nach einer Reihe von Verlusten nicht erkennen, dass er längst der reinen Glücksspiel-Phantasie aufgesessen ist und sich genauso gut an einen Roulette-Tisch setzen kann.

Planvolles und professionelles Vorgehen, gepaart mit der Motivation dazuzulernen und sich immer wieder mit Fortbildung und aktuellen Marktinformationen zu beschäftigen, verhilft letztendlich zu weit mehr Erfolg als hitziges, unüberlegtes Handeln. Traden Sie auch nicht zwischen Tür und Angel oder „nebenbei“, unter Zeitdruck und Ablenkung passieren Fehler.

Erlernen von Strategien über das Demo-Konto

Bietet der ausgewählte Broker ein umfangreiches Demo-Konto an, kann der Trader risikofrei und ohne finanziellen Einsatz zunächst einmal die Strategien testen und erlernen, mit denen er künftig handeln möchte. Über das Demo-Konto sind auch die jeweiligen Tools und Indiktoren des Anbieters anwendbar, die für die Chartanalyse hilfreich sind. Legen Sie deshalb auch Wert darauf, dass der Broker ein optimales Demo-Konto zur Verfügung stellt, welches mit allen Funktionen der Live-Handelsplattform ausgestattet ist.

Bietet die Handelsplattform ausreichende Funktionen zur Anwendung von Strategien?

Eine spärlich ausgestattete Handelsplattform mit wenigen oder auch gar keinen Tools zur Chartanalyse und lediglich einer Trendlinie ermöglicht wenig Spielraum für die Anwendung von Strategien. Ein ansprechendes Design ersetzt die fehlenden Indikatoren leider nicht. Bei allzu unübersichtlich gestalteten Trading-Plattformen, die eher einer überladenen Excel-Tabelle gleichen, verliert der Trader schnell die Motivation, sich durch sämtliche Reiter zu klicken. Die Handelsplattform soll komfortabel, benutzerfreundlich und übersichtlich sein.

Foto Mobile App

Mobile Apps für Unterwegs

Wer flexibel reagieren und sich z.B. das optimale Timing zu Nutze machen will, indem er zu den umsatzstärksten Handelszeiten handelt, sollte sich die passende App auf sein Smartphone herunterladen, um nicht an den heimischen PC gebunden zu sein. Die meisten Binäre Optionen-Broker bieten den mobilen Handel für iOS und Android an. Weniger optimal sieht es leider für Windows Phone und Blackberry aus, diese Betriebssysteme werden häufig nur von großen CFD- und Forex-Brokern über mobile Apps unterstützt.

Von den Erfahrungen Anderer profitieren – Social Trading

Von den Erfahrungen erfahrener Trader kann auch profitieren, wer das Social Trading an sich nicht nutzt und darüber Andere für sich „arbeiten“ lässt, sondern sich den Handel der Profis einmal genauer ansieht. Teilweise lassen sich Modelle übernehmen, nach welchen Mustern und Indikatoren gehandelt wird und Gewinne erzielt werden.

Strategien sinnvoll einsetzen

Da kein Börsenguru die Zukunft vorhersagen kann, setzt der Kapitalmarkt auf Strategien. Für die Umsetzung ist eine Reihe von Analysen notwendig, die sowohl Markt- als auch technische Kenntnisse voraussetzen. Es lohnt sich deshalb, sich mit Chartanalyse-Tools und den möglichen Strategien ausführlich zu beschäftigen. Viele Broker bieten in ihrer Bildungssektion entsprechende Lernmaterialien an, die sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene geeignet sind. In Kombination mit einem Demo-Konto lassen sich Theorie und Praxis dann ausgiebig testen und der Anwender sieht sofort nach Ablauf der Option, ob seine Strategie aufgegangen ist.

Welche Strategien eignen sich für Binäre Optionen?

Anfänger sollten sich zunächst mit einfachen Strategien befassen, die einer erkennbaren Logik entsprechen und leicht zu erlernen sind. Eine weit verbreitete Strategie, die auch für Anfänger sehr gut geeignet ist, ist die sogenannte Trendfolgestrategie.

1. Die Trendfolgestrategie („The trend is your friend“)

Die Trendfolgestrategie basiert in erster Linie auf dem Handelsverhalten, sich dem Trend anzuschliessen und sich nicht gegen den Trend zu stellen. Wer als Anfänger auf eine völlig entgegengesetzte Richtung setzt, obwohl der Trend seit geraumer Zeit in eine bestimmte Richtung zeigt und Marktteilnehmer diesem folgen, wird voraussichtlich keinen Erfolg haben oder es handelt sich um einen erfahrenen Profi, dann kann er unter bestimmten Voraussetzungen auch die sogenannte Kontra-Trendstrategie anwenden, die sich für Anfänger aber keinesfalls eignet. Die Trendfolgestrategie folgt einer größeren Wahrscheinlichkeit, d.h. es ist wahrscheinlicher, dass der bestehende Trend sich noch fortsetzen wird, als dass er in das Gegenteil umschlägt (Trendumkehr).

Foto Trend

Wie lässt sich nun feststellen, in welche Richtung ein Trend geht, wenn er nicht schon durch einen stetigen Aufwährtstrend per Chartlinie erkennbar ist? Eine Trendlinie lässt sich trotz auf den ersten Blick allem Zick-Zackkurs einfach einzeichnen und verbinden. Bei einem Aufwärtstrend des Kurses bestehen beispielsweise mehrere Hochs nach oben und auch höhere Tiefs hintereinander. Diese Peaks werden durch eine Linie miteinander verbunden. Genauso anwendbar ist diese Trendlinie für einen Abwärtstrend. Hier sind tiefere Hochs und auch tiefere Tiefs hintereinander erkennbar. Je länger ein Trend besteht, desto einfacher ist er natürlich auch mit bloßem Auge zu erkennen. Die Trendfolgestrategie ist eine Strategie, die jeder Binäre Optionen-Trader beherrschen sollte.

2. Die Volantilitätsstrategie

Volantil bedeutet stark schwankend und stark schwankende Kurse sind natürlich umso weniger berechenbar. Soll man deshalb überhaupt in diesen Märkten handeln? Anfänger sollten diese Strategie nicht anwenden, denn sie eignet sich auch nur für One Touch-Optionen, die zwar mit extrem hohen Renditen locken, aber gleichzeitig mit extremen Risiken verbunden sind. Deshalb sei hier nur kurz erklärt, um was es sich bei der Volantlitätsstrategie handelt, die nur bei zu erwartenden Renditen von über 100% eingesetzt werden sollte.

Bei stark schwankenden Märkten lassen sich häufig keine eindeutigen Trends erkennen, eindeutige Richtungen sind nicht auszumachen. Die Trendfolgestrategie passt hier also nicht. Die Volantilitätsstrategie unterscheidet sich von der Trendfolgestrategie, bei der die Richtung des Kurses nach oben oder unten der entscheidende Punkt, darin, dass es völlig unerheblich ist, ob die Kursentwicklung nach oben oder unten verläuft. Bei der Volantilitässtrategie muß der Trader nur die starke Kursbewegung vorhersagen, wenn beispielsweise ein Einfluss wie z.B. positive oder negative Unternehmensnachrichten einer börsennotierten Aktiengesellschaft (Veröffentlichung von Kennzahlen oder Verkauf eines Unternehmensbereiches etc.) diese bewirkt.

Der Trader eröffnet sowohl eine Put- als auch eine Call-Option auf den gleichen Basiswert mit der gleichen Laufzeit, die Optionen sind also von den Rahmenbedingungen völlig identisch, nur dass eine zum Gewinn und die andere zum Verlust führen (kann). Dies ist dann nicht der Fall, wenn die hohe Kursschwankung ausbleibt, der One Touch-Wert also nicht erreicht wird, dann sind beide Optionen verloren. Wird der Wert erreicht, ist zwar die eine Option verloren, die Gewinn-Option hat jedoch einen Gewinn von möglicherweise bis zu 300 oder gar 500% erzielt. Hiermit ist der Verlust der verlorenen Option ausgeglichen und obendrein noch ein Profit erfolgt.

3. Die Absicherungsstrategie Hedging

Wie schon der Name sagt, handelt es sich hier um eine Absicherungsstrategie, also nicht um eine Gewinnstrategie, wie sie bei Binären Optionen normalerweise Anwendung findet, wird jedoch immer wieder im Zusammenhang mit Strategien für Binäre Optionen erwähnt.

Mit Hilfe dieser Strategie wird praktisch ein Ausgleich für einen möglichen Verlust geschaffen, denn Hedging wird beispielsweise für die kurzfristige Absicherung von längerfristigenTrading-Positionen genutzt, z.B. im Aktienhandel, wenn fallende Aktienkurse mit CFDs abgesichert werden. Dies kann u.U. auch über Binäre Optionen beim Devisenhandel erfolgen, wird aber in aller Regel weniger praktiziert. Fällt z.B. der Aktienkurs, kann im Gegenzug eine Put-Option auf fallende Kurse eröffnet werden, um hieraus einen Gewinn zu erzielen, der den Verlust der Aktien-Position ganz oder teilweise ausgleichen kann. Für sich genommen handelt es sich somit nicht um eine tatsächliche Gewinn-Strategie.

Weitere Trading-Strategien im Kapitalmarkt

Es gibt zahlreiche Strategien und Indikatoren, die auch im Handel von Binären Optionen Anwendung finden. Viele Broker reißen diese Themen nur oberflächlich in ihren Bildungssektionen an, erklären beispielsweise zwar ausführlich Indikatoren, sagen aber nicht, für welche Strategien diese angewendet werden können und wie. Achten Sie deshalb besonders als Anfänger auf ausführliche und qualitativ hochwertige Bildungssektionen Ihres Brokers. Weitere Informationen zu Strategien finden sich anschaulich und graphisch unterlegt auf zahlreichen Webseiten im Internet.

Für Anfänger empfiehlt sich zunächst die oben erläuterte Trendfolgestrategie, die nach und nach um weitere Möglichkeiten ergänzt werden kann. Darüber hinaus gibt es natürlich auch speziell z.B. für den Devisenhandel anwendbare Strategien, wie beispielsweise Scalping, oder die Dividenden-Strategie im Aktienhandel. Auch im reinen Aktienhandel ist die Trendfolgestrategie übrigens die bewährteste Anlagestrategie mit auch langfristig den höchsten Gewinnen.

Unsere Tests und Bewertungen der TOP Broker 2015

In unseren Erfahrungsberichten zu den TOP Brokern 2015 haben wir unsere unabhängigen Tests und Bewertungen ausführlich zusammengefasst. Melden Sie sich direkt über unsere Erfahrungsberichte beim Broker an und profitieren Sie von unabhängigen Broker Tests, die Ihnen die Entscheidung für einen seriösen und zuverlässigen Anbieter wesentlich erleichtern. Auch die jeweiligen AGB der Anbieter haben wir einem kritischen Test unterzogen, so dass Sie Vor- und Nachteile umfassend auf einen Blick erkennen können. Die Angaben zu der Qualität der Demo-Konten helfen Ihnen, den passenden Broker für den Test der Strategien zu finden.

Binäre Optionen Strategien KursverlaufFür den Handel mit Binären Optionen gibt es unzählige Strategien um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen. Die Binäre Optionen Strategie zu entwickeln ist nicht einfach und erfordert Ausdauer und Disziplin sowie ein gewisses Grundverständnis der Materie.

Binäre Optionen Strategie

Sich mit den wichtigen Fachbegriffen, mit dem Grundkonzept und natürlich mit der Funktionsweise der binären Optionen vertraut zu machen ist das Grundgerüst eines angehenden Traders. Doch dies sind keine Garantien für erfolgreiches Handeln, denn die richtige Strategie ist ausschlaggebend.

Der Trader sollte sowohl den Finanzmarkt als auch die Prognosen für seine Entwicklung besonders aufmerksam beobachten. Chartanalysen lesen und nachvollziehen zu können und entschlüsseln zu können, welche Indikatoren aussagekräftig genug sind, um auf diesen basierend eine zutreffende Prognose für die Wertentwicklung ableiten zu können, sind Fähigkeiten, die sich der Trader aneignen sollte.

Durch Absicherung aller Optionen kann das Verlustrisiko minimiert werden. Außerdem sollte der Trader verstehen, wie die Analyse der Trendlinien und die Trendstrategie funktionieren.

Marktbeobachtung für die Binäre Optionen Strategie

Das Grundkonzept des Handels mit binären Optionen ist, dass der Trader eine Call Option oder eine Put Option erwerben kann. Dabei muss er sich für die „richtige“ Option entscheiden, je nachdem, ob er eine Kurssteigerung (Call) oder einen Kursverfall (Put) des jeweiligen Basiswertes erwartet.

Um überhaupt eine Prognose abgeben zu können, benötigt er Daten und Informationen über den betreffenden Basiswert. Diese kann der Trader aus zahlreichen vertrauenswürdigen Quellen bekommen, da der Finanzmarkt und die Wirtschaft dauerhaft im Fokus der Medien sind.

Mit der richtigen Binäre Optionen Strategie erzielt man sehr attraktive Gewinne – wir zeigen Ihnen, auf was Sie achten müssen!

(Foto von Doc Trader unter einer CC-Lizenz)

Die Rolle der Chartanalyse und deren Indikatoren

Chartanalysen, besonders die jeweiligen Indikatoren, sind ein bequemes Werkzeug um die eigene Binäre Optionen Strategie festlegen zu können. Im Gegensatz zu Marktbeobachtungen und Nachrichten sind die Chartanalysen schnell zu lesen und zu erfassen und experimentieren nicht mit dem eigenen Urteilsvermögen. Diese Charts (graphische Darstellungen) sind sehr aussagekräftig und die verschiedenen Indikatoren können miteinander kombiniert werden.

Der Trader entscheidet welche Chartformen und Indikatoren für ihn die besten sind. Außerdem zeigen die Charts auch die Kursbewegungen in der Vergangenheit an, was für viele eine große Hilfe, um die Zukunft voraussagen zu können.

„The trend is your friend“

Diese alte Weisheit ist eine wichtige Grundlage der sog. „Trendfolgestrategie“. Der Trendchart beruht auf der Wahrscheinlichkeitsstrategie. Diese bietet dem Trader eine klare Trendlinie an. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trend fortbesteht ist höher als eine Trendumkehr.

Auch aus diesem Grund eignet sich diese Strategie für Trader mit wenigen Marktkenntnissen. Die klare Trendlinie erleichtert außerdem die Entscheidung für die richtige Option. Gerade bei kurzen Vertragslaufzeiten ist die Wahrscheinlichkeit einer guten Rendite sehr hoch. Die Wahl der richtigen Option ist einfach und eindeutig und es lässt sich eine effektive Trading Option mit Binären Optionen umsetzen.

Absicherung des Handels mit Binären Optionen (Hedging)

Die absichernde Handelsstrategie bietet dem Einsteiger seinen Kapitaleinsatz hochgradig abzusichern. Der erfahrene Trader kann damit seine Gewinne steigern. Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Der Trader kauft für denselben Basiswert sowohl eine Put- als auch eine Call- Option. Beide Optionen müssen zu dem gleichen Einsatz gekauft und zum selben Ausübungszeitpunkt gehandelt werden. Der Sinn dahinter ist, dass der sichere Gewinn der einen Option den Verlust der anderen minimiert.

Ein seriöser und professioneller Trader verfolgt einfache Methoden, kontrolliert seine Emotionen und zeigt Disziplin. Seine Binäre Optionen Strategien orientieren sich meist an der sogenannten KISS – Regel (Keep it simple and stupid). Viel lässt sich aus den eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen anderer Trader ableiten. So lassen sich eventuelle Fehlinvestitionen vermeiden und der Gewinn maximieren.

Die vier erfolgreichsten Börsenstrategien: 4. Vola

Vola – kurz für Volatilität –  versetzt viele Anleger zunächst einmal in Unruhe, doch die Anwendung der Strategie bei schwankenden Kursen kann durchaus renditesteigernd sein.

Wie Sie das „Angstbarometer“ sowohl bei steigenden als auch fallenden Kursverläufen anwenden und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Was bedeutet Vola?

Vola ist die Kurzform für Volatilität, welche die Standardabweichung der Rendite und damit das Risikomaß einer Kapitalanlage bezeichnet. Die Volatilität gibt die Schwankungsbreite der Kurse von Wertpapieren, Rohstoffen, Zinsen, Devisen oder Investment-Fonds an.

Standardmäßig liegen die Schwankungen eines Werts zugrunde, wie weit sich diese in einem bestimmten Zeitraum von z.B. 30 Tagen vom Durchschnittswert (Mittelwert) entfernt haben. Je größer die Schwankungsbreite (Vola), desto risikoreicher ein Investment. Die Angabe der Vola erfolgt in %. Je höher der Wert (positiv oder negativ), desto höher die Abweichung der Schwankungsbreite vom Mittelwert und damit die Rendite.

Man unterscheidet zwischen der historischen Vola, berechnet anhand historischer Kurse, und der implizierten Vola, welche Schlüsse auf zukünftige Kursschwankungen zulassen soll.

Implizierte Vola am Beispiel des VDAX-NEW

Für die implizierte Vola des DAX (Deutscher Aktien Index) wird beispielsweise der Volatilitätsindex VDAX-NEW der Deutschen Börse bereitgestellt. Er gibt die erwartete Volatilität des DAX für die nächsten 30 Tage wieder. Berechnungsgrundlage sind am Terminmarkt tatsächlich gehandelte Optionen auf den DAX, keine fiktiven Preise wie beim Vorgänger-Index VDAX.

VDAX-NEW 1 Woche – Chart mit Angabe der Volatilität in % (Quelle: Finanzen.net)

Hohe Werte des VDAX-NEW kennzeichnen einen unruhigen Markt, während niedrige Werte auf einen vergleichsweise ruhigen Markt ohne starke Schwankungsbreite hinweisen.  Eine Volatilität von 0 würde theoretisch einen gleichbleibenden Kurs ohne jegliche Schwankungen, also eine gerade Linie, bedeuten. Da der Markt ständig in Bewegung ist, gibt es diese nicht. In normalen Marktphasen liegt die Volatilität etwa bei bis zu 20 Punkten (Angabe in Punkten links im oben Chart).

Fällt der DAX, steigt der VDAX-NEW, d.h. die prozentualen Vola-Werte erhöhen sich, weil die Volatilität mit der Wertentwicklung des DAX negativ korreliert.

Doch auch ein Volatilitäts-Index kann nicht in die Zukunft schauen. Der aktuelle Wert und bisherige Kursverlauf geben lediglich die vergangene Vola wieder und keine Werte für die zukünftige Entwicklung. Er lässt lediglich Rückschlüsse auf eine mögliche künftige Schwankungsbreite zu.

Implizierte Volatilität lässt sich nur mit komplizierten, mathematischen Formeln wie lineare Algebra und Differentialgleichungen berechnen. Für den Privatanleger nicht nur schwierig, sondern auch höchst aufwändig, denn er kennt die zugrundeliegenden Optionspreise wie beim VDAX-NEW nicht. Für Anleger bietet sich deshalb an, den Volatilitäts-Index im Auge zu behalten.

Wie kann man die Vola als Strategie für Investments nutzen?

Niedrige Volatilität, die der VDAX-NEW oben ausdrückt, zeigt eine gewisse Sorglosigkeit der Märkte. Dies kann sich jedoch schnell ändern, wenn einschneidende Ereignisse wie z.B. politische Veränderungen (Brexit, USA-, Türkei-, Russland-Politik usw.) bewirken, dass der DAX stark an Wert verliert und die Volatilität im Gegenzug steigt (negative Korrelation). Dies kündigt sich auch nicht durch vermehrte Kursschwankungen langsam an, sondern passiert meist sehr kurzfristig.

Für Privatanleger eignet sich Vola deshalb z.B. als kurzfristige Absicherungsstrategie, um Kursverluste von anderen Wertpapieren im Portfolio wie Aktien bei hoher Volatilität auszugleichen. Das können z.B. Optionsscheine oder Zertifikate sein, die den VDAX-NEW nachbilden. Allerdings verfallen diese Derivate zu einem bestimmten Zeitpunkt und sind deshalb für langfristige Investments nicht geeignet. Der Anleger muss nach Ablauf das nächste Derivat kaufen, was natürlich auch mit vermehrten Transaktionskosten verbunden ist.

Alternativ zur Vola-Direktinvestition in Vola-Zertikate oder Optionsscheine mit begrenzter Laufzeit eignen sich aber auch sogenannte Minimumvolatilitäts-Indizes. Hier handelt es sich nicht um Indizes wie den DAX, der die größten Unternehmen nach Marktkapitalisierung enthält, sondern um Aktien mit begrenztem Risiko, d.h. mit geringer möglichst Volatilität. Bekannt sind z.B. die iShares-ETFs auf die Minimumvolatilitäts-Indizes auf Basis von MSCI World oder MSCI Europe.

Der MSCI World Index gilt als einer der weltweit wichtigsten Aktienindizes. In diesem Index enthalten sind aktuell 1.654 Aktien aus 23 Ländern (Stand Januar 2017). Den höchsten prozentualen Anteil am Portfolio stellen US-amerikanische Aktien mit knapp 60%, so dass der Index-Wert stark von der Entwicklung der enthaltenen US-Aktien abhängig ist.  Hier gibt es unterschiedliche Varianten des MSCI World und auch anderer großer Indizes, die die Minimumvolatilität der im Index enthaltenen Aktien zugrunde legen.

Wer sich für ETFs und insbesondere MSCI World ETFs interessiert, sollte nicht nur die Wertentwicklung im Blick haben, sondern bei der Auswahl einen Vergleich anstellen, denn sie unterscheiden sich in einigen Faktoren, die für Anleger wichtig sind. Hierzu gehören Fondsgröße, Kosten, Alter des Fonds, Verwendung der Erträge (Wiederanlage, Ausschüttung), Fondsdomizil, Währungsrisiko und die Replikationsmethode.

Ein Argument gegen den DAX und für den MSCI World Index oder andere internationale oder europäische Indizes: Neben einer hohen Kostenersparnis gegenüber klassischen Aktien-Fonds gilt vor allem die breite Risikostreuung als großer Vorteil des MSCI World Index. Wer nur in deutsche Aktien, gleich ob in Einzelaktien, Indizes, ETFs oder Aktien-Fonds, investiert, läuft Gefahr, sein Geld mangels Risikostreuung zu einseitig anzulegen und damit das Risiko unnötig zu erhöhen.

Anleger mit Fokus auf deutsche Aktienwerte sollten neben der regionalen Einschränkung auch berücksichtigen, dass es viele Branchen in Deutschland nicht gibt, sie also eine breite Streuung in unterschiedliche Branchen gar nicht realisieren können. Internationale Lebensmittelkonzerne wie z.B. Nestlé, Danone oder Unilever und Öl- und Rohstoffkonzerne sind im heimischen deutschen Markt gar nicht vertreten.

Grundgedanke bei Investitionen in Minimumvolatilitäts-Indizes ist es, dass sich statistisch bei Aktien mit geringeren Kursschwankungen langfristig eine bessere Performance, bezogen auf das Risiko und die erzielte Rendite) nachweisen ließ, und zwar sowohl bei Werten aus Schwellen- als auch Industrieländern.

Anleger müssen selbst entscheiden, ob sie die Vola insbesondere zur Absicherung oder als Beimischung ihres Portfolios nutzen wollen, um das Risiko-Rendite-Profil ihres Depots zu optimieren. Natürlich ist auch beides möglich.

Die günstigsten Wertpapier-Depots für Privatanleger aus unseren Tests & Bewertungen

Unter den deutschen Direktbanken liegt preislich die OnVista Bank – inzwischen übernommen durch die Commerzbank-Tochter comdirect –  an der Spitze der günstigsten Anbieter. Aktien können unabhängig von der Höhe des Handelsvolumens zu einem Festpreis von 5 EUR je Order zuzüglich einer Gebührenpauschale von 1,50 EUR je Börsenplatz gehandelt werden. Zur Verfügung stehen alle deutschen Börsen sowie 13 internationale Börsenplätze.

Noch preisgünstiger, nämlich mit nur 2 EUR je Order zuzüglich einer Gebühr von 0,008% vom Ordervolumen, ist der niederländische Anbieter Degiro. Während die großen deutschen Direktbanken darüber hinaus aber auch weitere Produkte wie Sparpläne z.B. in Fonds, wie die derzeit stark nachgefragten Index-Fonds (ETFs), anbieten, beschränkt sich Degiro ausschließlich auf den börslichen Aktienhandel.

Empfehlenswerte deutsche Anbieter von Wertpapier-Depots mit gutem Leistungs- & Serviceangebot sind z.B. OnVista Bank, BB Bank, ING-DiBa, NIBC Direct, DKB Bank, comdirect, Consorsbank, Maxblue, 1822direkt und die DAB Bank.

Worauf muss ich bei der Auswahl eines Wertpapier-Brokers achten?

Ein Broker sollte in jedem Fall eine ordnungsgemäße Regulierung durch eine EU-Aufsichtsbehörde und eine Einlagensicherung der Kundengelder vorweisen. Die Einlagensicherung gilt jedoch nur für Bankeinlagen wie Girokonten, Spar-, Festgeld-, Tagesgeldkonten usw., nicht für Wertpapierdepots. Wertpapiere werden von Banken im Kundenauftrag verwahrt, d.h. sie sind Eigentum des Kunden und werden im Insolvenzfall an diesen herausgegeben. Ein Zugriff auf Depotwerte durch Bank oder Gläubiger ist deshalb nicht möglich. Die Angst, eigene Wertpapiere könnten bei Insolvenz der Bank oder des Depotverwalters an Gläubiger fallen, ist also unbegründet.

Die meisten Anbieter in Deutschland wie comdirect, OnVista Bank, Consorsbank oder DAB Bank (Schwesterunternehmen der Consorsbank) sind Tochtergesellschaften großer deutscher und europäischer Banken, sie verzichten auf Depotgebühren und versteckte Kosten, wie sie vor allem in der Vergangenheit bei Filialbanken üblich waren.

Grundsätzlich gelten für die Auswahl eines Online-Brokers die wichtigsten folgenden Merkmale:

  • EU-Regulierung & Einlagensicherung
  • Handelsplattform und mobiles Trading-Angebot für Smartphone & Tablet
  • Konditionen (Kosten, Gebühren, Provisionen/Kommissionen)
  • Fortbildungsangebot (z.B. Webinare)
  • Analysen, Marktnachrichten, News-Ticker, angeschlossenes Finanzportal
  • Kundensupport
  • Prämien oder (höhere) Verzinsung des Depots bei Depotwechsel
Transaktionskosten minimieren

In unseren Bewertungen führen wir auch die anfallenden Kosten und Konditionen auf, um diese mit verschiedenen Brokern zu vergleichen.

Dies sind insbesondere:

  • Verrechnungskonto/Zahlungen über Referenzkonto
  • Mindesteinzahlung und mögliche Gebühren für Ein- & Auszahlungen
  • Handelskosten
  • Größe der handelbaren Kontrakteinheiten (Lots)
  • Provisionen, Kommissionen und Gebühren im Aktien-, Forex- und CFD-Handel

Jetzt den richtigen Broker finden, anmelden & traden

In unseren Erfahrungsberichten haben wir unsere unabhängigen Test- und Bewertungsergebnisse der Wertpapier-, Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Broker zusammengefasst. Dort finden Sie zahlreiche EU- und FCA-regulierte Broker, die neben ihrer Seriosität mit einem guten Service- und Leistungsangebot und günstigen Handelskosten überzeugen.

In den jeweiligen Bewertungen erfahren Sie unsere ausführlichen Testergebnisse, ob der Anbieter die Voraussetzungen für eine seriöse Einschätzung der Arbeitsweise erfüllt und wir ihn aufgrund seines Gesamtangebotes empfehlen. Sie können sich direkt über unsere Webseite beim Broker Ihrer Wahl anmelden und profitieren von objektiven Bewertungen im Anbieter-Vergleich.

Darüber hinaus erhalten Sie ausführliche Informationen zum Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Handel in unseren Beiträgen und viele andere interessante Themen rund um’s Online-Trading.

Die vier erfolgreichsten Börsenstrategien: 3. Halloween

Die Bezeichnung Halloween trifft diese Strategie zwar nicht so ganz, hat sich aber in den Köpfen der Börsianer festgesetzt. Letztendlich wird der Anleger nämlich zweimal im Jahr und nicht nur unmittelbar nach Halloween aktiv. Saisonale Geldanlage oder „Sell in May and go away“ – auch mit dem Zusatz „…but don`t forget to remember to come back in November“ –  werden ebenfalls oft im Zusammenhang mit der bekannten Börsenstrategie genannt.

Wir informieren Sie über den Halloween-Effekt in nachfolgenden Artikel, die Vor- & Nachteile und wie auch Sie sich dieser Börsenweisheit anschließen können, um mit der saisonalen Strategie bessere Gewinne ihrer Geldanlage zu erwirtschaften. Und das mit halbiertem Risiko, denn Ihr Kapital binden Sie nur für sechs Monate im Jahr.

Was ist der Halloween-Effekt?

Katholische Einwanderer aus Irland brachten ursprünglich Halloween, den Abend vor Allerheiligen am 1. November, in die USA. Dort hat sich der Brauch typisch US-amerikanisch kommerzialisiert bis zum Volksfestcharakter und findet auch in Europa Verbreitung. Doch was hat das mit den Kapitalmärkten, der Börse zu tun?

Nichts, denn lediglich das Datum gilt als Stichtag für Anleger, die lediglich saisonal an der Börse aktiv sind und die Halloween Strategie anwenden. Halloween bezeichnet deshalb nur den Umbruch zwischen Sommer- und Wintermonaten.

Die Statistik zeigt, dass es sich bei den Monaten Dezember, Januar und Februar die durchschnittlich stärksten Börsenmonate handelt. Häufig hält diese Phase auch bis April an. Statistisch wohlgemerkt.

Am Beispiel des DAX über einen statistisch erfassten Zeitraum von 30 Jahren präsentieren sich die Sommermonate deutlich schwächer als die Monate Oktober bis April, jedoch auch mit einem Ausschlag nach unten im März.

Während der Sommermonate zeigt die durchschnittliche Monatsperformance des DAX deutliche Schwächen (Quelle: Deutsche Börse)

Erweitert wird die Halloween Strategie deshalb um den Zusatz „Sell in May“, denn – wiederum statistisch gesehen – handelt es sich während der Monate May, Juni, Juli, September, Oktober um die schwächste Phase an der Börse. Sechs Monate also, auf die man als Anleger gut verzichten kann, wenn sich doch ohne nicht viel tut.

Grundlage ist deshalb die Annahme, wer für sechs Monate von Anfang Mai bis Ende Oktober nicht investiert, halbiert sein Risiko auf das Jahr gesehen um die Hälfte und legt von Anfang November bis Ende April für sechs Monate sein Kapital an, über die statistisch gesehen stärksten Börsenmonate. Während der Investitionszeit von sechs Monaten wird nach der Buy-and-hold Strategie verfahren, es wird nicht verkauft oder umgeschichtet. Die Wertpapiere bleiben währenddessen unangetastet im Depot.

Buy-and-hold bedeutet Kaufen und Halten. Gehalten werden die Wertpapier normalerweise über einen langfristigen Zeitraum. Bei saisonalen Strategien wie Halloween bezieht sich Buy-and-hold jedoch nur auf die sechs Monate, in denen die Wertpapiere im Depot verbleiben. In der Zwischenzeit verhält sich der Anleger passiv, er verkauft nicht und braucht sich um das Investment nicht weiter zu kümmern. Die Buy-and-hold-Strategie bei langfristigen Investitionen von 20 oder 30 Jahren verhält sich somit gegensätzlich zu den sonstigen kurzfristigen Anlagegeschäften wie z.B. Kaufen und Verkaufen (Buy-and-sell), um kurzfristige (Zusatz-)Gewinne mitzunehmen oder bei sinkenden Kursen weitere Verluste zu vermeiden.

Was sind die Risiken der Halloween Strategie?

Wie schon bei Dogs of the Dow handelt es sich bei der Halloween Strategie um eine Buy-and-hold Strategie. Wertpapiere werden für sechs Monate gekauft und anschließend Anfang Mai verkauft. Zwischenzeitlich passiert im Depot mit dem Portfolio nichts. Das erfordert Disziplin und Konsequenz des Anlegers.

Halloween beruht auf Statistiken, deren Grundlage wiederum historische Daten sind. Nichts aus der Vergangenheit muss auch in der Zukunft genauso oder ganz ähnlich passieren. Trotzdem zeigt die statistische Betrachtung aber eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Rendite mit dieser Strategie steigern lässt. Alle untersuchten Märkte, außer Neuseeland, zeigten statistisch in den Wintermonaten eine bessere Performance als in den Sommermonaten. Allerdings wurden hier auch insbesondere Indizes untersucht, die eine Vielzahl von Einzelwerten enthalten wie z.B. der deutsche DAX (Deutscher Aktien Index) oder der US-amerikanische Dow Jones.

Auf Einzelwerte lässt sich dies natürlich nicht grundsätzlich übertragen. Und hier kommt die Einschränkung, dass man sich eben nicht allein auf den Halloween-Effekt verlassen sollte. Gehen Sie deshalb nicht nach dem Motto vor, „rein in den Einkaufswagen und in einem halben Jahr wieder raus“. Für Aktien sollten Sie unbedingt eine zusätzliche Fundamental-Analyse sowie generell für alle ins Auge gefassten Investitionen nach dieser Strategie die technische Analyse mit weiteren Indikatoren anwenden.

Außen vor bleiben bei Halloween selbstverständlich auch die äußeren Einflüsse. Dies können z.B. auch signifikante Einzelereignisse sein, die die Kurse stark beeinflussen wie politische Entscheidungen (z.B. die Entscheidung zugunsten des Brexit in 2016) oder die Terroranschläge vom 11. September 2001.

Wo kann man in die Halloween Strategie investieren?

Spezial-Produkte für saisonale Strategien wie die Halloween Strategie

Auch für die Halloween Strategie gibt es Kapitalmarkt-Produkte, die es praktisch „fertig“ zu kaufen gibt. Eigene Analysen und Auswahl können sich Anleger z.B. bei dem Index DAXplus Seasonal Strategy Performance Index sparen. Doch er eignet sich auch gut für Vergleiche der Halloween Strategie mit der DAX-Performance, um sich ein eigenes Urteil zu bilden. Grundlage für den DAXplus Index ist die „Sell in Summer“-Strategie.

Andere Indizes

Natürlich können Anleger auch in andere Indizes saisonal investieren. Sie enthalten verschiedene Wertpapiere in unterschiedlicher Anzahl und Gewichtung. An einem Index lässt sich ablesen, ob sich der jeweilige Markt nach oben oder unten bewegt. Die enthaltenen Aktienwerte gelten dabei als repräsentativ.

Während beispielsweise im DAX die 30 größten deutschen Börsenunternehmen enthalten sind, sind im TecDAX die 30 größten deutschen Technologie-Unternehmen gelistet. Die deutschen Indizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX gehören zum Prime Standard, dem gesetzlich regulierten Börsensegment der Deutschen Börse mit den höchsten Transparenz- und Zulassungspflichten.

Da Indizes den Schwerpunkt eines Marktes oder einer Branche als sogenannter Kurs- oder Performanceindex abbilden, findet zwar innerhalb des Index eine Mischung unterschiedlicher Werte statt. Geht es jedoch mit dem gesamten jeweiligen Markt oder der Branche bergab, betrifft das auch die meisten oder schlimmstenfalls alle im Index enthaltenen Unternehmen. Das gilt aber natürlich auch umgekehrt bei einer positiven Marktentwicklung.

Investitionen in Einzelaktien

Der Kauf von Einzelaktien erfordert zuvor eine intensive Analyse des Unternehmens und dessen Entwicklung hinsichtlich Kursverlauf und Prognose. Eine Fundamental-Analyse kann mögliche Risiken aufdecken, so dass sich gegebenenfalls ein kurzfristiges Investment nicht als positiv erweist.

Grundlage für die Fundamental-Analyse ist die Bilanzanalyse des Unternehmens und die kursbezogenen Kennzahlen, wie z.B. Eigenkapitalquote, Kurs-/Umsatz-Verhältnis. Hierzu werden die Unternehmenskennzahlen der börsennotierten Gesellschaften aus Quartals-, Halbjahres- und Jahresberichten ausgewertet und anhand der ermittelten Kennzahlen unter Anwendung von Formeln verglichen. Das Ziel der Fundamentalanalyse ist es, den angemessenen Wert einer Aktie zu bestimmen. Der derzeit gehandelte Kurs an sich bleibt hierbei unberücksichtigt. Aktueller Börsenkurs bzw. -entwicklung und ein nach ihren Berechnungen angemessener, “fairer” Preis des Wertpapiers sind für Fundamental-Analysten voneinander unabhängig.

Wenig sinnvoll für kurze Haltedauer – Aktien-Fonds

Wenig Sinn macht hingegen ein aktiv gemanagter Aktien-Fonds, da diese Produkte auf Langfristigkeit ausgelegt sind und entsprechend hohe Kosten verursachen. Die Auswahl des enthaltenen Portfolios erfolgt aufgrund anderer Gesichtspunkte und ist nicht saisonal ausgeleAngt.

Fazit zur Halloween Strategie

Wie bei vielen anderen Handelsstrategien gibt es auch bei Halloween Varianten. So beispielsweise die Vertreter der These, doch besser im Sommer, nämlich im Juli, und nicht schon im Mai zu verkaufen. Denn insbesondere der DAX zeigt in der Statistik über einen Zeitraum von 30 Jahren eine saisonale Schwäche vor allem im August und September, wie auch die durchschnittliche Monatsperformance des deutschen Börsenbarometers oben zeigt.

Zu den Vorteilen von Halloween zählt die Tatsache, dass Anleger nur sechs Monate in die Wertpapiere investieren. Die übrigen sechs Monate ist das Kapital nicht gebunden. Das Risiko verringert sich so um die Hälfte.  Darüber hinaus sind während der sechs Monate Wertpapier-Anlage keine Aktivitäten wie Umschichtungen oder Verkäufe erforderlich, da nach der Buy-and-hold Strategie (Kaufen & Liegenlassen) verfahren wird. Deshalb zählt Halloween im Grunde nicht zu den Strategien, die Rendite zu optimieren bzw. zu erhöhen, sondern um die Risiken zu reduzieren.

Auch Halloween basiert auf historischen Werten und Statistiken. Deshalb gilt auch hier, dass Ergebnisse aus der Vergangenheit keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung der Anlagen zulassen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was die Gründe für saisonale Zyklen an der Börse sein könnten und für welche Märkte diese gelten bzw. für welche nicht.

Saisonale Zyklen an den Märkten zeigen sich tatsächlich. Doch die Erklärungsversuche sind höchst vielfältig und sicher nicht einzeln für sich genommen auch der Grund für schwächere oder stärkere Börsenmonate. So soll es z.B. in den Sommermonaten einen schlechteren Nachrichtenfluss der Unternehmen („Sommerloch“) und kaum Dividendenprognosen geben. Doch auch weniger Börsenumsätze während der Urlaubszeit bis hin zu heißem Wetter werden genannt, klingen jedoch wenig überzeugend.

Ernster zu nehmende Erklärungen für saisonale Schwankungen an der Börse sind da schon verstärkte Aktivitäten zu bestimmten Stichtagen. Insbesondere das sogenannte Window Dressing am Ende des Jahres zum 31. Dezember, der Jahresend-Rallye. Üblicherweise werden Fonds-Portfolios zu diesem Stichtag umgeschichtet, d.h. die guten Performance-Werte werden aufgestockt, die schlechten verkauft. Zusätzliche Käufe verursachen dann einen Kursanstieg.

Bezogen auf den Gesamtmarkt zeigen Aktien zwar – zumindest über erfasste längere Zeiträume – einen vergleichsweise höheren Kursanstieg in den Wintermonaten, allerdings muss dies nicht in jedem Jahr so sein und trifft auch nicht auf alle Branchen zu. Ausgenommen hiervon sind beispielsweise der Gesundheits- (hier ist der Effekt häufig umgekehrt und die Kurs-starken Monate sind die Sommermonate) und zum Teil auch der Konsumgüter-Sektor.

Insgesamt eignet sich die Halloween Strategie als eine von mehreren, wenn zusätzlich technische Indikatoren der Chartanalyse und bei Aktien auch die Fundamental-Analyse berücksichtigt werden. Sich nur auf diese Handelsstrategie zu konzentrieren, erscheint nicht sinnvoll.

Da es sich bei den Statistikwerten ausschließlich um lange Zeiträume handelt, ist auch Halloween nur für langfristig orientierte Anleger interessant. Im Durchschnitt lassen sich höhere Erträge erzielen, jedoch nur dann, wenn die Strategie auch tatsächlich langfristig angewendet wird. Dann kann man sie durchaus mit dem Ergebnis „Höhere Erträge – geringeres Risiko“ versehen, was natürlich nicht für die Zukunft gelten muss und nur für vergangene, statistisch ausgewertete Zeiträume gilt.

Im Auge behalten sollten Anleger auch hier die Transaktionskosten. Werden beispielsweise 20 unterschiedliche Wertpapiere gekauft, fallen pro Jahr 40x Transaktionskosten für Kauf- und Verkaufsorders an. Ein Grund mehr, sich für einen günstigen Broker zu entscheiden.

Wer die Halloween Strategie nur über zwei oder drei Jahre anwendet, wird von der erzielten Rendite – vorausgesetzt, alle anderen Parameter stimmen ebenfalls – wahrscheinlich also nicht sehr überzeugt sein, zumal die Haltedauer jeweils nur sechs Monate beträgt. Alternativ können auch Kapitalmarkt-Produkte wie der oben genannte DAXplus Seasonal Strategy Performance Index gewählt werden, was die Transaktionskosten gegenüber Einzelwerten erheblich reduziert.

Wie finde ich einen günstigen Broker mit gutem Leistungs- & Serviceangebot?

Als unnötige Kosten erweisen sich im Aktiendepot-Vergleich Depotgebühren, Verwahrgebühren, zusätzliche Gebühren für telefonische Orderaufgabe und die Änderung oder Streichung von Limits. Die meisten Direktbanken und professionellen Online-Broker mit Wertpapier-Depot verzichten auf diese Gebühren-Konstrukte, die leicht in die Hunderte EUR pro Jahr, je nach Handelsaktivität des Anlegers, gehen können.

Oft heißt es, nur die Banken und Broker würden an den Aktiendepots verdienen. Das ist schon lange nicht mehr der Fall. Kostenlose Depotführung, Prämien bei Depotwechsel, attraktive Verzinsung des Depotwertes und günstige Handelskonditionen lohnen den Vergleich zwischen den bekanntesten deutschen Direktbanken und einigen europäischen Online-Brokern.

Handel und Depotführung erfolgen vollständig online. Auch die Depoteröffnung ist in nur wenigen Minuten erledigt. Zahlungen vom Depot auf das eigene Girokonto erfolgen sicher vom Verrechnungs- auf das Referenzkonto und können oft vom Kunden selbst veranlasst und durchgeführt werden, der über die entsprechenden Berechtigungen und notwendigen Transaktionsvoraussetzungen verfügt.

Wer in den Aktienhandel einsteigt, kann nicht nur vom Informationsangebot der Broker wie Marktnachrichten, Analysen oder Newsletter, sondern auch von Fortbildungsangeboten und kostenlosem Musterdepot profitieren. Aus dem Depot erfolgt der Handel über die bei deutschen Direktbanken meist hauseigene Handelsplattform, die oft nicht komplizierter als das eigene Online-Banking ist.

Als empfehlenswert haben sich in unseren Tests & Bewertungen z.B. die zuverlässigen deutschen Anbieter OnVista Bank, BB Bank, ING-DiBa, NIBC Direct, DKB Bank, comdirect, Consorsbank, Maxblue, 1822direkt und die DAB Bank erwiesen.

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In unseren Erfahrungsberichten haben wir unsere unabhängigen Test- und Bewertungsergebnisse der Wertpapier-, Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Broker zusammengefasst. Dort finden Sie zahlreiche EU- und FCA-regulierte Broker, die neben ihrer Seriosität mit einem guten Service- und Leistungsangebot und günstigen Handelskosten überzeugen.

In den jeweiligen Bewertungen erfahren Sie unsere ausführlichen Testergebnisse, ob der Anbieter die Voraussetzungen für eine seriöse Einschätzung der Arbeitsweise erfüllt und wir ihn aufgrund seines Gesamtangebotes empfehlen. Sie können sich direkt über unsere Webseite beim Broker Ihrer Wahl anmelden und profitieren von objektiven Bewertungen im Anbieter-Vergleich.

Darüber hinaus erhalten Sie ausführliche Informationen zum Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Handel in unseren Beiträgen und viele andere interessante Themen rund um’s Online-Trading.

 

Die vier erfolgreichsten Börsenstrategien: 2. 200 Tage

Die 200 Tage Strategie zählt zu den Favoriten der Charttechniker. Der gleitende Durchschnitt bildet die Basis für Kauf- und Verkaufssignale und den Trend eines Kurses.

Im unserem Beitrag erfahren Sie, wie die beliebte Börsenstrategie angewendet wird und wie Sie sie auch als Einsteiger erfolgreich nutzen können.

Die 200 Tage Strategie in der Praxis

Ein Blick auf einen Kursverlauf hinterlässt häufig viele Fragezeichen? Wohin geht der Trend wirklich, wenn ein Kurs steigt und fällt, keine klare Richtung zu erkennen ist? Hier erweist sich der 200 Tage Indikator als ein gutes Hilfsmittel. Hier erweist sich der 200 Tage Indikator als ein gutes Hilfsmittel, jedoch sollte er nicht als ausschließlicher Indikator für Käufe und Verkäufe bei Erreichen der Schnittpunkte mit der Kurslinie als laufender Kaufen-Verkaufen-Signalgeber genutzt werden. Er eignet sich aber z.B. als recht zuverlässiger Indikator für Trendwenden.

Anleger orientieren sich dabei zunächst am gleitenden Durchschnitt über 200 Tage. Fällt ein Basiswert unter den gleitenden Durchschnitt, wird dies als Warnung vor einem bärischen, also fallenden Markt angesehen, ein klares Verkaufssignal. Steigt der Wert über den gleitenden Durchschnitt, weist dies auf einen bullishen, steigenden Markt hin und gilt damit als Kaufsignal.

Der gleitende Durchschnitt – Wie funktioniert er?

Der sogenannte gleitende Durchschnitt bezeichnet einen geglätteten Mittelwert unterschiedlicher Preise eines Basiswertes. Dies erfolgt aufgrund eines Chartausschnitts, d.h. für einen bestimmten Zeitraum der Kursermittlung. Danach wird für einen an diesen Ausschnitt angrenzenden Zeitraum der Durchschnittswert errechnet, anschließend ein weiterer usw. Der Mittelwert bildet dann eine eigene Linie neben der Kurslinie mit den tatsächlichen Kursen. Je weiter die Linie des gleitenden Durchschnitts von der Kurslinie entfernt liegt, desto höher die Volatilität des Basiswertes.

Die blaue Linie kennzeichnet den gleitenden Durchschnitt im 38 Tage-Verlauf des Dax (Quelle: www.wikipedia.de)

Um die 200 Tage-Line zu ermitteln, rechnet man die täglichen Schlusskurse eines Basiswertes der letzten 199 Tage zu dem aktuellen Kurs hinzu. Dieser Wert wird durch 200 dividiert. Ersetzt wird jeweils der älteste Schlusskurs, d.h. mit jedem Tag ist der vorletzte Schlusskurs am nächsten Tag der älteste Schlusskurs von insgesamt 200 Tagen.

Was sind die Risiken der 200 Tage Strategie?

Sich allein an einem Mittelwert von 200 Tagen zu orientieren, ist allerdings eine sehr einseitige Betrachtungsweise. Würde man den Kauf- und Verkaufssignalen bei Über- oder Unterschreiten jedes Mal folgen, wären schon allein die Handelskosten für die zahlreichen Orders ein hoher Negativ-Posten auf dem Handelskonto. Umso mehr, wenn der Anleger sowohl auf Long- als auch Short-Positionen setzt, um das Verlustrisiko zu mindern. Dann würden sich die Handelskosten sogar noch verdoppeln.

Davon abgesehen, besteht natürlich die Gefahr von Fehlsignalen, insbesondere wenn der Markt insgesamt schon keinen klaren Trend aufweist.

Experten empfehlen deshalb, sich nicht nur auf die Schnittpunkte des gleitenden Durchschnitts mit dem Kursverlauf zu konzentrieren. Profis nutzen für zuverlässigere Signale sogar 40 oder 50 Chart-Indikatoren in Kombination.

Für Privatanleger kann es deshalb einfacher und sinnvoller sein, auf eine mögliche bevorstehende Trendwende zu achten. Ist die 200 Tage-Linie beispielsweise über einen längeren Zeitraum nach unten gefallen und stoppt diese Abwärtsbewegung, gilt dies als Indikator für einen bevorstehenden steigenden Markt. Gut beobachten lässt sich dies oft am DAX (Deutscher Aktien Index), dem als Börsenbarometer geltenden Index mit den größten deutschen Aktienunternehmen gemessen am Unternehmenswert.

Mit der Trendfolge Gewinne optimieren – Einfache Strategie für Einsteiger & erfahrene Anleger

Bei der 200 Tage Strategie handelt es sich nicht um eine Strategie, die für sich alleine steht. Sie ist lediglich ein Indikator der Charttechnik, der mit anderen Strategien und Indikatoren kombiniert werden sollte, denn sich ausschließlich an einem gleitenden Durchschnitt eines historischen Kursverlaufs zu orientieren und Handelsentscheidungen zu treffen, ist äußerst eindimensional.

Hier kann beispielsweise die Trendfolge-Strategie einsetzen. Sie eignet sich als Basisstrategie bei deutlich steigendem oder fallenden Kursverlauf auch sehr gut für Einsteiger und ist vergleichsweise einfach anzuwenden. Im Grundsatz setzt diese Strategie auf eine größere Wahrscheinlichkeit, dass der bereits bestehende Kurstrend sich noch weiter fortsetzen wird, ohne ins Gegenteil umzuschlagen (Trendumkehr oder Trendbruch). Diese Theorie bleibt Theorie, weil die zukünftige Performance nicht vorhersehbar ist. Unberücksichtigt in der Anwendung der Trendfolge-Strategie bleiben entscheidende Marktereignisse, die den bisherigen Trend eines Kursverlaufs stoppen bzw. umkehren. Deshalb ist aktuelles Marktwissen auch hier ein Muss für erfolgreichen Handel.

Die Trendfolge-Strategie bezieht sich ausschließlich auf die technische Chartanalyse, d.h. alle anderen Faktoren, die eine Kursentwicklung beeinflussen können, bleiben hiervon unberücksichtigt. Dazu gehören z.B. bei Aktien und Indizes, Unternehmensnachrichten der betreffenden Basiswerte, wirtschaftliche, finanzwirtschaftliche oder politische Ereignisse. All dies und seine möglichen Auswirkungen auf einen Kurs zu einem gegenwärtig zukünftigen Zeitpunkt kann keine technische Analyse berücksichtigen. Sie beruht auf historischen Erkenntnissen aus der Vergangenheit, die sich so nicht wiederholen müssen oder können.

Bei vielen Tradern liegt übrigens ein Missverständnis vor, was denn die Trendfolge-Strategie eigentlich ist. Leider wird dies auch in diversen Internet-Beiträgen immer wieder falsch dargestellt. Denn mit der Trendfolge ist nicht gemeint, sich einfach anderen Tradern in ihrer Entscheidung und damit der Mehrheit anzuschließen, sondern dem Kurstrend zu folgen, auch wenn beide Möglichkeiten im Ergebnis gegebenenfalls gleich sind, weil die meisten Trader dem Kurstrend folgen. Oft hält sich der prozentuale Anteil der Händler aber auch die Waage und liegt um 50:50, weil beispielsweise auch die Kontra-Trend-Strategie angewandt wird. Insofern muss das Verhältnis also nicht dem tatsächlichen Kurstrend des betreffenden Basiswertes entsprechen. Hängen Sie sich deshalb nicht an sogenannte Markt-Sentiments der Broker, die die Handelsentscheidungen anderer Kunden zu einem Basiswert grafisch darstellen, sondern nutzen die Indikatoren der Chartanalyse.

Für die Identifizierung eines Trends ist es gleichgültig, ob dieser eine Tendenz zu steigendem oder fallenden Kurs aufweist, der Trend gibt lediglich die Richtung an und bewertet einen Kurs nicht nach positiv oder negativ. Anleger können natürlich sowohl von steigenden als auch fallenden Kursen profitieren. Ein Trend sowohl manuell als auch automatisch durch eine technische Chartanalyse identifiziert werden.

Manuelle Trend-Bestimmung

Eine Trendlinie lässt sich auch bei einem unregelmäßig erscheinenden Kursverlauf, der keinen eindeutigen Trend nach oben oder unten mit bloßem Auge erkennen lässt, einfach einzeichnen und verbinden. Bei einem Aufwärtstrend des Kurses bestehen beispielsweise mehrere Hochs nach oben und auch höhere Tiefs hintereinander. Diese Peaks (Kursausschläge) werden durch eine Linie jeweils oben und unten miteinander verbunden, so dass zwei parallel verlaufende, horizontale Linien entstehen.

Aus dem Verlauf der beiden Linien läßt sich eine Auf- oder Abwärtsbewegung des Kurses erkennen, vorausgesetzt, es handelt sich nicht um einen Seitwärts-Trend und der analysierte Zeitraum ist ausreichend lang. Bei der technischen Chartanlyse ermitteln technische Indikatoren das gleiche Ergebnis.

Genauso anwendbar ist diese Trendlinie für einen Abwärtstrend. Hier sind tiefere Hochs und auch tiefere Tiefs hintereinander erkennbar. Je länger ein Trend besteht und je gerader und eindeutiger er verläuft, desto einfacher ist er für geübte Trader auch ohne Linienverbindungen zu erkennen.

Trend-Bestimmung durch technische Indikatoren der Chartanalyse

Die technische Chartanalyse ermittelt auch einen Trend automatisch mittels Indikatoren, die den vorherigen Kursverlauf anhand der vorhandenen Daten analysieren. Einen in der Zukunft liegenden Trend kann aber auch die technische Analyse nicht voraussehen, deshalb beruht die Trendfolgen-Strategie darauf, einen bereits bestehenden Trend über einen vergangenen Zeitraum auszumachen.

Auch wenn ein Trend bereits seit längerem besteht, können Trader hiervon profitieren und in den Handel einsteigen. Es steht nicht im Vordergrund, zum absoluten Tiefstand ein- und zum absoluten Höchststand wieder auszusteigen, denn auch während eines Trends lassen sich natürlich Gewinne erzielen. Wichtig ist, eine sich möglicherweise abzeichnende Trendwende rechtzeitig zu erkennen, um vorteilhafte Ein- oder Ausstiegszeitpunkte nicht verstreichen zu lassen. Bei der automatischen technischen Chartanalyse erhalten Trader Kauf- und Verkaufssignale, wenn bestimmte Kurswerte erreicht werden.

Fazit zur Börsenstrategie 200 Tage

Bei der 200 Tage Strategie handelt es sich um eine leicht verständliche Anwendung aus der Charttechnik. Für Einsteiger, die in der Chartanalyse noch keine große Erfahrung haben, ist der gleitende Durchschnitt ein gutes Hilfsmittel für die Erkennung von möglichen Trendwenden. Deshalb sollten sie sich nicht auf die „Rein-Raus“-Strategie bei jedem Über- oder Unterschreiten des Kurses der 200 Tage-Linie orientieren. Neben hohen Handelskosten sind die Kauf- oder Verkaufssignale nicht zuverlässig genug, da es zu Fehlsignalen kommen kann.

Gänzlich ungeeignet ist die 200 Tage Strategie deshalb bei Seitwärtsbewegungen der Märkte. Dann generiert praktisch jedes Durchbrechen der 200 Tage-Linie nach oben oder unten ein Fehlsignal und markiert falsche Ein- oder Ausstiegszeitpunkte. Das System der technischen Chartanalyse reagiert in diesem Fall sozusagen hypersensibel und erkennt keine normalen Schwankungen, da diese von der generellen Seitwärtsbewegung rein technisch zu sehr abweichen und keine flexiblen Toleranzen eingebaut werden können.

Im Handel bedient man sich der sogenannten Stopp Loss-Marken, die einen möglichen Trendbruch und eine Trendumkehr markieren. D.h. durch Setzen der Marken ober- oder unterhalb des Kursverlaufs, werden Verluste minimiert, wenn ein Trendbruch erfolgt und der Kurs sich stattdessen entgegen der Prognose des Traders fortsetzt. Gewinne werden durch Nachziehen von Trailing-Stops im Handel über oder unter der Einstiegs-Kursmarke abgesichert.

Die 200 Tage-Linie eignet sich also am besten für Märkte, die sich nicht seitwärts, sondern deutlicher ausgeprägt steigend oder fallend entwickeln. Unter Zuhilfenahme des gleitenden Durschnitts lassen sich bevorstehende Trends oder Trendumkehr des Kursverlaufs erkennen.

Es gibt zahlreiche Strategien und Indikatoren, die im börslichen und außerbörslichen Handel Anwendung finden. Viele Broker gehen auf diese Themen nur oberflächlich in ihren Bildungssektionen ein. Sie erklären beispielsweise ausführlich Chart-Indikatoren, der Anleger erfährt aber nicht, für welche Strategien diese Indikatoren eigentlich angewendet werden können und wie. Achten Sie deshalb besonders als Neueinsteiger auf ausführliche und qualitativ hochwertige Bildungssektionen Ihres Brokers, z.B. bei OnVista. Bei der comdirect-Tochter können Sie nicht nur ein kostenloses Wertpapier-Depot eröffnen, sondern auch das bekannte Finanzportal mit vielen aktuellen Informationen zu Börse, Handel und Finanzen nutzen.

Für Anfänger empfiehlt sich zunächst die oben erläuterte Trendfolgestrategie, die nach und nach um weitere Möglichkeiten ergänzt werden kann. Darüber hinaus gibt es natürlich auch speziell z.B. für den Devisenhandel anwendbare Strategien, wie beispielsweise Scalping, oder die Dividenden-Strategie im Aktienhandel. Auch im Aktienhandel ist die Trendfolgestrategie übrigens die bewährteste Anlagestrategie. Nichtsdestotrotz garantiert keine Börsenstrategie, dass sie erfolgreich sein wird. Alle zugrundeliegenden Basisdaten können nur für Vergangenheit und Gegenwart herangezogen werden, nicht für die Zukunft.

Wo finde ich ein günstiges Aktien-Depot mit niedrigen Orderkosten?

Depotgebühren – Verwaltungsgebühren ohne Gegenleistung

Depotgebühren werden als reine Verwaltungskosten für die Depotführung erhoben. Auch wenn keine Wertpapiere im Depotbestand vorhanden sind, verlangen vor allem Filial-, aber auch einige Direktbanken immer noch Depotgebühren. Diese zusätzlichen Kosten können zwischen 2,50 bis zu 40 oder 50 EUR p.a. betragen. Auch wenn Sie bei dem Anbieter nur ein Depot und keine weiteren Konten wie z.B. ein Girokonto führen: Diese „Prämie“ an die Bank, dafür, dass Sie dort Kunde sind, sollten sie nicht zahlen und sich Depotgebühren sparen.

Kostenlos ist die Depotführung z.B. bei der OnVista Bank, BB Bank, ING-DiBa, DKB Bank, Maxblue, 1822direkt, NIBC Direct, comdirect oder der Consorsbank.

Bei niedrigen Transaktionskosten haben Sie mehr von Ihrer Rendite

Die Orderkosten – auch Transaktionskosten genannt – stellen im Wertpapierhandel den höchsten Anteil der Handelskosten dar. Es handelt sich hierbei um die Gebühren, die Sie für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren zahlen. Sie bestehen aus der Orderprovision, welche die Depotbank für die Durchführung der Order berechnet, und die Fremdspesen, welche an Dritte entrichtet und von der Depotbank an Sie als Kunden weiterberechnet werden.

Die Orderprovision wird in der Regel als Prozentsatz des Ordervolumens (Kurswert) angegeben. Bei den meisten Direktbanken beträgt die Orderprovision 0,25% des Ordervolumens. Zusätzlich wird die Mindest- und die maximal zu entrichtende Provision pro Order angegeben, also z.B. Orderprovision 0,25% vom Ordervolumen, mindestens 9,90 EUR, maximal 29,90 EUR. Bei kleinem Ordervolumen und der zu entrichtenden Mindestprovision kann die Orderprovision dann entsprechend höher als der angegebene prozentuale Anteil ausfallen.

Einige Anbieter verzichten hingehen inzwischen auf volumenabhängige Orderprovisionen und bieten Flat-Rates an. So z.B. flatex, finanzen.net und OnVista. Unabhängig vom Ordervolumen entrichten Anleger Festbetrag von 5 EUR je Order an deutschen Börsenplätzen.

Welcher Broker passt zu mir?

Anleger haben wie jeder Kunde spezielle Wünsche und Anforderungen an den für sie passenden Online-Broker. Der perfekte Broker für alle existiert leider nicht, genauso wenig wie die perfekte Bank, Versicherung oder andere Dienstleister, die einem direkten Marktvergleich unterworfen sind und dort nach den entsprechenden Kriterien bewertet werden. Jeder Anbieter hat andere Vor- und Nachteile, seine eigenen Bedingungen und bietet unterschiedliche Leistungen und Service zu verschiedenen Preisen.

Deshalb ist ein passender Broker der, der den persönlichen Vorstellungen und Bedürfnissen am nächsten kommt. Um einen transparenten und einheitlichen Broker-Test zu gewährleisten, setzen wir für alle Testkandidaten dieselben Kriterien an und führen transparent die Vor- und Nachteile des jeweiligen Anbieters auf.

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Die vier erfolgreichsten Börsenstrategien: 1. Dogs of the Dow

Die Aktien-Strategie Dogs of the Dow gehört zu den populärsten Börsenstrategien. Das renditesteigernde Prinzip ist denkbar einfach. Anleger erwerben unterbewertete Aktien und profitieren von den Dividenden-stärksten Aktienwerten der Indizes während ihrer Aufholjagd an der Börse.

Im nachfolgenden Beitrag erfahren Sie, wie es funktioniert und welches derzeit die zehn besten Aktien-Kandidaten für die profitable Dogs of the Dow Strategie sind.

Was bedeutet Dogs of the Dow?

Die Bezeichnung Dog bedeutet, abgesehen von der eigentlichen Übersetzung für Hund, im US-Amerikanischen keine Gewinner. Im Gegenteil, sie bezeichnet an der Börse sogar eine schlechte Kursentwicklung und es gibt auch sonst viele Begriffe, die in Verbindung mit Dog negativ bzw. als minderwertig belegt sind, z.B. Underdog.

Im Gegensatz dazu ist die Bezeichnung bezogen auf die Strategie jedoch irreführend. Hier kauft der Anleger keine Aktien mit negativer Kursentwicklung, sondern Werte mit hoher Dividendenrendite. Grundlage für die Auswahl sind die Dividenden-stärksten Papiere aus dem US-Amerikanischen Dow Jones Index (Dow). Daneben gibt es beispielsweise auch die Dogs oft he DAX (Deutscher Aktien Index) oder Dogs of the Eurostoxx 50 (Europäischer Aktien Index 50).

Was ist eine Dividende?

Bei einer Dividende handelt es sich um eine Erfolgsbeteiligung der Aktionäre eines Unternehmens nach einem abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Dividendenhöhe ist zwar abhängig vom Erfolg des Unternehmens und damit vom Gewinn, doch muss die Dividende nicht ausgeschüttet werden, denn Aktionäre haben kein Anrecht darauf. So kann sich z.B. die Aktionärsversammlung gegen eine Ausschüttung der Prämie aussprechen, wenn man beispielsweise das Eigenkapital des Unternehmens und damit die finanzielle Substanz nicht schwächen will.

Die Höhe einer Dividende erfolgt also nur, wenn das Unternehmen Gewinne im vorangegangenen Geschäftsjahr erzielt hat und die Aktionärsversammlung der Dividendenausschüttung an die Aktionäre zustimmt. Die Höhe der Ausschüttung je Aktie wird vom Unternehmensvorstand vorgeschlagen.

Auf welcher Grundlage werden die Dogs of the Dow im Ranking ausgewählt?

Das Ranking der Dogs of the Dow basiert auf der Auswahl der 30 stärksten Dow Jownes-Aktien nach Dividende zu Jahresbeginn. Zugrunde gelegt werden die im Vorjahr gezahlten Dividenden und der Jahres-Schlusskurse, so dass sich eine Kennzahl ergibt. Dabei wird die Anlagesumme auf die zehn stärksten Werte zu gleichen Teilen verteilt und die Aktien ein Jahr lang gehalten. Im Folgejahr wiederholt sich die Auswahl entsprechend.

Wie funktioniert die Strategie Dogs of the Dow?

Bei dieser Strategie handelt es sich um eine sogenannte antizyklische Investmentstrategie. Sie folgt keinem Trend wie die Trendfolge-Strategie, sondern entgegengesetzt und beruht auf Regelmäßigkeit. D.h., der Anleger verfolgt diese Strategie über einen längeren Zeitraum über mehrere Jahre. Er kauft deshalb jährlich die fünf oder zehn Dividenden-stärksten Werte eines Haupt-Index. Nebenwerte sind hierfür ungeeignet. Investiert wird die Anlagesumme dabei zu gleichen Teilen in die ausgewählten fünf oder zehn Aktien.

Annahme ist dabei, dass große Aktien-Unternehmen nur vorübergehend für Anleger uninteressant werden und nicht auf Dauer, da der Aktienkurs dieser Unternehmen stärker schwankt als die Dividende. Bei hoher Rendite, geht man davon aus, der Ankaufkurs günstig ist, weil man bei der Dividende von einer Konstanten ausgeht, diese also nicht dauerhaft abbricht. Mit dieser Strategie verfolgt der Anleger das Ziel, eine höhere Rendite als der Gesamtmarkt zu erreichen.

Wichtig hierbei ist, dass die Aktien während des laufenden Jahres gehalten werden und am Stichtag (nach Feststehen des Jahresschlusskurses) zu Beginn des Folgejahres umgeschichtet wird, d.h. die dann aktuell Dividenden-stärksten Aktien des Index gekauft und die schwachen aus dem Vorjahr aus dem Portfolio verkauft werden. Der Aufwand hierfür ist im Gegensatz zu anderen Handelsstrategien deshalb vergleichsweise gering.

Steigt man mit dieser Strategie erstmals in den Handel ein, muss dies zu Beginn eines Jahres erfolgen. Unterjährige Käufe oder Umschichtungen z.B. Mitte des Jahres mit einer Haltedauer von nur 6 Monaten bis zum Stichtag zu Beginn des Folgejahres sind die falsche Anwendung der Dogs oft he Dow-Börsenstrategie. Es ist also notwendig, den Termin bzw. den Haltezeitraum von einem Jahr einzuhalten.

Welches sind die Dividenden-stärksten Unternehmen 2017?

Dogs of the Dow 2017

Die sogenannten Blue Chips-Aktien aus dem Dow Jones Index stellen die größten börsennotierten US-Aktien mit dem hohem Unternehmenswert dar. Die Tabelle zeigt die Dividenden-stärksten Aktien auf Basis des Schlusskurses vom 31.12.2016.

Die zehn Dogs of the Dow 2017 (Quelle: www.boerse.de)

Dogs of the DAX 2017

Das nachfolgende Ranking der Dogs of the DAX (Deutscher Aktien Index) listet die zehn Dividenden-stärksten deutschen Aktien nach Ermittlung des Schlusskurses am 31.12.2016. Die ermittelte Dividende wurde dem Online-Finanzportal OnVista entnommen.

Dogs of the DAX 2017 (Quelle: www.aktien-mit-strategie.de)

Bitte beachten Sie, dass das Ranking und die darin enthaltenen Aktien keine Kaufempfehlung darstellen, sondern nur zu Informationszwecken im Zusammenhang mit der Erläuterung der Börsenstrategie Dogs of the Dow dienen.

Langfristige Rendite-Entwicklung am Beispiel der Dogs of the Dow

Am Beispiel der Dogs of the Dow über einen Zeitraum von 1995-2016 in der Infografik wird deutlich, dass die Dividenden-stärksten Aktien eine höhere Rendite für den Anleger erzielen können. Das bestätigt wiederum die Annahme, dass Dividenden sich konstanter entwickeln als der Umsatz bzw. Gewinn eines Unternehmens. Eine hohe Dividende soll deshalb als Schlüsselindikator für unterbewertete Aktienwerte dienen und auf einen vergleichsweise günstigen Kauf-Kurs hindeuten.

Das Ziel, den Gesamtmarkt, d.h. den Dow Jones grundsätzlich zu schlagen, hat die Strategie jedoch nicht erreicht.

Auch sind bei langfristiger Anwendung der Strategie Verluste zu verzeichnen, wie in der Grafik ab 2008 zum Zeitpunkt der Finanzkrise erkennbar ist.

Entwicklung der Dogs of the Dow zwischen 1995-2016 in USD (Quelle: www.boerse.de)

Welche Risiken birgt die Dogs of the Dow-Börsenstrategie?

Ein Nachteil der Strategie ist, dass Anleger die Aktien als Buy-and-hold betrachten müssen. Entwickelt sich der Kurs negativ, bleibt der Wert im Depot. Dies erfordert eine gewisse Disziplin des Anlegers, der mit seinem Portfolio durch Höhen und Tiefen an der Börse geht.

Äußere Einflüsse, die z.B. während der Finanzkrise 2008 viele Branchen und Unternehmen betroffen und deren Kurs abstürzen lassen haben, führen natürlich auch zu Streichungen von Dividenden führen.

Da die Strategie rein auf Basis der Dividendenhöhe der Dividenden-stärksten Aktien eines Index bezieht, werden Risikofaktoren im Grunde nicht berücksichtigt. D.h., ein Dividenden-starker Wert kann auch bei Nichtzahlung von Dividenden im Ranking bleiben, wenn z.B. der Kurs bereits über einen längeren Zeitraum konstant fällt. So geschehen beispielsweise beim Blue Chip General Motors.

Die Statistik zeigt, dass die Strategie zeigt über längere Anlagehorizonte häufig bessere Ergebnisse als der Gesamtmarkt. Eine Garantie ist dies jedoch nicht, denn letztendlich liegt hier ein Zeitraum von immerhin 20 Jahren zugrunde. Dazwischen liegen auch einige Verlustzeiträume, so dass man über den zurückliegenden Anlagezeitraum über die Outperformance der Dogs of the Dow Strategie gegenüber dem Index sagen kann, dass Langfristigkeit zählt.

Wann gilt Dogs of the Dow für den Anleger als erfolgreich?

Oberstes Ziel ist eine Outperformance (bessere Performance) gegenüber dem jeweiligen Index. Demnach ist der Anleger also bereits erfolgreich, wenn er weniger verliert als der Gesamtmarkt, so dass auch negative Ergebnisse eines Dogs oft he Dow-Depots als erfolgreich gelten, wenn der Gesamtmarkt noch negativer verlaufen ist.

In der Vergangenheit zeigte sich die Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt nur bei konsequenter Anwendung über lange Anlagezeiträume. Bei kurzen Investitionen nach dieser Strategie, wie z.B. zwei oder drei Jahre, entwickelten sich die Dog of the Dow-Aktien häufig negativer als der Gesamtmarkt. Für die Zukunft kann dies natürlich niemand voraussagen.

In der jüngeren Vergangenheit zeigte die Entwicklung zwar eine Überlegenheit gegenüber dem Gesamtmarkt, allerdings nur geringfügig. Als besonders erfolgreich galt diese Strategie in den 70er und 80er Jahren, da die Entwicklung deutlich besser war als der Index.

Wie kann man in Dogs of the Dow am besten investieren?

Wer mit dieser Strategie in Aktien investieren möchte, braucht sein Portfolio nicht unbedingt selbst aus den Einzelwerten aufbauen und im Folgejahr umschichten. Es gibt Aktien- und ETF-Fonds (Exchange Traded Funds), deren Fondswerte nach dieser Strategie ausgewählt werden. An der Deutschen Börse gibt es sogar einen eigenen Index, der die 15 Dividenden-stärksten DAX-Aktien enthält (DivDAX). Alternativ können auch Zertifikate erworben werden, deren Grundlage Dividenden-starke Aktien sind.

Inzwischen gibt es einige Varianten der Strategie, z.B. Low Five (Kauf der fünf günstigsten Aktien der zehn Dividenden-stärksten eines Index) oder nur die Aktien der Dividenden-stärksten zehn zu kaufen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr Gewinne gemacht haben.

Fazit zur Dogs of the Dow Strategie

Die Börsenstrategie Dogs of the Dow wird zwar vorwiegend auf Aktien angewandt, eignet sich aber auch für Indizes. Die Anwendung ist auch für weniger erfahrene Anleger einfach und verständlich, birgt jedoch auch Risiken, z.B. Branchenrisiken, weil rein rechnerisch die Dividenden-stärksten Werte eines Index aufgrund historischer Kursdaten und Dividenden ermittelt werden und äußere Faktoren keine Rolle spielen.

Dividendenzahlungen bedeuten für ein Unternehmen auch immer, dass diese aus dem Eigenkapital gezahlt werden müssen, sie verringern also die finanzielle Substanz eines Unternehmens. Es handelt sich also nicht um Beträge, die ohnehin „übrig“ sind.

Über längere Anlagehorizonte zeigte sich die Strategie in der Vergangenheit meist erfolgreich. Wie für alle Börsenstrategien, hält aber auch Dogs of the Dow keine Erfolgsgarantie parat.

Da die Umschichtung nach dieser Strategie jährlich erfolgt, fallen dementsprechende Handelskosten für Kauf und Verkauf an. Entscheiden Sie sich deshalb für ein günstiges Wertpapier-Depot, welches Ihnen darüber hinaus auch ein gutes Leistungs- und Serviceangebot bietet.

Neuanlegern empfiehlt sich, in Dogs oft he Dow gegebenenfalls in einer seiner Varianten bzw. einem anderen Index wie dem deutschen DAX z.B. über einen ETF-Fonds einzusteigen.

Insbesondere ETFs sind inzwischen ein Finanzinstrument, welches bei Privatanlegern sehr gefragt ist und eine kostengünstige Alternative zu den klassischen Investmentfonds darstellt. Handelbar sind ETFs z.B. auch bei dem niederländischen Broker DEGIRO zu besonders günstigen Handelskonditionen, der DKB Bank, Maxblue, 1822direkt, flatex oder der DAB Bank. Natürlich können über diese Anbieter auch eine Vielzahl von anderen Wertpapieren wie Aktien, Fonds, Anleihen usw. gehandelt werden.

Die günstigsten Wertpapier-Depots für Privatanleger

Unter den deutschen Direktbanken liegt preislich die OnVista Bank – inzwischen übernommen durch die Commerzbank-Tochter comdirect –  an der Spitze der günstigsten Anbieter. Aktien können unabhängig von der Höhe des Handelsvolumens zu einem Festpreis von 5 EUR je Order zuzüglich einer Gebührenpauschale von 1,50 EUR je Börsenplatz gehandelt werden. Zur Verfügung stehen alle deutschen Börsen sowie 13 internationale Börsenplätze.

Noch preisgünstiger, nämlich mit nur 2 EUR je Order zuzüglich einer Gebühr von 0,008% vom Ordervolumen, ist der niederländische Anbieter Degiro. Während die großen deutschen Direktbanken darüber hinaus aber auch weitere Produkte wie Sparpläne z.B. in Fonds, wie die derzeit stark nachgefragten Index-Fonds (ETFs), anbieten, beschränkt sich Degiro ausschließlich auf den börslichen Aktienhandel.

Die wichtigsten Auswahlkriterien bei der Broker-Wahl

Ein Broker sollte in jedem Fall eine ordnungsgemäße Regulierung durch eine EU-Aufsichtsbehörde und eine Einlagensicherung der Kundengelder vorweisen. Die Einlagensicherung gilt jedoch nur für Bankeinlagen wie Girokonten, Spar-, Festgeld-, Tagesgeldkonten usw., nicht für Wertpapierdepots. Wertpapiere werden von Banken im Kundenauftrag verwahrt, d.h. sie sind Eigentum des Kunden und werden im Insolvenzfall an diesen herausgegeben. Ein Zugriff auf Depotwerte durch Bank oder Gläubiger ist deshalb nicht möglich. Die Angst, Broker oder Bank könnten mit den Werten im Depot „durchbrennen“ oder bei Insolvenz an Gläubiger fallen, ist also unbegründet.

Versteckte Gebühren oder zusätzliche Kosten für die Nutzung der Handelsplattform oder zur Verfügung gestellte Charts sind ein K.o.-Kriterium. Die meisten Anbieter in Deutschland wie comdirect, OnVista Bank, Consorsbank oder DAB Bank (Schwesterunternehmen der Consorsbank) sind Tochtergesellschaften großer deutscher und europäischer Banken.

Grundsätzlich gelten für die Auswahl eines Online-Brokers die wichtigsten folgenden Merkmale:

  • EU-Regulierung & Einlagensicherung
  • Handelsplattform und mobiles Trading-Angebot für Smartphone & Tablet
  • Konditionen (Kosten, Gebühren, Provisionen/Kommissionen)
  • Fortbildungsangebot (z.B. Webinare)
  • Analysen, Marktnachrichten, News-Ticker, angeschlossenes Finanzportal
  • Kundensupport
  • Prämien oder (höhere) Verzinsung des Depots bei Depotwechsel

Die Kosten und Handelskonditionen – ein wesentliches Testkriterium

In unseren Bewertungen führen wir auch die anfallenden Kosten und Konditionen auf, um diese mit verschiedenen Brokern zu vergleichen.

Dies sind insbesondere:

  • Verrechnungskonto/Zahlungen über Referenzkonto
  • Mindesteinzahlung und mögliche Gebühren für Ein- & Auszahlungen
  • Handelskosten
  • Größe der handelbaren Kontrakteinheiten (Lots)
  • Provisionen, Kommissionen und Gebühren im Aktien-, Forex- und CFD-Handel

Jetzt den richtigen Broker finden, anmelden & traden

In unseren Erfahrungsberichten haben wir unsere unabhängigen Test- und Bewertungsergebnisse der Wertpapier-, Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Broker zusammengefasst. Dort finden Sie zahlreiche EU- und FCA-regulierte Broker, die neben ihrer Seriosität mit einem guten Service- und Leistungsangebot und günstigen Handelskosten überzeugen.

In den jeweiligen Bewertungen erfahren Sie unsere ausführlichen Testergebnisse, ob der Anbieter die Voraussetzungen für eine seriöse Einschätzung der Arbeitsweise erfüllt und wir ihn aufgrund seines Gesamtangebotes empfehlen. Sie können sich direkt über unsere Webseite beim Broker Ihrer Wahl anmelden und profitieren von objektiven Bewertungen im Anbieter-Vergleich.

Darüber hinaus erhalten Sie ausführliche Informationen zum Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Handel in unseren Beiträgen und viele andere interessante Themen rund um’s Online-Trading.

Erfolgreiche Forex Strategie – Tipps für Einsteiger

Forex-Handel ist ein beliebtes Finanzinstrument bei Privatanlegern. Doch auch hier kommt der Trader nicht ohne eine Strategie aus. Die erfolgreiche Forex Strategie kann helfen, Gewinne zu optimieren und Verluste zu dezimieren. Doch welche Strategie ist auch für Einsteiger leicht verständlich und erlernbar, um gut vorbereitet in den Handel einzusteigen? Dies und mehr lesen Sie in unserem nachfolgenden Beitrag.

Was ist überhaupt eine Strategie im Forex-Handel?

Der Kapitalmarkt ist grundsätzlich kein sicher einschätzbarer Markt, gleichgültig ob kurz-, mittel- oder langfristig. Vorhersagen über die Entwicklung der Märkte sind deshalb nur eine mögliche Variante, wie sich die Kurse in Zukunft darstellen, mal mehr, mal weniger nachvollziehbar und realistisch. Trotzdem lassen sich aber Trends und Wahrscheinlichkeiten erkennen, so dass eine Strategie, die auf diesen Analysen beruht, eine wichtige Orientierungsgrundlage für den Anleger darstellt, wo er sein Vermögen investiert und in welcher Höhe, um kein unnötig hohes Risiko einzugehen.

Eine erfolgreiche Forex Strategie wird als Richtweise für das Trading von Devisen genutzt. Wer blind drauflos handelt, mal hier, mal dort Devisen kauft, ohne die Währungspaare zu kennen und einschätzen zu können, betreibt Glücksspiel, kein Trading. Mit einer Strategie wird der Handel sicherer und die Renditechancen können sich sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene erhöhen. Abhängig ist dies davon, ob die Strategie passt und der Trader sich konsequent daran hält, nur zu handeln, wenn die Voraussetzungen der gewählten Handelsstrategie erfüllt sind.

Hierfür ist es notwendig, die richtige Strategie auszuwählen, sie aber auch auf ihre Anwendbarkeit in der Zukunft von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Die Art und Funktion der Strategie, die immer auf einer Analyse durch Indikatoren beruht, muss natürlich inhaltlich voll verstanden worden sein. Für Einsteiger in den Handel eignen sich deshalb zunächst einfache Strategien.

Die Trend-Strategie als erfolgreiche Forex Strategie

Die bekannteste und auch für Einsteiger leicht zu erlernende Strategie ist die sogenannte Trend-Strategie oder Trendfolge-Strategie. Sie eignet sich als Basisstrategie für Märkte mit deutlich steigendem oder fallenden Kursverlauf wie dem Forex-Handel auch sehr gut für Einsteiger und ist vergleichsweise einfach anzuwenden.

Die Trend-Strategie basiert auf der Annahme der größere Wahrscheinlichkeit, dass der bereits bestehende Kurstrend sich noch weiter fortsetzen wird, ohne ins Gegenteil umzuschlagen (Trendumkehr oder Trendbruch). Trotzdem handelt es sich hier nur um eine Theorie, auch wenn die Wahrscheinlichkeit höher sein mag. Unberücksichtigt in der Anwendung der Trend-Strategie bleiben z.B. entscheidende Marktereignisse, die den bisherigen Trend stoppen oder umkehren. Hier helfen Trendlinien aus der Kurshistorie dann auch nicht weiter. Deshalb ist aktuelles Marktwissen auch im Forex-Handel bei Strategieanwendung eine wichtige Basis für erfolgreichen Handel.

Die Trend-Strategie bezieht sich ausschließlich auf die technische Chartanalyse, d.h. alle anderen Faktoren, die eine Kursentwicklung beeinflussen können, bleiben hiervon unberücksichtigt. Dazu gehören z.B. bei Aktien und Indizes Unternehmensnachrichten der betreffenden Basiswerte, wirtschaftliche, finanzwirtschaftliche oder politische Ereignisse, die sich z.B. im Forex-Handel auf die Kurse auswirken können usw. All diese Einflüsse und deren mögliche Auswirkungen auf einen Kurs zu einem gegenwärtig zukünftigen Zeitpunkt kann keine technische Analyse berücksichtigen.

Für die Identifizierung eines Trends spielt es keine Rolle, ob dieser eine Tendenz zu einem steigenden oder fallenden Kurs aufweist, denn der Trend gibt lediglich die Richtung an und bewertet einen Kurs nicht nach positiv oder negativ für den Anleger. Trend heißt als nicht automatisch steigender Kurs, denn im Forex-Handel können Anleger auch mit fallenden Kursen Gewinne erzielen. Ein Trend kann sowohl manuell als auch automatisch durch eine technische Chartanalyse identifiziert werden. Die notwendigen Tools stellen Broker auf ihren Handelsplattformen zur Verfügung, z.B. IQOptionCMC Markets, IG, flatex oder FXPro.

Einfache Trend-Bestimmung eines Kurses

Eine Trendlinie lässt sich auch bei einem unregelmäßig erscheinenden Kursverlauf, der keinen eindeutigen Trend nach oben oder unten mit bloßem Auge erkennen lässt, einfach einzeichnen und verbinden. Bei einem Aufwärtstrend des Kurses bestehen beispielsweise mehrere Hochs nach oben und auch höhere Tiefs hintereinander. Diese Peaks (Kursausschläge) werden durch eine Linie jeweils oben und unten miteinander verbunden, so dass zwei parallel verlaufende, horizontale Linien entstehen.

Genauso anwendbar ist diese Trendlinie für einen Abwärtstrend. Hier sind tiefere Hochs und auch tiefere Tiefs hintereinander erkennbar. Je länger ein Trend besteht und je gerader und eindeutiger er verläuft, desto einfacher ist er für geübte Trader auch ohne Linienverbindungen zu erkennen.

Indikatoren der technischen Chartanalyse für die Trend-Strategie

Die technische Chartanalyse über die Handelsplattform im Kurschart ermittelt einen Trend automatisch mittels Indikatoren, die den vorherigen Kursverlauf anhand der vorhandenen Daten analysieren. Einen in der Zukunft liegenden Trend kann aber auch die technische Analyse nicht voraussehen, deshalb beruht die Trend-Strategie darauf, einen bereits bestehenden Trend über einen vergangenen Kurs-Zeitraum auszumachen.

Auch wenn der Trend möglicherweise bereits seit längerer Zeit besteht, können Trader in einen profitablen Handel einsteigen. Es steht nicht im Vordergrund, zum absoluten Tiefstand ein- und zum absoluten Höchststand wieder auszusteigen, denn auch während eines Trends lassen sich Gewinne erzielen. Wichtig ist eher, eine sich möglicherweise abzeichnende Trendwende rechtzeitig zu erkennen, um vorteilhafte Ein- oder Ausstiegszeitpunkte nicht verstreichen zu lassen. Bei der automatischen technischen Chartanalyse erhalten Trader Kauf- und Verkaufssignale, wenn bestimmte Kurswerte erreicht werden. Dies macht den Handel äußerst komfortabel und erspart dem Anleger viel eigene Recherche, Analyse und Zeit.

Kursverläufe für die Anwendung der Trend-Strategie

Auf- und Abwärtstrends der Märkte

Da ein Kurs nie statisch in gerade Linie verläuft und sich immer in einer mehr oder weniger ausgeprägten Auf- und Abbewegung befindet, muss zunächst die tatsächliche Trendbewegung bezogen auf einen steigenden oder fallenden Kurs bestimmt werden.

Indikatoren der Chartanalyse erkennen eine Trendfolge sowohl bei steigenden als auch fallenden Märkten und die Analyse erfolgt über einen längeren Zeitraum der Kurshistorie. Wird ein Trend erkannt, besteht dieser also bereits, der Kurs befindet sich nicht erst in der Entwicklung oder Tendenz einen Trend erkennen zu lassen, sondern der Trend ist bereits vorhanden. Auf- und Abwährtstrends sind deshalb recht zuverlässig zu bestimmen.

Seitwärtsbewegungen der Märkte

Problematisch sind Signale der Chart-Indikatoren zur Trend-Bestimmung bei einer überwiegenden Seitwärtsbewegung des Kurses. Dann generiert praktisch jeder Ausbruch nach oben oder unten ein Fehlsignal und markiert falsche Ein- oder Ausstiegszeitpunkte. Das System der technischen Chartanalyse reagiert in diesem Fall sozusagen hypersensibel und erkennt keine normalen Schwankungen, da diese von der generellen Seitwärtsbewegung rein technisch zu sehr abweichen und keine flexiblen Toleranzen eingebaut werden können.

Im Forex- & CFD-Handel bedient man sich der sogenannten Stop Loss-Marken, die einen Ausstieg des Anlegers markieren, wenn er nicht unter diese Marken fallen und Verluste riskieren möchte. D.h. durch Setzen der Marken ober- oder unterhalb des Kursverlaufs, werden Verluste minimiert, wenn ein Trendbruch erfolgt und der Kurs sich stattdessen entgegen der Prognose des Traders fortsetzt. Gewinne werden durch Nachziehen von sogenannten Trailing-Stops über oder unter der Einstiegs-Kursmarke abgesichert.

Die Trend-Strategie eignet sich deshalb grundsätzlich am besten für Märkte, die sich nicht seitwärts, sondern deutlich ausgeprägt steigend oder fallend entwickeln.

Wie sehen die Trends aus?

Visuell sind bei einem Trend zwei horizontale, mehr oder weniger parallel zueinander verlaufende Linien mit dazwischen liegendem Abstand zueinander zu erkennen, die eine Tendenz aufweisen, also nach oben oder unten verlaufen. Solange dies der Fall ist, setzt sich der Trend zum gegenwärtigen Zeitpunkt fort. Bei sehr volatilen Märkten mit starken Kursschwankungen verlaufen die beiden Linien im weiteren Abstand zueinander.

Berühren sich allerdings diese Linien bzw. läuft eine auf die andere zu, kommt es zu einer Trendumkehr. Fällt der Kurs nach einer Aufwärtstendenz, berührt die obere Linie die untere und der Trend setzt sich statt nach oben nach unten fort. Steigt der Kurs nach einer Abwärtstendenz, bewegt sich die untere Linie auf die obere zu.

Bei Seitwärtsbewegungen des Kurses können Indikatoren normale Kursschwankungen nach oben oder unten nicht mehr adäquat von tatsächlichen Auf- oder Abwärtstrends unterscheiden und es erfolgen häufig Fehlsignale für den Ein- oder Ausstiegszeitpunkt. Für seitwärts verlaufende Kursentwicklungen eignet sich die Trendfolge-Strategie deshalb nicht. Auch für sehr kurze Laufzeiten lässt sich keine klare Trendbewegung identifizieren, so dass die Analyse einen ausreichenden Zeitraum berücksichtigen muss, im Aktienhandel sind dies z.B. meistens 200 Tage.

Trend-Strategie & aktuelle Marktkenntnisse als erfolgreiche Forex Strategie

Neben aktuellen Marktkenntnissen gehört der Einsatz von Strategien zu den wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich zu handeln. Je intensiver die Grundlagen des Handels erlernt werden, desto besser die Erfolgschancen und die Fähigkeit, Marktlage und Trends bzw. Trendbruch oder Trendumkehr zu erkennen. Die Trend-Strategie gehört zu den leicht verständlichen Einsteiger-Strategien, wird aber auch von erfahrenen Tradern genutzt. Sie findet nicht nur Anwendung im Forex-Handel, sondern im gesamten Börsengeschehen.

Bei Handelsarten, wo Trader auf steigende und fallende Kurse spekulieren können, wie auch im CFD-oder Binäre Optionen-Handel, gehört die Trend-Strategie zu den wichtigsten Handelsstrategien.

Eine Kombination von guter Marktrecherche und einer sicheren Strategieanwendung, gepaart mit sorgfältigem Risikomanagement, sind die besten Voraussetzungen für eine positive Gewinnbilanz auf dem Handelskonto. Von Zeit zu Zeit kann es aber trotzdem nötig sein, seine Handelsstrategie zu überprüfen, sie gegebenenfalls zu ändern und ihre Plausibilität beispielsweise bei geänderter Marktlage oder in der näheren Vergangenheit weniger erfolgreicher Trades mit überproportional vielen Verlusten gegenüberzustellen.

Wann sollte man die Trend-Strategie ändern?

Spätestens, wenn sich eine Trendumkehr, ein Trendbruch abzeichnet, ist die Trend-Strategie natürlich hinfällig. Doch so lange sollte man nicht warten und die Anzeichen dafür bestenfalls schon vorher erkennen. Markt und Markteinflüsse können sich nach und nach oder auch abrupt ändern. Auch wenn die bisherige Handelsstrategie in der Vergangenheit erfolgreich war, kann sie bei Veränderungen der Marktlage möglicherweise gar nicht mehr passen und die Anwendung einer anderen Strategie nötig sein. Dieser Zeitpunkt ist schwierig zu erkennen, generell gilt deshalb, je eher, desto besser.

Eine regelmäßige Überprüfung der Handelsstrategie ist darum ein wichtiger Punkt für erfolgsorientierte Trader. Dies funktioniert sinnvollerweise auch über ein risikofreies Demo-Konto, über das auch neue Strategien erlernt oder auf ihre Anwendungsfähigkeit für den jeweiligen Markt überprüft werden können, ohne ein finanzielles Risiko wie im Live-Handel mit echtem Geld einzugehen.

Fazit zur Trend-Strategie als erfolgreiche Forex Strategie

Die Trend-Strategie gehört zu den am leichtesten erlernbaren Handelsstrategien und ist auch für Einsteiger sehr gut geeignet, um gut vorbereitet mit dem Forex-Handel zu beginnen, der zu Beginn immer erst über ein risikofreies Demo-Konto erfolgen sollte.

Die Identifizierung eines Trends kann sowohl manuell als auch mit Hilfe von Indikatoren in der technischen Chartanalyse automatisch über die Handelsplattform unter Nutzung der vorhandenen Analysetools erfolgen. Bei der manuellen Methode werden im Chart sowohl die Kursausschläge nach oben mit einer horizontal verlaufenden Linie miteinander verbunden als auch die Kursausschläge nach unten. Aus dem Verlauf der beiden Linien lässt sich eine Auf- oder Abwärtsbewegung des Kursverlaufs erkennen, vorausgesetzt, es handelt sich nicht um einen Seitwärts-Trend und der analysierte Zeitraum ist ausreichend lang genug. Bei der technischen Chartanalyse ermitteln technische Indikatoren das gleiche Ergebnis.

Ob die Anwendung der Trend-Strategie z.B. bei Aktien sinnvoll ist, ist strittig, denn im Aktienhandel spekuliert der Anleger nur auf einen Anstieg in der Kursentwicklung und nicht auf fallende Kurse, wenn er im Besitz der Aktien ist und sie mit Gewinn verkaufen will. Natürlich gibt es aber auch Investoren, die auf einen Tiefstkurs warten, um günstig Aktien zu kaufen und auf einen späteren Kursanstieg hoffen, um die Wertpapiere dann mit Gewinn zu verkaufen.

Es gibt zahlreiche Negativ-Beispiele für die Anwendung der Trend-Strategie im Wertpapierhandel, weshalb die Anwendung dort nicht so ganz einfach ist wie z.B. im Forex-Handel. Z.B. wenn das Wertpapier trotz schwacher Fundamentalanalyse einen unangemessenen Aufwärtstrend aufweist, der lediglich die momentane Anlegerstimmung widerspiegelt, die in der technischen Analyse nicht erkannt werden kann. Das war beispielsweise der Fall während des New Economy-Booms. Da Wertpapieranleger oft rein psychologisch vor allem auf Kaufsignale reagieren, weil ein Wertpapier-Schnäppchen eine spätere Wertsteigerung suggeriert, und sie damit im Grunde dem Trend nur passiv folgen, ohne das betreffende Unternehmen und dessen Kennzahlen und das Marktumfeld zu berücksichtigen, kann dies unter Umständen zu einem Depot-Friedhof führen.

Wie alle Börsenstrategien ist auch die Trend-Strategie bei Insidern umstritten, denn eine 100%ige Erfolgsgarantie kann keine der heutigen Handelsstrategien bieten. Unerheblich, ob diese auf technischen Chartanalysen oder bei Aktien zusätzlich auf einer Fundamentalanalyse der Unternehmensdaten beruhen, weshalb Aktien z.B. über- oder unterbewertet sind. Alle Strategien haben Vor- und Nachteile und sind nicht sind auf alle Märkte anwendbar. Deshalb gilt es, sich die Bewährteren genauer zu betrachten und ihre Definition zu verstehen.

Indikatoren der technischen Chartanalyse berücksichtigen ausschließlich Kursdaten aus der Vergangenheit, die Kurshistorie. Börsenspezialisten halten das für keine zuverlässige Ausgangssituation, um einen Trend für die Zukunft zu erkennen. Für sie sehen Trends immer erst im Nachhinein wie Trends aus. Vergangene Kursverläufe und Marktdaten sagen ihrer Meinung nach nichts über die Kursentwicklung in der Zukunft aus und hängen vor allem vom Anlegerverhalten ab. Trotzdem ist die Trend-Strategie eine der erfolgreichsten Handelsstrategien mit überproportional hohen Gewinnchancen, sofern der Trend rechtzeitig erkannt wird und der Trader einen zeitlich optimalen Ein- bzw. Ausstiegszeitpunkt nutzt.

 
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Die Buy-and-hold-Strategie

Foto Aktien

Was bedeutet Buy-and-hold und wie wird diese Anlagestrategie angewendet? Entspricht sie noch den heutigen Marktbedingungen? Welche Vor- und Nachteile haben passive Anleger im Gegensatz zu den aktiven Investoren, die auf die Kaufen und Verkaufen-Strategie setzen und ihr Portfolio häufig umschichten, um möglichst schnell zusätzliche Gewinne zu generieren?

Was bedeutet Buy-and-hold?

Buy-and-hold bedeutet Kaufen und Halten. Gehalten wird die Investition immer über einen langfristigen Zeitraum. In der Zwischenzeit verhält sich der Anleger passiv, er verkauft nicht und braucht sich um das Investment nicht weiter zu kümmern. Die Buy-and-hold-Strategie verhält sich somit gegensätzlich zu den kurzfristigen Anlagegeschäften wie z.B. Kaufen und Verkaufen (Buy-and-sell), um kurzfristige (Zusatz-)Gewinne mitzunehmen oder bei sinkenden Kursen weitere Verluste zu vermeiden. Da das gesamte Investment im Depot verbleibt, fallen keine Transaktionskosten wie bei Umschichtungen des Portfolios an.

Anleger, die die Buy-and-hold-Strategie anwenden, stehen auch in schlechten Zeiten zu ihrem Investment und spekulieren auf die langfristige Wertentwicklung. Der Zeitraum kann dabei auch 20 oder 30 Jahre betragen. Die Buy-and-hold-Strategie dient deshalb auch häufig der Altersvorsorge.

Anleger profitieren außerdem von einem effektiven Steuervorteil bei Buy-and-hold, dem sogenannten Barwertvorteil, da die Abgeltungssteuer erst zum Zeitpunkt des Verkaufs fällig wird und der Steuerbetrag in der Zwischenzeit angelegt werden kann.

Passt die Buy-and-hold-Strategie noch zu den heutigen Marktbedingungen?

Die Meinungen, ob die Buy-and-hold-Strategie noch zeitgemäß ist und zu den aktuellen Marktbedingungen passt, gehen weit auseinander. Langfristige, passive Investments gelten unter vielen Finanz-Experten als überholt, zumal sich auch die Produkte und ihre Zusammensetzung geändert haben.

Ein Hauptargument gegen die passive Anlagestrategie ist auch der schnelle Wandel der Märkte, auf den Anleger, die ihr Portfolio selbst managen, erst spät und damit häufig zu spät reagieren können. Informationen erhalten sie erst, wenn die Marktveränderungen bereits eingetreten sind. Empfehlungen lauten deshalb, besser in Fonds zu investieren und die Entscheidungen den Profis, sprich den Fondsmanagern zu überlassen.

Marktanalyse

Andere Meinungen tendieren zu Buy-and-hold als Zeit, Nerven und Geld schonende Möglichkeit, sein Geld über viele Jahre einfach in Ruhe arbeiten zu lassen und sich am Ende über eine schöne Rendite zu freuen. Ob das in die heutige, schnelllebige Zeit an den Märkten und auch in Zukunft bei Laufzeiten von immerhin durchschnittlich 20-30 Jahren noch passt wie zu Zeiten des Börsengurus André Kostolany, der Buy-and-hold seinerzeit als die einzige wahre Anlagestrategie pries, sei einmal dahingestellt.

Vor- und Nachteile von Buy-and-hold

Während bei aktiven Investments die Aufmerksamkeit des Anlegers im Verlauf der gesamten Haltedauer gefragt ist, fallen die Entscheidungen bei Buy-and-hold nur am Anfang, erfordern aber eine umso sorgfältigere Abwägung, denn schließlich will der Anleger am Ende nach 10, 20 oder 30 Jahren eine Rendite erzielen.

Die Zusammenstellung des Portfolios ist dabei abhängig von der Höhe des zur Verfügung stehenden Kapitals, der Risikobereitschaft und der in Frage kommenden Finanzprodukte, wobei auch auf die unbedingt nötige Risikostreuung geachtet werden sollte. Unterschiedliche Anlageklassen entwickeln sich nie gleich, die Risikostreuung in verschiedene Anlageklassen verringert deshalb das Risiko, hohe Verluste in nur einer Anlageklasse zu erleiden.

Der Focus bei der Auswahl sollte auf möglichst geringen Kosten liegen. Hier eignen sich insbesondere ETFs (Exchange Traded Funds), die eine kostengünstige Alternative zu den herkömmlichen Investmentfonds darstellen. Während bei den übrigen Investmentsfonds der Fondsmanager über die Zusammensetzung  entscheidet, kopieren ETF Indexfonds die Zusammensetzung der Aktien eines Index wie z.B. dem DAX. Da ETFs geringe Verwaltungskosten verursachen als klassische Investmentfonds, können auch geringere Gewinne eine ansehnliche Rendite erzielen.

Zu den wesentlichen Vorteilen der Strategie gehört aber nicht nur das passive Anlegerverhalten während der Haltedauer, sondern auch der steuerliche Barwertvorteil und die Einsparung jeglicher Transaktionskosten bei den sonst üblichen Portfolioumschichtungen.

Bei langfristigen Geldanlagen sind Diszplin und Konsequenz gefragt

Langfristigen Investments erfordern eine hohe Disziplin der Anleger. Auch, wenn der Kurs über einen längeren Zeitraum wenig Freude macht und aktive Anleger schon lange verkauft hätten, verbleiben die Werte unangetastet im Depot.

Manchen Investoren fällt es verständlicherweise schwer, einer schwankenden Kursentwicklung tatenlos zuzusehen und sie zu ignorieren. Verändert sich ein ganzer Markt wie z.B. China kann das Investment auch durchaus schlaflose Nächte bereiten. Umso wichtiger ist die Risikostreuung in unterschiedliche Anlageklassen und Märkte.

Wer kurzfristig oder über die Jahre Liquidität aus seinen Geldanlagen benötigt, ist mit Buy-and-hold ebenfalls schlecht beraten. Die auf Langfristigkeit setzende Strategie ist nicht darauf ausgerichetet, einen Teil zu verkaufen, um an liquide Mittel zu kommen und diesen dann erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzufüllen.

Verhält sich der Markt volatil, wie z.B. in 2014 und 2015, kann aktives Anlegerverhalten und/oder eine Portfolioumschichtung jedoch auch weitaus gewinnbringender sein als das passive Liegenlassen. Zwar kostet jede Transaktion Gebühren, bei genügend Volatilität und geschicktem Handeln kann der Ertrag aber natürlich auch über den Transaktionsgebühren liegen und somit eine ansehnliche Rendite erzielt werden.

In ruhigen Börsenzeiten kann man theoretisch auch getrost sein Depot eher ruhen lassen. Gesehen über den langen Zeitraum von Buy-and-hold wird es allerdings womöglich einige Jahre geben, in denen aktives Portfoliomanagement gegebenenfalls rentabler oder ratsamer gewesen wäre. Der Schrecken der Finanzkrise 2008 sitzt bei den Anlegern immer noch tief.

Dollarkurs

Vergleichsweise ruhige Jahre können jedoch auch die Rendite nach unten ziehen, wenn beispielsweise durch die geringe Rendite bei schwacher Kursentwicklung die Inflationsrate ausgeglichen werden muss oder dadurch Verluste entstehen.

Der Steuervorteil von Buy-and-hold

Die langfristig ausgerichtete Strategie ermöglicht einen Barwertvorteil für den Anleger. Der eingebaute Stundungseffekt der Steuerschuld auf die Abgeltungssteuer aus Kapitalerträgen sorgt dafür, dass Steuern erst bei der Realisierung der Kursgewinne fällig werden, nämlich bei Ablauf der Haltedauer.

Zwischenzeitlich kann der Steuerbetrag angelegt werden und weitere Erträge erwirtschaften. Der Steuervorteil besteht faktisch aus einem Darlehen des Fiskus, mit dem Zinsgewinne erzielt werden können.

Foto Steuern

Handeln Anleger jedoch aktiv mit ihren Geldanlagen, werden nicht nur Gebühren fällig, sondern auch nach jeder gewinnbringenden Transaktion die Abgeltungssteuer.

Buy-and-hold – Unbeliebte Anlagestrategie bei Banken und Beratern

Banken beraten oft nur ungern zu der langfristig ausgerichteten Anlagestrategie. Bei passiven Investitionen verdienen sie weniger Provisionen und Gebühren als bei den aktiven „Rein-raus“-Anlagen, die für sie weitaus lukrativer sind.

Aktive Anleger sind bei den meisten Banken deshalb häufig lieber gesehen, ähnlich wie die Kreditkunden gegenüber den Kunden, die keine Finanzprodukte ihrer Bank in Anspruch nehmen oder kaufen und dort beispielsweise nur ein Gehaltskonto führen.

 Fazit zur Buy-and-hold-Strategie

Übersetzt heißt Buy-and-hold Kaufen und Halten. Die langfristig ausgerichete Anlagestrategie bietet sowohl Vor- als auch Nachteile für den Anleger, denn die Haltedauer liegt bei 10, 20 oder 30 Jahren. Ein Zeitraum, in dem an den Märkten gerade in heutigen Zeiten viel passieren kann.

Buy-and-hold-Investments benötigen praktisch nur zu Anfang bei der Auswahl die Aufmerksamkeit des Investoren. Sobald sich die Anlage im Depot befindet, bleibt sie dort. Eine Umschichtung des Portfolios wie bei aktiven Anlagen, die bei anhaltend schlechter Kursentwicklung verkauft und durch vielversprechendere Werte ersetzt werden, wird nicht vorgenommen. Der Anleger verhält sich passiv, ignoriert Kursschwankungen und hofft nach der langen Haltedauer auf eine möglichst hohe Rendite.

Derart langfristige Geldanlagen dienen häufig der Altersvorsorge. Der Anleger kauft aktuell kostengünstige Anlagewerte, von denen er sich eine langfristig positive Wertentwicklung erhofft. Während der Haltedauer möchte er sich nicht mehr mit diesem Teil seines Depots beschäftigen. Er verhält sich also gegensätzlich zu den kurzfristig ausgerichteten Anlegern, die die Strategie Kaufen und Verkaufen (Buy-and-sell) anwenden, um kurzfristige Gewinne mitzunehmen und damit zusätzliche Renditen zu erwirtschaften bzw. ihr Portfolio vor Verlusten schützen wollen.

Zu den kostengünstigsten und am häufigsten genutzten Investitionsmöglichkeiten unter Anwendung der Buy-and-hold-Strategie gehört der Erwerb von ETFs (Exchange Traded Funds). Im Gegensatz zu den klassischen Investmentfonds mit hohen Verwaltungskosten und damit geringer ausfallender Rendite kopieren ETF Indexfonds einfach die Zusammensetzung eines Index. Das spart den Fondsmanager, der den Fonds betreut und die Zusammensetzung der Aktien immer wieder anpasst, um die Werte mit schlechter Kursentwicklung auszusortieren, und erhöht die Rendite.

Mit der langfristigen Anlagestrategie spart der Buy-and-hold-Stratege die für aktive Anleger anfallenden Transaktionskosten, die bei jedem Kauf und Verkauf anfallen. Unter dem Strich schmälern diese Gebühren teils erheblich die Rendite der kurzfristigen Investoren oder vernichten sie. Hier freut sich vor allem die Bank über die Provisionen.

Ein weiterer Vorteil ist der Steuervorteil der Langfrist-Anlagen, da die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge erst bei Realisierung des Kursgewinns und damit erst am Ende der Haltedauer fällig wird. Während einer Haltedauer von 30 Jahren der Anleger das zinsfreie Steuerdarlehen vom Fiskus anderweitig zinsbringend anlegen und von dem Barwertvorteil profitieren. Bei kurzfristigen Geldanlagen wiederum wird nach jeder gewinnbringenden Transaktion die Abgeltungssteuer fällig, weil Kursgewinne direkt realisiert werden.

Langfristige Geldanlagen fordern dem Anleger eine hohe Disziplin ab, wenn für kurzfristige Investments schon längst Handlungsbedarf durch Verkauf besteht. Entwickelt sich der Kurs nicht wie erwartet oder entstehen Realverluste, wird dies bei der Buy-and-hold-Strategie konsequent ignoriert, denn der Investor steht auch in schlechten Zeiten zum Unternehmen. Dafür gibt es keine Treuepunkte und natürlich gibt es auch Anlagen, die sich nicht mehr erholen oder auf einem Kursniveau stagnieren, wie z.B. die T-Aktie.

Sollte es einmal zu einem Liquiditätsengpass kommen und zwischenzeitlich während der Haltedauer der langfristigen Investition Geld benötigt werden, sind diese Anlagen nicht geeignet, um sich vorübergehend daraus mit Geld zu versorgen. Das erfordert eine hohe Konsequenz und das Vorhalten anderer, kurzfristiger verfügbarer Gelder.

Die Kernfrage bei Buy-and-hold ist, ob diese Strategie in heutigen Zeiten von sich derart schnell verändernden Marktbedingungen und Finanzprodukten in ihrer Zusammensetzung noch zeitgemäß ist.

Der Wandel der Märkte geht weitaus schneller vonstatten als noch vor 20 Jahren. Problematisch ist, dass auf laufende Veränderungen meistens erst dann reagiert werden kann, wenn die Situation bereits eingetreten ist. Am Beispiel der Finanzkrise 2008 zeigt sich, dass viele Anleger die Warnzeichen nicht erkannt haben und hohe Verluste hinnehmen mussten. Einige Produkte sind seitdem vom Markt verschwunden, den Anlegern blieb nur der Totalverlust ihres Investments. Was als Altersvorsorge gedacht war, wurde zum Anlagegrab.

Verfechter von Buy-and-hold sehen die Langfristigkeit als einzige, auf Dauer rentable Anlagestrategie, zudem schone sie Zeit, Nerven und Budget, da keine Portfolio-Umschichtungen nötig werden. Leider muss Buy-and-hold zuweilen auch als Ausrede für Fehlentscheidungen bei der Geldanlage hinhalten. Nämlich dann, wenn Anleger die falschen Werte gekauft oder nicht rechtzeitig wieder verkauft und erhebliche Verluste zu verzeichnen haben, denn man investiere ja langfristig.

Wer wie sein Portfolio zusammenstellt, ist sehr individuell und hängt sowohl von dem verfügbaren Kapital als auch der eigenen Risikobereitschaft ab. Sinnvoll ist es, nur einen Teil des Portfolios langfristig anzulegen und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Das gilt auch für die übrige Risikostreuung in unterschiedliche Anlageklassen, was das Risiko verringert, in einer einzigen Anlageklasse hohe Verluste einzufahren, die nicht durch eine andere zumindest teilweise ausgeglichen werden können.

Zwar raten Finanz-Experten vor allem zur Anlage in Investmentfonds, weil sie den meisten Investoren die Fähigkeit der Strukturierung ihrer Geldanlage absprechen und gut an Provisionen verdienen, doch auch Fondsmanager können irren und schlecht gemanagte Fonds gibt es immer noch zur Genüge. Auch hier gilt es, eine möglichst breite Risikostreuung vorzunehmen und nicht nur in einen Fonds zu investieren.

Neue Produkte machen aber auch den Fondsmarkt zunehmend interessanter, die Investmentfonds gehen dazu über, nicht mehr vorwiegend die klassischen Aktienfonds zu strukturieren, sondern sogenannte Multi Asset Fonds anzubieten. Im Hinterkopf sollten Anleger aber bei Investmentfonds die vergleichsweise hohen Verwaltungskosten behalten, die die Renditen aus Fonds gegenüber Einzelwerten verringern.

Wer langfristig investieren will, sollte sich auch einmal die Alternativen Investments ansehen. Anlagen in nicht traditionelle Anlageklassen können eine weit höhere Rendite erzielen als die derzeit eher mageren Erträge bei Aktien und Anleihen. Viele Anlageklassen Alternativer Investments erzielen Renditen im zweistelligen Bereich p.a. Eine empfehlenswerte Investitionsmöglichkeit imit hohen Renditechancen und überzeugender Performance in den vergangenen 3 Jahren ist z.B. Wasser. Bei den nachhaltigen Geldanlagen ergibt sich auch ein gesellschaftlicher Nutzen. Der ökologische Grundgedanke spielt natürlich auch bei den Erneuerbaren Energien eine Rolle, die ebenfalls als Alternative Investments klassifiziert werden.

Zusammenfassend lässt sich sicher sagen, dass eine Mischung sowohl aus unterschiedlichen Anlageklassen, aber auch aus langfristigen und aktiven Anlagen die optimalere Wahl ist. Wer nur auf Buy-and-hold setzt, läuft Gefahr, veränderte Marktbedingungen aus den Augen zu verlieren und nicht rechtzeitig reagieren zu können. Wenn dann auch noch das gesamte Anlagekapital in dieser Strategie gebunden ist, besteht ein vermeidbares, hohes Risiko.

Buy-and-hold muss nicht falsch oder grundsätzlich überholt sein. Es kommt darauf an, in welche Anlageklassen investiert wird und wie die betreffenden Märkte sich voraussichtlich entwickeln könnten. Bei langer Haltedauer von 20 oder 30 Jahren kann nur eine weniger sichere Prognose abgegeben werden, so dass zukunftsorientierte, gut aufgestellte Aktien-Unternehmen, aber auch Alternative Investments die besten Chancen haben dürften.

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Die Martingale Strategie – Erfolgreiche Strategie oder Zocker-System?

Privatanleger werden insbesondere im Forex-, CFD- & Binäre Optionen-Handel mit einer Vielzahl von Handelsstrategien konfrontiert. Zum Teil sind diese hochprofessionell, mathematisch und von Laien kaum zu verstehen, zum Teil durchaus auch von Einsteigern anwendbar. Dazwischen liegt eine Schnittmenge, die vor allem von Fortgeschrittenen mit höherer Risikobereitschaft angewendet wird, aber an sich auf einem reinen System und nicht auf einer Analyse beruht. Hierzu gehört auch die Martingale Strategie.

Erfahren Sie in unserem nachfolgenden Beitrag alles Wichtige über Anwendung, Risiko und Vor- & Nachteile der bekannten Strategie, die auf einem Wahrscheinlichkeitsprinzip beruht.

Was bedeutet Martingale?

Martingale stammt aus dem Französischen und leitet sich von der südfranzösischen Stadt Martigues (Dép. Bouches-du-Rhône) in der Provence am Rande der Carmargue ab. Die Einwohner von Martigues galten seinerzeit als eher einfältig und die provenzalische Redewendung jouga a la martegalo bezeichnet jemanden, der sehr riskant und leichtsinnig spielt.

Martingale gilt als das bekannteste Spielsystem und wird vor allem im Roulette und anderen Glücksspielen angewendet. Die Bezeichnung bezeichnet auch das Spielsystem allgemein und die sogenannte Martingale-Theorie ist ein Teilgebiet der Wahrscheinlichkeitstheorie, die dem Martingale-Spielsystem zugrunde liegt.

Verschiedene Unterarten der Matingale Strategie

Die bekannteste Art, Martingale in seiner klassischen und einfachsten Form einzusetzen, ist das Doublieren (Verdoppeln) des Einsatzes bei vorangegangenem Verlust.

Es gibt viele weitere Unterarten, die zwar weit verbreitet, aber vor allem in Spielcasinos und bei Wetten angewendet werden und im Trading genaugenommen nichts zu suchen haben. Dies sind z.B.

  • Montante Américaine oder Labouchère, Labby, Annulation Américaine
  • Montante Hollandaise oder Annulation Hollandaise
  • Progression d’Alembert (nach dem Mathematiker Jean Baptiste le Rond d’Alembert)
  • Fitzroy-System
  • Montant et démontant

Die unterschiedlichen Arten der Martingale Strategie beinhalten beispielsweise die Steigerung des Einsatzes nach Verlust oder bei Gewinn oder auch das konsequente Spiel mit immer dem gleichen Einsatz, unabhängig von Gewinn oder Verlust.

Mathematisch ist die Martingale Strategie bzw. deren Wahrscheinlichkeitstheorie ein klarer Beleg dafür, dass wirklich sichere Gewinnstrategien nicht existieren.

Wie funktioniert Martingale?

Am Beispiel der klassischen Put & Call-Optionen im Binäre Optionen-Handel funktioniert die Martingale Strategie folgendermaßen:

Der Trader beginnt mit einem Einsatz von 5 EUR (eine Einheit) und verliert die Option. Bei der nächsten Platzierung setzt er den doppelten Betrag von 10 EUR und verliert wieder, er erhöht den Einsatz auf 20 EUR usw. Erfolgt ein Gewinn, hat er zwar die vorangegangenen Verluste wieder ausgeglichen, jedoch keinen nennenswerten Gewinn erzielt, nämlich nur 5 EUR, also eine Einheit. Nach einem Gewinn beginnt der Trader wieder von vorn mit einem Einsatz von 5 EUR.

Es bleibt dem Trader überlassen, ob er bei der einmal gewählten Optionsart (Put oder Call) bleibt oder die gegenteiligen von der wählt, die er zuletzt verloren hat und man merkt auch hieran bereits, dass das Martingale-System nichts mit fundiertem Trading-Wissen zu tun hat, sondern der Übergang zum Zocken sehr fließend ist.

Trotzdem gilt Martingale als Strategie für Fortgeschrittene, da sich dieses System über einen langen Zeitraum hinziehen kann und Einsteiger meist doch verantwortungs- und risikobewusster mit ihrem Einsatz umgehen oder das Handelskapital von vornherein niedriger und deshalb schnell verbraucht ist. Durch die laufende Verdoppelung werden tatsächlich nur kleinere Gewinne erzielt und es geht in erster Linie um den Ausgleich von Verlusten unter hohem Risiko des Totalverlustes des Einsatzes, wenn eine Verdoppelung danach nicht mehr möglich ist.

Wie hoch ist die tatsächliche Gewinn-Wahrscheinlichkeit mit dieser Strategie?

Was zunächst doch recht vielversprechend aussieht, denn irgendwann muss der Gewinn in einer Strecke von Martingale-Trades ja kommen, ist in der Realität schon weit weniger überzeugend.

Unter Berücksichtigung eines Limits, der Höchstgrenze für den einzelnen Einsatz, von z.B. 1.000 EUR je Trade, ist bei einem Beginn mit 10 EUR Einsatz eine maximale Folge von nur insgesamt 7 Trades bei Verdoppelung ab dem 2. Handel möglich. Der maximale Einsatz beträgt 640 EUR, eine weitere Verdoppelung auf 1.280 EUR ist aufgrund des Limits bis zu 1.000 EUR ausgeschlossen. Voraussetzung ist natürlich auch das in der entsprechenden Höhe vorhandene Handelskapital.

Sind theoretisch z.B. 12 Trades möglich, bis die Höchstgrenze des Einsatzes je Tradeerreicht wäre, beträgt die Wahrscheinlichkeit, einen Trade zu gewinnen in etwa wie folgt:

Auch ohne jede Strategie oder ein System beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit 50% je Trade oder jedem anderen Spiel mit 2 Möglichkeiten, Put oder Call, Schwarz oder Rot, gleich wie beim Roulette.

Die rechnerische Wahrscheinlichkeit, alle 12 Trades in Folge zu verlieren beträgt lediglich etwa nur 0,0336%. Demnach müsste die Wahrscheinlichkeit, eine Martingale erfolgreich mit Gewinn zu beenden, demzufolge also 99,9664% betragen. Leider hat die Sache aber einen Haken, denn die Wahrscheinlichkeit, ausgerechnet den letzten möglichen Trade Nr. 12 zu gewinnen, liegt wieder bei 50%. Auch die Verteilung von Gewinnen oder Verlusten innerhalb dieser 12 Trades ist eine Unbekannte. Zu berücksichtigen ist auch der kleine Gewinn von lediglich einer Einheit bei gewonnenem Trade und andererseits einem Totalverlust.

Vor- & Nachteile der Martingale Strategie

Die Martingale Strategie ist ein sehr leicht verständliches System, das allein auf einer Wahrscheinlichkeitstheorie beruht. Für die Anwendung selbst sind also keine Analysen oder mathematischen Berechnungen notwendig.

Unterschätzt wird aber bei Nutzung dieses Systems oft das äußerst hohe Risiko, welches das ohnehin vorhandene, reguläre Handelsrisiko signifikant erhöht.

Einer der wichtigsten Nachteile im Trading von z.B. Binären Optionen ist das vom Broker festgelegte Limit, der Höchsteinsatz je Trade. Bei den meisten Brokern beträgt dieser zwischen 1.000 bis maximal 5.000 EUR. Wer seinen Einsatz also immer wieder nach Verlusten verdoppelt, hat diese Grenze vergleichsweise schnell erreicht. Zusammen mit der Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes des Einsatzes sieht die Martingale Strategie schon gar nicht mehr so vielversprechend aus, denn selbst wenn es keinen Höchsteinsatz gäbe und man das extrem hohe Handelsrisiko bei hohen Beträgen außer Acht lassen würde, sind die finanziellen Mittel des Traders nicht unbegrenzt. Irgendwann ist also Schluss mit der Verdoppelung.

Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, eine Reihe von Trades zu gewinnen umso höher, je länger diese Strecke andauert, der Gewinn ist jedoch bescheiden und beträgt nach einem Verlust immer nur eine Einheit wie oben beschrieben. Auf der Gegenseite steht das meist außerhalb der Wahrnehmung liegende Risiko, bei Verlust sein gesamtes Vermögen zu verlieren und einfach nicht mehr verdoppeln zu können. Der Trader relativiert dies zunächst oft damit, dass er notfalls weiter verdoppeln kann, irgendwann werden seine Investitionsmöglichkeiten aber ausgeschöpft oder der Höchsteinsatz für einen Trade erreicht sein.

Insgesamt gesehen ist die Gewinnwahrscheinlichkeit somit negativ und gewinnen würde nur der Broker. Viele Broker erlauben die Martingale Strategie ab einer gewissen Dimension deshalb auch nicht und schließen diese Art von Trades, um ihre Kunden vor einem Totalverlust und extrem leichtsinnigem Handel zu bewahren. Zusätzlich schützt natürlich der mögliche Höchsteinsatz mit einem festgelegten Limit vor waghalsigen Tradern.

Kombination von Handelsstrategie und aktuellen Marktinformationen ist erfolgversprechender

Neben aktuellen Marktkenntnissen gehört die Anwendung von Handelsstrategien zu den wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich zu handeln. Hier muss man von den Zocker-Strategien und den auch von Trading-Profis angewendeten Strategien klar unterscheiden.

Je intensiver die Grundlagen des Binäre Optionen-Handels erlernt und natürlich auch verstanden werden, desto höher die Erfolgschancen und die Fähigkeit, Marktlage und Trends zu erkennen. Eine häufig angewendete Strategie, die auch bei der Spekulation auf steigende oder fallende Kurse angewendet werden kann, wie eben z.B. auch im Binäre Optionen- oder CFD-Handel, ist die Trendfolge-Strategie. Sie zählt zu den wichtigsten Handelsstrategien und ist auch von Einsteigern einfach anzuwenden.

Eine Kombination von guten Marktkenntnissen und einer sicheren Strategieanwendung sowie sorgfältiges, überlegtes Risikomanagement, sind die besten Voraussetzungen für eine positive Gewinnbilanz. Von Zeit zu Zeit kann es nötig sein, seine Handelsstrategie zu ändern und ihre Plausibilität beispielsweise bei geänderter Marktlage oder in der näheren Vergangenheit weniger erfolgreicher Trades mit überproportional vielen Verlusten zu überprüfen. Von reinen Glücksspiel-Strategien und -Systemen ist jedoch nur abzuraten.

Fazit zur Martingale Strategie

Die bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannte Spiele- und Wettstrategie stammt ursprünglich aus Frankreich und bezeichnet sowohl ein Spielesystem als auch einen Teilbereich der Wahrscheinlichkeitstheorie. Weder wurde Martingale also von Mathematikern, Informatikern, Analysten oder Profi-Tradern entwickelt oder entdeckt.

Es gibt verschiedene Unterarten, wobei das Verdoppeln des Einsatzes bei Verlust die bekannteste und am meisten genutzte ist, um die erlittenen Verluste wieder zu kompensieren. Weitere Variationen sind z.B. das Verdoppeln bei Gewinn oder das konsequente Beibehalten der Höhe des Einsatzes. Überzeugend, d.h. wahrscheinlicher für einen Gewinnerfolg, ist allerdings auch davon keine.

Es handelt sich um ein in sich logisches Rechensystem, wobei es zum einen an der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit hapert und zum anderen die Begrenzung von Mitteln oder Höchstgrenzen von Einsetzen, die zwangsläufig zur Beendigung der Martingale führen, nicht berücksichtigt wird. Das System gilt als darum höchst risikoreich und wird hauptsächlich in Spielcasinos klassischerweise beim Roulette, Blackjack oder auch an Spielautomaten angewendet.

Das leicht verständliche Prinzip sieht vor, bei zwei Möglichkeiten (Put oder Call, Rot oder Schwarz) entweder auf die eine oder andere Möglichkeit zu setzen und bei einem Verlust den Einsatz solange weiter zu verdoppeln, bis ein Gewinn erfolgt und die vorangegangenen Verluste damit ausgeglichen sind. Durch die Verdopplung fällt der rechnerische Gewinn an sich nur sehr klein aus, nämlich genau so viel, wie er beim Gewinn des ersten Einsatzes gewesen wäre. Weit höher kann aber der Verlust ausfallen, nämlich dann, wenn es nichts mehr zu verdoppeln gibt und ein Limit erreicht ist. Sei es durch die eigenen begrenzten finanziellen Mittel oder durch ein vorgegebenes Limit des Brokers oder des Spielcasinos. Dann ist der letzte Verlust ein Totalverlust.

Martingale gilt nicht nur im Trading als bekannte Strategie für Fortgeschrittene. Dies ist allerdings nicht der Erfahrung und dem Einsatz von zuverlässigeren oder komplizierteren Strategien zuzuschreiben, sondern der oft höheren Risikobereitschaft und auch der damit verbundenen Bereitschaft, leichtfertiger höhere Beträge zu investieren. Einsteiger und risikobewusste Trader werden diese Martingale vermutlich nur einmal über ihr Demo-Konto testen und sie hoffentlich nie über ihren Echtgeld-Account anwenden.

Die Martingale Strategie gilt grundsätzlich als sehr umstritten, sie ist auch in Online-Spielcasinos und bei vielen Brokern nicht erlaubt, um Kunden und Investoren vor herben Verlusten bei extrem hohem Risiko zu schützen. Ein generelles Verbot wurde bisher noch nicht durchgesetzt, ist aber immer wieder einmal im Gespräch.

Gerade in Bezug auf Anlegerschutz sind die europäischen Regulierungsbehörden darauf bedacht, Kunden vor finanziellen Verlusten zu warnen oder die entsprechenden Instrumente den Anbietern gleich ganz zu verbieten. Jüngst Ende 2016 so geschehen bei der zypriotischen Finanzmarktaufsicht CySEC, die den durch sie regulierten Brokern Bonusangebote untersagte, für welche ein Mindest-Handelsumsatz durch den Kunden erforderlich ist. Auch die britische FCA zog mit strengerer Regulierung unmittelbar nach und verbot diese zweifelhafte Marketing-Methode. Vereinzelt wurden seitens der Broker zwischen 20- bis 50-fache Mindest-Handelsumsätze auf den Bonusbetrag verlangt. Ein weiterer Schritt wird die Ankündigung der FCA bezüglich der Senkung der Hebel für Privatanleger im Forex- & CFD-Handel auf maximal 1:50 sein.

Alle Börsenstrategien gelten auf die ein oder andere Weise als umstritten, denn eine 100%ige Erfolgsgarantie kann keine der heutigen Handelsstrategien bieten. Unerheblich, ob diese auf technischen Chartanalysen oder bei Aktien auf einer Fundamentalanalyse der Unternehmensdaten beruhen. Sämtliche Strategien haben Vor- und Nachteile und sind auch nicht auf alle Märkte anwendbar. Deshalb gilt es, sich die Bewährteren unter ihnen genauer zu betrachten und ihre Definition und Anwendung zu verstehen. Hierzu gehören beispielsweise die Trendfolge-Strategie oder die Pivot-Punkte.

Wer sich mit einer (neuen) Strategie vertraut machen möchte, sollte dies zunächst über das risikofreie Demo-Konto seines Brokers tun. Demo-Konten sind mit einem virtuellen Startguthaben ausgestattet und der Handel erfolgt idealerweise zu realen Marktbedingungen, wie z.B. bei den empfehlenswerten Binäre Optionen-Brokern 365trading, BDSwiss oder 24option, die zudem über eine EU-Regulierung und ein umfangreiches Leistungs- & Serviceangebot verfügen. Auch Anfänger finden sich auf der leicht bedienbaren Handelsplattform der kundenorientierten Broker schnell zurecht und können über das Demo-Konto den Handel ohne Echtgeld-Einsatz erlernen.

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In unseren Erfahrungsberichten haben wir unsere unabhängigen Test- und Bewertungsergebnisse der Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Broker zusammengefasst. Dort finden Sie zahlreiche EU- und FCA-regulierte Broker, die neben ihrer Seriosität mit einem guten Service- und Leistungsangebot und günstigen Handelskosten überzeugen.

In den jeweiligen Bewertungen erfahren Sie unsere ausführlichen Testergebnisse, ob der Anbieter die Voraussetzungen für eine seriöse Einschätzung der Arbeitsweise erfüllt und wir ihn aufgrund seines Gesamtangebotes empfehlen. Sie können sich direkt über unsere Webseite beim Broker Ihrer Wahl anmelden und profitieren von objektiven Bewertungen im Anbieter-Vergleich.

Darüber hinaus erhalten Sie ausführliche Informationen zum Forex-, CFD- und Binäre Optionen-Handel in unseren Beiträgen und viele andere interessante Themen rund um’s Online-Trading.

Forex Arbitrage – Handelsstrategien für FX-Trader

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Forex Arbitrage – Die kurzfristige Handelsstrategie für erfahrene FX-Trader

Wie Sie von der Forex-Handelsstrategie Arbitrage profitieren können

Das französische Wort „Arbitrage“ bedeutet „freies Ermessen“, „freie Wahl“ oder auch „nach Gutdünken“. Im wirtschaftlichen Sinne versteht man unter Arbitrage den Handel von Gütern, Devisen, Anleihen, Rohstoffen oder Wertpapieren, die an verschiedenen Handelsplätzen zu unterschiedlichen Preisen bzw. Kursen gehandelt werden. Vor allem im Devisenhandel ist diese Form der Spekulation sehr gefragt und wird dort als Forex Arbitrage oder auch Devisenarbitrage bezeichnet.

In der Praxis sieht der Handel mit Forex Arbitrage-Geschäften so aus, dass eine Währung an einem Handelsplatz günstig ge- und an einer anderen Devisenbörse zu einem höheren Preis verkauft wird. Forex Arbitrage eignet sich deshalb nur für sehr kurzfristige Geschäfte. Einen Gewinn, die positive Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis abzüglich der Handelskosten, erzielt der Anleger also nur, wenn er die Währung zu einem entsprechend höheren Preis an einem anderen Handelsplatz umgehend verkaufen kann. Gelingt ihm das nicht und er verkauft zu einem niedrigeren Preis, erleidet er einen Verlust über die negative Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis zuzüglich der angefallenen Handelskosten.

Forex Arbitrage setzt sehr gute Marktkenntnisse und Echtzeit-Kurse in einem elektronischen Handelssystem voraus. Anwender dieser Handelsstrategie sollten wissen, an welchen Handelsplätzen welche Währungen günstiger zu kaufen und wo sie teurer zu verkaufen sind, bevor sie kaufen. Kann beispielsweise das Britische Pfund in Frankfurt am Main zu einem günstigeren Kurs als in Großbritannien erworben werden, erfolgt der Verkauf in London zu einem höheren Kurs.

Kurzfristige Forex Arbitrage kann nur dann erfolgreich gehandelt werden, wenn der Trader sofort reagieren kann, und zwar so schnell, dass Forex Arbitrage nur mit elektronischen Trading-Systemen möglich ist. Kurse in volatilen Märkten wie dem Devisenmarkt können sich schnell ändern. Gerade keine Zeit zu haben, ist in diesem Fall also ziemlich unvorteilhaft. Je unruhiger und dynamischer der Markt, desto kürzer die Reaktionszeit, desto höher aber natürlich auch das Handelsrisiko.

Forex Arbitrage ist nicht allein der Kauf und anschließende Verkauf zu einem höheren Preis an zwei verschiedenen Handelsplätzen, sondern dies muss auch gleichzeitig erfolgen. Ziel ist es, einen Nettogewinn aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis zu erzielen. Der Brutto-Gewinn sollte also so hoch sein, dass auch die Handelskosten hiervon gedeckt sind.

In unserem Beitrag erklären wir Ihnen kurz und kompakt den Forex-Handel und bei welchem Broker Sie Forex Arbitrage-Geschäfte abwickeln können.

Wie funktioniert der Forex-Handel?

Der Devisenhandel (FX oder kurz Forex = Foreign Exchange Market) erfreut sich unter privaten Anleger großer Beliebtheit. Zum einen sind nur geringe Kapitaleinsätze nötig, um aufgrund der Hebelwirkung hohe Summen zu bewegen, zum anderen ist der Devisenmarkt höchst liquide. Die am häufigsten gehandelten Währungen sind der US-Dollar und der Euro, deren Handelsvolumen im Devisentausch rund 28% des Gesamtumsatzes der international wichtigsten Währungen beträgt. Der Devisenmarkt ist der größte Markt weltweit und verfügt über die höchste Liquidität, d.h. nach oben sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt. The sky is the limit.

Die Währungstauschgeschäfte werden OTC (over the counter) direkt zwischen den Marktteilnehmern wie z.B. den Finanzinstituten, Regierungen und Zentralbanken sowie Händlernetzen weltweit gehandelt, d.h. der Handel ist außerbörslich und dezentral. Weitere Marktteilnehmer sind neben Brokern auch institutionelle Händler wie Konzerne, aber auch private Anleger. Eine zentrale FX Börse ist am Devisenhandel nicht (mehr) beteiligt, so dass der Handel aufgrund der internationalen Zeitzonen rund um den Globus werktags rund um die Uhr von Sonntag 23 Uhr bis Freitag 23 Uhr MESZ erfolgt.

Für Privatpersonen im Euro-Raum ist die häufigste Form des Devisentausches die Auslandsüberweisung außerhalb der EU oder die Kreditkartenzahlung, bei der ein Tausch einer Währung (in diesem Fall des Euro) in eine Fremdwährung erfolgt, um den Betrag in lokaler Währung (z.B. in US-Dollar) zur Verfügung zu stellen. Dies kann z.B. die direkte Zahlung eines Hotelaufenthaltes an einem Urlaubsort im Ausland per Kreditkarte sein oder die Überweisung auf ein Auslandskonto, um in der lokalen Währung Verbindlichkeiten für den Kauf oder die Unterhaltung einer dortigen Immobilie zu bezahlen.

Alle wichtigen Informationen zum Devisenhandel finden Sie in unserem Beitrag „Devisenhandel für Anfänger“.

Was ist beim Forex-Handel mit einem Broker zu beachten?

Eine spekulative Form des Devisentausches ist der Forex (Devisen)-Handel. Da private Kleinanleger keinen direkten Marktzugang zu Warentermingeschäften und dem Interbanken-Handel haben, weil das gehandelte Volumen bei extremer Marktliquidität zu hoch ist, müssen sie über einen Forex-Broker handeln. Über einen Broker können sogenannte Differenzkontrakte (CFD = Contract for difference) gehandelt werden und der Anleger erhält einen indirekten Marktzugang über den Broker. Hier kann der Anleger auf die Kursentwicklung von Devisen spekulieren, ohne reale Vermögenswerte zu erwerben, wie dies beispielsweise im Aktienhandel der Fall wäre.

Unterschieden wird zwischen den Broker-Modellen Market Maker und den direkten Marktzugangsmöglichkeiten ECN- bzw. STP-Broker. Warum aber hier die Grenzen teilweise verschwimmen und viele Broker mit direktem Marktzugang in Wirklichkeit Market Maker sind, erfahren Sie nun.

Market Maker – Eignen sie sich für Forex Arbitrage?

Die Forex Arbitrage-Strategie eignet sich für den Handel über Markt Maker nicht, denn hier handelt der Trader ausschließlich mit dem Broker. Er kennt die genauen Kursdifferenzen nicht, die für eine erfolgreiche Forex Arbitrage erforderlich sind. Zudem wird hier mit Spreads gearbeitet und auch die Orderausführung wäre viel zu langsam.

Bei CFD-Brokern gibt es unterschiedliche Modelle, was den Marktzugang betrifft und damit zu welchen Devisenkursen gehandelt wird. Die Mehrzahl der Forex- bzw. CFD-Broker hat sind sogenannte Market Maker. Das heißt, sie stellen die Kurse der betreffenden Währungspaare wie z.B. EUR/USD selbst und geben keinen Kurs der Zentralbank oder den Kurs des Bankenpools weiter, mit dem sie am Markt zusammenarbeiten. Angebot und Nachfrage werden durch den Broker geregelt, nicht vom Markt. Kurse von Market Makern liegen immer über dem tatsächlichen Kurs und sind für Trader sehr intransparent. Sie können nicht nachvollziehen, wie der Kurs zustande kommt und Market Maker haben somit die Möglichkeit, gegen ihre Kunden zu handeln, was einen Interessenskonflikt zwischen Broker und Trader heraufbeschwört. Schließlich handelt es sich um ein Kundenverhältnis und als Dienstleister sollten sie im Interesse der Kunden handeln.

Zu den Kursen ihrer Liquiditätspartner am Markt, die der Trader nicht kennt, berechnet der Market Maker eine Differenz gegenüber seinem Kunden, dem Trader. Diese Spreads sind der Gewinn des Brokers.

Faire Kurse sind bei Market Makern eher Ansichtssache, trotzdem muss es sich aber nicht bei jedem Broker mit diesem Geschäftsmodell um „Abzocke“ und schwarze Schafe handeln und Trader können beim Handel mit Differenzkontrakten hohe Gewinne erzielen. Vergegenwärtigen sollten sich Forex-Trader aber immer das hohe Handelsrisiko mit Hebelprodukten.

Vor allem für Einsteiger eignen sich aber zunächst direkte Market Maker, die vereinfacht dargestellt in ihrem Handelssystem alle Kauf- und Verkaufsaufträge der Trader sammeln und gegeneinander handeln. Die Postionen werden so gegeneinander ausgeglichen. Erst wenn es für den Broker ernst wird und die Kaufaufträge überwiegen, geht er an den Liquiditätsmarkt und geht selbst eine Position ein, die er entweder absichert oder auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko handelt. Handelt der Broker auf eigenes Risiko und der Trader macht einen Verlust, hat der Broker hierbei gewonnen.

Der Vorteil für Einsteiger ist das bei Market Makern kalkulierbarere Risiko durch feste Spreads und zudem verzichten Market Maker auch auf Nachschusspflichten.

Doch aufgepasst, auch nicht alle ECN- und STP-Broker sind zugleich auch keine Market Maker. Ein indirekter Market Maker ist beispielsweise der CFD-Broker S-Broker (Sparkassen-Broker). Hier ist der ausschließliche Liquiditätspartner die Commerzbank AG und fungiert somit hinter S-Broker als Market Maker. Damit ist S-Broker also in Wirklichkeit kein ECN- oder STP-Broker. Mindestens ein Dutzend Liquiditätspartner sollte dem Broker zur Verfügung stehen. Je weniger, desto weniger objektiv auch die Wertigkeit von Angebot und Nachfrage.

Auch bei S-Broker ist keine Nachschusspflicht erforderlich, wenn der Kurs sich entgegen der Prognose des Traders entwickelt und durch die Hebelwirkung dem Trader ein Verlust entstehen die oder die Position ohne Anpassung der Margin nicht aufrechterhalten werden kann. Der Nachschusspflichten-Verzicht ist bei Brokern ein Hinweis dafür, dass dahinter wahrscheinlich ein Market Maker steht. Anders lässt sich diese Großzügigkeit gegenüber dem Kunden eigentlich nicht interpretieren.

Zu den Handelskosten und Handelsrisiken finden Sie bei uns zahlreiche, ausführliche und leicht verständliche Beiträge, wie z.B. Hebel, Margin, Nachschusspflichten oder Handelszeiten und Handelrisiko.

Forex-Trading zu „echten“ Kursen mit direktem Marktzugang

Was liegt also näher als bei einem Broker CFDs zu handeln, dessen System einen direkten Marktzugang (DMA = Direct Market Access) zu den Marktteilnehmern erlaubt?

Sogenannte ECN (Electronic Communication Network)- und STP (Straight through processing)-Broker erlauben ihren Kunden über das Handelssystem einen direkten Zugang zu ihren Liquiditätspartnern, dem Bankenpool. Über ein elektronisches Orderbuch können Trades jederzeit nachverfolgt und die aktuellen Kurse eingesehen werden. Der Kurspreis richtet sich ausschließlich nach Angebot und Nachfrage, der Broker hat hierauf keinerlei Einfluss. Es bestehen also keine Interessenskonflikte zwischen Broker und Trader. Deshalb berechnet er auch keine Spreads oder äußerst geringe Spreads, da er diese gar nicht kalkulieren könnte. Broker mit diesem Marktmodell erzielen ihre Einkünfte aus den festen Kommissionen und Provisionen, die dem Trader je Position berechnet werden.

Einen Haken hat aber auch dies, denn ECN-/STP-Broker dürfen offiziell und völlig legal bis zu 50% als Market Maker tätig sein und brauchen diese Tatsache nicht bekanntzumachen. Die Regularien, an die sich regulierte Broker zu halten haben, erlauben dies. Demnach ein recht schwieriges Unterfangen, einen zu 100% als ECN-/STP-Broker ausführenden Anbieter zu finden.

Broker mit der ECN-/STP-Marktausführung sind für Forex Arbitrage geeignet.

Das „Exoten“-Brokermodell Agentur

Eine recht selten zu lesende und von einigen Brokern herausgehobene Variante eines Brokermodells ist das sogenannte Agenturmodell, auch „Matched Principal Broker“ genannt. Allerdings ist dies nichts anderes als ein ECN-/STP-Broker, denn das Agenturmodell besagt, dass der Broker als Vermittler zwischen Kunden (Trader) und Marktteilnehmern (Liquiditätspool) auftritt und keine Interessenkonflikte entstehen. Ein tatsächlicher Unterschied in der Praxis bzw. in der Orderausführung lässt sich nicht erkennen. Sollte die Aussage indirekt darauf abzielen, dass der Anbieter zu 100% als ECN-/STP-Broker auftritt und keine Market Maker-Orders ausführt, wäre das natürlich äußerst positiv.

CFD-Broker mit Agenturmodell sind z.B. JFD Brokers und FxPro.

Fazit zu Forex Arbitrage

Forex Arbitrage sind äußerst kurzfristige Geschäfte, mit denen auf einen höheren Verkaufs- als Kaufpreis der betreffenden Währung spekuliert wird. Deshalb sind nur elektronische Handelssysteme für diese Handelsstrategie geeignet, die einen direkten Marktzugang bietet. Da Market Maker ihre Kauf- und Verkaufskurse selbst stellen, eignen sich Broker mit diesem Geschäftsmodell für Forex Arbitrage nicht.

Allein mit dem Vorgang des Kaufs und Verkaufs ist es allerdings nicht getan. Der Sinn und Zweck dieser Strategie ist, die Währung sofort wieder zu einem besseren Preis zu verkaufen. Umfangreiche Marktkenntnisse und Handelserfahrung ausdrücklich erwünscht.

Beim Trading mit direktem Marktzugang, welcher für Arbitrage-Geschäfte Voraussetzung ist, werden für Trader Kommissionen fällig. Diese gilt es zu berücksichtigen, denn Arbitrage macht keinen Sinn, wenn die Handelskosten den Gewinn aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis wieder tilgen oder übersteigen, denn es soll schließlich ein Nettogewinn erzielt werden.

Wie bei allen Handelsstrategien bieten sich Tests über ein Demo-Konto an. Dieses muss allerdings 1:1 der Live-Tradingplattform entsprechen.

Forex Arbitrage ist eine Handelsstrategie für sehr erfahrene Trader, die sich mit direktem Marktzugang auskennen und über sehr gute Marktkenntnisse verfügen. Einsteiger in den Forex- und CFD-Handel sind bei Market Makern besser aufgehoben, sie profitieren vor allem auch von der Sicherheit fixer Spreads und dem Verzicht auf Nachschusspflichten.

Für Anfänger und Einsteiger empfehlen wir EU- bzw. FCA-regulierte Broker mit umfangreichem Leistungs- und Serviceangebot, wie z.B. CMC Markets, IG oder GKFX. Neben günstigen Handelskosten verfügen diese Market Maker auch über kostenlose Demo-Konten, ein beispielhaftes Fortbildungsangebot und einen kompetenten, deutschsprachigen Kundensupport. CMC Markets und IG verfügen außerdem über deutsche Niederlassungen, an die Kunden sich direkt wenden können.

Der Nachteil für Profis unter den privaten Forex-Tradern, die Forex Arbitrage handeln wollen, ist, dass sich nur äußerst schwer ein geeigneter Online-Broker dafür finden lassen dürfte. Für institutionelle Kunden mit direktem Marktzugang und voller Markttiefe über offene Börsensysteme stellt dies keinerlei Problem dar, während private Anleger auf geeignete Broker angewiesen sind.

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In unseren unabhängigen Erfahrungsberichten haben wir alle Ergebnisse unserer Tests & Bewertungen der Broker zusammengefasst. Wir bewerten neben Seriosität, Kosten, Bedingungen und Service selbstverständlich auch die Marktausführung (Market Maker, ECN-/STP-Broker), handelbare Märkte, Art und Umfang des Asset Index und die verfügbaren Handelsarten der Broker, so dass Trader einen vollständigen Angebotsüberblick des jeweiligen Anbieters haben.

Vergleichen Sie deshalb unsere jeweiligen Erfahrungsberichte zu den TOP-Brokern 2015 für den Binäre Optionen-, Forex- und CFD-Handel und melden sich dort direkt beim Anbieter Ihrer Wahl an.

In unseren Beiträgen erfahren Sie alles Wissenswerte und erhalten hilfreiche Tipps zum CFD-Handel, wie z.B. Hebel, Margin, Nachschusspflicht, Handelszeiten und Handelsrisiko, Steuern u.v.m.

 

Hedging Strategien – Handelsrisiken richtig absichern

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Hedging-Strategien – Handelsrisiken richtig absichern

Während gerade in Deutschland das Absichern gegen sämtliche Risiken allgegenwärtig und teilweise auch gesetzlich vorgeschrieben ist, wie z.B. die Krankenversicherung, vernachlässigen dagegen viele Anleger die Absicherung (Hedging) ihres eigenen Kapitals gegen Handels- und Verlustrisiken. Im Zusammenhang mit unzähligen überversicherten Privathaushalten ist die Sorglosigkeit der privaten Anleger durchaus verwunderlich. Schützen sie sich mit Versicherungen vor allem vor zukünftigen, nachteiligen Ereignissen und damit verbundenen Kosten, ist ihnen ihr vorhandenes Kapital offenbar weitaus weniger wert. Doch auch für Kapital-Investitionen gibt es  Absicherungen, um sie vor Verlusten zu schützen.

Dafür kann es natürlich verschiedene Gründe geben, beispielsweise wissen viele Trader und Wertpapier-Depotinhaber gar nicht, wie sie sich vor einem Verlust schützen können und nehmen das Risiko einfach hin. Oder sie setzen sich bewusst dem Risiko für einigen Nervenkitzel aus und lassen es einfach darauf ankommen, ihr Kapital und/oder möglicherweise sogar ihr Vermögen darüber hinaus zu verlieren. Eine Verlustabsicherung ist zahlreichen Tradern lediglich aus dem Handel mit Binären Optionen bekannt, die zudem in den allermeisten Fällen mit bis zu 10% nur sehr gering ist. Ein kleines Trostpflaster, wenn man bedenkt, dass z.B. bei 20 verlorenen Trades á 25 EUR (=500 EUR) 450 EUR tatsächlicher Verlust zu verzeichnen sind. Bei einer 80%igen Rendite sind also 23 gewonnene Trades (=460 EUR) nötig, um allein den Verlust von 450 EUR wieder auszugleichen.

Eine andere Dimension haben hier häufig jedoch weitaus höhere Vermögenswerte wie z.B. Aktien- oder Währungs-Depots, die Kursschwankungen unbeachtet oder hilflos beobachtet ausgeliefert sind. Wird es gar zu schlimm, heißt die Devise meist nur „Verkaufen“.

Chart 2

Hedging-Strategien gehören für einige Depotinhaber fälschlicherweise in die Welt der leichtsinnigen Finanzjongleure, die alles auf eine Karte setzen. Bedingt durch den allgemein schlechten Ruf der internationalen Hedge-Fonds, bei denen in der Vergangenheit viele Anleger ihr Vermögen verloren, und wegen ihrer extrem risikoreichen Anlagestrategien, verliert sich die tatsächliche Bedeutung der konservativen Absicherungsstrategie bei hohen Handels- und Verlustrisiken.

Wie Sie sie Ihr Depot mit Hedging-Strategien absichern und sich zukünftig vor Verlusten schützen können, erfahren Sie in unserem nachfolgenden Artikel.

Wozu dient Hedging?

Mit dem englischen Verb „to hedge“ ist im Finanzbereich „absichern“ im Sinne von Risikobegrenzung gemeint. Beim Hedging werden zu den bestehenden Positionen die entsprechenden Gegenpositionen aufgebaut, um einen möglichen Verlust mit einem Gewinn ganz oder teilweise ausgleichen zu können.

Hedging-Strategien sind Teil des Risikomanagements und können richtig angewendet auch langfristige Investitionen wie z.B. Wertpapierdepots ganz oder teilweise absichern. Investitionen dieser Art sind in der Regel auf langfristige Buy- & Hold-Strategien ausgerichtet, sofern sie nicht im Day Trading gehandelt werden. Während der CFD-Handel selbst auf kurz- bis mittelfristige Trades ausgerichtet ist, eignen sich CFDs daneben gerade deshalb ideal zur Absicherung der langfristigen Investitionen in Zeiten lebhafter bis sehr unruhiger Kursentwicklung. Wer volatile Basiswerte in seinem Portfolio hat, sollte deshalb statt ans Verkaufen besser an eine solide Absicherung denken.

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Forex- und CFD-Trader wenden Hedging-Strategien oft auch im Zusammenhang mit Binären Optionen an. Unser ausführlicher Beitrag „Binäre Optionen – Hedging“ informiert Sie darüber, wie Sie Forex- und CFD-Positionen mit Gegenpositionen in Binäre Optionen-Trades absichern können und was Sie dabei beachten müssen.

Hedging-Stragien für Aktien-, Indizes- und Rohstoff-Depots gegen Kursverluste und Währungsrisiken

Mit Hedging-Strategien kann das Depot gegen fallende Kurse geschützt werden. Für Inhaber von Aktiendepots bieten sich dafür vor allem CFDs (Contracts for Difference) an.

Während der Wertpapierinhaber natürlich hofft, dass der Kurs seiner Aktienwerte in seinem Depot nach oben entwickelt und der Portfoliowert seines Depots bestenfalls steigt, lassen sinkende Kurse so manchen Investor verzweifeln. Eine sinnvolle Schutzmaßnahme ist es deshalb, sein Portfolio mit CFDs abzusichern und entsprechende Gegenpositionen der Assets auf fallende Kurse zu eröffnen. Abhängig von Kapitaleinsatz und Hebel wird der Wert dieser Absicherung den im Aktienportfolio enthaltenen Positionen ganz oder teilweise angepasst. Je niedriger der Kapitaleinsatz, desto höher der Hebel, damit aber auch das Handelsrisiko dieser Trades. Erfahren Sie mehr darüber in unserem Artikel zu CFD-Handelsrisiken.

Gegenpositionen eignen sich übrigens nicht nur als Heding-Strategie für Aktien- und Indizes-Depots, sondern beispielsweise auch für Rohstoffe oder Investitionen im Ausland, die in USD gehandelt werden. Mit der Hedging-Strategie können Depotinhaber sich auch gegen das Währungsrisiko absichern. Steigt allein der USD-Kurs und nicht der eigentliche Wert der Investition, die sich vielleicht kaum bewegt, steigt trotzdem auch der Wert des Portfolios. In diesem Fall gut für den Depotinhaber. Fällt der Währungskurs jedoch, hilft ein Ausgleich, Verluste zumindest teilweise aufzufangen.

USD

Hier kommt der Euro ins Spiel und es bietet sich eine Long-Position auf das Währungspaar EUR/USD an, d.h. der Trader geht von einem steigenden Kurs des Euro im Verhältnis zum USD aus. Bei Investitionen, die dem USD-Währungsrisiko unterliegen, kann so ein Ausgleich geschaffen werden.

Hedging-Strategien für Forex-Positionen

Mit Chartanalysen lassen sich kritische Punkte im aktuellen Kursverlauf erkennen. Entscheidet sich der Trader für eine Risikobegrenzung, weil seine Risikotoleranz erreicht ist, muss er zunächst bestimmen, wieviel er für die Absicherung zu zahlen bereit ist bzw. welche finanziellen Möglichkeiten ihm hierfür zur Verfügung stehen. Nicht nur die Position selbst, sondern auch die Kosten spielen eine Rolle. Der Hedge sollte so kosteneffizient wie nur möglich sein.

Für Forex-Positionen gibt es unterschiedliche Absicherungs-Optionen. Die am häufigsten genutzten sind die Forex-Optionen und die Future-Verträge.

Forex-Optionen

Bei den Forex-Optionen handelt es sich wie bei anderen Optionsgeschäften auch, um ein optionales Termingeschäft. Der Trader zahlt eine Prämie  und erhält das Recht, die Option einen Währungsbetrag innerhalb des festgelegten Zeitraums zu handeln, entweder als Kauf- (Call) oder Verkaufs- (Put) Option. Er ist nicht verpflichtet, diese Option auch tatsächlich auszuführen. Der Options-Verkäufer wiederum verpflichtet sich aber, den Währungsbetrag bereitzustellen oder zu übernehmen, sollte der Trader die Option nicht wahrnehmen. Steigt der Währungskurs, wird der Trader die Option nicht wahrnehmen, weil er den Währungsbetrag (Basiswert) am Markt zu besseren Konditionen kaufen oder verkaufen kann. In diesem Fall kann der Optionsverkäufer die Prämie behalten.

Future-Verträge

Bei Future-Verträgen verpflichtet sich der Trader, den Währungsbetrag zu einem bestimmten Kurs und zu dem zukünftigen, festgelegten Termin zu kaufen oder zu verkaufen. Hier gehen also beide Parteien die Verpflichtung ein, den Vertrag zu erfüllen.

Der Trader kann dann nur über die Clearingstelle der FX-Börse die Positionen noch vor der Vertragsfälligkeit lösen, d.h. er handelt mit gegenläufigen Kursen und versucht seine Positionen, die er andernfalls übernehmen muss, damit glattzustellen. Gelingt dies nicht und es erfolgt keine Liquidation der Positionen, ist er verpflichtet, den vereinbarten Währungsbetrag zum Fälligkeitszeitpunkt zu übernehmen.

Future-Verträge werden vor allem als Risikomanagement-Strategie eingesetzt, wenn die sonstigen Devisengeschäfte des Traders sehr risikoreich sind. Durch den festgelegten Preis sind spätere höhere Ausgaben ausgeschlossen und weiteres Kapital kann stattdessen anderweitig investiert werden. Der Handel mit Futures ist für Einsteiger und wenig erfahrene Trader nicht geeignet.

Soll man in jeder Marktphase hedgen?

Hedging-Strategien eignen sich vor allem in unruhigen Marktphasen, d.h. wenn eine höhere Volatilität herrscht und Märkte korrigiert werden. Hier dienen CFDs der konservativen Absicherung.

Spekulativ können CFDs zwar auch in Seitwärtsphasen des bestehenden Depots eingesetzt werden, indem die Gegenpositionen eröffnet werden, um kurzfristige Gewinne zu erzielen und damit die Rendite des Depots zu erhöhen, wobei es sich aber nicht um die Absicherungsstrategie handelt, sondern um ein reines Spekulationsgeschäft zur Renditesteigerung.

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Was sind die Vorteile von Hedging-Strategien mit CFDs?

Ein wesentlicher Vorteil des Hedging mit CFDs sind vor allem die Preistransparenz und die einfache und individuelle Anwendung. CFDs sind eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, seine Investitionen abzusichern, ohne seine Vermögenswerte bei fallenden Kursen notgedrungen zu verkaufen oder je nach Kursentwicklung mit ständig neuen Stopp Loss-Marken abzusichern. Transparente Gebührenstrukturen und niedrige Handelskosten sollten jedoch verglichen werden. Unsere ausführlichen Tests & Bewertungen helfen Ihnen bei der richtigen Broker-Wahl.

Broker mit direktem Marktzugang (DMA) wählen

Ein wesentlicher Punkt ist, einen CFD-Broker mit direktem Marktzugang zu wählen, damit die Kursstellung beider Positionen 1:1 erfolgt. Market Maker, die ihre Kurse selbst stellen, machen für das Hedging keinen Sinn, weil die Marktvoraussetzungen nicht identisch sind. Beim Hedging von Währungsrisiken durch Gegenpositionen ist es deshalb auch wichtig, bei der Broker-Wahl die Spreads im Auge zu behalten. Hohe Spreads, Kommissionen und Provisionen können im Zweifel einen Ausgleich von Währungsverlusten im Depot übersteigen. Es lohnt sich also, die Handelskosten vorher zu kalkulieren und einen Broker mit weitestgehend gleichen Voraussetzungen zu suchen, wie sie auch für das Depot gelten.

Wann macht die Hedging-Strategie Sinn?

Letztendlich muss natürlich jeder Anleger für sich selbst entscheiden, ob und wann er eine Absicherung vornehmen will. Chartanalysen helfen dabei und Chart-Indikatoren geben Auskunft über möglicherweise bevorstehenden Handlungsbedarf. Lesen Sie hierzu auch unsere Beiträge zu den verschiedenen Strategien wie die Kontra-Trend-StrategieVolatilitäts- und die Strategie nach Pivot Punkten.

Höchste Zeit wird es, wenn negative Marktnachrichten veröffentlicht werden. Viele Trader beginnen dann hektisch Stop Loss-Marken zu setzen oder gar die Position gleich ganz zu verkaufen, womit zukünftige mögliche Chancen des betreffenden Assets vertan sind. Mit der Anwendung der konservativen Hedging-Strategie kann man sich in solchen Situationen nicht nur einen drohenden Kapitalverlust, sondern auch einige Aufregung und Zeitdruck ersparen.

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Fazit zu Hedging-Strategien

Hedging-Strategien mittels CFDs, Forex-Optionen und Binäre Optionen sind eine effiziente Möglichkeit, sein Depot durch Gegenpositionen abzusichern. Vor allem CFDs eignen sich optimal für die Begrenzung von Risiken hinsichtlich Aktien-, Indizes- und Rohstoff-Depots, aber auch diesbezüglichen Währungsrisiken.

Wer sein Depot gegen Verluste durch Hedging-Strategien absichern möchte, sollte vor allem bei der CFD-Broker-Wahl auf einen direkten Marktzugang (kein Market Maker) und niedrige Handelskosten achten. Für eine effektive Absicherung ist eine Kursstellung von 1:1 von Position und Gegenposition nötig.

Je nach Kapitaleinsatz und Hebel kann die Höhe der Absicherung dem Depotwert bzw. den darin enthaltenen Basiswerten, die abgesichert werden sollen, angepasst werden. Dies erfordert einige Kalkulation, lohnt aber den Aufwand.

Depot-Inhaber sind gut beraten, ihr Portfolio nicht über längere Zeit unbeachtet zu lassen und zeitnah auf mögliche Kursschwankungen oder Abwärtstrends aufmerksam zu werden. Aktuelle Marktnachrichten und Analysen gehören deshalb zum regelmäßigen Update zu den eigenen Finanzen. Eine konservative Hedging-Strategie kann Verluste teilweise oder sogar ganz ausgleichen, ganz ohne übereilte Verkäufe und damit vertane Chancen in der Zukunft oder permanentes Anpassen von Stop Loss-Marken.

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In unseren unabhängigen Erfahrungsberichten haben wir alle Ergebnisse unserer Tests & Bewertungen der Broker zusammengefasst. Wir bewerten neben Seriosität, Kosten, Bedingungen und Service selbstverständlich auch die handelbaren Märkte, Art und Umfang des Asset Index und die verfügbaren Handelsarten der Broker, so dass Trader einen vollständigen Angebotsüberblick des jeweiligen Anbieters haben.

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In unseren Beiträgen erfahren Sie alles Wissenswerte und erhalten hilfreiche Tipps zum CFD-Handel, wie z.B. Hebel, Margin, Nachschusspflicht, Handelsrisiko, Steuern u.v.m.

Binäre Optionen – Strategien Erfolgreich handeln mit Pivot Punkten

Binäre Optionen – Pivot Punkte erfolgreich als Strategie anwenden

Binäre Optionen beinhalten klar definiertes, maximales Verlustrisiko. Es kann nur der Einsatz verloren werden, Minus-Salden sind auf Binäre Optionen-Konten ausgeschlossen. Einige Broker bieten auch eine Verlustabsicherung bis zu einer Höhe von 15% des Einsatzes an. Im Gegenzug verringert sich dann zwar anteilig die erzielbare Rendite, Trader erhalten jedoch einen Teil des Einsatzes zurück. Bei Brokern, die von vornherein einen Return von 5% oder meistens 10% auf Verlust-Trades gewähren, ist diese garantierte anteilige Rückzahlung bereits in der maximal erzielbaren Rendite mit einkalkuliert.

Auch bei Binären Optionen empfiehlt sich aber die Anwendung einer Handelsstrategie, um seine Gewinnchancen zu maximieren und nicht vor allem über relativ geringe Verlustabsicherungen nachzudenken.

Zu den bekanntesten Strategien für den Handel mit Binären Optionen gehören vor allem die Trendfolge-, Kontra-Trend- und die Volatilitätsstrategie. Die Absicherungsstrategie Hedging dient vor allem der Risiko- und Verlustbegrenzung, sie bildet damit einen Teil des Risikomanagements. Als eine weitere Strategie werden häufig auch die Pivot Punkte genannt. Sie finden vorwiegend Anwendung im Forex-Handel, können aber auch für Binäre Optionen eingesetzt werden.

Strategie

Mit Pivot Punkten lässt sich der idealerweise beste Einstiegszeitpunkt in einen Trade bestimmen, entweder als Call- oder Put-Option. Genaugenommen handelt es sich bei den Pivot Punkten wie auch beim Hedging aber nicht um eine eigene Strategie. Pivot Punkte können nur als Handelssignal verstanden werden, die Widerstände und Unterstützungen markieren und eine Handlungsempfehlung darstellen.

In unserem Artikel erfahren Sie, was Sie für den Handel mit Binären Optionen unter Einsatz der Strategie mit Pivot Punkten wissen müssen und wie sie angewendet wird.

Was sind Pivot Punkte?

Pivot bedeutet in der französischen Sprache „sich drehen um“ oder „Dreh- und Angelpunkt“. Die von Dr. Bruce Gould entwickelte Berechnung der Pivot Punkte bezog sich ursprünglich auf den klassischen Rohstoffhandel. Um eine bessere Vorhersage des Kursverlaufs von Gold und Silber zu treffen, flossen in seine Formel die historischen Daten des Basiswertes der letzten zwei bis drei Jahre ein. Das Ergebnis war ein Preiszonenansatz, dessen Grenzen eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung signalisieren, wenn der Kursverlauf diese erreicht.

Pivot Punkte sind ein Indikator der technischen Analyse und geben ein Handelssignal. Abhängig von Widerstands- und Unterstützungsniveau gibt das Signal den Hinweis auf eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Beim Handel mit Binären Optionen also auf eine Call- oder Put-Option.

Der Preiszonenansatz kennzeichnet die Zone, in dem sich der Kurs normal verhält. Aus den Pivot Punkten lassen sich Widerstands- und Unterstützungs-Niveaus ableiten, die die Preiszone zu beiden Seiten innerhalb des normalen Kursverlaufs eingrenzen. Kurz gesagt, man definiert aus den Pivot Punkten und den Wiederstands- und Unterstützungs-Niveaus horizontale Linien , die eine Preiszone markieren, in der sich der Kurs bewegt. Bleibt er zwischen den Linien innerhalb der Preiszone, besteht kein Handlungsbedarf. Überschreitet er die Preiszone nach oben oder unten, kann der Binäre Optionen-Trader daraus den Einstieg in eine Call- bzw. Put-Option ableiten.

Für den Handel mit den kurzfristigen Binären Optionen werden allerdings nicht die historischen Kurse der letzten Jahre als Berechnungsgrundlage hinzugezogen, sondern die Vortageskurse des Basiswerts. Die wesentlichen Kursmarken des vorherigen Handelstages gelten als Referenzkurs für den folgenden, aktuellen Handelstag. Die Berechnungsgrundlage für Pivot Punkte kann auch auf Wochen- oder Monatsbasis erfolgen, wird aber seltener angewendet.

Wie berechnet man Pivot Punkte und was sagen die errechneten Werte als Signale eigentlich aus?

Pivot Punkte berechnen und interpretieren

Die Berechnungsgrundlage für Pivot Punkte sind der Höchstkurs, Tiefstkurs und Schlusskurs des Vortages. Der Durchschnittswert des Vortages lässt sich aus dem Drittel der Summe von Höchst- (H=high), Tiefst- (L=low) und Schlusskurs (C=closing price) errechnen; er bildet den mittleren Pivot Punkt (PP):

Pivot Punkt (PP) = ( H + L + C) / 3

Weitere Kursmarken des Vortages sind für die Pivot Punkte unerheblich, d.h. Zwischenhochs, -tiefs oder Trendlinien spielen keine Rolle.

Taschenrechner

Mit dem Pivot Punkt ist jedoch erst ein Wert ermittelt. In der Folge werden noch zwei Widerstands-Niveaus (R1 und R2, R=Resistance) errechnet sowie zwei Unterstützungs-Niveaus (S1 und S2, S=Support). Dies ist die gängige 5-Punkte-Berechnungsgrundlage und die Werte R1 und R2 sowie S1 und S2 werden wie folgt ermittelt:

  • R1 = 2 x PP – L
  • R2 = PP+H – L
  • S1= 2 x PP-H
  • S2 = PP-H-L

Eine Erweiterung der Pivot Punkte wird mit den Mid-Pivot Punkten (M1 und M2) erzielt, die wiederum zwischen S1 und S2 bzw. S1 und dem Durchschnitts-Pivot Punkt liegen. Zwar werden diese nicht so häufig angewandt, geben aber genauere Abstufungen an. Auch sie sind aber nur Durschnittswerte.

Viele Broker bieten inzwischen einen Calculator an, mit dem auch die Pivot Punkte mit den dazugehörigen Widerstands- und Unterstützungs-Niveaus ermittelt und in das entsprechende Kurschart eingezeichnet werden können. Ansonsten sind auch zahlreiche Online-Rechner für die Berechnung von Pivot Punkten im Internet verfügbar.

Pivot Punkte in einem 5-Tage-Chart des SPDR Gold Trust (GLD) auf Intraday-Basis, Oktober 2009 (Quelle: "Pivot point GLD091020 5d15m" by Kbrose - Own work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pivot_point_GLD091020_5d15m.png#/media/File:Pivot_point_GLD091020_5d15m.png)

Pivot Punkte in einem 5-Tage-Chart des SPDR Gold Trust (GLD) auf Intraday-Basis, Oktober 2009
(Quelle: „Pivot point GLD091020 5d15m“ by Kbrose – Own work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pivot_point_GLD091020_5d15m.png#/media/File:Pivot_point_GLD091020_5d15m.png)

Wie setzt man die errechneten Pivot Punkte nun im Binäre Optionen-Handel richtig ein und wie lassen sich die Signale interpretieren?

Binäre Optionen handeln mit der Strategie Pivot Punkte

Im Gegensatz zur Volatilitätsstrategie, die sich nur für die sehr risikoreichen Touch-Optionen eignet, kann die Strategie Pivot Punkte auch für Put & Call-Optionen eingesetzt werden. Pivot Punkte geben ein Handelssignal für den Einstieg in eine Put- oder Call-Option.

Näher sich der Kurswert einen Unterstützungslinie (S), deutet dies auf die Entscheidung für eine Call-Option hin, bei einer Widerstandslinie (R) auf eine Put-Option. Trotzdem sollte aber auch hier das „große Ganze“ betrachtet werden, d.h. der gesamte bisherige Kursverlauf.

Börse2

Gleich bei erstmaligem Erreichen der ersten Unterstützungslinie eine Call-Option zu eröffnen, kann sich als zu kurzfristig gedacht erweisen und der der Kurs fällt womöglich wieder. Bei Binären Optionen ist dies aufgrund der kurzen Laufzeit keine gute Entscheidung, es sei denn man wählt eine längere Laufzeit. Grundsätzlich sollte deshalb zumindest die 2. Unterstützungslinie abwartet werden, um von einer gewissen Konstanz der steigenden Kursentwicklung auszugehen.

Binäre Optionen mit Pivot Punkten ohne Risiko über das Demo-Konto traden

Für das Erlernen neuer Strategien empfehlen wir in unseren Tests & Bewertungen und Beiträgen ausdrücklich die Demo-Konten der Broker, sofern vorhanden. Bietet der betreffende Broker kein Demo-Konto an, finden Sie dies unter den Kontra-Punkten und unter der entsprechenden Rubrik im Erfahrungsbericht.

Demo-Versionen ermöglichen einen weitaus leichteren Einstieg in den Handel und den Test der verwendeten Trading-Software. Trades können risikofrei simuliert und Strategien auf erfolgreiche Anwendung getestet werden.

Erweist sich die Strategie als ungeeignet für den Basiswert, kann eine andere sich als weitaus vorteilhafter erweisen, man sollte sich also nicht von vornherein auf eine Strategie festlegen, nur weil sie sich möglicherweise gut anhört oder sich in der Vergangenheit bewährt hat. Von Zeit zu Zeit wird es auch nötig sein, seine bisherige Strategie zu ändern, weil sie auf die aktuellen Marktgegebenheiten nicht mehr passt, was sich ideal über ein Demo-Konto testen lässt.

Technische und Fundamental-Analyse – Bestandteile der Handelsstrategie

Technische Analysen und deren Indikatoren allein machen noch keine Handelsstrategie. Sie werden in Handelsstrategien eingebettet. Neben der technischen Analyse wird häufig auch die Fundamentalanalyse und das Risikomanagement (auch Money Management) genannt, wobei eine Fundamentalanalyse nur für Wertpapiere erstellt werden kann.

Die technische Analyse (Chartanalyse) – Indikatoren für Binäre Optionen-Trader

Bei der technischen Analyse handelt es sich um eine Chartanalyse, d.h. der Kursverlauf im Chart wird mit unterschiedlichen Indikatoren ausgewertet, um eine Beurteilung der Kurs- und Umsatzentwicklung (Handelsvolumen) zu ermöglichen, sowohl als Analyse historischer Daten als auch der Einschätzung der zukünftigen Entwicklung oder Trends.

Anders als die Fundamentalanalyse beinhaltet die technische Analyse keine betriebs- oder volkswirtschaftlichen Daten oder Faktoren, die sich ebenfalls auf den Kurs und das Handelsvolumen des Basiswertes auswirken können.

Die technische Analyse bleibt also rein technischer, statischer Natur und berücksichtigt keine äußeren Einflüsse wie Unternehmensnachrichten, wirtschaftliche, finanzwirtschaftliche oder politische Ereignisse. Deshalb eignet sie sich nur im Zusammenhang mit diesen Informationen für eine Prognose.

Lernen

Für sich genommen ist die Aussagekraft der technischen Analyse kritikanfällig. Ob man anhand der rein technischen Analysedaten eine Vorhersage über die zukünftige Kursentwicklung machen kann, ist nicht erwiesen. Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob technische Chartanalysen nach Veröffentlichung das Anlegerverhalten beeinflussen und möglicherweise nur deshalb die prognostizierte Entwicklung eintritt.

Die Fundamentalanalyse – Für Binäre Optionen-Trader irrelevant?

Die Fundamentanalyse basiert auf den Fundamentaldaten des betreffenden Basiswertes und berücksichtigt keine Börsenkurse, sie ist grundsätzlich nur auf Wertpapiere anwendbar. Die Fundamentaldaten bestehen zum einen aus den betriebswirtschaftlichen Daten wie den Unternehmenskennzahlen, zum anderen aus dem ökonomischen Umfeld des Unternehmens.

Grundlage für die Fundamentanalyse ist die Bilanzanalyse des Unternehmens und die kursbezogenen Kennzahlen, wie z.B. Eigenkapitalquote, Kurs-/Umsatz-Verhältnis. Hierzu werden die Unternehmenskennzahlen der börsennotierten Gesellschaften aus Quartals-, Halbjahres- und Jahresberichten ausgewertet und anhand der ermittelten Kennzahlen unter Anwendung von Formeln verglichen. Das Ziel der Fundamentalanalyse ist es, den angemessenen Wert eines Wertpapiers zu bestimmen. Der gehandelte Kurs an sich bleibt hierbei unberücksichtigt. Aktueller Börsenkurs bzw. -entwicklung und ein nach ihren Berechnungen fairer Preis des Wertpapiers sind für Fundamental-Analysten voneinander unabhängig.

Für Binäre Optionen sind diese Informationen also dahingehend irrelevant, ob es sich um einen „fairen“ Aktienpreis handelt. Auch Fundamentalanalysen können aber trotzdem einen Hinweis auf die mögliche zukünftige Kursentwicklung geben, weil der Markt auf Analystenmeinungen mehr oder minder reagiert und sich dies auf Kurs und Handelsvolumen der Basiswerte auswirkt. Hier ähneln sich die technische und Fundamental-Analyse in ihrer Auswirkung auf das Anlegerverhalten.

Fazit zur Strategie Pivot Punkte

Pivot Punkte lassen sich bequem online berechnen und bei Verwendung einer Trading-Software mit vielen Indikatoren und Funktionen einfach in ein bestehendes Chart einzeichnen. MetaTrader bietet die umfangreichsten Anwendungen als Handelsplattform und wird von vielen Broker genutzt. Einsteiger sollten sich von zahlreichen Tools der MetaTrader-Handelsplattform nicht verwirren lassen, zur Unterstützung stehen häufig Demo-Konto und eine ausführliche, schriftliche Einführung in die Plattform zur Verfügung.

Trader sollten bedenken, dass es sich bei einem Pivot Punkt nicht um einen exakt bestimmten Einstiegswert handelt. Die Preiszone bündelt sich um einen Pivot Punkt, sie trifft ihn aber nicht exakt. Somit kann dieses Handelssignal keine genaue Kauf- oder Verkaufs-Marke bestimmen. Es handelt sich um einen Durchschnittswert, der sich aus Vortageswerten zusammensetzt, nicht um aktuelle Werte. Sich allein darauf zu verlassen, erweist sich oft als falsch, denn der Pivot Punkt kann keine erfolgreiche, weitere Kursentwicklung garantieren und setzt sich aus historischen Daten „von gestern“ zusammen. Da nur drei Kursmarken für die Berechnung der Pivot Punkte zugrunde gelegt werden, ist unklar, inwieweit sie einen Wert verfälschen bzw. verzerren.

Mehr Erfolg mit Pivot Punkten lässt sich erzielen, wenn Trader auch die aktuelle Marktentwicklung des Handelstages und die täglichen Pivot Punkte über einen längeren Zeitraum beobachten, obwohl Pivot Punkte eigentlich vor allem für den Intraday-Handel genutzt werden und hier auch ausschließlich. Dies setzt sehr gute Marktkenntnisse und einige Trading-Erfahrung voraus, um mögliche Entwicklungen und Trends richtig einschätzen zu können. Je mehr relevante Faktoren Trader berücksichtigen, desto erfolgversprechender kann der Handel verlaufen.

Marktanalyse

Für Anfänger und Einsteiger empfiehlt es sich, sich zunächst ausführlich mit den unterschiedlichen Handelsstrategien beschäftigen und den Handel mit der leichter verständlichen Trendfolge-Strategie über ein Demo-Konto beginnen.

Alle Tests & Bewertungen der TOP-Broker 2015 für die richtige Broker-Wahl

Ausführliche Zusammenfassungen unserer Tests & Bewertungen von Binäre Optionen-Brokern finden sie in unseren Erfahrungsberichten. Neben Seriosität, Kosten, Bedingungen und Support bewerten wir  auch die Eignung der Demo-Konten, Art und Umfang des Asset Index, Handelsarten und Trading-Software der Broker. In unserem Fazit erfahren Sie, ob der Broker sich nur für fortgeschrittene Trader oder auch für Anfänger eignet.

Lesen Sie unsere ausführlichen, objektiven Erfahrungsberichte zu den TOP-Brokern 2015 für den Binäre Optionen-, Forex- und CFD-Handel und melden sich dort direkt beim Anbieter Ihrer Wahl an.

In unserem Beitrag „Die 10 besten Binäre Optionen-Broker“ informieren wir Sie Sie über alle Kriterien, die Sie unbedingt bei der Broker-Wahl beachten sollten. Einsteiger und Fortgeschrittene im Forex- oder CFD-Handel profitieren von objektiven Berichten und Bewertungen der Derivate-Anbieter.

Binäre Optionen – Volatilitätsstrategie

Volatilitätsstrategie – Die Handelsstrategie für unruhige Märkte

Binäre Optionen haben den Vorteil, dass sie neben hohen Renditen einen vergleichsweise geringen finanziellen Einsatz erfordern. Auch für Einsteiger ist das Finanzinstrument leicht verständlich, Trader müssen sich lediglich entscheiden, ob sie auf einen steigenden oder fallenden Kurs spekulieren. Nie sollte jedoch „aus dem Bauch“ oder aus einer Stimmung heraus gehandelt werden. Die Anwendung von Strategien ist sowohl für Anfänger als auch erfahrene Trader unerlässlich.

In unserem Artikel erfahren Sie, für welche Optionen sich die Volatilitätsstrategie eignet und wie sie erfolgreich angewendet werden kann.

Wie funktioniert die Volatilitätsstrategie?

Bei stark schwankenden (volatilen) Märkten  lassen sich keine klaren Richtungen ausmachen und eindeutige Kursverläufe sind im Kurschart nicht zu erkennen. Hier eignet sich die Volatilitätsstrategie, um mit der passenden Handelsart erfolgreich zu traden. Anders als bei der Trendfolge-Strategie, bei der auf die Fortsetzung des jeweiligen Trends des Kursverlaufs gesetzt wird, zielt die Volatilitätsstrategie auf ausgeprägte Kursschwankungen ab. Charts volatiler Märkte wirken hektisch, unruhig und unberechenbar. Der Kursverlauf erfolgt im unruhigen Zickzack-Kurs mit erheblichen Peaks nach oben und unten, ein ständiges Auf und Ab.

Im unruhigen Kursverlauf der BB Biotech-Aktie zeigt sich die starke Volatilität (Quelle: www.finanztreff.de)

Im unruhigen Kursverlauf der BB Biotech-Aktie zeigt sich die starke Volatilität (Quelle: www.finanztreff.de)

Welche Handelsarten für Binäre Optionen eignen sich für die volatilen Märkte und wie handelt man mit der Volatiliätsstrategie?

Berechnungsmöglichkeiten für die Volatilität und die Anwendung als Strategie

Für die Berechnung der Volatilität gibt es unterschiedliche Berechnungsmodelle und technische Indikatoren. Die drei wichtigsten möchten wir nachfolgend kurz vorstellen:

Der gleitende Durchschnitt

Bei den gleitenden Durchschnitt handelt es sich um einen geglätteten Mittelwert er unterschiedlichen Preise des Basiswertes. Dies erfolgt für einen Ausschnitt des Charts, d.h. für einen bestimmten Zeitraum. Danach wird für einen an diesen Ausschnitt angrenzenden Zeitraum der Durchschnittswert errechnet, anschließend ein weiterer usw. Der Mittelwert bildet dann eine eigene Linie neben der Kurslinie mit den tatsächlichen Kursen. Je weiter die Linie des gleitenden Durchschnitts von der Kurslinie entfernt liegt, desto höher die Volatilität des Basiswertes.

Die blaue Linie kennzeichnet den gleitenden Durchschnitt im 38 Tage-Verlauf des Dax (Quelle: www.wikipedia.de)

Die blaue Linie kennzeichnet den gleitenden Durchschnitt im 38 Tage-Verlauf des Dax (Quelle: www.wikipedia.de)

Die ATR (Average True Range)

Auch die Average True Range ist ein Indikator für die Volatilität eines Basiswertes und wird durch eine Chartlinie dargestellt. Sie berechnet den Durchschnitt der tatsächlichen Schwankungsbreite des Kurses und berücksichtigt im Gegensatz zu den herkömmlichen Methoden auch die entstandenen Kurslücken.

Zunächst werden die folgenden Werte ermittelt:

  • Heutiges Hoch abzüglich heutigem Tiefstkurs
  • Heutiges Hoch abzüglich gestrigem Schlusskurs
  • Heutiges Low abzüglich gestrigem Schlusskurs

Der Durchschnitt der Schwankungsbreite ist der jeweils höchste Wert der zuvor errechneten Differenzen. Aus dem höchsten Wert wird eine Chartlinie über einen festgelegten Zeitraum parallel zu der Kurslinie angelegt. Ein hoher Wert bezeichnet einen Tiefstand, ein niedriger Wert einen Hochstand des Kurses.

Die untere Chartlinie stellt die ATR-Linie parallel zum Kursverlaufszeitraum dar (Quelle: www.investor-verlag.de)

Die untere Chartlinie stellt die ATR-Linie parallel zum Kursverlaufszeitraum dar (Quelle: www.investor-verlag.de)

Die Bollinger Bänder

Die bekannten Bollinger Bänder bestehen aus insgesamt drei Chartlinien. Die mittlere Chartlinie is der gleitenden Durchschnitt, die anderen beiden geben die jeweilige Standardabweichung an. Liegen diese Bänder weit voneinander entfernt, kennzeichnen sie eine hohe Votalität.

Die Bollinger Bänder in der Chartdarstellung (Quelle: www.boerse.de)

Die Bollinger Bänder in der Chartdarstellung (Quelle: www.boerse.de)

Bollinger Bänder gehören zum Standard-Programm in den Fortbildungsangeboten guter Broker. Strategien lassen sich sowohl bei Brokern mit umfangreichen Bildungsmaterialien wie z.B. Video-Tutorials und Webinare erlernen als auch über Schulungsanbieter mit Schwerpunkt Trading. Einen professionell gestalteten Kurs mit aufeinander aufbauenden Grundlagen des Tradings bietet z.B. der Online-Schulungsanbieter Shaw Academy.

High Yield-Optionen eignen sich nur für erfahrene Trader

Während auf klassische Binäre Optionen brokerabhängig in aller Regel um die 70-85% Rendite erzielbar sind, können mit High Yield-Optionen Gewinne im mittleren 3-stelligen Prozentbereich erreicht werden. Mit Erträgen zwischen 300 bis zu vereinzelt 650% liegen diese Optionen um ein Vielfaches über den Möglichkeiten bei den „Einsteigeroptionen“ und sind aufgrund des extrem hohen Handelsrisikos nur für Trader geeignet, die über das nötige Wissen und Erfahrung verfügen.

High Yield-Optionen sollten in ihrer Gewichtung nie überproportional das Portfolio beherrschen und nur ein kleiner Teil des Handelskapitals sollte für diese hochriskanten Trades investiert werden. Hohe Renditen verleiten viele Trader zu hohen Einsätzen, auch hier sollte man sich an die Regeln des Risikomanagements halten und verantwortungsvoll und überlegt mit seinem Kapital umgehen.

risk management in blue glass cubes

Touch-Optionen mit der Volatilitätsstrategie traden

Bei der Volatitätsstrategie geht der Trader von starken Kursausschlägen aus. Hierbei spielt es keine Rolle, ob diese nach oben oder unten erfolgen. Deshalb wird diese Strategie bei den sogenannten Touch-Optionen eingesetzt, einer Handelsart, bei der sehr hohe Renditen zwischen meist 350 bis 500% oder gar mehr zu erzielen sind, die aber auch mit einem extrem hohen Risiko verbunden ist. Maßgeblich ist, dass in der Option der festgelegte Wert während der Laufzeit einmal (One Touch) bzw. nicht (No Touch) erreicht wird. Wo der Kurswert sich am Ende der Laufzeit befindet, ist unerheblich. Touch-Optionen sind keine „Einsteigeroptionen“. Sie gehören in das Portfolio sehr erfahrener Trader.

One Touch-Optionen

Zum Angebot einiger Broker gehören auch die One Touch-Optionen. Im Gegensatz zu den klassischen Put & Call-Optionen handelt es sich hier nicht um die richtige Vorhersage zu einem steigenden oder fallenden Kursverlauf am Ende der Laufzeit. Bei One Touch-Optionen muss ein festgelegtes Kursziel innerhalb der Laufzeit der Option mindestens einmalig berührt werden.

Die zu berührende Kursmarke wird vom Broker vorgegeben. Problematisch bei dieser Handelsart ist, dass das einmalig zu erreichende Kursziel sehr ambitioniert angesetzt wird. Es liegt also recht weit von dem aktuellen Kurswert bei Beginn der Option entfernt. Ob ein One Touch realistisch sein könnte, können sehr erfahrene Trader und Profis möglicherweise einschätzen, für Einsteiger eignen sich diese Handelsart aufgrund des hohen Risikos und der schwierigen Einschätzung nicht

Für die zu den High Yield-Optionen gehörenden Touch-Optionen sind nur bestimmte, ausgewählte Basiswerte aus dem Asset Index des Brokers handelbar. Voraussetzung für einen geeigneten Wert ist, dass er volatil sein und damit vergleichsweise starken Kursschwankungen unterliegen muss. Nicht-volatile Märkte unterliegen nur geringen Kursschwankungen und weisen nicht den typischen Zickzack-Kurs auf, so dass sie für das Traden von High Yield-Optionen ungeeignet sind, da sie den für den One Touch vorgegebenen Kurswert ohnehin nicht erreichen.

Wird bei einer One Touch-Option die Marke während der Laufzeit einmalig berührt, ist die Option gewonnen, auch wenn sie noch nicht abgelaufen ist. Meist erscheint die gewonnene Option deshalb bereits vor Ablauf abgerechnet im System des Brokers auf dem Trading-Konto. Natürlich läuft die Option bis zum Laufzeitende weiter, kann aber nach einmaliger Berührung nicht mehr verloren werden.

Während die One Touch-Marke weit vom Einstandswert angelegt wird und eine Wahrscheinlichkeit des Berührens umso geringer ist, ist bei den No Touch-Optionen (Nicht-Berühren) umso näher gelegen.

No Touch-Optionen

Um eine One Touch-Option zu gewinnen, muss die festgelegte Marke erreicht werden, bei einer No Touch-Option ist sie bei einmaligem Berühren oder Überschreiten verloren, d.h. sie läuft „aus dem Geld“. No Touch-Marken werden deshalb seitens des Brokers im Gegensatz zu den One Touch-Optionen vergleichsweise nah an den Einstandswert gesetzt, um die Wahrscheinlichkeit eines Berührens zu erhöhen und diese ins Verhältnis mit der hohen Rendite zu setzen.

Im Gegensatz zu den One Touch-Optionen, bei denen die einmalige Berührung der vorgegebenen Kursmarke während der Laufzeit erfolgen muss, ist bei No Toch-Optionen die Option natürlich erst zum Ablaufzeitpunkt entschieden. Fand keine Berührung (No touch) statt, ist die Option gewonnen. Bei Berühren des Wertes gilt die Option auch vor Ablauf bereits als verloren, analog zu den One Touch-Optionen für die umgekehrte Voraussetzung.

Gibt es alternative Handelsoptionen für die Volatilitätsstrategie?

Da durch die starken Kursschwankungen die Möglichkeit der Vorhersage, ob der Kursverlauf steigt oder sinkt, von vornherein wegfällt bzw. mit einem Glücksspiel gleichzusetzen wäre, stellt sich die Frage nach alternativen Handelsoptionen, die ein geringeres Handelsrisiko bergen als High Yield-Trades. Allerdings haben diese Alternativen einen Nachteil, der auf den ersten Blick nicht unbedingt ersichtlich ist.

Put & Call gleichzeitig traden – Handelsoption mit garantiertem Verlust?

Was sich zunächst für eine gute Idee anhört, nämlich bei Unsicherheit einfach sowohl eine Put- als auch eine Call-Option auf einen volatilen Basiswert zu eröffnen, hat am Ende einen rechnerischen Schönheitsfehler. Da die Rendite für diese klassischen Binären Optionen zumeist zwischen 70 und 85% liegt, wird trotz der Tatsache, dass eine der beiden Optionen zu 100% gewonnen wird, ein Verlust erzielt. Die Rendite ist zu niedrig, um einen Profit aus der Option zu generieren oder einen Ausgleich für den verlorenen Einsatz zu erzielen.

Nachfolgend ein Beispiel: Es wird sowohl eine Put- als auch eine Call-Option mit einem Einsatz von jeweils 100 EUR eröffnet. Die Rendite beträgt 80%, die Auszahlung der gewonnen Option beträgt also 80 EUR, der Trader erhält insgesamt 180 EUR aus dieser Option. Mit der verlorenen Option hat er jedoch seinen Einsatz von 100 EUR verloren. Von seinem ursprünglichen Einsatz von 200 EUR erhält er somit nur 180 EUR zurück, 20 EUR sind der tatsächliche Verlust aus beiden Trades.

Diese Alternative eignet sich also nicht, um bei unsicheren, volatilen Märkten einen Gewinn zu erzielen. Im Gegenteil, es erfolgt sogar auf jeden Fall ein anteiliger Verlust am Gesamteinsatz.

Bei der Volatilitätsstrategie besonders wichtig – seine Marktkenntnisse immer auf dem Laufenden halten

Strategien lassen sich nicht ohne das aktuelle Marktwissen anwenden. Volatile Märkte reagieren auf positive oder negative News heftiger als nicht-volatile. Deshalb sollte man z.B. die Unternehmensnachrichten zu Aktien, die man handelt, genau verfolgen. Das muss nicht durch zeitraubendes Suchen nach diesen Informationen geschehen. Automatische News-Benachrichtigungen über eine Suchmaschine oder auf einschlägigen Finanznachrichten-Seiten mit einigen prägnanten Stichworten, können dabei ebenfalls eine große Hilfe sein.

Die Volatilitätsstrategie über ein Demo-Konto erlernen

Wie für das Erlernen anderer Handelsstrategien, ist ein Demo-Konto eine ideale, risikofreie Plattform, um auch die Volatilitätsstrategie zu testen. Zu empfehlen ist eine zeitlich unbegrenzte Demo-Version, die neben dem Live-Konto jederzeit für Trades ohne Kapitaleinsatz genutzt werden kann.

Fazit zur Volatilitätsstrategie

Die Volatilitätsstrategie eignet sich ausschließlich für erfahrene Binäre Optionen-Trader, die daneben über laufend aktuelle Marktkenntnisse verfügen. Traden volatiler Märkte ist nur bei Touch-Optionen sinnvoll und erfordert eine sehr gute Markteinschätzung. Zwar sind hier äußerst hohe Renditen zu erzielen, es besteht aber auch ein sehr hohes Handelsrisiko. Stattdessen sicherheitshalber jeweils eine Put- und Call-Option auf einen volatilen Asset zu eröffnen, eignet sich als Handelsalternative nicht, da im Ergebnis ein anteiliger Verlust am Gesamteinsatz, also keinesfalls ein Profit erzielt wird.

Zu empfehlen ist das Erlernen dieser Strategie über ein risikofreies Demo-Konto. Die Berechnung volatiler Basiswerte sollte man in jedem Fall beherrschen, gute Broker bieten in ihrem Fortbildungsangebot eine Reihe von Lernmaterialien hierzu, z.B. Bollinger Bänder oder Gleitender Durchschnitt. Trading-Software wie der weit verbreitete MetaTrader unterstützt Händler mit zahlreichen Funktionen und Indikatoren, die für die Volatilitätsstrategie hinzugezogen werden.

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Alle Tests & Bewertungen der Binäre Optionen-Broker haben wir in unseren Erfahrungsberichten für Sie zusammengefasst. Wir bewerten neben Seriosität, Kosten, Bedingungen und Service auch die Eignung der Demo-Konten, Art und Umfang des Asset Index und die verfügbaren Handelsarten der Broker, so dass Trader einen vollständigen Angebotsüberblick des jeweiligen Anbieters bekommen. Hier erfahren Sie auch, ob Sie Touch-Optionen handeln und damit die Volatilitätsstrategie erfolgreich anwenden können.

Die Wahl des passenden Online-Brokers ist ein wichtiger Faktor für den Trading-Erfolg und die Kundenzufriedenheit

Die Wahl des passenden Online-Brokers ist ein wichtiger Faktor für den Trading-Erfolg und die Kundenzufriedenheit

Lesen Sie unsere ausführlichen, objektiven Erfahrungsberichte zu den TOP-Brokern 2015 für den Binäre Optionen-, Forex- und CFD-Handel und melden sich dort direkt beim Anbieter Ihrer Wahl an.

Unser Artikel „Die 10 besten Binäre Optionen-Broker“ informiert Sie über alle Kriterien, die Sie unbedingt bei der Broker-Wahl beachten sollten. Auch Einsteiger und Fortgeschrittene im Forex- oder CFD-Handel finden ausführliche Berichte und Bewertungen, die Ihnen die Entscheidung für den passenden Anbieter wesentlich leichter machen.

Binäre Optionen Kontra-Trend-Strategie – Definition & Anwendung

Die Kontra-Trend-Strategie – Besser mit oder gegen den Trend traden?

Binäre Optionen sind ein leicht verständliches Finanzinstrument. Die klassischen Put & Call-Optionen verlangen Tradern lediglich die Entscheidung ab, ob sie auf steigende oder fallende Kurse eines Basiswerts innerhalb eines festgelegten Zeitraums spekulieren. Der finanzielle Einsatz ist begrenzt und es sind häufig Renditen zwischen 80-85% zu erreichen.

Call Option

Soweit eine klare Option, aber um die Gewinnchance zu erhöhen, ist neben umfangreichem Marktwissen auch eine Handelsstrategie erforderlich. Davon gibt viele, welche ist aber nun die Richtige? Und genügt es, bei einer Strategie zu bleiben? Eine der unter Tradern sehr bekannten Strategien ist die Kontra-Trend-Strategie. Für wen sie geeignet ist, wie sie richtig angewendet wird und mit welchen Chartanalysen die Trendumkehr bestimmt werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Trendfolge- vs. Kontra-Trend-Strategie

Eine der beliebtesten Strategien im Trading ist die sogenannte Trendfolge-Strategie. Allerdings wird diese nicht immer richtig angewandt, deshalb zunächst die Erläuterungen zu „falscher“ und „richtiger“ Definition der Trendfolge-Strategie.

 
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Die „falsche“ Trendfolge-Strategie – Sich einfach an die Mehrheit der Trader hängen

Bei vielen Tradern liegt offentlisch ein Missverständnis vor, was denn die Trendfolge-Strategie eigentlich ist. Leider wird dies auch in diversen Internet-Beiträgen immer wieder falsch dargestellt. Denn mit der Trendfolge ist nicht gemeint, sich einfach anderen Tradern in ihrer Entscheidung und damit der Mehrheit anzuschließen, sondern dem Kurstrend zu folgen, auch wenn beide Möglichkeiten im Ergebnis gleich sind, weil die meisten Trader dem Kurstrend folgen. Oft hält sich der prozentuale Anteil der Händler aber auch die Waage und liegt um 50:50, weil beispielsweise auch die Kontra-Trend-Strategie angewandt wird. Insofern muss das Verhältnis also nicht dem tatsächlichen Kurstrend des betreffenden Basiswertes entsprechen.

Die meisten Trader wenden die „falsche“ Trendfolge-Strategie an, auch weil sie der Meinung sind, was die Mehrheit tut, kann nicht falsch sein. Ein Indikator, den Meinungstrend auszumachen und sich dem anzuschließen, ist bei vielen Brokern z.B. die Angabe, wie viele Trader sich jeweils für Call- bzw. Put-Optionen entschieden haben.

24option bildet auf seiner Handelsplattform die Entscheidung anderer Trader rechts neben dem Chart ab

24option bildet auf seiner Handelsplattform die Entscheidung anderer Trader rechts neben dem Chart ab

Der CFD-Broker CMC Markets stellt diese Informationen unter der eigenen Rubrik Kunden-Sentiment auf seiner Trading-Plattform zur Verfügung:

Das Kunden-Sentiment bei CMC Markets

Das Kunden-Sentiment bei CMC Markets

Zu beachten ist natürlich, dass die Angaben der Broker sich ausschließlich auf ihre eigenen Kunden beziehen und kein übergreifendes Anlegerverhalten darstellen. Auch deshalb sind diese Statistiken mit Vorsicht zu genießen. Sie müssen nicht die allgemeine Marktmeinung und -wahrnehmung der Anleger wiedergeben, das Ergebnis kommt aus ganz unterschiedlichen Beweggründen der Händler zustande  und es wird lediglich ein prozentualer Wert zu Kaufen/Verkaufen oder  Hoch/Tief angegeben.

Warum die anderen Trader so entschieden haben und ob sie damit eine Trendfolge-, Kontra-Trend-, oder ganz andere Strategie verfolgen, ist dagegen völlig unklar. Möglicherweise basiert die Spekulation der Anderen ja auch auf gar keiner Strategie und sie agieren aus dem Bauch heraus, was ein keineswegs empfehlenswertes Handelsverhalten ist. Sich einfach an die Mehr- oder Minderheit zu hängen, ist im Fall der „falschen“ Trendfolge-Strategie eine ziemlich leichtsinnige Entscheidung.

 
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Die „richtige“ Trendfolge-Strategie“ – Dem Kurstrend folgen

Die Trendfolge-Strategie basiert darauf, sich dem Trend anzuschließen und nicht gegen den Trend zu stellen. Hiermit ist wie oben erläutert ausschließlich der Kurstrend gemeint. Diese Strategie eignet sich als Basisstrategie auch sehr gut für Anfänger und ist vergleichsweise einfach anzuwenden. Die Trendfolgestrategie setzt auf eine größere Wahrscheinlichkeit, dass der bestehende Kurstrend sich noch weiter fortsetzen wird, als dass er in das Gegenteil umschlägt (Trendumkehr). Dies aber nur solange, wie keine entscheidenden Marktereignisse den bisherigen Trend umkehren.

Bull & Bear 2

Auch bei dieser Strategie ist also aktuelles Marktwissen von großer Bedeutung. Nicht immer reagiert der Markt sofort auf Ereignisse, so dass auch eine Verzögerung in Bezug auf die Kursauswirkung mit berücksichtigt werden muss. Es lohnt sich auch hier, bei den Market News am Ball zu bleiben.

Wie lässt sich nun aber feststellen, in welche Richtung ein Trend geht, wenn er nicht schon durch einen stetigen Aufwärtstrend der Chartlinie erkennbar ist?

Eine Trendlinie lässt sich auch bei einem auf den ersten Blick vielleicht verwirrenden Zickzack-Kurs, der keinen eindeutigen Trend erkennen lässt, einfach einzeichnen und verbinden. Bei einem Aufwärtstrend des Kurses bestehen beispielsweise mehrere Hochs nach oben und auch höhere Tiefs hintereinander. Diese Peaks werden durch eine Linie miteinander verbunden. Genauso anwendbar ist diese Trendlinie für einen Abwärtstrend. Hier sind tiefere Hochs und auch tiefere Tiefs hintereinander erkennbar. Je länger ein Trend besteht und je gerader er verläuft, desto einfacher ist er natürlich von geübten Tradern auch mit bloßem Auge zu erkennen.

Wer als Anfänger einfach auf eine Trendumkehr setzt, um einfach nur gegen den Strom zu schwimmen, obwohl der Trend seit geraumer Zeit in eine bestimmte Richtung zeigt, wird damit voraussichtlich keinen Erfolg haben und erhöht unnötig sein Handelsrisiko. Erfahrene Trader wenden jedoch unter bestimmten Voraussetzungen auch die Kontra-Trendstrategie an.

Die Kontra-Trend-Strategie – Handelsstrategie für Fortgeschrittene

Die Kontra-Trend-Strategie bezeichnet die Spekulation eines Kursverlauf gegen den derzeitigen Trend und geht von einer Trendumkehr aus. Auch diese Strategie basiert zunächst auf einer genauen Chartanalyse.

Eine Trendumkehr, sofern sie nicht abrupt z.B. durch die Veröffentlichung negativer Unternehmensnachrichten verursacht wird, kann sich im Kursverlauf gegebenenfalls ankündigen. Wenn Kursausschläge nach oben oder unten immer weniger werden, könnte es möglicherweise zu einer Trendumkehr kommen. Dies ist aber nur eine sehr allgemeine und wenig verlässliche Definition, die auch von weiteren Faktoren abhängt. Ob im Kursverlauf ein bestimmtes Muster zu erkennen ist, zeigt sich bei der Analyse unter Zuhilfenahme der jeweiligen Chart-Formationen als Indikator für eine Trendumkehr.

Technische Chartanalysen für die Trendumkehr

Die wichtigsten Chart-Formationen für eine voraussichtliche Trendumkehr

Erfolgreiche Trader greifen auf eine Vielzahl von Informationen und eine ganze Reihe von Chart-Instrumenten und technischen Indikatoren zurück, um ihr Handelsverhalten zu verbessern und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, mehr Gewinne zu erzielen.

Die wichtigsten technischen Chart-Analysen, die auf eine Trendumkehr des Kursverlaufs hindeuten und wie diese in ihrer Formation im Chart aussehen, stellen wir Ihnen nachfolgend im Detail vor:

Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation

Vereinfacht gesagt, besteht die Schulter-Kopf-Schulter-Formation in einem Chart aus einem Zwischenhoch (der ersten Schulter), einem höheren Hoch (Kopf) und einem Rückfall auf das Kursniveau des vorgenannten Zwischenhochs (nun der zweiten Schulter). Danach steigt der Kurs zwar wieder an, jedoch nur bis zu dem Niveau der ersten, linken Schulter. Damit ist die Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollständig. Eine Verbindungslinie zwischen dem Rückfallniveau der linken und rechten Schulter wird als Nackenlinie bezeichnet.

Eine typische Schulter-Kopf-Schulter-Formation am Beispiel der Fielmann-Aktie (Quelle: www.finanztreff.de)

Eine typische Schulter-Kopf-Schulter-Formation am Beispiel der Fielmann-Aktie (Quelle: www.finanztreff.de)

Visuell sind bei einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation insgesamt 3 Zwischenhochs zu erkennen, von denen das mittlere Zwischenhoch (Kopf) das höchste Kursniveau erreicht hat. Durchbricht der Kurswert nun im weiteren Verlauf die Nackenlinie, ergeht ein Verkaufssignal. Für Binäre Optionen-Trader bedeutet dies also die Put&Option.

Umgekehrt handelt es sich bei der Formation in der spiegelverkehrten Darstellung (der Kopf bildet in diesem Fall das tiefste Kursniveau) um die inversive (umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation. D.h. wird die Nackenlinie nach Ausbildung der Formation im Chartverlauf durchbrochen, folgt ein Kauf-Signal, der Kurs steigt. Binäre Optionen-Trader wählen die Call-Option.

Doppeltop – Das M in der Chart-Formation

Eine Trendwende signalisiert auch die Doppeltop-Formation, die im Chartverlauf ein deutliches M zeigt.

Die Doppeltop-Chartformation bildet ein Hoch und eine nachfolgende Konsolidierung ab, d.h. der Kurs stabilisiert sich nach Erreichen dieses Peaks wieder und fällt auf ein niedrigeres Niveau ab. Durch Käufe wird das Kursniveau jedoch wieder zurück auf das Niveau des vorangegangenen Hochs gebracht. In der Folge sinkt der Kurs nach dem zweiten Hoch, dem Doppeltop (oder auch Zweifachhoch genannt), die Trendumkehr ist damit eingeleitet.

Doppeltop im Chart der Daimler Benz-Aktie (Quelle: www.euro-am-sonntag.de/www.tradesignalonline.de)

Doppeltop im Chart der Daimler Benz-Aktie (Quelle: www.euro-am-sonntag.de/www.tradesignalonline.de)

Der Doppelboden – Gegenstück zum Doppeltop mit mehr oder minder deutlichem W

Das Gegenstück zum M der Chart-Linie beim Doppeltop bildet der Doppelboden in seiner W-Formation. Ein typischer Verlauf ist die Bildung eines Tiefs, dem ein anschließendes Hoch folgt, welches danach wieder abfällt, aber nicht das Niveau des zuerst gebildeten Tiefs erreicht. Nachfolgend steigt das Kursniveau wieder auf das zuerst gebildete Hoch. Nach erneutem Absinken über dem Niveau des letzten Tiefs folgt typischerweise ein starker Anstieg.

Um von einem Doppelboden ausgehen zu können und nicht von den sonstigen, sehr häufig im Chartverlauf vorkommenden W-Formationen fälschlicherweise auf die Trendumkehr zu schließen, geht man von einem Zeitraum zwischen den beiden Tiefs von etwa 1 Monat aus.

Generell ist der Doppelboden durch seine einfache Struktur in Form eines W leicht mit zahlreichen Kursverläufen zu verwechseln, die genauso aussehen, denen aber keine Trendumkehr folgt. Andererseits ist er oft nur in historischen Charts vollständig zu erkennen und folgt auch nicht immer dem Musterbeispiel im Chart. Die Trendwende wird bei der Doppelboden-Formation erst erreicht, wenn das letzte Hoch nach oben durchbrochen wird.

Technisches Chart des Kursverlaufs der Deutsche Post-Aktie mit potentiellem Doppelboden (Quelle: www.hsbc-zertifikate.de; HSBC Trinkaus)

Technisches Chart des Kursverlaufs der Deutsche Post-Aktie mit potentiellem Doppelboden (Quelle: www.hsbc-zertifikate.de; HSBC Trinkaus)

Für welche Laufzeiten eignet sich die Kontra-Trend-Strategie?

Jeder Trend geht einmal zu Ende, so dass die Zeit der Kontra-Trend-Strategie irgendwann einmal kommen wird. Die Frage ist nur, wann und in welchen Zeitraum sollte man unter Anwendung dieser Strategie traden?

Durch die vorherige technische Chartanalyse lässt sich eine Trendumkehr bzw. dessen Eintrittszeitpunkt zeitlich nicht exakt bestimmen, sondern lediglich vermuten. Der Markt unterliegt zahlreichen Faktoren und Einflüssen und ist zu unberechenbar, um ihn mit einer vergleichsweise einfachen Chart-Diagnostik vorhersehbar zu machen. Sehr kurze Laufzeiten sind deshalb von vornherein für die Anwendung der Kontra-Trend-Strategie ungeeignet.

Binäre Optionen sind mit unterschiedlichen Laufzeiten handelbar. Put & Call-Optionen können z.B. ab 30, 60 oder 120 Sekunden gehandelt werden. Allerdings ist es äußerst unwahrscheinlich, dass während dieser extrem kurzen Laufzeit eine Trendumkehr stattfindet. Deshalb bietet sich die Kontra-Trend-Strategie für längere Options-Laufzeiten an. Beispielsweise beträgt die durchschnittliche Bildung eines Doppelbodens etwa 1 Monat, erst dann kann mit der ausreichenden Wahrscheinlichkeit von einer tatsächlichen Trendwende ausgegangen werden.

Nicht jede Chart-Formation bedeutet auch eine Trendumkehr. So macht es beispielsweise wenig Sinn, nach minimalen M- oder W-Formationen im Laufe des Handelstages zu suchen. Vor allem die Doppeltop-Formation bildet sich sehr häufig und lässt nicht unbedingt auf eine Trendumkehr schließen, die eine Kontra-Trend-Strategie rechtfertigen würde.

Für kurze und längere Laufzeiten hat der Trader unabhängig von den o.g. Chartanalysen zur Kontra-Trend-Strategie grundsätzlich die folgenden zwei Möglichkeiten, wenn ein Kurs beispielsweise Richtung Allzeithoch verläuft. Dann ist es wahrscheinlich, dass dieser Verlauf nicht ewig so weitergehen und sich eben irgendwann auch wieder nach unten bewegen wird. Für längere Laufzeiten kann man dann eine Put-Option auf die Spekulation des sinkenden Kursverlaufs setzen. Eine Call-Option lohnt sich in diesem Fall wiederum eher bei kurzer Laufzeit, um von dem noch steigenden Kursverlauf zu profitieren.

Strategien ersetzen keine aktuellen Marktkenntnisse

Der Einsatz von Handelsstrategien ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich zu traden und Gewinne nicht dem Zufall zu überlassen. Auch sie funktionieren aber nur im Zusammenspiel mit umfangreichem Marktwissen. Wer Ereignisse „verschläft“, die sich kurz-, mittel- oder langfristig auf die Kursentwicklung auswirken, wird mit Strategien allein auch nicht weiterkommen. Vor allem Forex- und CFD-Broker bieten ihren Kunden neben umfangreichen Fortbildungsmöglichkeiten auch Echtzeit-Marktnachrichten und Analysen an, die für die Anwendung von Strategien von hoher Bedeutung sind.

Muss man bewährte Handelsstrategien ändern?

Marktumfeld und Einflussfaktoren können sich ändern. Deshalb sollten auch bisher angewendete Strategien von Zeit zu Zeit überprüft werden. In einigen Fällen eignet sich vielleicht gerade diese nicht mehr und eine andere ist weitaus besser geeignet. Handelsstrategien sind nicht für die Ewigkeit gemacht. Dies wissen auch professionelle Analysten und geben von Zeit zu Zeit den Hinweis, dass eine bestimmte Strategie auf den Basiswert nicht mehr passt.

Zeitlich unbegrenzte Demo-Konten für Strategie-Tests und als Lern-Tool nutzen

Für die Überprüfung der Anwendbarkeit einer Strategie eignet sich vor allem ein Demo-Konto. Eine zeitlich unbegrenzt nutzbare Demo-Version ist auch für das Erlernen weiterer Strategien sinnvoll. Viele Broker bieten nur eine Nutzbarkeit von 14-30 Tagen an, weshalb es sich lohnt, nach den zeitlich unbegrenzten Versionen zu sehen. In 2 oder 4 Wochen eine Handelsstrategie zu erlernen, lässt sich kaum umsetzen.

Jetzt den richtigen Broker finden und traden

In unseren unabhängigen Erfahrungsberichten haben wir alle Ergebnisse unserer Tests & Bewertungen der Binäre Optionen-Broker zusammengefasst. Wir bewerten neben Seriosität, Kosten, Bedingungen und Service selbstverständlich auch die Eignung der Demo-Konten, Art und Umfang des Asset Index und die verfügbaren Handelsarten der Broker, so dass Trader einen vollständigen Angebotsüberblick des jeweiligen Anbieters bekommen.

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Die absichernde Handelsstrategie

absichernde handelsstrategieWer sich selbst noch nicht zu den Top Tradern zählen kann, tut gut damit, über die absichernde Handelsstrategie beim Handel mit Binären Optionen nachzudenken. Wer jedoch schon einen umfassenden Erfahrungsschatz hat, kann mit dieser seine Gewinne maximieren und langfristig eine höhere Rendite erzielen.

Wie der Name bereits vermuten lässt, wird bei dieser Strategie eine Binäre Option mit einer anderen Binären Option abgesichert. Dieser wird parallel gehalten, sodass beispielsweise eine Call Option eine Put Option absichert und vice versa.

Die beiden Binären Optionen müssen sich selbstverständlich auf denselben Basiswert beziehen, da ansonsten beide Binäre Optionen im Sande verlaufen können. Durch ein solches Verhalten wird bezwecket, dass in volatilen Märkten immer eine der beiden Binären Optionen zutrifft. So können Verlust begrenzt, oder Gewinne sichergestellt werden.

Um die absichernde Handelsstrategie näher zu erläutern, folgt ein erdachtes Beispiel.

Wir handeln das Währungspaar EUR/USD, welches sich großer Beliebtheit erfreut. Auf Grund verschiedener Indikatoren denken wir, dass mit einem Anstieg des Kurses zu rechnen ist und platzieren dementsprechend eine Call Option auf diesen Basiswert.

Nun gilt es, diese Binäre Option durch eine parallel und entgegengesetzt Binäre Option abzusichern.

Dies wird getan, indem eine Put Option mit demselben Wert und demselben Zeitrahmen platziert wird.

Nachdem dies erfolgte, ist prinzipiell mit zwei möglichen Ausgängen zu rechnen:

A)     Entweder unsere ursprüngliche Annehme über den Kursverlauf des Währungspaares EUR/USD war korrekt und die Call Option verläuft zu unserem Vorteil. In diesem Fall wird uns ein fixer Geldbetrag gutgeschrieben und wir sind happy.

B)      Oder wir haben uns geirrt und das Währungspaar EUR/USD fällt. In diesem Falle würde unsere Call Option Out of Money enden und wir verlieren unser Investment. Durch die Absicherung durch die Put Option jedoch, erfahren wir dort eine Gewinnauszahlung und gegebenenfalls sogar noch eine Rückerstattung des investierten Kapitals aus der Call Option. So ist unser Verlust stark dezimiert wurden und wir haben das Unglück abgewendet.

Wie in dem oberen Beispiel anschaulich demonstriert, kann die absichernde Handelsstrategie benutzt werden, um das Risiko einzudämmen und Gewinne abzusichern.

Antizyklischer Handel – Binäre Optionen Strategie

upWer sich auf das Traden Binärer Optionen einlässt, sollte niemals nach Intuition oder Vorahnung handeln, sondern stets eine Strategie verfolgen. Im Internet kursieren hunderte von diesen Strategien, doch nur wenige davon sind wissenschaftlich oder empirisch belegt.

Es wird sehr häufig zur Chartanalyse gegriffen, welche jedoch einen entscheidenden Nachteil hat. Sie lässt die aktuelle Wirtschaftslage und jegliche Kennzahlen der Unternehmen, Rohstoffe, Indizes oder Währungspaare außen vor. Hier wird ausschließlich auf visuelle Veränderungen der Charts reagiert und auf Grund derer Kurse bestimmt, zu denen gekauft und verkauft werden sollte. Diese Punkte nennt man Entry- und Exitpoints.

Eine weitere Strategie ist es, mit dem Strom zu schwimmen. Die grundlegende Annahme ist hier, dass wenn ein Wert steigt, andere Händler diesen Zuwachs bemerken und ebenfalls einsteigen. Laut dieser Theorie führt also ein Anstieg eines Wertes zu einem weiteren Anstieg, so dass in diesem Fall auf den Anstieg des Basiswertes gesetzt werden kann.

Eine Strategie, die jedoch aktuell sehr beliebt ist und von vielen Händlern genutzt wird, ist die antizyklische Handelsstrategie. Hierbei traden Händler entgegen der derzeitigen Marktbewegung und spekulieren darauf, dass der Basiswert durch den währenden Trend überbewertet ist. Ein konkretes Beispiel findet sich beispielsweise an dem Währungspaar EUR/CAD.

Nehmen wir mal an, dass der CAD derzeit stabil sei, eine geringe Inflationsrate herrscht und Kanada politisch als auch wirtschaftlich solide dasteht. Nun entscheidet die europäische Notenbank auf Grund von wirtschaftlichen Problemen einiger Mitgliedsstaaten viele neue Euronoten drucken zu lassen. Dies hat zur Folge, dass die Geldmenge erhöht wird und somit jeder einzelne Euroschein an Wert verliert. Dies hat zur Folge, dass der EUR/CAD Kurs fallen muss. Dies erkennen viele findige Händler und verkaufen ihre EUR/CAD Positionen, beziehungsweise sie gehen Short.

Dieser Fall der Kurse hat zur Folge, dass Anleger die eigentlich keine Veräußerung geplant hatten, im Panik geraten und ihr liebes Geld davonfliegen sehen. Sie verkaufen ebenfalls. Nun ist der EUR/CAD Kurs jedoch viel drastischer gefallen, als es durch den Druck der Euronoten eigentlich notwendig war, so dass der Euro unterbewertet ist. Wer nun antizyklisch handelt und auf einen steigenden EUR/CAD Wert setzt, liegt damit häufig richtig.

Der Grund dafür ist teilweise, dass der Euro real nicht so viel Kaufkraft verloren hat, wie der Markt es vorgibt und zum anderen handelt es sich hierbei um eine selbsterfüllende Prophezeiung, da viele Händler antizyklisch agieren und somit durch den Kauf des Euros den Kurs steigen lassen.

Lesen Sie auch, was antizyklisches Verhalten ist auf Wikipedia

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